Liebe Ramo-Leser – vor allen anderen natürlich diejenigen, die uns regelmäßig an ihrem Lesen teilhaben lassen:

Liebe Miss Perenelle!

Liebe lufa!

Liebe Felina!

Liebe Dark Fay!

Liebe Seraphin!

Liebe littledragonfly!

Liebe Kikri!

Herzlich Willkommen, liebe Talea!

UND liebe Hedril!

Es macht uns dreien einen riesigen Spaß, Euch denken und vermuten und raten und reimen zu hören! Oder sogar den Monitor anschreien! *lach*

Das ist einfach großartig, daß es uns anscheinend gelingt, Euch IN unsere Geschichte hineinzuziehen!

UND Euch zu steuern in eben diesen Gedanken.

Ein ganz neues Schreiberlebnis besonders für mich, die ich ansonsten – anders als zum Beispiel Feuerbohne, die darin schon vor dem Rattenmord Expertin war – nie Spuren für Gedankenwege lege.

Ja, das ist es, das Spaß macht! Auch heute! BESONDERS heute!

Und ich bin sehr gespannt, ob jetzt endlich einmal jemand beginnt, IHN ernst zu nehmen! Was habe ich bisher nur getan, daß Ihr ihn alle für einen Waschlappen haltet?! *meine nicht annähernd mit seinen konkurrenzfähigen Haare rauf*

Ich erkläre an dieser Stelle ganz direkt und unverschleiert:

LUCIUS MALFOY IST KEIN WASCHLAPPEN! Er ist ein MANN!

In der Hoffnung, daß Ihr dieser eindeutigen Spur folgen möget, verbleibt

Runa

3.11. 0.00 Uhr

Lucius Malfoy starrte. Sprachlos. IHR nach. Die sich lediglich an den Tisch setzte, um ihn sofort weiterhin zu beobachten. Sich zu weiden. An seiner Hilflosigkeit. In diesem Moment. An seiner Hoffnungslosigkeit… natürlich NICHT!

Er wandte sich ab. Taumelte nur innerlich.

NEIN!

Die konnten ihm nichts! Menacio war heute nicht mehr zu sprechen. Morgen würde er ihn anrufen. Er würde ihn raushauen. Wie immer. Darin hatten sie doch Übung! Waren ein eingespieltes Team. DIE KONNTEN IHM ÜBERHAUPT NICHTS!

Es war nur ein einziges INDIZ, von einem Beweis meilenweit entfernt! Er hatte sich in dieser Sache nichts vorzuwerfen! Ginny Weasleys Tod war NICHT seine Schuld. Er hatte sie doch sogar zu warnen versucht! Ihr gesagt, daß sie aufhören müsse! MEHRFACH! Wieder und wieder!

DOCH SIE HAT NICHT HÖREN WOLLEN! Sie hat einfach nicht auf mich gehört!

Und die Konsequenz zu spüren bekommen, wie er ihr angedroht hatte, ja! Sie WAR tot! Eines gewaltsamen Todes gestorben! Aber Lucius HATTE sie gewarnt!

Er konnte NICHTS dafür!

Doch das kümmerte diese… HYÄNEN vom Ministerium natürlich nicht im geringsten!

Und diese… SCHLAMMBLUTWACHTEL natürlich erst recht nicht! Die sich herausnahm, IHM, Lucius Malfoy, gegenüberzutreten und…

Überraschte ihn das etwa?

Wie könnte es denn?!

SELBSTREDEND waren die sofort auf ihn gestoßen! Um IHM die Schuld zu geben! Eine Selbstverständlichkeit! ALLE gaben IHM die Schuld! IMMER!

Vater früher, Dumbledore, später dann das Ministerium – nicht DARAN denken, DARAN werde ich NICHT DENKEN! NICHT DENKEN… – danach für DASSELBE Vergehen der dunkle Lord persönlich. Und nicht daß ihn das davor geschützt hätte, nach dessen Fall von der Gegenseite angeklagt zu werden! OH NEIN!

Die Welt pflegte jede Tat Lucius Malfoys regelrecht auszuschlachten. Jeden einzelnen Aspekt auf die Goldwaage zu legen! Mit sämtlichen verfügbaren moralischen Maßstäben zu messen! In der Hoffnung, IRGENDETWAS Anstößiges zu finden! IRGENDETWAS ließ sich IMMER finden! Was ihm dann noch jahrelang um die Ohren gehauen wurde!

LUCIUS MALFOY mußte etwas an sich haben, was ihn für Schuld aller Art prädestiniert erscheinen ließ!

Wunderte es dann jemanden, daß er inzwischen dieses Schicksal angenommen hatte und begonnen, sich nicht weiter um irgendwelche Moralitäten oder Seitenzugehörigkeiten zu kümmern?! Und sich stattdessen ausschließlich um sein eigenes Wohlergehen zu sorgen!

Er wäre doch dumm gewesen, wenn er das nicht getan hätte! Und DUMM war er nicht! DAS konnte ihm niemand vorwerfen!

Sein Antlitz zu einer gequälten Grimasse verziehend, wobei er automatisch darauf achtete, keine vorhandenen Falten zu vertiefen, ließ er sich auf die von der Granger abgewandten Bettkante sinken und kauerte sich zusammen.

