Liebe Leute!
„Das ist unfair!" beklagte mein jüngster Sohn mit durch und durch erschütterter Miene, als er neulich aus dem Kindergarten zurückkam, seinen plastikgoldenen, kunststoffdiamantenbesetzten Feen-Zauberstab aus dem Bein seines Schneeanzugs fischend. „Die Mädchen haben mich ausgelacht! Warum dürfen Jungs keine SCHÖNEN Zauberstäbe haben?"
„JUNGEN HABEN DASSELBE RECHT AUF GOLD UND EDELSTEINE WIE MÄDCHEN!" entrüstete sich seine Mutter voller Inbrunst. (Daß die dieselbe ist, die ihren Söhnen beim morgendlichen Haarebürsten Indianer-kennen-keinen-Schmerz! um die Ohren haut, lasse ich in diesem Zusammenhang mal außer acht. Aber irgendwo MUß die nächste Generation Snape-Männer doch herkommen!)
Nein, nein, da bin ich ABSOLUT konsequent! Männer müssen MÄNNER sein. Ohne jeden Zweifel.
Und in EINER Frage kann es doch wirklich KEINEN geben:
Auch Männer dürfen Haare schön finden.
Also finde ich! Gerade Hermine-Haare! Ja, stellt Euch die doch einmal so richtig plastisch vor! Buschig heißt es im Original. *schnaub* Kräftig! Duftig! Bauschend. Kitzelnd! PRICKELND!
Gibt es etwas Erotischeres als Hermines Lockenpracht???
*räusper*
Dankende Grüße an unsere treue Reviewerin Shaunee – und an Dark Fay, Seraphin, Hedril, Zuckerdrache, lufa und Miss Perenelle!
Gut, so weit mein kleiner Exkurs zu meiner Auffassung von rollenspezifischer Erziehung!
Heute weiterhin viel Spaß bei der nächsten Stufe unseres kleinen Hermine-Lucius-Schaukampfes!
Runa
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04. 11. 2005 10:00 Uhr
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Hermine
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Hm, braucht der noch mehr? Warum wandte er sich wieder seinen 'Angelegenheiten' zu?
Hermine verstand die Welt nicht mehr. Sie hatte sich geschminkt, frisiert – und Malfoy reagierte kaum! Dabei sollte er jetzt versuchen mit IHR zu reden!
So stand es zumindest im Buch!
Blöder Ratgeber, schmollte sie, während sie langsam ins Bad zurücktrabte. Jetzt musste sie zum Äußersten greifen.
Wenn das auch nichts nutzt, gebe ich auf!
Umziehen und die gefährdete Frisur retten, dauerte neun Minuten!
Diesmal war ihr Blick in den Spiegel skeptisch. Doch was sie sah, überraschte sie dann doch:
Make-up, Haare, Kleidung. Perfekt! Sie sah strahlend schön aus!
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(Feuerbohne)
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Lucius
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Perfekt!
Sie war einfach perfekt! Makeup, Kleidung UND ihre wundervolle Hochsteckfrisur! Strahlend schön sah sie aus!
Das hast Du GUT gemacht, meine Schöne! Zeit für die zweite Runde: Eine gepflegte Plauderei und erste vorsichtige körperliche Annäherungen!
Ach, er LIEBTE die Frauen! Und er liebte dieses uralte Spiel! Das ihn alles andere vergessen ließ! Sein Herz klopfte erwartungsvoll, und seine Hände kribbelten in ihrem Hunger danach, die Spange wieder zu lösen und die schimmernde braune Lockenflut über ihre Schultern zu ergießen… Sein Gesicht hineinzuwühlen, ihren Hals zu küssen, während ihre kitzelnden Strähnen auf seiner Haut prickelten…
Eine Spur zu eifrig erhob er sich (glücklicherweise war sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als daß sie seine Gier hätte bemerken können), empfing die Ankommende mit seinem intensiven Spezialblick und wies mit einer galanten Geste auf den zweiten Sessel ihm gegenüber:
„Unglückseligerweise bin ich nicht Herr dieses Hauses, doch würden Sie mir dennoch die Gunst erweisen, mir das Vergnügen Ihrer Gesellschaft zu gewähren, schöne Frau?"
Ein wenig verkrampft sein Lächeln erwidernd, hatten ihre Schritte sie desungeachtet zielstrebig zu ihm geführt. Leichtfüßig begab Lucius sich um den Tisch herum und ergriff in geübter Manier ihre Hand, um sie behutsam in die Nähe seiner Lippen zu führen und mit dem Hauch eines Kusses zu bedenken. Daß sie ihre Hand sofort wegzog, paßte nicht in die Etikette.
Ist gänzlich falsch!
Die Stirn runzelnd, forschte er in ihrem Gesicht nach der Ursache der Irritation. Ihr Lächeln blieb bemüht, aber es blieb. Sollte sie allen Ernstes dermaßen schüchtern sein?
Naja, sie hatte keine wie auch immer geartete Kinderstube genossen. Womöglich WUßTE sie es einfach nicht besser…?
Er beschloß, ihr diesen Fauxpas nachzusehen. Intensivierte seinen zugewandten Gesichtsausdruck.
„Ich wäre entzückt, wenn Sie mir ein wenig Gesellschaft leisten würden! HERMMMINE!" schickte er mit langem Lippenschluß hinterher.
Warum so zögerlich? Du hast doch die ganze Zeit über mitgespielt!
Doch, sie setzte sich. Und ja, sie sah ihn an. Gespannt. Eher ANgespannt als erwartungsvoll – sollte sie bezüglich Männern tatsächlich so unerfahren sein, wie ihr mangelndes Interesse an zwischenmenschlichen Signalen vermuten ließ?
Lucius lehnte sich über den Tisch zu ihr hinüber und berührte ganz leicht ihre Hand. Prompt zuckte sie weg. Fast erschrocken!
Hatte sie etwa ANGST? Oder war das doch nur das nerviges Herumgezicke einer lediglich als weiblich BEZEICHNETEN Person, die den harten Fußboden seiner Umarmung vorzog?
Jetzt holte sie tief Luft und sah ihm direkt in die Augen. Scheu.
DOCH ängstlich!
Ermunternd nickte er ihr zu.
„Erzählen Sie mir ein wenig von sich, meine Liebe!"
Ihre Pupillen weiteten sich. Als Ausgleich verengte sie ihre Augen. Räusperte sich.
„Mister Malfoy…"
Anlaß, es zu wiederholen:
„Hermmine!"
Ihr Name paßte zu ihr. Zu seinen Lippen, die sich beim mm schlossen, wenn er in Erwartung ihres Kusses schlucken mußte. Die Röte ihrer Lippen brachte die Sinnlichkeit ihres Mundes erst richtig zur Geltung. Er WOLLTE sie küssen! Oh ja! Und zwar gleich!
„Nennen Sie mich doch BITTE Lucius! Warum sollten wir es nicht AUSNUTZEN, wenn wir hier schon MITEINANDER eingesperrt sind, oder wie denken Sie darüber…?"
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(Astrid-Runa)
