Liebe zwei Leser von Rattenmord auf dieser Plattform und liebe Minkissgirl, Du unerschrockene Reviewerin, die Du unsere Schande der Leere an dieser Stelle abgewendet hast!

VIELEN DANK!

Da es dieserort unmöglich ist, einen Link an dieser Stelle hochzuladen, bitte ich Euch beide - und natürlich auch andere Leser, die es eventuell vielelicht (den Anklickzahlen nach zumindest :P - auch noch gibt, doch bitte einmal auf der deutschen Fanfiktion-Plattform (deren Name hier auch ums Verrecken nicht hinschreibbar ist) nachzugucken, denn im heutigen Kapitel dort könnt Ihr Euch zum einen "unseren" extrem erotischen Neville ansehen - und zum anderen die zwei Kino-Plakate, die Missy01 für uns gebastelt hat und sie wirklich SUPERSCHÖN geworden sind!!!

Und nun viel Spaß mit unserem sensiblen Blondchen, welches heute zu packen gezwungen ist!

Liebe Grüße von Runa

1.11. 18.15 Uhr

Nein, mit Gewalt würde er sich ganz gewiß nicht abtransportieren lassen! Noch dazu, wenn er mit seinem nutzlosen Zauberstab….

Hilfe! Merlin! Diese Demütigung!

Aus einem spontanen Impuls heraus schleuderte Lucius den Ausgehstab von sich, um instinktiv nach seinem Zauberstab zu tasten.

DER IHM NICHTS MEHR HALF! NIE MEHR HELFEN WÜRDE!

Die Pest! VERDAMMTE SCHEIßE! Die verfluchte fürchterliche mörderische Rattenpest!

Er hatte es gewußt! Er hatte es ihr GESAGT! Sie GEWARNT! Doch SIE hatte sich nicht beirren lassen! Und ihm keine Wahl.

Und jetzt hatte sich gezeigt, daß es doch zu spät gewesen war. Alles war umsonst gewesen. Seine Warnungen. Ihr Streit. Seine vergeblichen Bemühungen, das vorzeitige unschöne Ende zu umgehen. ALLES.

Verdammt, er würde sterben! So oder so!

Gefangen genommen hatten sie ihn schon. IHN! JETZT! Und wenn er nicht daran rechtzeitig auf jämmerliche, ENTWÜRDIGENDE Weise zugrunde gehen würde, dann an der furchtbaren Seuche! Die ihn auszehren würde! Ihn dahinraffen! Zum wertlosen Muggel retardieren! IHN! SIR LUCIUS MALFOY!

ER WÜRDE STERBEN!

War ja auch schon ganz zittrig. Schlapp und kraftlos. Ja, er spürte sie. Diese entsetzliche Krankheit war bereits dabei, sich in seinem bemitleidenswerten Körper auszubreiten. Lucius Malfoy hatte sich mit der schrecklichen magischen Pest infiziert. Nun war alles zu ende. Er hatte es ja gewußt!

Auf einmal wie in Trance schleppte er sich durch die Halle, die Treppe hinauf, in seine Gemächer. Er wollte in sein Bett! In sein eigenes sicheres Bett! Sich dort verkriechen, bis es zu ende sein würde! BIS ER STÜRBE!

Sterben würde er. Aber die zwangen ihn, sein Zuhause zu verlassen. In neuerlicher Gefangenschaft zu verrecken! Ohne Magie wie ein… dahergelaufener MUGGEL!

Zum Schutz der ALLGEMEINHEIT! Pah!

Okay, denen konnte er nicht entkommen. Die saßen schlichtweg am längeren Hebel. Der zauberweltweit bekannte Lucius Malfoy würde seinen Wohnsitz aufgeben, um den Rest seines Lebens im St. Mungo's zu fristen.

SCHMACH und SCHANDE!

Kraftlos zog er sich am Handlauf die letzten Treppenstufen hinauf. Richtete sich mühsam auf. Gab seinen Beinen den Befehl zum nächsten Schritt.

