Hallihallo liebe Leser,

gefällt Euch unser Krimi? Naja, eigentlich ist es ja ein Selbstmord, aber wer weiß, welche Überraschungen noch auf Euch warten!

Hier geht es nun weiter mit dem neugekürten Kommisar Longbottom. Falls jemand sich Neville mit 27 Jahren nicht so ganz vorstellen kann: so ähnlich sieht er wohl aus /wordpress/wp-content/uploads/2009/05/01_08_matthew_

Die hohen Zahlen der Clicks haben uns sehr gefreut!

Noch mehr freuen würden wir uns allerdings über ein paar Rückmeldungen. Habt Ihr schon Ideen? Wie findet Ihr die Story? Und die Figuren? Oder die Form, in der wir schreiben? Das würde uns natürlich interessieren.

ODER IST DIE GESCHICHTE WIRKLICH SO SCHLECHT, DASS SIE KEIN EINZIGES REVIEW VERDIENT?

legilimens

Kapitel 8

01.11.2005 18.05 Uhr

Der junge Auror starrte verärgert in das Glas-Endstück des Haus-Teleskops.

Was bildet dieser Malfoy sich eigentlich ein mich anzuschreien!

„Ihre….FREUNDIN Ginny Weasley wurde heute tot aufgefunden. Der routinemäßig vorgenommene Schnelltest auf pestilentia magica war positiv."Das schien die Milchglasscheibe nun doch zum Schweigen gebracht zu haben.

Neville beugte sich näher zur schimmernden Halbkugel. „Ein gewaltsames Eindringen der Auroren in Ihr Manor würde sicher für einiges Aufsehen sorgen. Deshalb BITTE ich sie noch einmal, zum Portschlüssel hier am Hauseingang zu kommen."

Er war froh, dass seine Stimme bei den letzten Worten sehr entschlossen geklungen hatte. Zumindest fand er sie selbst recht überzeugend. Und einen positiv-überraschten Blick eines Auroren-Assistenten meinte er auch aufgefangen zu haben.

Doch die entscheidende Frage war natürlich, ob sich der Herr des Hauses fügen würde.

Einen Moment lang war alles still, nur ein Pfau schritt mit leisem Gegurre majestätisch über die Rasenfläche. Er glänzte hell im Abendrot.

„Das ist absolut lächerlich!" Lucius Malfoy hatte die Haustüre geöffnet und trat heraus. Hocherhobenen Hauptes.

Wie sonst!

„Ich habe diese Miss Weasley schon seit Wochen nicht mehr gesehen!"

Der Auror hielt trotzdem ein paar Schritte Sicherheitsabstand.

Wenn das stimmt, hätten wir tatsächlich keinen Grund, ihn in Gewahrsam zu nehmen.

Beim Anblick des überheblich grinsenden Malfoy fühlte Neville seine Handflächen feucht werden.

Ich muss das abklären, und zwar möglichst schnell. Sonst habe ich mich hier bis auf die Knochen blamiert.

Nervös versuchte er seine Gedanken zu sortieren. Dann ging er – immer Lucius im Blick – noch ein wenig weiter in den Garten hinein. Außer Hörweite klappte er den Rufspiegel auf.
„Hermine?"
Er schilderte kurz die Situation und lauschte überrascht ihrem Zornausbruch.
Ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Du weißt also sicher, dass Malfoy vor zwei Tagen bei Ginny war?"
Aus dem Spiegel drang die aufgeregte Stimme seiner Kollegin „Hundertprozentig! Schließlich kam sie weinend zu mir und schimpfte über diesen ausnutzerischen Mistkerl, der gerade bei ihr gewesen war!"

Neville bedankte sich und ging zurück.

„Es gibt eine zuverlässige Zeugin, die Ihren Kontakt mit Miss Weasley vor zwei TAGEN bestätigt hat. Ich darf Sie also bitten…."

Er wurde barsch unterbrochen „Zwei Tage oder vier Wochen, welchen Unterschied macht das schon!"

„Da würde ich Ihnen absolut zustimmen, , wenn nicht die Inkubationszeit für die Rattenpest bei sechs Tagen liegen würde."

Der blonde Mann schien ein wenig zu erblassen. Neville meinte, einen Anflug von Panik in dessen eisblauen Augen aufblitzen zu sehen. Malfoy strich sich mit einer offenbar unbewussten Geste durch die langen Haare. Dann legte er beide Hände wieder auf seinen silbernen Gehstock.

Manikürte Fingernägel – und das will ein Mann sein!

Nun hatte er sich anscheinend wieder gefangen und zum üblichen provokanten Ton zurückgefunden. „Wie kommen Sie dazu, mich meiner Magie zu berauben! Das muss ich mir nicht gefallen lassen!"

