Liebe Leserschaft!
HABT IHR ES GELESEN?
*an dieser Stelle das Review verfaß, das ich mir regulär verkniffen habe*
Also ich finde, Legi hat mit ihrem letzten Kapitel wirklich den Vogel abgeschossen, wie man gildetechnisch sagt! Ihr magischer Pathologiebericht ist an Witz und an Detailliebe kaum zu überbieten! Und bei wem noch die ein oder andere Frage der zahllosen Abkürzungen betrefflich offengeblieben ist – vorsichtshalber auch, wer glaubt, bereits alles verstanden zu haben, es steckt garantiert noch mehr dahinter! ;) – der möge bitte Legis Reviewantworten einsehen; dort wird alles liebevoll erklärt! Und auch die eine oder andere neue Spur gelegt! Es lohnt sich in jedem Fall, selbst wenn man nur mal wieder herzhaft lachen möchte.
Liebe ClariFari, liebe Felina, liebe Hedril, liebe lufa!
Habt Dank für Eure schönen, treuen, lobenden, lustigen, gehaltvollen und engagierten Reviews! Es macht uns allen großen Spaß mit Euch!
Liebe inuverse!
Danke für Deine geleistete Beta-Arbeit, kein Streß mit der kommenden und herzliche Zusatz-Grüße auf diesem Wege!
Liebe Grüße in die Runde von Runa
2.11. 10 Uhr
„WO IST ROSALIE?!"
Lucius starrte der fremden Frau entgegen – gedrungen, ach was: FETT! Mit brutalen Oberarmen und giftig verzogenem Gesicht, garantiert eine Wolke penetranten Schweißgeruches mit sich führend, welche sein quarantänisch abgeschotteter Zustand ihm gnädigerweise ersparte – die gerade die Schleuse betreten hatte.
„War die Frage an MICH gerichtet?" erkundigte sich diese Person in zuckersüßem Tonfall, angesichts der beißenden Strenge in ihren Zügen purer Hohn! DIE würde Schwierigkeiten machen! Was vor allem wollte die jetzt? Daß er seine Frage wiederholte? Lucius schnaubte nur. Was bildete die sich ein?!
„Ich brauche Schwester Rosalie!"
Allein die Vorstellung! Daß er DIESER schrulligen Schachtel SEINEN Zauberstab überlassen und SEINEN Schließungszauber verraten müßte!
„Sie hat FREI", wurde ihm mit unverändert scheinheiliger Freundlichkeit erklärt, wobei ihr Mund sich bereits eine Form eingenommen hatte, als werde sie ihm im nächsten Außenblick die Kehle durchbeißen wollen. Zu allem Überfluß zückte sie jetzt ihren ungewöhnlich stämmigen Zauberstab aus ihrer Brusttasche, die über ihrem Atombusen nahezu wagerecht lag. Unwillkürlich wich Lucius einen Schritt zurück.
„Wann ist sie wieder hier?"
„Ihren Dienstplan habe ich nicht im Kopf!" In ihre schadenfrohe Visage hätte er am liebsten einen Stupor platziert. Und wie sie dann geradezu hämisch fortfuhr! „Regulär übermorgen früh, glaube ich!"
Das darf nicht wahr sein!
ÜBERMORGEN! Und was sollte er jetzt machen?! Er konnte nicht bis morgen warten! Er BRAUCHTE seine Sachen! DRINGEND! Sein Herz hatte sich unangenehm beschleunigt.
„Ich muß an meine Sachen!" Wie er das HAßTE, um etwas BETTELN zu müssen! „Rufen Sie eine Hauselfe, die mir in meinen persönlichen Belangen BEHILFLICH sein kann!" Daß er von DIESER Elfe BEI JEDEM EINZELNEN SCHRITT seiner Körperpflege zwecks Lieferns der dazu nötigen Magie ABHÄNGIG sein würde, kam ihm erst jetzt in den Sinn – was ihn zum Bett wanken ließ und sich entkräftet auf der Bettkante niederlassen. In welche Lage war er geraten?! „Und ich brauche meinen Zauberstab, die Schließungszauber sind auf ihn geeicht", war nur noch ein kraftloser Zusatz, ehe er von seiner Qual übermannt wurde und sein Gesicht in seinen Händen vergrub.
Die Hoffnung, daß er mit seinem bemitleidenswerten Gebaren diese Hexe vom Widerspruch abhalten würde, war auch nicht wirklich eine gewesen.
