Liebe Rattenmord-Leser!

So, es geht weiter! Die Nacht ist zu Ende, Hermine und Lucius haben geschlafen – und sind dabei zu erwachen...

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Vielen Dank den Reviewern Miss Perenelle, die sich so tapfer schlägt (heute bekommst du mal eine Atempause) und Gipsy, die zwar noch nicht hier angekommen ist, dennoch aber herzlich gegrüßt wird!

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Liebe zahlreiche Leser: Wir wissen, dass es euch gibt. Die Klickzahlen verraten es.

Wollt ihr uns vielleicht mal eine Rückmeldung hinterlassen? Ob Rattenmord gefällt, oder besser, ob er euch nicht gefällt. Und warum! Das wäre toll!

Es ist wirklich schade, dass hier in diesem Forum eine schier unglaubliche Leserschaft anonym bleiben will.

Ha! *Geistesblitz* Der Titel! Ihr habt Angst, weil wir so einen furchteinflößenden Titel gewählt haben!

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Na, wer traut sich trotzdem?

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Viele Grüße

Feuerbohne für Triflorifer

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05. 11. 2005 07:00 Uhr

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Hermine

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Natürlich waren seine Hände auf und sein Leib an ihr, als sie erwachte. Warm, weich, schwer. Im Schlaf.

Sehr viel Zeit konnte nicht vergangen sein, es war noch kaum hell.

Würde er wieder 'spielen' wollen? Noch einmal? So, wie er das in der Nacht versprochen hatte?

Hermine regte sich sacht, lächelte wieder, als er fester nach ihr griff.

„Mh!", er war noch gar nicht richtig wach.

„Schlaf weiter, ich lauf nicht weg", raunte sie, löste sich aus seinen Armen, stand leise auf.

Er sah sie an, aus jetzt ganz dunklen Augen. „Was ist?"

„Gleich! Ich komme gleich zurück!" Sie musste ins Bad, wollte.

Er lächelte zur Antwort und schloss die Augen wieder, würde womöglich nochmals einschlafen.

Diese eine Sekunde reichte, ehe sie sich dem Bad zuwandte: Schön! Er ist ein schöner Mann!

Ihr Herz pochte schneller. Die Nacht war einfach – berauschend gewesen! Hermine seufzte wohlig. Ja, sie wollte eine Wiederholung! Aber vorher – Zähneputzen, duschen, sich frisch fühlen. Bereit sein, für ihn!

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Lucius

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Schwer und warm. Weich. An ihn geschmiegt, so daß sein Leib um sie herumzureichen schien. Sie regte sich. Er umfaßte sie fester.

Hermmine…?

„Schlaf weiter, ich lauf nicht weg", raunte sie und löste sich aus seinen Armen.

Durch die Kälte an seiner Vorderseite wurde er gänzlich wach. Die Erschütterung der Matratze setzte sich in ihm fort. Sie verließ das Bett. Den körperlichen Impuls unterdrückend, ihr nachzuspringen, sie aufzuhalten, hob er den Blick.

„Gleich! Ich komme gleich zurück!"

Sie wollte nur ins Bad. Lächelnd schloß er die Augen wieder. Hörte sie den Raum durchqueren. Die Tür ins Schloß schnappen. Unwillkürlich spitzte Lucius die Ohren. Ihren Geräuschen zu lauschen, war beruhigend. Die Toilette. Der Wasserhahn. Dann einen Moment Stille, bevor erneut Wasser lief.

Stimmt, ohne Zauberstab waren sie gezwungen, sich auf Muggelart frisch zu machen. Ja, sie putzte die Zähne. Daß sie das tat, war sympathisch. Er haßte es, den Mund seiner Partnerin aussparen zu müssen, nur weil diese es nicht für nötig befand, einen Reinigungszauber anzuwenden.

Sein Herzschlag beschleunigte sich. Würde sie duschen gehen? Dann könnte er...

Nein, das paßte nicht zu dem Spiel, das sie ihm schuldig war. Er mußte sie hier auf seiner Seite des Bettes erwarten, bis sie sich hier in seine Macht begab. Miteinander duschen können würden sie noch viele Male.

Wohlig seufzend sah er ihren wunderbaren nackten Körper vor sich, wie er in diesem Augenblick von den dampfend warmen Strömen umspült wurde, reißende Rinnsale auf ihren Brüsten, kleine Wasserfälle zwischen ihren Beinen, Perlen überall sonst auf ihrer Haut zurückbleibend, in ihren Locken schimmernd…

Ich brauche Dich, Hermine, komm, komm zurück, ich warte…

Mußte sie so lange duschen? Wollte sie denn nicht…? Jetzt sofort? Auf der Stelle! Zu ihm kommen…! Weiterspielen! Das Spiel, das sich bereits hart zwischen seine Beine drängte!

Lucius stöhnte, hielt sich, WARTETE, während Hermine ungerührt in aller Ruhe weiter entfernt blieb.