„Eine reine Vorsichtsmaßnahme. Unsere Wissenschaftler gehen davon aus, dass mit der Benutzung des Zauberstabes ein Infektionsrisiko verbunden ist. Und wir sind verpflichtet, die Allgemeinheit zu schützen. Deshalb haben wir soeben den behördlichen Magie-Entzug eingesetzt."

„Das ist absolut lächerlich! Mir geht es wunderbar, ich fühle mich kerngesund!"

Wenn er so sicher ist, warum umklammert er dann den Gehstockgriff so fest, dass seine Fingerknöchel weiß hervortreten?

Neville trat einen Schritt näher an ihn heran. „Mein Assistent wird gleich mit dem mobilen Portschlüssel eintreffen, bis dahin können Sie mir noch einige Fragen zu Ihrer Beziehung zu Miss Weasley beantworten."

„Was heißt Beziehung? Die Kleine war ein netter Zeitvertreib, mehr nicht. Hätte ich geahnt, welche Scherereien ich ihretwegen bekomme, hätte ich ihre Avancen natürlich von Anfang an zurückgewiesen."

Ruhig nahm Neville Block und Feder aus der Jackentasche.

Ginny soll IHN umworben haben? Das kaufe ich ihm nicht ab.

„Wie haben Sie sich denn kennengelernt?"

Malfoy fuhr ihn nun mit lauter Stimme an.
„Warum werde ich hier wie ein Krimineller vernommen? Sie haben mir noch nicht einmal mitgeteilt, wie diese Weasley denn ums Leben gekommen ist! Ist die Krankheit so schnell bei ihr ausgebrochen? Oder hat sie sich bei ihren Experimenten im Labor irgendwas Tödliches zugezogen? Ich habe jedenfalls mit der ganzen Sache nichts zu tun!"

Neville atmete einmal tief ein und entgegnete gefasst:

„Alles deutet auf Selbstmord hin."

Aufmerksam beobachtete er Malfoys Reaktion.
Was für ein Ausdruck war da gerade über dessen Gesicht gehuscht? Neville hatte ihn nicht genau lesen können. War da ein Anzeichen von ERLEICHTERUNG gewesen? Oder hatte er sich getäuscht?

Wie auch immer, nun präsentierte Malfoy jedenfalls ein entschlossenes Anheben der Augenbrauen:
„Dann besteht ja wohl keine weitere Veranlassung, mich diesem überflüssigen Verhör auszusetzen. Lassen Sie mich in Frieden und verschwinden Sie! Andernfalls müsste ich selbstverständlich auf das Hinzuziehen meines Advokaten bestehen."

Noch ehe der Auror antworten konnte, ertönte ein lautes Plopp direkt neben ihm. Ein Assistent war hierher appariert und trug nun ein weißes Paket in seinen Händen. Neville schickte ihn zur Eingangstür. „Ah, der Portschlüssel! Mr. Malfoy, Sie MÜSSEN in Quarantäne und ich werde Sie notfalls mit Gewalt nach transportieren lassen. Ihr Advokat kann Sie gerne dort aufsuchen. Kommen Sie! Und ich brauche noch den Aufenthaltsort Ihrer Frau."

„Pitty wird Ihnen die Adresse geben. Aber ICH brauche erst einmal eine Viertelstunde Zeit, um meine Sachen zu packen."

Er winkte die Hauselfe heran, die in einer Ecke der Eingangshalle kauerte. „Und danach bringst du mir meine Koffer, Elfe!"

Nur wenige Minuten später zurrte Neville den Gurt fest, mit dem die lederne Postrolle an der dienstlichen Apparier-Eule befestigt wurde. Er las den Brief noch einmal durch, bevor er ihn in die Rolle steckte und den Deckel darüber streifte. Danach machte auch er sich fertig zum Apparieren. Schließlich erwartete ihn noch jede Menge Schreibarbeit in seinem Büro.

An

Narzissa Malfoy
derzeit:
Isla de Lagrimas
Hotel Bellevue, Panorama-Suite

Sehr geehrte Mrs. Malfoy,

wir müssen Sie aus dringendem Grund bitten, sich unverzüglich in (Schleuse zur Station QU 5) einzufinden.
Sicherheitshalber sollten Sie ab sofort jeden Kontakt zu ihren Mitmenschen vermeiden und ihren Zauberstab nicht mehr benutzen.
Alles Weitere werden wir an Ort und Stelle klären.

Hochachtungsvoll
N. Longbottom, Auror, Abt. MMCC – minor, major, capital crimes

(legilimens, die sich wie alle Triflorifers über einen Kommentar freuen würde)