Ooops, na sowas!

Kaum meckere ich einmal herum, dass keine Rückmeldungen kommen – und schon ändert sich das!

Vielen lieben Dank an Lufa, der wir ja schon eine Menge schöner Reviews zu verdanken haben (nicht nur hier!) - und Drachentochter, die erst nicht so unbedingt gerne eines schreiben wollte - *murr**mäkel**willnicht*- , -doch hinterher festgestellt hat: -*huch* hat ja garnicht weh getan ;p-

Das ist es: Euch tut es nicht weh – und für uns Triflorifers ist es einfach wunderbar, wenn ihr euch meldet!

Also, ran an die Tastatur!

Viel Spaß jetzt beim Lesen!

Feuerbohne vom Triflorifer-Team


12. Kapitel

01. 11. 19:15 Uhr

Zaubereigeschichte! Von Damals bis Heute!

Auflage 172 von 1990

Kapitel 53: Magische Plagen, Abschnitt Seuchen.

Einen der Gründe, warum die Zaubererwelt nicht - wie ursprünglich erwartet und hier bereits erläutert - gewachsen ist, stellen magische Plagen dar.

Wie der Name schon andeutet, ist von magischen Plagen die Welt der Muggel nicht betroffen.

Muggel nehmen ihre Auswirkungen allerdings wahr. So behandeln sie aufgefundene erkrankte Zauberer und Hexen durchaus und überaus erfolglos in ihren Kliniken. Dennoch, diese Krankheiten sind auf Muggel nicht übertragbar.

Die magische Pest Pestilentia magica vulgaris stellt hier keine Ausnahme dar.

Die ersten Schriften, die diese verheerende Krankheit erwähnen, sind bereits tausend Jahre alt.

Man beobachtete damals schon, dass vermehrt Ratten auftraten und der Kontakt zu ihnen (Berührung, Bisse ...) zu einer seltsamen Krankheit führte, die sich in schleichendem Magieverlust äußerte. In vielen Fällen verloren Infizierte nicht nur in rasantem Verlauf ihre Magie, sondern in Krankheitsfolge auch ihre Lebensenergie, so dass sie schließlich an Entkräftung verstarben.

Erst Jahrhunderte später entdeckte der in St. Mungos tätige Heiler Quan Taräne die Übertragungsgefahr von Mensch zu Mensch. Die im sechzehnten Jahrhundert in St. Mungos eingerichtete Quarantänestation war die erste überhaupt und lange Zeit Vorbild für viele ihrer Art.

Selbst die rückständigen Muggel nahmen die Idee letzten Endes auf, ihre an ansteckenden Krankheiten leidenden Mitmenschen von den Gesunden zu trennen.

Heute ist Quarantäne ein übliches Verfahren, um Ansteckungsherde zu isolieren.

Die magische Pest geht stets mit der Beobachtung einer erhöhten Rattenpopulation einher.

Dieser Eindruck mag täuschen, immerhin leben Ratten eher unter der Erde, verborgen von Dunkelheit und Schmutz. Drängen sie plötzlich ans Tageslicht, so kann das durchaus, aber fälschlich, als massenhaftes Auftreten gedeutet werden.

Scheinbar, die Forschung steckt diesbezüglich leider noch in den Kinderschuhen, haben Ratten allesamt ein magisches Potential, das sie für diese Erkrankung anfällig macht.

Zoonosen sind auch in der magischen Welt durchaus üblich. Die Magie scheint bei Mensch und Tier gleichen Ursprungs zu sein. Aus diesem Grund springen Erkrankungen dieser Art fast ungehindert über Artengrenzen hinweg.

Dass sich die Rattenpest nur auf Ratten und Menschen beschränkt, scheint jedoch erwiesen! Bisher hat es noch keinen bestätigten Verdachtsfall gegeben, in dem ein magisches Wesen durch einen Infizierten, sei es Mensch oder Ratte, mit der Pestilentia magica vulgaris angesteckt worden war.

Aus diesem Grund ist Rattenbekämpfung unerlässlich. Infizierte Menschen sind unverzüglich in Quarantäne zu nehmen!

Zu allen Zeiten wurden Ratten energisch, wenn auch mit ungenügendem Erfolg bekämpft, da ihnen mit herkömmlichen magischen Bekämpfungsmethoden nicht beizukommen war. Lediglich die unverzeihlichen Flüche waren in der Lage, ihnen den Garaus zu machen, welche aber selbstverständlich weiterhin geächtet blieben und somit der Bevölkerung nicht zur Verfügung standen.

Es ist sehr wohl möglich, eine infizierte Ratte zu schocken, allerdings bannt der Stupor keineswegs die Gefahr der Ansteckung. Ferner kommt das Tier nach einiger Zeit (je nach Konstitution) wieder zu sich, denn es gibt nichts, womit man das Tier dann gefahrlos (ohne Körperkontakt, welcher trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ausnahmslos zur Infektion des Tötenden führt) vernichten könnte. Sämtliche bekannten Fernflüche sowie alle Arten magisches Feuer versagen.

In heutiger Zeit kann man jedoch davon ausgehen, daß man mit einer magischen Seuche infizierte Ratten mit Muggelrattengiften behandeln kann, denn seit Aufkommen dieser Massenvernichtungsmethoden sind weitere Epidemien ausgeblieben.

Im Zusammenhang mit den Forschungen zur Rattenpest hat sich Spektakuläres herausgestellt: Das Rätsel um die Entstehung von Squibs *1 scheint dadurch gelöst!

Es hat in der Vergangenheit immer wieder Menschen gegeben, die die Rattenpest lebend überstanden und sogar eine Resistenz dagegen entwickelt haben. Der Preis der Erkrankung jedoch war hoch: Die Betroffenen mussten allesamt den vollständigen Verlust ihrer Magie hinnehmen.

Alle Nachkommen dieser Leidgeprüften waren vollständige Squibs, so dass der Verdacht nahe liegt, dass der Erreger die DNS dahingehend verändert, dass Magie nicht mehr vererbt werden kann.

Genau dieser Umstand ist jedoch die große Hoffnung der modernen Forschung:

Da die letzte bekannte Endemie 1647 wütete – und damals fast 30% aller magisch begabten Menschen dahinraffte, liegt der Verdacht nahe, dass alle heute bekannten Squibs Nachfahren der damals Überlebenden sind.

Die Forscher haben ferner herausgefunden, dass die durch die Pest erworbene Magielosigkeit lediglich rezessiv vererbt wird. So kann ein Squib, der einen magischen Partner hat, durchaus magische Nachkommen haben.

Durch vollständigen Entzug magischer Energie versucht man seit jeher, dem Ausbruch der Erkrankung Vorschub zu leisten. Dies ist bis zum heutigen Tag die einzige vorbeugende Maßnahme, die zur Verhinderung eines Ausbruchs der Erkrankung ergriffen werden kann. Ob sie wirkungsvoll ist, sei dahingestellt.

Ist ein Infizierter an der Pestilentia m. v. erst einmal erkrankt, gibt es, außer guter Pflege mit Stärkungstränken, nach wie vor keine Therapie.

*1 Squib: Nichtmagische Person magischen Ursprungs. (Def. nach Urban Squibus, 1791 - 1903)

(Feuerbohne)