„Das war klar!" Daß dieses WEIBSBILD dermaßen explodieren würde, überrumpelte ihn dann allerdings doch. Stumm beeindruckt beobachtete er, wie sich bei ihr offenbar etwas entlud, das sie schon länger mit sich herumgeschleppt hatte. „SIE leben im Glauben, daß jeder hier alles stehen und liegen ließe, wenn SIE des Wegs daher kommen, nicht wahr?! SIR LUCIUS MALFOY! Todesser und Wendehals erster Güte! SIE verwöhnter Schnösel bekommen KEINE Kammerzofe, das können Sie vergessen! Ich werde persönlich dafür sorgen, daß Ihnen KEINE EINZIGE EXTRAWURST in den teuren ALLERWERTESTEN geschoben wird! WIR SIND EINE QUARANTÄNESTATION UND KEIN LUXUSHOTEL!"
Aufgesprungen war er, auf sie zu.
„RAUS!" brüllte er mit sich überschlagender Stimme. Er war lauter! Er war größer! Und immer noch an Körperkraft überlegen! Er würde ihr zeigen, wer hier das Sagen hatte! „RAAAAUUUUUUS!"
Die kleine dicke Hexe musterte ihn leider verhältnismäßig ungerührt, ohne sich auch nur eine Nuance nach rückwärts zu neiden.
„Gut, daß wir uns da einig sind", stellte sie fast befriedigt fest, machte auf dem Absatz kehrt und rauschte aus dem Zimmer. „Einen angenehmen Tag noch, verehrter Mister Malfoy!"
„RAAAUUUUUUUUUUUUUUUUS!"
RUHIG! BERUHIGE DICH! GANZ RUHIG!
Die Panik, die durch sämtliche seiner Adern raste, war alles andere als beruhigend.
Gefangen! Du bist ohne Zauberstab gefangen. AUSGELIEFERT jedem dahergelaufenem MONSTER von KRANKENSCHWESTER! DIE MIT DIR MACHEN KÖNNEN, WAS SIE WOLLEN! Die Dich aushungern können! Dich foltern! Dir DEINE UTENSILIEN vorenthalten!
Lucius rang nach Luft.
Sein morgendlicher Anti-Albtraum-Trank! Seine Arbeitsmaterialien! Und vor allem: SEINE TOILETTENARTIKEL!
Noch wirkten die Haut-Haar- und Bartzauber-Tinktur von seiner ausgiebigen Dusche gestern Nachmittag. Dank der 24-Stunden-Toleranz bei Resistenz gegenüber Schweißgeruch und Haarwachstum bei regelmäßiger Anwendung. Wenn er es nach sechzehn Stunden jedoch nicht erneut anwendete, würde es wieder dreißig Tage dauern, bis die Toleranz wieder aufgebaut wäre! Ganz zu schweigen davon, daß spätestens gegen 16 Uhr sein Bart zu sprießen beginnen würde, seine Haare nach seinem Kamm und seine Achseln einen neuen Antitranspiranzzauber verlangen! Und die Träume erst, die ihn heute Nacht heimsuchen würden, wenn er ihnen nicht alchemistischen Einhalt geböte!
Völlig ermattet ließ er sich auf sein Bett fallen. Gab sich notdürftigen Halt, indem er beide Hände seitlich an seinen Kopf preßte. Seine Handflächen schwitzten. Sein Atem ging flach und rasch. Er mußte eine Lösung finden! Schnell!
WAS ZUR HÖLLE KONNTE ER TUN?! WAS?!!
Solange diese SCHRECKSCHRAUBE Dienst hatte, konnte er seine privaten Besitztümer vergessen! Da existierte nicht der Hauch einer Chance! Die würde jeden hier Anwesenden notfalls mit Gewalt davon abhalten, ihm Hilfe zukommen zu lassen!
Also brauchte er neue! Ganz einfach! Und wenn er weder selbst zaubern konnte, noch hier eine Hauselfe abstauben, so mußte er eben eine seiner eigenen hierher beordern!
Miller war in Bulgarien unabkömmlich – davon abgesehen, würde der mit seiner unterwürfigen Höflichkeit kaum schaffen, an dem Drachen vorbeizukommen.
Menacio!
Wozu war der sein Freund? Der würde ihn mir dem Notwendigsten versorgen! Und eine der Elfen mitbringen! Den würde Lucius auf der Stelle anpiepen!
