Liebe inuverse!
Ich danke Dir für Deine wunderbaren gewohnt gelb-blauen Kommentare – die ich so gut kenne und einschätzen kann und sooo sehr genieße! Du weißt! :)
Herzliche Grüße an unsere Reviewerinnen Felina, Hedril, lufa, Drachentochter und Ann-Susanna!
Und an die, die es letztes Mal nicht geschafft haben zu lesen und wieder zu uns stoßen mögen…? *lächel*
Liebe Drachentochter,
die wir ja anders nicht erreichen können! VIELEN LIEBEN DANK FÜR DEINE REVIEWS; wir alle freuen uns total über Dich: Daß Du dabei bleibst und uns das mitteilst! Ich soll Dir herzliche Grüße von Feuerbohne übermitteln, die Du letztes Mal bedacht hast, und auch ich habe Dir noch nicht persönlich für Dein letztes Review zu meinem Kapitel gedankt!
Ferner unseren Glückwunsch zu der sich wirklich unwiderstehlich anhörenden Mischung Deines Freundes! Besonders Snapes Nase und die Vorliebe für Zitronendrops sagen mir sehr zu! :)
Herzliche Grüße in die Runde
Von Runa
2.11. 9.30 Uhr
Angenehm entspannt lehnte sich Lucius Malfoy auf dem strenggenommen nicht allzu bequemen Sessel am kleinen Tischchen zurück und lächelte ein zufriedenes Lächeln.
Zufrieden?
Dieses unbändige Hochgefühl in seinem Innern war mit dem Begriff Euphorie treffender zu beschreiben!
Nun ja, vermutlich war diese seine Befindlichkeit auf irgendwelche reflexmäßigen Gehirnzustände zurückzuführen, die ihn inmitten dieser Krise die Realität der Rattenpest vergessen machen wollten.
Was mit Sicherheit diese Physiologie noch verstärkte: Selten hatte ihm ein so schlichtes Frühstück – Toast (immerhin magisch warmgehalten), Butter, Marmelade und Eier – so gut geschmeckt! Das mußte er wirklich zugeben!
Dennoch: Er fühlte sich großartig! Gesund! Energiegeladen! Voller Tatendrang!
Entschlossen langte er erneut nach seiner bereits zweimal geleerten Teetasse. Dieses gefärbte Wasser trinken zu müssen, war allerdings schon mit einem beträchtlichen Aufwand an Selbstdisziplin verbunden. Und das erinnerte ihn unbarmherzig daran, daß sein gegenwärtiger seelischer Zustand nichts daran änderte, daß mit dem heutigen höchstwahrscheinlich einer seiner letzten Tage vor ihm lag.
ABER ER WÜRDE IHN NUTZEN!
Ein Tag in Gefangenschaft, das stimmte schon – allerdings einer sich durchaus ANGENEHM gestaltenden Gefangenschaft. Wenn man bedachte, wie wenig die süße Rosalie mit einem Dementor gemein hatte! Lucius lachte hell auf. Wie herrlich, daß er sogar in der Lage war, DARÜBER Witze zu machen!
Ja, Rosalie hatte ihn Lucius genannt, ihn berührt, GESTREICHELT sogar! Und einen vielversprechenden Satz gesagt:
Wir beide sehen uns dann spätestens übermorgen früh wieder!
Lucius verschränkte die Arme hinter dem Kopf und nickte gedankenvoll. Doch, doch, für die liebreizende Rosalie würde es sich lohnen, seine Verführungskünste weiter zu intensivieren! Welche naturgegeben in seiner gegenwärtigen Situation tendenziell dürftiger ausfallen mußten…
Andererseits war die junge Frau keineswegs abgestoßen gewesen von seiner Schwäche – ein Exemplar mit Helfersyndrom also. DAS war in diesem Rahmen eine GÜNSTIGE Voraussetzung!
Er würde die Kleine nach allen Regeln der Malfoy'schen Kunst umgarnen, sie einspinnen mit seiner verletzlichen Männlichkeit…
Das Mädchen war nichts für länger, dazu war sie auch viel zu leicht zu haben – ein Zeitvertreib eben. Längerfristigere Pläne zu machen, war er im Augenblick ja sowieso nicht in der Lage. Aber die Süße war zweifelsohne besser als gar nichts!
Mit einem tiefen Seufzer strich er sich mit beiden Händen durchs Haar und erhob sich, um zur Körperpflege zu schreiten – und stutzte, als sein Blick auf der Suche nach seinem Gepäck an dem leeren Transportkorb hängenblieb.
Nicht schlecht! Ein Elf, der von selbst erkannt hatte, was zu tun gewesen war!
Der unpersönliche Krankenhausschrank neben dem Fenster erwies sich als gähnend leer – also auf ins Bad! Ein SEHR kluger Hauself!
Lucius steuerte schnurstracks auf das verdächtig kleine Schränkchen zu. Die Elfe WAR aber doch klug gewesen…? Er riß die Tür auf – man gewöhnte sich, die Hände zu benutzen, und wenn er ehrlich war, war es gar nicht einmal SO viel mehr Kraftaufwand – und erstarrte.
DAS war ja KLAR! Als ob diese ELFE nicht GANZ GENAU GEWUßT hat, daß ich keine Magie habe! Die Biester nutzen JEDE Chance, gegen uns Herren aufzubegehren!
Dabei wäre es doch wohl eine SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT gewesen, ihm die Sachen wenigstens wieder groß zu hexen! So daß ER dann daran hätte denken können, jemanden zu beauftragen, die magischen Schlösser für ihn zu öffnen!
Na wartet, Ihr Querulanten!
„ELFE!" brüllte er mit allem Stimmvolumen, das er aufzubringen imstande war, und der Raum hallte wider von seiner Macht wie eh und je. Er fühlte sich WIRKLICH großartig!
Was ihm allerdings nicht wirklich nützte, denn es geschah trotzdem NICHTS. Es ertönte KEIN prompter Plopp, KEINE Hauselfe mit am Boden schleifender Nase kam angekrochen, KEINE um Gnade winselnde Fiepsstimme erreichte seine Ohren.
DIE GEHORCHTEN IHM NICHT!
Außer sich vor Zorn stampfte Lucius in Richtung Schleuse – als ihm bewußt wurde, daß es sich bei diesem Ungehorsam womöglich auch einfach um eine Konsequenz dieser unseligen Quarantäne handeln könnte.
Wenn Sie etwas brauchen, dann klingeln Sie ruhig!
Hatte Rosalie nicht so gesagt? Dann war vielleicht einfach das der hiesige Geschäftsweg. Ein leises Lächeln glitt über Lucius sich wieder glättendes Gesicht. SIE würde er herbeirufen! SIE würde ihm helfen! Und daß er selbst sich nun in bei weitem attraktiverem Zustand befand als vorhin, würde ihn auch gleichzeitig einen Schritt weiter in ihre Arme bringen. Helfersyndrom hin oder her: Er würde ihr als TAPFERER MANN gegenübertreten, und sie würde seinem umwerfend männlichen Charme erliegen! Diese Rolle entsprach ohnehin mehr seiner Gewohnheit!
Carpe feminam! Ergreife die FRAU!
Man sollte einen Zauberspruch daraus machen! Lucius Malfoy grinste amüsiert über diesen weiteren Witz aus seinem heute wirklich exzellent arbeitenden Kopf und ergriff vorerst die goldene Kugel des Klingelzuges.
