Liebe Leserinnen,
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na was ist jetzt?
Wo bleiben Eure Vorschläge zum Mörder und Tathergang?
Wir warten!
Am Ende ist Neville noch schneller als Ihr!
Ihr habt alle Informationen, dazu noch jede Menge Hinweise von uns. Jetzt schaltet doch bitte mal ein paar graue Zellen ein und sagt uns, wie alles passiert ist!
Wir sind immerhin schon fast beim hundertsten Kapitel angekommen. Viele sind es nun nicht mehr. Also ran an die Auflösung! (Oder müssen wir SCHON WIEDER einen Zusatzhinweis verteilen?)
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Legi für das Dreigestirn.
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7.11.2005 09.30 Uhr
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Wie grausam das Schicksal doch war, dass ausgerechnet heute alle Mitarbeiter des Aurorenbüros mit dem Namen Malfoy beschäftigt zu sein schienen!
Auf Nevilles Schreibtisch stapelten sich die Antworten auf die Suchmeldung, und seit seiner Ankunft schwirrten im Minutentakt Hilfsauroren herein, um zu bestätigen, dass es sich um Irrtümer gehandelt hatte.
Lucius Malfoy blieb verschwunden, von Hermine gab es ebenfalls keine Spur.
Das konnte nur eins bedeuten: Malfoy hatte sich tatsächlich ins Ausland abgesetzt!
Neville lehnte sich in seinem Bürostuhl zurück und schloss kurz die Augen.
Ihm sollte es recht sein. Ein Trip nach Bulgarien war auf jeden Fall besser, als hier zu sitzen, wo er ständig an Narzissa erinnert wurde. Ortswechsel plus Arbeit: Das war mit Sicherheit die beste Ablenkung, die es gab!
Harry kam ins Zimmer und platzte gleich in vorwurfsvollem Ton los: „Sag mal, wird das jetzt zur Gewohnheit, dass du erst eine Stunde später als alle anderen auftauchst?"
Dieses Chef-Getue war manchmal wirklich unerträglich! „Ich war gestern auf dem Ball, falls du das vergessen hast. Auf DEINE Veranlassung hin!"
Eine abwinkende Handbewegung war alles, was Harry darauf als Antwort parat hatte. Dafür schien er noch andere Neuigkeiten zu haben: „Neville, wir haben ein Problem!"
„Ach ja? Nur eins?"
„Dein Reiseantrag nach Bulgarien wurde abgelehnt."
Neville sprang vom Stuhl auf. „Abgelehnt? Haben die einen Knall im Ministerium?"
Harry blieb erstaunlich ruhig. „Ich hatte schon fast damit gerechnet. Die politische Situation ist derzeit etwas angespannt."
Entsetzt ließ sich Neville wieder auf den Stuhl fallen. „Und wie soll ich jetzt bitteschön weiterermitteln? Was wird aus Hermine? Interessiert sich das Ministerium nicht mal mehr für die eigenen Mitarbeiter?"
Nun setzte auch Harry sich. „Nun, es ist ja gar nicht sicher, dass Lucius sie mit nach Bulgarien genommen hat. Für ihn wäre das Reisen sicher einfacher ohne seine Geisel."
„Du meinst, er hat sie irgendwo eingesperrt?"
An die schlimmere Alternative mochte Neville beim besten Willen nicht denken.
Sein Chef zuckte nur leicht mit den Schultern.
Neville fühlte, wie die Wut wieder in ihm hochstieg. „Und wie sollen wir sie jetzt finden? Hast du einen vernünftigen Vorschlag oder soll ich einfach ganz England durchkämmen?"
„Wir müssen eben anders an die Sache herangehen. Über Malfoys Helfer und Kontaktleute. Hast du gestern mit Moraless gesprochen?"
Als ob der uns in dieser Sache weiterhelfen könnte!
Neville fuhr sich mit der Hand durch die Haare. „Hab ich. Sieht nicht so aus, als ob der mit Malfoys Flucht was zu tun hätte. Wir haben nichts gegen ihn in der Hand und freiwillig verrät er uns auf keinen Fall etwas."
„Dann muss es Mrs. Malfoy gewesen sein. Irgendjemand muss Lucius schließlich einen Zugang zur Magie verschafft haben, sonst hätte er nicht fliehen können!"
„Sie hat auf keinen Fall damit was zu schaffen!"
Harry musterte ihn erstaunt. „Wie kannst du dir da so sicher sein?"
„Ich weiß es eben."
Neville hoffte, dass das Thema damit erledigt war, doch sein Vorgesetzter war offenbar noch nicht zufrieden: „Das klingt ein bisschen dünn."
Nun riss Nevilles Geduldfaden endgültig: „Wenn du meinem Urteil nicht mehr vertraust, solltest du mir vielleicht besser gleich den Fall entziehen!"
Abwehrend hob Harry beide Hände an. „Ist ja schon gut! Was bist du denn so gereizt heute? Hat dich gestern niemand zum Tanzen aufgefordert?"
Neville konnte das Grinsen in Harrys Gesicht kaum noch ertragen. Er biss die Zähne zusammen und presste hervor: „Du solltest jetzt lieber gehen, Boss!"
„Bin schon weg."
Endlich.
Noch eine Sekunde länger und Neville hätte für nichts mehr garantieren können.
Gedankenverloren kramte er in der Tasche seines Mantels, den er über seine Stuhllehne geworfen hatte, nach einem Kaugummi zum Abreagieren. Doch stattdessen griff er in die weichen Blätter der Triflorifer-Blüte. Er zog sie heraus und drehte sie in den Fingern.
Nein, nicht daran denken, nicht an SIE denken! Er musste sich ablenken!
Am Fall arbeiten! Hermine, er musste sie finden! Sie war in Gefahr!
Doch seine Augen ruhten immer noch auf der Blüte. Dank des Konservierungszaubers sah sie immer noch perfekt aus. Nur schade, dass der Geruch verflogen war. Er hielt sie trotzdem an die Nase.
Nichts zu riechen.
Zumindest nicht für menschliche Nasen. Hunde zum Beispiel konnten anhand des Geruchs Vieles aufspüren. Wenn er da nur an Lawinenhunde dachte!
Genau so einen Wunderhund könnte er jetzt gebrauchen, um den Aufenthaltsort von Hermine herauszufinden. Jemanden, der ihre Witterung aufnehmen konnte.
Plötzlich ließ Neville die Blüte sinken. Er steckte sie vorsichtig in die Sakkotasche und setzte sich aufrecht hin. Ihm war da eine Idee gekommen. Eine tierische Spürnase gab es nicht für solche Zwecke, aber etwas anderes …
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Legilimens
(Das Mindeste, was wir erwarten, ist ein Vorschlag, was Neville nun unternimmt!)
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