Man nehme:
200g Mehl
1 Pk Backpulver
50 g Butter/Margerine
25g Zucker
1 Ei
eine Hand voll Rosinen, eingeweicht
ca. 1/8 l Milch
Alles mischen, so viel Milch zugießen, dass der Teig nicht klebt, kurz kalt stellen.
Dann 4 cm dick ausrollen und mit einem kleinen Glas oder ähnlichem Kreise austechen.
Aufs Blech und bei 200 Grad 10 min backen. (Raus bevor sie braun werden!)
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Statt clotted cream (dicke Sahne) geht auch Naturjoghurt, Marmelade oder pur essen.
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Ach so, Ihr wisst noch gar nicht, was das ist!
Englische Scones.
Ob die Euch der Lösung des Falles näher bringen?
Nun ja, wenn Ihr Neville damit bestecht, vielleicht.
Ansonsten wünsch ich einen guten Appetit und viel Spaß mit dem Kapitel!
Legi
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4.11.2005 17.00 Uhr
Nach dem Gespräch mit Hermine hatte Neville seinen Aufenthalt im St. Mungo`s gleich mit einem Besuch bei seinen Eltern verbunden.
Die bunt verpackten Toffees, die er mitgebracht hatte, waren ihm nach und nach von seiner strahlenden Mutter wieder aufgedrängt worden, während sein Vater in gewohnter Manier über Vorfälle aus längst vergangenen Tagen gelacht hatte.
Als er die Tür zum Krankenzimmer hinter sich schloss und die lange Treppe hinab ging, fühlte er sich - wie immer - einsam. Nicht mehr so elend wie in den ersten Jahren, aber die tiefsitzende Traurigkeit über den grausamen Verlust seiner geliebten Familienmitglieder konnte er nach jedem Besuch fast körperlich spüren. Vielleicht wäre es leichter gewesen, wenn sie gestorben wären und er an einem Grab Abschied hätte nehmen können. So aber sah er sie zweimal pro Woche vor sich: Ehemals engagierte Auroren und verantwortungsvolle Eltern - nun reduziert zu alternden Körperhüllen mit dem Verstand eines Kleinkindes. Zumindest waren sie nicht unglücklich, nein, sie schienen dem Leben durchaus viele positive Seiten abgewinnen zu können und sei es nur in Form von glitzernd verpackten Bonbons.
Neville hatte die unterste Treppenstufe erreicht und bewegte sich auf den Klinik-Ausgang zu. Aus dem seitlichen Gang näherte sich eine bekannte Silhoutte.
„Mister Longbottom, schön, Sie zu sehen!" Sie zog ihren Handschuh aus und reichte ihm die Hand.
„Guten Abend, Mrs. Malfoy, was führt Sie denn hierher?"
Seit wann besucht sie denn ihren Mann? Das wusste ich gar nicht!
Er musterte Narzissa aufmerksam, während diese auf ihre elegante Handtasche deutete, welche farblich genau zum bordeau-roten langen Mantel paßte: „In ein paar Tagen findet unser großer Wohltätigkeits-Ball statt. So wie es aussieht, wird Lucius wohl nicht dabei sein können."
Ihre blauen Augen sahen ihn fragend an.
Neville verstand zwar nicht, was das mit der Tasche zu tun hatte, antwortete aber wahrheitsgemäß: „Ich weiß nicht genau, wann er aus der Quarantäne entlassen werden kann."
Sie nickte nur kurz. „Er scheint in dieser Zelle mit ganz neuen Problemen konfrontiert zu werden! Nicht, dass ihm ein wenig Bescheidenheit nicht gut tun würde…." Ein kleines Lächeln huschte über ihr Gesicht, dann fuhr sie fort: „Ich habe vorsichtshalber eine kleine Rede von ihm aufgezeichnet."
„Aufgezeichnet?"
Sie öffnete den Reißverschluss der Handtasche und zog eine kleine Kamera hervor. Erklärend fügte sie hinzu: „Der Apparat nennt sich Vidcorder, Lucius hat durch die Glaswand der Schleuse hindurch eine Begrüßungsansprache gehalten. Bei dem Ball werden wir diese dann abspielen, falls er zu diesem Zeitpunkt noch verhindert sein sollte."
Verhindert! Netter Ausdruck.
