Verehrte Leserschaft unseres Gemeinschaftsprojekts!

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Ihr alle fragt Euch seit Monaten: „Wie schaffen diese geradezu begnadet kreativen und fleißigen Rattenmord-Autoren, so kompetent und lückenlos schlüssig eine mehrsträngige Krimi-Doppelromanzen-Handlung in x Kapiteln innerhalb weniger erzählter Tage zu koordinieren, ohne daß sich auch nur der kleinste Fehler einschleicht?"

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Hier und heute kommt die Antwort:

SIE SCHAFFEN ES NICHT!

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Bitte verzeiht unseren jämmerlichen Irrtum, der uns Lucius mitten aus der Szene mit Hermine hat reißen lassen, um Narcissa und Neville zu ihrer zufälligen Begegnung zu verhelfen. Letztere müssen sich leider bis 17.15 Uhr gedulden, ehe sie ihren Tee bekommen, denn vorher muß das andere Paar seine Beziehung zumindest ansatzweise auf die Reihe bekommen haben! Denn Ihr wißt: Nummer 64 rückt näher!

(Liebe Seraphin, es ist nur Runas Größenwahn, der sie Deine Warnung des übersteigerten Erwartungsdrucks bezüglich mit hintergründigem Lächeln ignorieren läßt.

Was meint Feuerbohne?

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„Äh… Runa… Vielleicht sollten wir den Sex erst noch mal durchlesen, bevor du damit angibst?"

Oh… naja… stimmt, er liegt tatsächlich bereits Monate zurück…

„Ja, Du hast recht! DAS machen wir gleich mal!")

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Derweil geschäftige Grüße an Euch alle, worunter hatte ich das noch mal gespeichert…?

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„Runa, warte, du mußt ihnen noch sagen, daß sie also jetzt das 61. Kapitel noch einmal lesen müssen und sich einbilden, dass sie das 62. noch nicht kennen!"

Oh ja, richtig! Wie war das mit der Koordinationskunst???

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Feuerbohne und Astrid-Runa,

die sich jetzt schnell noch für die Reviews und Klicks bedanken und ansonsten verziehen, bis sich die Wogen wieder geglättet haben!

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04. 11. 2005 17:00 Uhr

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Hermine

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Endlich kam er aus dem Bad heraus.

Ihr Herz machte einen wilden Satz, als sie aufsprang und ohne Umschweife begann: „Ich muss mich entschuldigen! Ich habe Ihnen Unrecht getan!"

Malfoy blieb stehen, schwieg.

Hermine fühlte sich furchtbar. Ertappt, bloßgestellt. Sie senkte die Augen. Warum sagte er nichts?

„Es war nur ..., ich war so wütend!" Unsicher sah sie auf. Hörte er ihr überhaupt zu?

Malfoy nickte.

„Ja, Sie hatten natürlich Recht! Ich bin hier, um Sie zu einem Geständnis zu bringen!" Sie musste die Wahrheit sagen. Sonst würde sie immer weiter schuldig bleiben. „Ich war davon überzeugt, dass Sie Ginny umgebracht haben!" Tränen stiegen ihr plötzlich in die Augen: „Sie war meine Freundin! Ich habe sie – geliebt! Und plötzlich war sie tot. Da musste ich doch ..."

Sie bedeckte ihr Gesicht mit den Händen. Zum einen, weil es heiß und mit Sicherheit gerötet war und zum anderen, weil Malfoy immer noch stumm dastand und sie nur anstarrte. Das konnte sie einfach nicht länger ertragen!

„Ich bin nicht daran interessiert, Sie um jeden Preis nach Askaban zu bringen", ratterte sie blindlings drauflos. „Ich meine, wären Sie Ginnys Mörder, hätte ich keine Probleme damit. Denn dann hätten Sie es verdient! Aber – nicht unschuldig!"

„Ist schon gut!"

Verwundert und erschrocken hob Hermine den Kopf.

Malfoy war gerade dabei, zum anderen Sessel zu gehen und sich zu setzen. Dass er vor kurzem noch völlig desolat ausgesehen hatte, war ihm jetzt nicht mehr anzumerken. Er wirkte wie immer: Gepflegt, ruhig und leicht überheblich.

