Aus dem Schatzkästchen des Triflorifer-Forums:

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MÄÄÄDDDEEEELS!

Ihr seid so toll!
Ich hab gerade Euer Anmach-Streit-Geständnis-Gespräch gelesen, OBERHAMMER!
Bei mir geht ja zurzeit einiges schief ... aber DAS hat mich soooooo zum Lachen gebracht und ist auch suuuuper toll geschrieben!
Alles!

Irgendwie total witzig, daß es bei Euch recht heftig zugeht (in allen Bereichen) und NeNa sich gerade so sanft herantasten.
Gleichzeitig ist Hermine total überzeugt, dass sie ein Geständnis hat, bzw. fängt dann total an zu zweifeln und Lu ist total am Ende, weil er sich so total gar nicht auf Askaban freut.
(Ich kenn total viele Wörter, gell?)
Auf der anderen Seite Neville, der jede Menge Verdächtige hat und SOWAS von total KEINEN Plan!

Legi

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DANKE für die totale Lachsalve!
Liebe Legi!
Ja, das ist schon der Oberhammer, gell?
Aber die beiden müssen ja an diesem Tag den Bogen von total entzweit zur Nacht finden. Da muss es schon ein bisschenheftig zugehen, finde ich!
Noch ist der Tag nicht zu Ende. Runa und ich schreiben gerade an der Entschuldigung. Die ja sein muss, um zur Nacht zu kommen!
Du darfst also weiter gespannt sein!
Und ja, es ist das totale Kontrastrogramm zu Ne/Na. Die sind romantisch-erotisch! Und tasten sich aneinander heran.
Lu/Her dagegen sind wie Vulkane, die ständig ausbrechen! Und genauso heftig wird ja die Nacht.
Wird die jetzt verständlich?
Die beiden stehen derart unter Druck, da geht es nicht romantisch-zärtlich zu. Da tobt die wilde Leidenschaft. In jeder Hinsicht!

So, mal sehen, wie weit wir heute noch kommen! Vielleicht gibt es bald Ergebnisse!

Feuer

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*als Sir Lucius Malfoy Kinn und Augenbrauen in die Höhe beförder*

"Vorsichtiges romantisches Aneinanderherantasten?"

*schnaub*

"NICHT mit MIR!"

Gut, daß er endlich eine Vulkanin gefunden hat!

Runa

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Vielleicht solltet Ihr beide besser zu Star Treck wechseln, da gibt es neben Mr. Spock noch jede Menge anderer Vulkanier, grins

Legi

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Da gings manchmal lustig zu, nicht? Im übrigen: Ist klar, WOVON wir da sprechen? Ihr habt es alle schon gelesen!

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Jetzt schnell noch der fällige Dank an unsere treuen Reviewer: NellasCookie, Zuckerdrache, Hedril, DarkFay, Seraphin und Miss Perenelle.

Viel Spaß bei diesem Runa-Action-Kapitel (bitte beachten: Dies ist ihre Premiere!)

Feuerbohne, mit Runa hinter dem Bildschirm!

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06. 11. 2005 15:15 Uhr

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Lucius

Noch immer konnte man die Novembersonne hinter den tiefhängenden Wolken lediglich erahnen. Anders als in England verhinderte die Trübnis des Tages keineswegs, daß es zugleich klirrend kalt war. Die Wärmezauber, die ihnen Miller vor dem Haus hatte zukommen lassen, waren eindeutig nicht sonderlich wirksam. Lucius hatte gerade den Mund geöffnet, Hermine um den Gemeinschaftszauberstab zu bitten, als sie ihm zuvorkam:

„Ich erinnere mich noch GENAU an den Tag, an dem ich meinen ersten Zauberstab gekauft habe!" Ihre die seinen suchenden Augen hatten einen verklärten Schimmer angenommen, was es Lucius schwer machte, nicht darauf zu reagieren. „Wie war das bei Dir damals? Geht man auch als Malfoy zu Olivander?"

„Da haben Sie recht, das war wirklich ein herausragendes Ereignis – für ein elfjähriges Kind!"

Statt seiner hatte Miller geantwortet.

Unwillig runzelte Lucius die Stirn und warf seinem aufdringlichen Assistenten einen warnenden Blick zu, ehe er sich eines Effektiveren besann und lieber der Frau des Anstoßes ein tiefgründiges Lächeln schenkte: „Selbstverständlich kauft ein Malfoy bei der besten Adresse Großbritanniens sämtliche seiner Zauberstäbe!" begann er gerade großspurig, als Hermine ihn wieder stoppte, bevor er richtig hätte ausholen können.