„Mrs. Malfoy, die Stiftung ist doch eigentlich seine Sache, aber mir scheint, dass Sie sich mehr darum kümmern."
Die Kamera wanderte zurück in die Tasche. „Das ist richtig. Und für diesen Ball gibt es auch noch Vieles zu organisieren, ich bin heute schon den ganzen Tag auf den Beinen. Wie freue ich mich jetzt auf eine Tasse Tee!"
Seufzend stimmte er zu. „Ja, das dachte ich mir auch gerade. Und dazu ein paar Gingercookies oder Shortbread!"
Narzissa lachte. „Ich bin da eher für Gurken-Sandwiches, aber es kling alles sehr verlockend. Haben Sie denn Dienstende oder müssen Sie noch zurück ins Büro?"
Er knöpfte seinen Mantel zu. „Ich werde später noch einige Akten durchgehen, aber fürs Erste brauch ich wirklich eine Pause."
Einer spontanen Eingebung folgend sprach er weiter: „Wollen Sie mich nicht begleiten? Gleich um die Ecke ist ein kleines, gemütliches Cafe."
Er konnte ihr Zögern deutlich erkennen.
Merlin, was tue ich denn? Bin ich jetzt komplett größenwahnsinnig geworden? Ich kann doch Lady Malfoy nicht einfach auf einen Tee einladen, was hab ich mir nur dabei geda…-
„Sehr gerne sogar." Ihr Lächeln wirkte fast ein wenig scheu.
Als Neville auf dem schmalen Gehweg der Seitenstraße neben ihr herging, wusste er nicht recht, was er sagen sollte. Seine Hände griffen hilfesuchend in die Manteltaschen und stießen auf mehrere knisternde Bonbons. Er zog zwei davon heraus. „Wie wäre es mit einer kleinen Vorspeise? Zuckerfrei!"
Ihr Blick war erst überrascht, doch dann wirkte sie eher amüsiert über diese kleine Geste. Sie nahm ein knallrotes Bonbon aus seiner Hand und wickelte es aus dem glitzernden Papier. „Danke! Haben Sie denn einen Krankenbesuch bei einem Kind gemacht?"
Er steckte sein Toffee ungeöffnet zurück in die Tasche und antwortete ruhig. „Ich war bei meinen Eltern."
Narzissa war stehen geblieben. „Natürlich! Es tut mir leid, wie konnte ich nur so unsensibel sein! Ich muss mich bei Ihnen entschuldigen!" Ihr Bedauern wirkte ehrlich.
Er schüttelte den Kopf. „Ist schon gut. Da vorne ist das Cafe, kommen Sie!"
Mit selbstverständlichen Gesten hatte Neville ihr die Tür aufgehalten, den Mantel abgenommen und den Stuhl zurecht gerückt. Nun saßen sie sich in einer gemütlichen Nische gegenüber und wärmten beide die kalten Hände an den Teetassen.
Aufmerksam beobachtete er Narzissa, die sich ein Scone nahm und die dazugereichte Clotted Cream zur Seite schob. Dass sie heute etwas verändert aussah, war ihm sofort aufgefallen.
„Die offenen Haare stehen Ihnen ausgezeichnet!", erklärte er ganz spontan.
Ihr kurzes Auflachen verwirrte ihn und er fragte unsicher nach:
„Hab ich etwas Falsches gesagt?"
„Nein!", entgegnete sie schmunzelnd. „Ich bin nur vorher von Lucius dafür gerügt worden. Er hat anscheinend Angst, dass ich mich gehen lasse, wenn er mich nicht ständig an meine repräsentativen Aufgaben erinnert!"
„Das ist doch Unsinn! Abgesehen davon, dass Sie die eleganteste Frau sind, die ich kenne, ist das Äußere doch wirklich nicht ausschlaggebend!"
Milde lächelte sie ihn an. „Das ist eine bewundernswerte Einstellung, die leider in meinen Kreisen nicht sehr verbreitet ist. Alles dreht sich stets nur um Äußerlichkeiten: Haus, Firma, Personal, Kleidung, Look – das muss immer den richtigen Normen entsprechen."
Wieder einmal wurde Neville bewusst, wie wenig erstrebenswert ein Leben in dieser Gesellschaftsschicht sein mußte. „Dann wird es Zeit, dass Sie diese Regeln brechen."