Er spürte die ersten Vorboten schwerer Kopfschmerzen sich wuchernd vom verspannten Schultergürtel aus in Richtung Stirn ausbreitend. Beide Hände in seinem Nacken, begann Lucius, sich kräftig und synchron zu massieren.

Sie wollten ihn wieder dorthin bekommen, dorthin, woran er unter gar keinen Umständen denken würde. Nicht jetzt. Nicht hier. Er mußte Dr. Leid erreichen. Sich einen weiteren Termin holen. Herkommen mußte sie! Das mußte doch möglich sein! Immerhin war er hier Patient! Die waren für sein körperliches Wohl zuständig, da mußten sie auch seine Seele mitnehmen! Die jüngsten Ereignisse – Ginnys Tod, die schreckliche Seuche, diese entsetzliche Gefangenschaft, der Magieentzug, die hygienischen Bedingungen, der Zustand seines Körpers… Daß all das ihm zugesetzt hatte, war doch kein Wunder!

Seine Fingerspitzen ertasteten seinen makellos ausrasierten Haaransatz im Nacken. Seit seinem letzten Besuch beim Barbier war noch kein Millimeter vergangen. Wenigstens was das anging, bestand kein Anlaß zur Sorge.

Dieses Wissen tat ihm gut. Seine Finger den Übergang zwischen Haut und Haar entlang schiebend, dabei ein gleichmäßiges Ziepen auslösend, gelang es ihm, seinen Atem wieder tief und regelmäßig zu machen.

Er hatte keinen Grund, schon jetzt alle Pferde scheu zu machen.

Klar, das Ministerium wollte so schnell wie möglich einen weiteren verurteilten Mörder für ihre geschönte Statistik. Die fluchten erst einmal pauschal wild um sich! Hatten die erste sich bietende Gelegenheit ergriffen, um jemanden einzukassieren.

IHN!

AUFGRUND EINES BEWEISES, DEN ER AUF DER STELLE HATTE AUSRÄUMEN KÖNNEN! ENTKRÄFTEN! WIDERLEGEN!

Aber akzeptierten die, daß sie ihm nichts konnten? Ließen die ihn in Ehren ziehen? Suchten die sich einen anderen Verdächtigen?

NEIN! WARUM SOLLTEN SIE AUCH? DIE HABEN DOCH LUCIUS MALFOY!

Lucius Malfoy, der sich ein einziges Mal in seinem Leben mit der falschen Frau eingelassen hatte! Dafür mußte er jetzt büßen! Und daran würde er eines wohl nicht mehr fernen Tages elendig verrecken! An den Folgen des Mordes – an dem Ort, an den er NICHT dachte. Oder an der Seuche – hier, im Seuchenquartier, worüber er jetzt ebenso wenig nachgrübeln würde!

Nein, selbstverständlich war er eben NICHT wirklich überrascht gewesen. Auch wenn er im ersten Moment seinen Ohren nicht getraut hatte, als diese… sogenannte FRAU hier ihm seinen BEWEIS für deren IRRTUM in ihrem Munde herumgedreht und vor die Füße gespieen hatte: Als neues INDIZ gegen ihn!

Denn ein BEWEIS WAR es nicht mehr!

Und das würde ihn retten!

EIN BEWEIS IST ES NICHT! SIE HABEN KEINEN BEWEIS GEGEN MICH!

Schon sehr viel ruhiger, strich er sich die verirrten Haarsträhnen aus dem Gesicht, löste dann aus einem spontanen Impuls heraus sein Haarband und schüttelte seine Mähne locker aus. Sollte DIE GRANGER es sehen! IHN sehen! Seine Finger in seinem vollkommenen Haar! Welches sogar JENEN UNSAGBAREN ORT ohne bleibende Schäden überstanden hatte. Sein Haar hatte immer schon so beruhigend auf ihn gewirkt wie kaum etwas anderes auf der Welt. Tief und regelmäßig atmend, konzentrierte er sich auf die kraftvolle Weichheit, die gepflegte Fülle, auf den dezenten Duft, den sein Malfoy-Spezialshampoo seiner Haarpracht verlieh.

Er brauchte einen Spiegel! Zusätzlich zu den taktilen Reizen mußte er den unvergleichlichen Glanz sehen können! Vom Bett aufspringend, wurde ihm seine mißliche Lage wieder bewußt.

Mißtrauische Augen auf ihm, die ihn DORT sehen wollten, woran er NICHT denken würde! Auch jetzt nicht! Und kein Zauberstab für einen Spiegelzauber! Keiner seiner unverzichtbaren Utensilien weit und breit! Kein Hauself zum Kämmen. Wo blieben die Ersatzsachen? Er mußte ins Bad! Dort war sein Schicksal wenigstens ein wenig besser erträglich!

Und das WÜRDE er! Sein Geschick schultern wie ein MANN. Er und SEIN Advokat! Gemeinsam mit ihm würde er es schaffen! IHN würden sie nicht mürbe machen! ER würde nichts zugeben, wofür er auch immer verantwortlich war! Dazu würden die ihn nicht bringen!

Seine Haare hatten bisher ALLES überlebt, und das würde ER selbst, Lucius Malfoy, auch! ER war stark! Er würde einen Weg finden! Nie mehr DORTHIN zu kommen. Und vor allem, die Granger zu ertragen. Lucius nahm die Hände aus seinen Haaren. DIE mußte er vor allen anderen klein kriegen! Er mußte sie…

Wenn er DAS wüßte!