„Und?" Jetzt hatte ihre Stimme etwas Herausforderndes. „Was IST die beste Adresse Großbritanniens?"

„Scipio Magix Ollivander natürlich! NACH wie vor!" Lucius' breites Grinsen nahm Hermines grimmiges in Empfang.

„Aber zuerst herumprotzen mußt Du schon, was?"

Es tat gut, unter den neidischen Augen Millers in solch selbstverständlicher Art nach ihrer Hand zu greifen. Der sollte sich aber auch den allerkleinsten Gedanken in ihre Richtung abschminken, und zwar schleunigst! Lucius hob Kinn und Augenbraue. Gegen eine solche Mimik war garantiert auch eine Hermine Granger nicht immun.

„Ich BIN ein Malfoy, meine Liebe!"

„STUPOR!"

Beide fuhren sie herum. Zwischen mehreren vor dem nächsten Haus abgestellten, überquellenden Mülltonnen lagen gleich zwei erstarrte Ratten. Millers selbstgefälliges Lächeln erweckte den Eindruck, als sei der allen Ernstes stolz auf einen einfachen Schockzauber! Lucius kam nur dazu, seine Nase zu rümpfen, als Hermine bereits aussprach, was ihm auf der Zunge lag:

„Das ist WIDERLICH!"

Statt der endlich wieder einmal flirtenden Unterhaltung legte Lucius der Frau neben sich beschützend seinen Arm um die Schultern. Was ihm schon jetzt den Genuß ihres Kopfes an seiner einbrachte. Auch nicht zu verachten.

„Besser, Sie beide behalten ihre Zauberstäbe in der Hand", mischte der junge Mann sich schon wieder ein. „In diesem Bezirk werden das nicht die letzten Biester bleiben, denen wir begegnen werden!"

„Oh, da haben Sie natürlich recht, es war sehr leichtsinnig von uns, das zu vergessen!"

Daß Hermine sich mit ihrem Oberkörper extra ein Stück weit aus seinem Arm entfernt hatte, um dem Anderen zu antworten, erinnerte Lucius an seinen kaum abgelegten Unwillen. Umso energischer griff er in Hermines Manteltasche nach dem Wirtsstab. Das Haumeisterexemplar hatte SIE verdient, eindeutig!

Hermine

Der Hausmeisterstab war also das, was er ihr ließ. Na ja. Dann also! Sie holte aus: „Mister Miller! Wie lange leben Sie hier denn schon?"

„Das, meine Liebe", Lucius Ton war mit einem Schlag eindeutig aggressiv. „Gehört zu den Geschäftsinterna und geht dich gar nichts an!"

„Seit bald zwei Jahren!"

Millers Antwort war schnell gekommen. Zu schnell. Er zuckte sichtbar zusammen und sah seinen Chef unsicher an. Und der schickte ihm einen bitterbösen Blick. Das eben war ihm wohl überhaupt nicht Recht gewesen!

Für Miller empfand Hermine Mitleid, wer weiß, welche Folgen das für den jungen Mann haben würde. Dennoch – die genannte Zeitspanne war ziemlich genau die, die Ginny und Lucius ...

Nein, nur daran nicht denken!

Interessant war es dennoch. Zu wie viel Kalkül war ein Mann wie Malfoy fähig? Hatte er mit Ginny angebandelt, um den Fuß in die bulgarische Tür zu bekommen? Oder war der Zeitpunkt Zufall gewesen?

Nein! Auf gar keinen Fall. Geschäftsangelegenheiten eines Lucius Malfoy hatten nichts mit Zufällen gemein!

Ginny war vor ziemlich genau zwei Jahren bei der Seuchenkommission eingestellt worden und dann überraschend schnell erst zur stellvertretenden Leitung und schließlich zur Leitung aufgestiegen.

Hermine konnte sich noch sehr gut der doch gelinde erstaunten Artikel im Tagespropheten entsinnen, die davon berichtet hatten, dass es ältere, gedientere Kandidaten für diese Stellung gegeben hätte und diese keineswegs so schnell in so junge und so unerfahrene Hände hätte gelegt werden müssen.

Loyal zu ihrer Freundin stehend, hatte sie damals nur verständnislos den Kopf geschüttelt und über Neider und Missgönner gemutmaßt.

Jetzt aber: Es musste Malfoy gewesen sein, der Ginny in der Position hatte haben wollen – um in seine bulgarischen Geschäfte einzusteigen.

Dabei hatte Ginny eine Zeitlang durchaus von Liebe gesprochen. Selbstverständlich, ohne dass Hermine gewusst hatte, von wem da die Rede gewesen war!