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Lucius

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„Ich muß mich entschuldigen! Ich habe Ihnen Unrecht getan!"

Lucius konnte sie nur stumm anstarren. Daß sie eingesehen hatte, daß er unschuldig war, hatte sie ja ihrem Kollegen gegenüber schon zugegeben. Aber daß sie sich tatsächlich bei ihm entschuldigen würde…? Nein, damit hatte er nicht gerechnet.

Gryffindor eben. Die sind so…

„Es war nur ..., ich war so wütend!" stotterte sie weiter. Sich offensichtlich äußerst unwohl in ihrer Haut fühlend.

Warum tat sie sich das an? Bewies das nicht eindeutig, daß sie doch ein Interesse daran hatte, daß sie beide miteinander…? Ansonsten würde doch wohl nicht einmal eine Gryffindor sich bei ihrem FEIND entschuldigen, der ihr doch zuvor viel zu nahe gekommen war…? Hieß das nicht aber…? Offenkundig bezweckte sie doch, sich mit ihm wieder gut zu stellen…

Wie dem auch sei, nach den unschönen Erfahrungen hatte er eigentlich wenig Lust auf sie. Er nickte nur. Hauptsache, sie würde ihn gleich in Ruhe lassen.

„Ja, Sie hatten natürlich Recht! Ich bin hier, um Sie zu einem Geständnis zu bringen!"

Sein Desinteresse schien sie nicht zu bemerken. Sah ihn direkt und in eindringlicher Weise an, während er den Blick oberflächlich hielt.

„Ich war davon überzeugt, dass Sie Ginny umgebracht haben!"

Was? Jetzt wollte sie auch noch weinen? Nicht um IHN natürlich:

„Sie war meine Freundin! Ich habe sie – geliebt! Und plötzlich war sie tot. Da mußte ich doch ..."

Sie bedeckte ihr Gesicht mit den Händen. Weinte anscheinend wirklich! Wieso gab sie jetzt so viel von sich Preis? Nachdem SIE ihn vor wenigen Stunden MIßBRAUCHT und ihm dann auch noch einen brutalen Korb gegeben hatte?

Trauen würde er ihr nicht mehr so ohne weiteres. Dazu schien sie doch einfach zu unberechenbar zu sein!

„Ich bin nicht daran interessiert, Sie um jeden Preis nach Askaban zu bringen", ratterte sie nun herunter.

Eine Lüge, meine Liebe! Aber WESWEGEN lügst Du jetzt?

„Ich meine, wären Sie Ginnys Mörder, hätte ich keine Probleme damit. Denn dann hätten Sie es verdient! Aber – nicht unschuldig!"

Und das war wahrscheinlich sogar die Wahrheit!

Ja, Granger, ich weiß, daß Du Gryffindor bist!

Es war ihm gleich. Er wollte jetzt seine Ruhe. Setzte seine gewohnte Arroganz auf, als er noch einmal nickte und sich dann aufmachte, seinen Platz am Tisch einzunehmen, um sich irgendwie abzulenken. Speiste sie ab:

„Ist schon gut!"

Nur aus den Augenwinkeln nahm er wahr, wie sie verwundert und erschrocken den Kopf hob. Ihre Locken schwangen in dieser Bewegung und schimmerten in wunderschönen Glanzreflexen. Wußte sie das eigentlich? Wie schön sie war?

Von ihrer netten Aufmachung war nach den Strapazen dieses Nachmittags nicht mehr allzu viel übrig, doch ihr Haar strotzte vor Energie. Vor WEIBLICHER Energie, die er noch bei keiner vor ihr in dieser prägnanten Weise wahrgenommen hatte.

Seine Finger sehnten sich schon wieder in ihr Haar, und er verstärkte seine äußere Fassade, um sich nicht zu weit darauf einzulassen.

Bei dieser Person war Vorsicht angezeigt.

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(Hermine von Feuerbohne, Lucius von Astrid-Runa )