Wie heißt es so schön, besser spät als nie ;) Viel Spaß damit...

6. Im Schutz der Nacht
Harry lag auf seinem Bett und fühlte sich beschissen. Dieses verdammte Ehemaligentreffen hatte sich zu einem echten Desaster entwickelt. Sein bester Freund war seit dem Streit mit ihm spurlos verschwunden, seine Ex – Freundin würde wahrscheinlich nie wieder ein Wort mit ihm reden und darüber hinaus wurde er das Gefühl nicht los, dass Hermine, indem sie Neville heiraten würde, gerade den Fehler ihres Lebens machte. Wieso hatte er sich eingebildet, dass er Ron und Hermine nur wieder in einen Raum zusammenbringen müsste und dann würden ihre Probleme wie von alleine verschwinden? Wieso hatte er sich mal wieder in Sachen eingemischt, die ihn nichts angingen? Er hatte es geschafft den gefährlichsten Zauberer aller Zeiten zu töten und das, ohne dabei selbst groß zu Schaden zu kommen, aber bei zwischenmenschlichen Beziehungen hatte er wieder mal versagt. „Verdammt", fluchte Harry als die große Uhr in der Ferne 3 Mal schlug. Er musste Ron suchen. Er setzte sich auf, griff nach seinem Zauberstab und verließ sein und Rons Zimmer, um ihn zu suchen. Er musste nicht wirklich lange suchen. Draußen auf dem Qudditch Feld der Schule fand er Ron schließlich. Als Ron Harry kommen sah, wischte er sich schnell mit seinem Umhang durchs Gesicht, aber Harry erkannte dennoch, dass er geweint hatte.
„Ich hab's versaut, oder?", fragte Ron Harry, als dieser zu ihm kam und sich neben ihn auf den Rasen plumpsen ließ. Ihm war bis heute nicht klar gewesen wie gespenstisch ein völlig leeres Qudditch – Stadion mitten in der Nacht wirken konnte.
„Meinst du Hermine oder unsere Freundschaft?", entgegnete Harry und Ron sah ihn verlegen an.
„Ich wollte dich nicht in solche Schwierigkeiten mit Ginny bringen. Es tut mir leid!" Harry nickte. Er verstand, dass es für seinen Freund schwer war sich zu entschuldigen. Ron war schon immer ein impulsiver Typ gewesen. Jemand der schnell einschnappte und dann erst mal eine gehörige Zeit mit einem riesengroßen Brett vor dem Kopf durch die Gegend lief. Und sich zu entschuldigen gehörte nicht zu seinen Stärken.
„Wahrscheinlich hätte sie es so oder so herausgefunden Und selbst wenn nicht, es war nicht fair sie zu belügen. Eigentlich hast du nur das getan, was ich mich in all der Zeit nicht getraut habe." Ron schwieg und blickte hinauf in den Himmel.
„Ich weiß gar nicht, was ich hier noch mache", sagte Ron und sah seinen Freund an, „ich glaube heute habe ich sie wirklich verloren. Verstehst du Harry? Für immer…" Harry antwortete nicht. Er wusste, dass Ron sich in seinem tiefsten Inneren immer noch Hoffnungen gemacht hatte. Und er wusste auch, dass es schwer für ihn war zu akzeptieren, dass Hermine nicht mehr an eine zweite Chance glaubte. Rom erhob sich, „lass uns ins Bett gehen. Ich glaube ich habe morgen einiges gut zu machen!"
„Das klingt doch nach dem Ron Weasley, den wir alle kennen und lieben", sagte Harry stand ebenfalls auf und ging mit Ron zurück zum Schloss.