Das also war die Liebe des Lucius Malfoy!

Und was bedeutete das für ihren gegenwärtigen Zustand? Für das, was ihr wie der Beginn einer Beziehung vorkam?

Oh, sie musste vorsichtig sein! Das hier konnte übel enden – für sie! Und nur für sie!

Ihren Job als Aurorin konnte sie vergessen. Das mal auf jeden Fall. Die Frage war nur, war das der ganze Preis, für das hier? Für das, was ihr doch wie eine ganz andere Sache erschienen war? Für das, was sie insgeheim … Liebe nannte?

Oh Mist – und das alles nur, weil er mir den miesen Hausmeisterstab überlassen hat!

Aber war das nicht Intuition?

Soviel Intuition wie die ganze Zeit? Seit Beginn der Quarantäne?

Seit sie angefangen hatte, so völlig anders und ungewohnt zu sein. Selbst für ihr eigenes Empfinden. Nein, falsch! Vor allem für das!

Seit sie mit ihrem Eintreffen in der Quarantäne sich nicht gegen das, was Lucius Männlichkeit ausmachte, hatte wehren können. Auch wenn seine anfängliche Wehleidigkeit diese Entwicklung ein wenig verzögert hatte!

Dennoch, wenn sie ehrlich war, sie hatte ihn sofort als ausgesprochen, als SEHR männlich empfunden. Von Anfang an. Denn er hatte sie von der ersten Stunde an stets als Frau wahrgenommen. Nicht als Aurorin.

Naja, schon auch!

Aber vor allem als Frau!

Das hatte er sie ja mit aller Deutlichkeit spüren lassen: Dass sie eine Frau war, die er wollte!

Und genau das war es, was sie so unsicher, so verändert hatte werden lassen.

Er hat dich begehrt, weil einfach keine andere zur Verfügung stand!

Aber das stimmte so auch nicht ganz. Rosalie war schon da gewesen! Hatte auf ihn gewirkt.

Gut, sie war dennoch unerreichbar gewesen.

Und jetzt ist er auf mich angewiesen.

Weil nur sie ihm helfen konnte, seine Unschuld zu beweisen. Weil er sie brauchte – und das überhaupt nicht in Bezug auf seine Gefühlswelt.

Ja, das war verwirrend und verunsichernd, weil, nun ja, weil einfach ihre eigenen Gefühle dazugekommen waren. Sie wollte ihn. Und, wenn sie ehrlich war, nicht nur ein bisschen!

„STUPOR!"

Hermine fuhr herum. Schon wieder eine Ratte!

Diesmal war der Schrei von Lucius gekommen, der jetzt siegessicher auf die Spitze seines Zauberstabes blies.

Sie sollte jetzt wirklich besser aufpassen! Diese Biester schienen hier überall zu sein!

„Wie weit ist es denn noch?"

Sie hatte sich wieder an Miller gewandt. Aber gegen diese Frage konnte Lucius ja wohl auch nichts haben!

Dennoch – Miller schien Probleme damit zu haben, sie überhaupt anzusehen!

Oh weh! Das wirkte aber nicht gut! War Lucius als Arbeitgeber so schrecklich?

Unberechenbar war er bestimmt. Und das konnte ja durchaus ausreichen.

Miller wirkte noch sehr jung – höchstens dreißig!

Auf welcher Schule der wohl gewesen war? Hogwarts wohl eher nicht. Sie hätte ihn dort getroffen!

Naja, wie auch immer, es war müßig, sich um Miller Gedanken zu machen. Solange sie hier war. Solange – ihr Mut sank augenblicklich: Was kam nach Bulgarien? Wenn Malfoy entlastet war?

Wenn er denn zu entlasten IST!

Das konnte sich immerhin ja auch noch herausstellen!

Um Himmels Willen! Sie hatte sich hier aber ein ganz schönes Schlamassel eingebrockt!

Lucius

„Wie weit ist es denn noch?"

Hermine wandte sich schon wieder an Miller!

War das als Angriff auf ihn, Lucius, zu werten? Oder nur Ausdruck des Granger'schen Dickkopfs, der es ihm zeigen wollte?

Sie ist jung! Miller ist es, der vom Alter zu ihr paßt! Nicht DU!

Er, Lucius, hätte ihr VATER sein können!