Er hatte keine Wahl.

Und was soll's? Sterben werde ich sowieso. Dann werde ich wenigstens nicht allein sein!

Sondern kompetent und liebevoll umsorgt von schönen jungen Krankenschwestern. Im 's. UND umgeben von seinen persönlichen Gegenständen! Genau!

In seinem Arbeitszimmer hatte er die unentbehrlichen Papiere aus dem Safe holen wollen, als er schmerzlich daran erinnert wurde, daß er seiner Magie bereits beraubt war. Ob lediglich durchs Ministerium oder durch die Pest, würde er in diesem Leben nicht mehr erfahren…

Die Papiere mußte er im Safe zurücklassen. Das war jedoch kein Problem. Er würde Menacio beauftragen. Wozu war der sein HAUS-Advokat? Sein Testament würde Lucius sowieso überprüfen müssen!

Armer Draco… würde so früh Halbwaise werden… Naja, wenn Narcissa schon nicht um ihn trauern würde… und sie obendrein die Hälfte seines Besitzes erbte… Warum hatte er sich eigentlich noch immer nicht scheiden lassen?

„Elfe!"

Der Plopp ertönte ordnungsgemäß, noch ehe sein Ruf verklungen war. Wenigstens das funktionierte noch! Es tat Lucius in der Seele weh, doch er war gezwungen, dieser unwürdigen Kreatur den Befehl für den automatischen Packzauber seiner Koffern und Kulturtaschen zu verraten, denn das Packen auf Muggelart… Er erschauderte. Rein kräftemäßig wäre er dazu gar nicht in der Lage! Selbst wenn er die Zeit gehabt hätte!

Mit zusammengebissenen Zähnen weihte er die Elfe in seine intimen Packzauber ein, brachte es aber nicht über sich, ihr bei dieser Arbeit zuzusehen.

„Bring mir die Sachen gleich nach! Aber hurtig!" befahl er, sich auf dem Absatz umdrehend und zum Ankleidezimmer eilend, wo er seinen Umhang ergreifen mußte wie ein gemeiner Muggel…!

Zu allem Überfluß war er ohne seine Magie noch nicht einmal imstande, Narcissa zu flohen, um sie als seine Vertretung hierher zu diktieren! Selbst damit würde er eine der Elfen betrauen müssen!

WIE ENTWÜRDIGEND! Absolut ERNIEDRIGEND! Und DAS MIR! AUSGERECHNET MIR!

Gebeutelt stöhnte Lucius auf und begab sich schleppenden Schrittes hinunter in die Halle.

Wie befohlen, schwebten dort schon seine Gepäckstücke; doch WIE sollte er sie OHNE Zauberstab navigieren?!

SO DEMÜTIGEND!

Er war gezwungen, erneut eine Elfe zu ordern, um den Schwebezauber zu lösen und die Sachen in einem Tragekorb zu verstauen. Den ER SELBST tragen mußte!

Gepeinigt erteilte er der Vorarbeiterin letzte Anweisungen und öffnete – ebenfalls eigenhändig – die Haustür. Auf dem edlen Malfoy'schen Fußabtreter lag ein kleines, schlicht weißes Kissen. Der Portschlüssel ins 's. Wie passend!

In einiger Entfernung drückte sich einer von Potters Aurorenbande herum. Glaubten die allen Ernstes, ein Slytherin würde sich UNBEWAFFNET gegen die stellen?

Verächtlich schnaubend und ohne sich von seinem geliebten Haus verabschiedet zu haben, streckte Lucius kurzentschlossen seine Hand nach dem substanzgewordenen ministeriellen Haftbefehl aus und landete im nächsten Moment, das Kissen fest umklammert in der einen, den Korb mit dem Gepäck in der anderen Hand, mitten in einem großen, gläsernen Kasten.

Was auch immer ihn hier erwartete und was immer man über die umstrittene medizinische Betreuung im 's sagen mochte: Deren Portschlüssel funktionierten offensichtlich einwandfrei!