Liebe Leser!

Heute meldet sich hier eine Feuerbohne im Reise-Vorbereitungsstress - mit einem sehr kurzen Kapitel!

Zum Trost: Sonntag gibt's wieder eines. Das übernimmt dann Runa. Aber danach wird's wohl mager: Erst am Sonntag drauf (und dann wieder erst Sonntag) gibt es voraussichtlich wieder ein RaMo-Kapitelchen. Ihr könnt euch also für die Dauer der Pfingstferien (wer die nicht kennt: In Bayern und Württemberg gibt es die und sie dauern zwei Wochen!) beruhigt zurücklehnen und l a n g s a m lesen! *lach*

Ein herzliches Dankeschön an die Reviewer: Hedril, Zuckerdrache, Hedril, DarkFay, Crumplette und Miss Perenelle!

Und schon geht's los!

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06. 11. 2005 15:30 Uhr

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„DAS IST NICHT SCHLIMM!" Lucius schrie, als könnte seine Stimme eine Ansteckung verhindern.

Hektisch riss er Hermine den Heilerstab aus der Hand: „Ich mach das jetzt gleich nochmal. Du wirst sehen, dann ist alles wieder gut."

Seine Augen allerdings sahen anders aus. Voller Angst.

Hermine war sich zuerst nicht ganz sicher, was er empfand. Doch zu ihrem Erstaunen war er nur in Sorge – um sie! Lucius Malfoy war in Sorge um sie!

„Wir sollten Sie sofort in eine Quarantäne-Station bringen."

Miller war ein paar Schritte zurückgetreten und sah Hermine mit Panik im Blick an. „Soweit ich weiß, dauert es ein paar Stunden, bis ein Infizierter ansteckend wird. Aber wir sollten lieber vorsichtig sein!"

Hermine, der vor Angst und Schreck übel war, wankte leicht.

Lucius bemerkte auch dies, nahm sie sofort in die Arme und hielt sie.

„Liebes!" Er strich ihr über die Wange. „Wir werden unsere Pläne einfach umstellen und Slawitz sofort aufsuchen. Er arbeitet doch an einem Mittel gegen die Pest!"

„Aber Sie wollten doch Zauberstäbe ...!", fiel Miller ihm ins Wort. Er deutete in die Richtung, in die sie die ganze Zeit marschiert waren, und sah Lucius hilflos an: „Der Laden ist gleich dort, sehen Sie!"

„Wir gehen zu Slawitz!", bestimmte Lucius.

Zum ersten Mal war seine herrische Stimme Hermine eine Beruhigung. Lucius nahm die Sache in die Hand und alles würde wieder gut werden.

Sie sah zu Miller, der unsicher wirkte und ihr immer wieder nervöse Seitenblicke zuwarf.

„Das Labor, in dem Slawitz arbeitet, ist am ganz anderen Ende der Stadt!"

„Wir apparieren dorthin!" Befehlsgewohnt bellte Lucius Stimme durch die stille Straße.

„Lucius!" Hermine schüttelte vehement den Kopf. „Ich kann nicht apparieren, - nein, falsch", sie sah ihn flehend an. „Keine Magie. Du weißt doch! Vielleicht kann so der Ausbruch verhindert werden."

Lucius hatte seinen Zauberstab bereits erhoben. Langsam ließ er ihn wieder sinken.

„Oh, ja."

Er sah sich auf der Straße um. „Keine Magie", murmelte er. Dann wandte er sich an Miller:

„Wie kommen wir schnellstmöglich zu diesem Labor?"

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(Feuerbohne)