Dieser Junge allerdings verfügte über so wenig Biß, daß er sie jetzt nicht mehr anzusehen wagte! Lucius rümpfte die Nase. So einem Waschlappen würde Hermine ja wohl nicht ernsthaft Beachtung schenken! IHN wollte sie! In SEINEN Armen schmolz sie dahin! ER war Lucius Malfoy! Ganz egal, wie alt er wurde! Und noch trat sein Alter in keinster Weise in wie auch immer geartete Erscheinung!

„Na, das werden Sie uns ja wohl beantworten können, Miller!" gab Lucius seiner Herablassung Ausdruck und erreichte, daß Hermines Augen wenigstens kurz zu ihm herüberhuschten. Daß der Andere daraufhin seinen Mund aufmachte, verstärkte Lucius Sieg noch mehr.

„Eine halbe Meile etwa!"

Bemerkte Hermine das jetzt endlich? Wieso ruhte ihr Blick noch immer in aufdringlich aufmerksamer Weise auf Millers hübschem Babygesicht? Er konnte sich doch nicht so in ihr getäuscht haben! Außerdem sollte sie gefälligst auf den Weg achten! Dort hinten waren schon wieder mehrere kleine schwarze Schatten um die Hausecke gehuscht! Und da kamen zwei weitere!

„Stupor!"

Irritiert fuhr Lucius herum. Hermine? Mit erstaunlicher Reaktionsgeschwindigkeit. Ihre beiden Flüche waren jedoch zusammengeprallt und hatten sich gegenseitig eliminiert. So daß Hermine unter der Wucht des unkontrollierten Rückstoßes taumelte. Aus einem Reflex heraus ihrem Zauberstab nachhechtete, den es ihr – genauso wie Lucius selbst – aus der Hand gerissen hatte.

Aber dort...

NEIN!

„Hermine, STOP!"

Lucius warf sich regelrecht nach vorn.

Verdammt, Hermine, nein!

„STUPOR!"

„AU!"

Die Ratte getroffen. Und doch zu spät! Millers Fluch war zu spät gekommen!

Hermines Augen aufgerissen. Schreck und Schmerz in ihrem Gesicht. Die Hand im Mund.

Lucius zerrte an ihrem Handgelenk.

„Zeig her! Hat sie Dich erwischt? HAT SIE DICH ERWISCHT? GIB MIR DEINE HAND, VERDAMMT NOCH MAL!"

„Wir müssen zum Heiler!" Miller wollte sich zwischen sie und ihn drängen. „Das Risiko einer Infektion sinkt um mindestens 25 Prozent, wenn die Wunde innerhalb der ersten fünf Minuten nach dem Biß..."

„SCHNELL, HERMINE!"

Lucius schob Miller zur Seite. Hielt Hermines Arm unnachgiebig fest umklammert. Zwang ihre Hand vor sein Gesicht. Das häßliche Bißmal an der Handkante war blutüberströmt.

Verdammt, verdammt, verdammt, das darf nicht sein! Da haben wir tagelang massive Ängste ausgestanden, sind schließlich gesund entlassen, GEMEINSAM GESUND...

„Laß mich, Lucius…" Ihre Stimme zitterte kaum. Im Gegensatz zu ihrer unversehrten Hand, die sich in den Stoff seines Ärmels grub. Wacker hielt sie sich! SEINE Hermine! Die jetzt… Das DURFTE nicht geschehen! Unter keinen Umständen! Nein! Er würde sie in das beste Krankenhaus schaffen! Nach England zurück! war das beste! Egal, welche Konsequenzen das haben würde! Er würde sie…

Mit überraschender Kraft entwand sie ihm ihre verletzte Hand.

„Der Heilerstab… wir können die Wunde…"

Sie hatte recht, das war das erste, was sie tun konnten. Und dann würde er sie…

„Hier ist er, Miss Granger!" Beflissen reichte der Junge ihr den Stab vom Boden.

„Nimm den Vulnera dingsbums, den Heilspruch gegen schwarzmagische Flüche, der ist bestimmt der effektivste…"

„Ginny hat mir gesagt, welche Klasse von Sprüchen am besten wirken solle…"

Hermines Lider flatterten. Lucius mußte sich gewaltsam daran hindern, sie an sich zu reißen und sie beide in der Illusion zu wiegen, daß seine Arme sie vor allem Übel der Welt zu bewahren vermochten.

Während diese tapfere Frau mit links den Heilerstab – dem Himmel sei Dank dafür! – mit gesammelter Konzentration auf ihre eigene verletzte Hand richtete und die hoffentlich – Lucius krampfte von seinen Augen bis zu den Fäusten alles am ganzen Körper abergläubisch zusammen – richtigen Beschwörungen murmelte. Die hoffentlich RICHTIGEN Beschwörungen. Hoffentlich richtig.