Endlich! Sie hatte das Wasser abgestellt. Er stellte sich vor, wie sie tropfend vor Nässe nach einem Handtuch griff, sich damit umwickelte, ihre Haut damit rieb, bestimmt hatte sie eine Gänsehaut… welche wunderbar aussah… die steil aufgerichteten Härchen im schimmernden Licht, vereinzelte Tröpfchen, winzige Bäche, die sie mit dem weichen Stoff abfing…

Komm, Hermine, komm rasch, ICH werde Dich trocknen und wärmen, ich werde Dich…

„Lucius?!"

Er fuhr hoch.

„Darf ich Deinen Föhn benutzen?"

Föhn? Benutzen? Kommen soll sie, und sonst gar nichts!

„Den HAARTROCKNER!" erreichte ihn laut, sie hatte tatsächlich den Kopf mit einem ausladenden Turban aus der offenen Tür gestreckt, um ihn direkt anzusprechen.

„Äh… natürlich!"

Lucius hatte sich aufgesetzt. Sein Blick traf nur noch die nun jedoch lediglich angelehnte Tür. War Hermine noch nackt gewesen?

Dieses Ungetüm von Warmluftgebläse wurde angeschaltet, ließ ihn sich wehmütig an einen lautlos pustenden Zauberstab erinnern…. Ihre langen Locken wild durchwehend…

Das wollte er sehen! FÜHLEN! ER würde ihr die Haare trocknen!

Nackt wie er war, schlüpfte er ins Bad, trat von hinten an die sich überrascht zu ihm umdrehende Hermine heran, drauf achtend, daß sein Körper sie nur ganz kurz streifte, bevor er ihr dieses laute Ding aus der Hand nahm und mit seiner prickelnden Linken mitten hinein griff in ihre kraftvolle Mähne.

Leicht lockerte er die Strähnen auf, während er sich auf das ungewohnte Gerät in seiner anderen Hand konzentrierte, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie er es halten und an ihrem Haar bewegen mußte, um es zu trockenen, ohne die Kopfhaut zu heiß werden zu lassen.

Mit Genugtuung nahm er zur Kenntnis, daß Hermine sich entspannt an ihn lehnte; er drehte seine Hüfte so, daß er davon nicht abgelenkt wurde – um sie nicht zu früh in den Genuß seiner Lust auf sie kommen zu lassen. In dieser Hinsicht schuldete sie ihm noch eine Kleinigkeit…

Irgendwann entzog sie ihm ihren Kopf, tauchte kurz weg, nahm ihm ihrerseits den Bläser ab, um im nächsten Moment frontal an ihn anzudocken.

Sein Körper wollte sie natürlich auf der Stelle in angemessenen Empfang nehmen, und er benötigte einen Atemzug, um seinen Unterleib aus der 'Gefahrenzone' zurückzuziehen. , mit beiden Händen dafür sorgend, daß sie ihm nicht nachkam.

„ICH werde jetzt duschen, während DU im Bett auf mich WARTEST!" befahl er mit kinnerhobenem Blick.

Ihr Mund öffnete sich, und nur der pelzige Geschmack in seinem hielt ihn davon ab, alle Regeln über Bord zu werfen und auf der Stelle hier über sie herzufallen. Abrupt wandte er sich ab und rettete sich in die Dusche.

Noch mindestens drei Sekunden verharrte seine erwartungsvolle Gespielin, bis auch sie sich aufraffte und das Bad verließ.

Das Wasser war äußerst angenehm, und eine Weile sollte auch sie ruhig in den Genuß der Vorfreude kommen. Und dann…

Lucius drehte sein Gesicht in den warmen Strahl und vermischte zwei Anlässe für einen tiefen Seufzer.

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Lucius trat aus dem Bad, sein Haar noch feucht, weil er nicht noch mehr Zeit hatte vergehen lassen wollen, das Handtuch um seine Hüften – er hatte es einfach noch nicht ablegen mögen. Hermine sollte ihn ja im Bett erwarten, und dorthin wollte er. In sein Bett schlüpfen, sich sammeln, um sie dann, wie angekündigt, gebührend in Empfang zu nehmen….

Sein Mund öffnete sich automatisch.

Bei allen Engeln und Teufeln, wie bist Du schön!

Hermine hatte sich ordnungsgemäß auf ihre Seite des Bettes gelegt – AUF ihre Seite, wo sich ihr wunderbarer, frisch duftender Körper unverhüllt auf dem Laken… nein, nicht räkelte. Seine Augen an sie gedockt, schritt Lucius durch den Raum, am Bett entlang, auf seine Seite.

Diese Frau brachte fertig, selbst jetzt… wo ihre braunen Augen, die nur auf IHN gewartet hatten, ihm tief und warm folgten… ihn spüren ließ, daß sie die Aufmerksamkeit ihres ganzen Körpers auf ihn ausgerichtet hatte…. wo sie doch erklärtermaßen darauf wartete, von ihm genommen zu werden…

Er mußte schlucken, weil sein Atem zu flach und schnell ging.

