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Ja, die Presse!
Nicht mal in Ruhe auf ein Quidditch-Spiel kann mal mehr gehen, es ist ein Graus.
Und diese Presse-Heinis scheinen irgendwie herausgefunden zu haben, dass im Fall der tragisch verstorbenen Doktor Weasley nicht alles ganz rund läuft. (Ich frag mich wirklich, wo da die undichte Stelle ist. Hat einer von Euch Lesern da am Ende einen Tipp gegeben?)
Na jedenfalls lauern die Herrschaften mit ihren Mikros unserem armen Neville auf, direkt vor der Aurorenzentrale schaut doch mal:
http:// img98. image shack. us/img98/8071/ 1184865352fy .jpg
(alle tausend Leerzeichen bitte entfernen, anders geht es leider nicht)
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Tja, Sweetheart, an manchen Tagen kommt es echt knüppeldicke!
Ich bin trotzdem noch immer zuversichtlich, dass es Neville gelingen wird, am Ende Licht ins Dunkle zu bringen. Er ist doch ein helles Köpfchen.
Viel Spaß
Legi
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6.11.2005 08.10 Uhr
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Nach dem Verschwinden seiner Großmutter war in Nevilles Wohnung schlagartig wieder Stille eingekehrt. Nachdenklich stand er im Wohnzimmer und drehte die Zeitung mit einer unbewussten Bewegung in den Händen hin und her.
Sie hatte natürlich Recht! Er durfte keinen weiteren privaten Kontakt zu Narzissa haben! Was sollte dabei auch herauskommen? Für sie war es bestenfalls ein abwechslungsreicher Zeitvertreib, doch er war auf dem besten Weg, seine Karriere aufs Spiel –
Das schrille Klingeln des Rufspiegels riss ihn aus seinen Gedanken und ließ ihn suchend im Raum umherblicken.
Wo war das verdammte Ding nur? Er versuchte, den beständig weiterlärmenden Ton ausfindig zu machen.
Der Zauberstab seiner Großmutter hatte das Gerät schwungvoll unter das Sofa befördert, sodass Neville sich erst einmal halb darunter quetschen musste, um es zu erreichen.
Endlich hatte er den Spiegel in der Hand, klappte ihn auf und blickte in Harrys aufgebracht wirkendes Gesicht.
„Neville, wo zum Teufel steckst du? Ich versuche schon seit einer Viertelstunde, dich zu erreichen!"
Neville nuschelte erst nur „War beim Joggen" und fügte dann entschuldigend hinzu: „Mein Dienst beginnt doch erst um halb neun."
Eine Zornesfalte erschien auf der sonst so glatten Stirn seines Vorgesetzten: „Seit wann richten sich neue Entwicklungen in deinem Fall nach dem Dienstplan? Und jetzt beweg dich ins und zwar sofort!"
„Was ist denn…..?"
Doch Harry hatte schon aufgelegt.
Mist, das war echt nicht sein Tag heute!
Erst seine Funken-sprühende Großmutter, dann ein verärgerter Chef und außerdem noch geheimnisvolle Wendungen in seinem Fall. Geduscht war er auch noch nicht…..
Dank Express-Reinigungszauber erschien Neville nur zehn Minuten später frisch angezogen und wohlriechend auf der Quarantäne-Station von . Erstaunt musste er feststellen, dass die Glaswand zu Malfoys Raum offen stand und die Kollegen von der Spurensicherung dort herumwuselten.
Wieso hatte man seinen Hauptverdächtigen denn in eine andere Zelle verlegt? Oder war er bereits nach Askaban abtransportiert worden? Ohne dass man ihn, den zuständigen Auror, dazugerufen hatte?
Das würde allerdings nicht die Anwesenheit der Spurensicherung erklären.
Er sah Harry aus dem Schwesternzimmer kommen und ging auf ihn zu. „Was ist denn hier los? Wo ist Malfoy?"
„Das ist die Frage des Tages, Mister Unerreichbar!"
Neville konnte es nicht glauben. „Willst du sagen, er ist geflohen?"
Verdammt! Das durfte doch wohl nicht wahr sein! Erst die verschwundene Leiche und nun war sein Hauptverdächtiger auf der Flucht?
Er sah seinen Vorgesetzten ratlos an: „St. Mungos ist eine gesicherte Zone, wie konnte er von hier entkommen?"
„Das herauszufinden ist jetzt deine Aufgabe, und zwar pronto! Ich muss jetzt zu einem anderen Fall, erwarte aber heute Mittag Bericht von dir." Mit diesen Worten drehte sich Harry um und bewegte sich eilig in Richtung Ausgang.
Einen Moment lang sortierte Neville seine Gedanken, dann betrat er das Krankenzimmer, um erst mal die Spurensicherung nach ihren bisherigen Erkenntnissen zu befragen. Doch noch bevor er dazu kam, fuhr ihn die ältere Krankenschwester, die mit zerzausten Haaren auf Malfoys Bett saß, in barschem Ton an: „Sie sind also der zuständige Auror?"
Sie mustere ihn mit einem äußerst abschätzenden Blick, anschließend fuhr sie fort: „Dann kann ich mich bei Ihnen gleich über ihre Kollegin beschweren! Eine Unverschämtheit, wie sie mir mitgespielt hat!" Sie fasste sich mit einer Hand in die wirren Haare und sah ihn anklagend an. „Und erst dieser blonde Lackaffe!" Das pausbäckige Gesicht der Schwester verfärbte sich wütend rot.
Neville seufzte leise.
Dann nahm er neben ihr auf dem Bett Platz und legte seine Hand beruhigend auf ihren Ärmel, um ihren Redeschwall zu unterbrechen. Seltsamerweise trug sie einen viel zu großen Kittel, aber sie würde ihm sicher gleich genau erzählen, was mit ihren richtigen Klamotten passiert war.
Er beugte sich mit einem mitfühlenden Lächeln näher zu ihr und zog sein schwarzes Notizbuch aus der Manteltasche: „Vielleicht erzählen Sie einfach der Reihe nach. Wann haben Sie heute Morgen das Krankenzimmer betreten?"
Er sah sie aufmunternd an.
Sie setzte sich wie auf Kommando aufrecht hin und holte erst einmal tief Luft. So tief, dass ihr Brustkorb sich aufblies und die obersten Knöpfe des Kittels in äußerster Gefahr schwebten, im nächsten Moment abzuspringen.
Na das kann ja ein heiterer Vormittag werden!
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(legilimens)
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