Er schob ihr die Schüssel mit der Sahne hin.
Sie sah ihn herausfordernd an: „Und wenn ich dann nicht mehr in die kleinen Größen meiner Designer-Roben passe?"
„Dann lassen sie sich eben etwas Neues schneidern – mit Gummizug."
Narzissa lachte. Ein helles, junges, unbeschwertes Lachen, das er zum ersten Mal von ihr hörte. Seine Finger waren plötzlich gar nicht mehr kalt.
Mit dem kleinen Löffel gab sie etwas Cream auf das Scone und biss vorsichtig ab. Ein zufriedener Ausdruck erschien auf ihrem Gesicht. „Vielleicht haben Sie recht, Mr. Longbottom. Ich kann im Moment etwas Nervennahrung gut gebrauchen, denn ich bin zum ersten Mal mit der Organisation des Balles auf mich alleine gestellt."
„Haben Sie denn keine Mitarbeiter, die das für Sie erledigen?" Er konnte sich kaum vorstellen, dass Lucius sich selbst um Blumenschmuck und Getränkelieferungen gekümmert hat.
„Sicher. Doch ich möchte nicht alles in fremde Hände geben. Gerade WEIL ich dieses Mal selbst zuständig bin."
Sie stärkte sich mit einem Schluck Tee. Der kleine Finger ihrer rechten Hand war dabei leicht abgespreizt, was Neville amüsiert zur Kenntnis nahm. Er sah ihr aufmunternd in die Augen.
„Ich bin mir sicher, dass Sie das Fest ganz wunderbar gestalten werden."
„Danke. Sie kommen doch auch? Das Aurorenbüro hat sicher schon Einladungen erhalten."
Er sollte auf einen Ball in diesen elitären Kreisen gehen? Da würde er sich mehr als unwohl fühlen.
Narzissa schien ihm die Unsicherheit anzumerken. „Die anderen Gäste würden Sie sicher sofort akzeptieren, schließlich sind Sie auch Reinblüter."
Darum ging es also? Eine Reinblut-Veranstaltung, bei der das gesammelte Geld natürlich auch nur für diese „unvermischte" Rasse verwendet würde?
Bei Lucius hätte ihn das nicht überrascht, aber dass seine Frau genauso dachte, löste bei Neville Entsetzen aus.
„Diese Stiftung unterstützt also nur reinrassige Familien?", fragte er in kühlem Ton, „Und bei dem Ball bleibt die Gesellschaft auch gerne unter sich, nicht wahr?"
Er ärgerte sich über seine eigene Enttäuschung. Was hatte er nur geglaubt? Schließlich war es eine Malfoy, mit der er hier saß. Da half es auch nichts, dass sich ihre blauen Augen nun vor Schreck geweitet hatten und jede Farbe aus ihrem Gesicht gewichen war: „Sie missverstehen mich völlig! So war das doch gar nicht gemeint!"
Ihre weiteren Erklärungen wurden von einem schrillen Piepton unterbrochen.
Neville war ausnahmsweise nicht unglücklich über diese Störung.
Er klappte den Rufspiegel auf und war überrascht, als er das verkniffene Gesicht von Mrs. Meeger darin erkannte. Ihre Stimme klang im Rufspiegel noch eintöniger:
„Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass die Weasley-Akte nicht auffindbar ist."
„Was? Aber es müssen doch noch irgendwelche Unterlagen da sein über Miss Weasleys Beförderung, Beurteilungen, Schriftverkehr et cetera."
„Bedaure, aber wir unterliegen nicht der doppelten Buchführung!."
Das darf nicht wahr sein!
„Was ist mit der Bulgarien-Reise?" hakte er nach, „Ich brauche den zuständigen Sachbearbeiter im Ministerium, der die Reise genehmigt hat!"
„Tut mir wirklich leid."
Neville schnaubte. „Muss ich erst persönlich vorbeikommen, um Einsicht in alle Weasley-Unterlagen zu erhalten?"
„Davon kann ich Sie nicht abhalten, aber ich bezweifle stark, dass Ihnen das etwas nutzen wird."
Wütend klappte er den Spiegel zu und stopfte ihn zurück in die Innentasche seines Sakkos.
Als er aufsah, blickte er in Narzissas aufmerksame Miene.
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Legilimens
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