Sie verhielt sich überhaupt nicht aufreizend! Sie achtete nicht darauf, wie er sie sähe, ob sie gut AUSsähe, ob sie ihn zu weiterem animierte oder nicht.

Hermine WAR einfach. Lag dort und WARTETE, alles an ihr. Alles an ihr wartete. Auf ihn.

Fast scheu setzte er sich auf seine Bettkante, das Handtuch noch immer umgeschlungen und es zusätzlich mit seinen Händen oben haltend

Und doch war an der Art, wie sie dort lag, nichts Taktisches, nichts bewußt Verführerisches. Die Erinnerung an Ginnys Strips oder ihre provokanten Präsentationen ihres Körpers verscheuchte er. Sex war für ihn immer… Sex gewesen. Eine Entladung in eine relativ beliebige schöne Frau. Von denen einige schon besonders stimulierend gewesen waren. Ginny etwa, mit ihren gekonnt inszenierten Spielchen. Doch letzten Endes waren ALLE schöne Frauen gewesen, die er begehrt hatte….

Sie jedoch, Hermine… die dort lag, vor seinen Augen, IN seinen Augen…

Er atmete tiefer. Klar, auch sie war wahrhaftig wunderbar anzuschauen. Ihr Haar sogar außergewöhnlich wunderbar! Das Spiel, das sie letzte Nacht miteinander gespielt hatten, AUßERGEWÖHNLICH erregend.

Und dennoch… war es mit ihr anders…

Sie streckte den Arm aus. Übers Bett, zu ihm. Nach ihm. Sie wollte ihn. Sie war so anders, so… überhaupt nicht auf Männer aus, und sie wollte ihn trotzdem.

Hermine ist kein Spiel! Sie ist…

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Hermine

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Warum verhielt er sich so – zurückhaltend? Was stimmte nicht?

Gerade noch, im Bad, war er sehr erregend-bestimmend gewesen: „ICH werde jetzt duschen, während DU im Bett auf mich WARTEST!"

Genau das hatte sie auch getan! Erwartet, dass nun SEINE Bedingungen gelten würden.

Aber jetzt war er – fast keusch in seiner Befangenheit. Lediglich seine Augen forsch auf ihr. Wenn auch nicht begierig. Eher – überwältigt.

Aber doch nicht von ihr! Sie war doch nur eine schlammblütige Besserwisserin, die sich immerzu in Bücher vergrub. Sie, die doch immer nur klar gestellt haben wollte, wohin sie gehörte!

Aus diesem Grund war sie schließlich Aurorin geworden: Um keinerlei Zweifel aufkommen zu lassen, auf welcher Seite sie stand. Sie war es gewohnt, im Recht zu sein!

Seit gestern war sie hier nicht mehr im Recht! Nicht mehr als Aurorin. Das war absolut neu! Seit gestern war sie hier einfach nur noch – Frau. Eine Frau, die dem Mann hier - nun ja - begegnet war! Die gewirkt hatte. Obwohl IHRE Wirkung auf Männer nicht allzu erprobt war.

Hatte sie überhaupt eine? Letzte Nacht zumindest, hatte sie schon das Gefühl gehabt.

Ginny hatte gewirkt. Ihr war es wichtig gewesen.

Hermine konnte gut verstehen, was Lucius an ihr gefunden hatte. Ginny hatte gerne gespielt.

Sie dagegen – wusste sie überhaupt, wie so ein 'Spiel' funktionierte?

Heuchlerin! Natürlich weißt du das! Denk an vergangene Nacht. Denk daran, WARUM du jetzt hier liegst und auf IHN wartest. Auf SEINE Anweisungen! Auf SEINE Hände!

Ja! Oh ja! Sie hatte gespielt. Und Spaß gehabt. Den vor allem!

Sie war dominant gewesen! Sie, Hermine Granger, hatte in der Nacht eindeutig die Führung übernommen. Bei Lucius Malfoy! Ohne eine Gedanken daran zu verschwenden! Einfach so!

Ohne Kopf!

Genau der war jetzt das Problem! Eingeschaltet, ausgeschlafen und voll da, wollte er mitmischen, bestimmen. Und war doch nur im Weg.

Seine Augen indessen immer noch auf ihr. Lächelnd.

Das sie zu erwidern suchte. Schief, unsicher, unglücklich.

Ich kann das nicht! Er will doch gar nicht mich! Er will die einzig verfügbare Frau hier!

Sonst hätte er sich doch schon längst zu ihr gelegt! Oder ihr zumindest gesagt, was sie tun solle. So, wie er es angekündigt hatte!

Denke nicht an ihn, denke an das, was du willst!

Genießen! Einfach nur genießen. Er ist der einzige Mann hier. Genieße ihn! JETZT!

Sie streckte den Arm aus. Übers Bett, zu ihm. Nach einzig verfügbare Mann hier. Der ihr ein Versprechen gegeben hatte. Jetzt würde er es doch einlösen, oder?

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(Lucius von Astrid-Runa, Hermine von Feuerbohne)