.
Liebe Rattenmord-Leser,
.
es geht wieder zurück nach London. Mit Neville, Snape und dem erstaunlichen Kompass.
Hatte die Queen of England ihre adligen Hände im Spiel?
Oder ist der Kompass doch nur ein nichtsnutziges Spielzeug?
Hat Snape am Ende – wie Einige von euch vermuteten – etwas mit dem Mord zu tun?
Oder wird Neville doch noch irgendwann die rettende Idee haben?
Dieses Kapitel bringt ein wenig Klarheit in diese Fragen.
Ansonsten kann ich mich nur wiederholen: Manchmal sieht man einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht. Denn Ihr hattet die Auflösung irgendwie ständig vor Eurer Nase.
Spätestens am Sonntag wird ALLES GEKLÄRT sein!
Das Schreiben von Dreamteam Snape/Neville, noch dazu im (novemberlich kühlen – wie angenehm!) London hat mir einen irren Spaß bereitet. Ich hoffe, es ist nicht zu albern geworden.
Nun viel Spaß beim Lesen und vielen Dank für Eure tollen reviews!
.
Hier auf .net hält offenbar nur noch Crumplette die Stellung. Einen Extra-Dank an DIch!
.
Legi
.
.
7.11.2005 17.00 Uhr
.
„Der Buckingham Palast?" rief Snape erstaunt und blieb schlagartig stehen. Er drehte ein paar seitliche Rädchen am Kompass, hielt ihn anschließend ans Ohr und nahm ihn dann wieder herunter. „Nun ja, dann wollen wir mal hoffen, dass unser Ziel doch noch etwas weiter entfernt ist. Das Summen ist zumindest noch nicht sehr viel lauter geworden."
Also weiter.
Am Park entlang und immer mit einem Auge auf der Kompass-Nadel, die stur weiter in westliche Richtung zeigte. Die Umrisse des Palastes kamen bedrohlich schnell näher.
In Nevilles Kopf herrschte Chaos. Eine Leiche – selbstverständlich geruchsfrei konserviert - im Buckingham Palace zu verstecken, das wäre einfach unglaublich! Dort würde sie unter normalen Umständen natürlich niemals durch das Aurorenbüro gefunden werden. Und auch jetzt: Er konnte schließlich kaum mit dem Kompass da hineinmarschieren und sich als Auror ausweisen!
Hilfesuchend sah er zu Snape. Der hatte noch einmal die Lautstärke des Summens überprüft und schüttelte nun leicht den Kopf. „Mir scheint, dieser Kelch geht an uns vorüber. Die Leiche ist noch etwas weiter entfernt."
Merlin sei Dank!
Neville atmete erleichtert durch.
So blieb immerhin noch eine Chance, Ginnys Überreste zu finden und den Fall endgültig zu lösen! Im gleichen Augenblick, in dem er das gedacht hatte, war Neville entsetzt über sich selbst. Als ob es darum ginge: den Fall zu lösen! Er brauchte Hinweise auf Hermines Verbleib! Sie war in Gefahr!
Sein Gang wurde etwas schneller.
Sie waren nun am Ticket Office des Palastes vorbei gekommen und steuerten geradewegs auf den Hyde Park zu.
Snape hatte doch wohl nicht vor, da durch zu laufen!
Hatte er denn gar keine Ahnung von den Ausmaßen dieses Parks?
Neville berührte dessen Ellbogen. „Professor, darf ich den Kompass mal sehen?"
Etwas unwillig streckte ihm Snape das Gerät entgegen.
Die Nadel zeigte tatsächlich quer durch den Park.
„Wenn wir den durchqueren wollen, brauchen wir ewig. Und Ginnys Leiche ist doch wohl eher in einem Labor zu finden, wo man versucht, ihren Forschungen auf die Spur zu kommen."
Snape hob den Apparat ein wenig an. „Hören Sie das? Der Summton wird lauter, es ist nicht mehr weit bis zum Ziel. Ich muss Ihnen recht geben, Mister Longbottom, die wahrscheinlichste Alternative wäre sicher ein Gebäude auf der anderen Seite des Parks. Aber wir können wohl kaum aufs gerate Wohl dort hin apparieren!"
Doch Neville hatte einen Plan.
„Ich kenne eine ruhige Seitenstraße am nördlichen Ende des Hyde Parks. Kommen Sie mit mir mit."
Ein überraschter Ausdruck erschien in Snapes Gesicht, doch dann war er offenbar einverstanden. Neville legte seine Hand auf den schwarzen Ärmel und kurz darauf tauchten sie beiden mit einem lauten Plopp in einer versteckten Ecke der Westbourne Terrace wieder auf. Als sie auf die Straße traten, wurde Snape von einer kleinen Frau mit rötlichem Pagenschnitt seltsam gemustert, aber sonst schien ihr plötzliches Erscheinen niemandem aufgefallen sein.
Neville blickte sich um.
Ob hier in dieser Straße…?
Oder in einer angrenzenden…..?
Irgendwo musste dieses Labor doch sein!
Doch Snape machte schon wieder so ein ärgerliches Gesicht. „Was ist denn, Professor?"
„Sehen Sie selbst!"
Tatsächlich!
Die Kompassnadel zeigte nun plötzlich in die vollkommen entgegen gesetzte Richtung: Sie mussten zurück in den Park!
Überrascht blickte Neville zu seinem Partner. „Wie kann das sein? Ich dachte, wir suchen nach einem Gebäude? Was sollen wir mitten im Hyde Park?"
Doch Snape murmelte nur „Das werden wir jetzt herausfinden.", und setzte sich mit energischen Schritten in Bewegung.
Sie mischten sich also unter die zahlreichen Jogger, Hunde-Spazierführer und Kinderwagen-Schieber.
Immer mit einem Auge auf der Kompass-Nadel durchquerten sie die Hälfte des großflächigen Grüngeländes. Nach ungefähr einer halben Stunde liefen sie direkte auf einen gut ausgestatteten Kinderspielplatz zu.
Neville reckte den Kopf ein Stück nach oben, um einen Blick über die dahinter stehenden Bäume erhaschen zu können. Vielleicht war dort ein Haus? Eine Hütte mit magisch vergrößertem Kellerraum, in dem man in aller Ruhe eine Leiche untersuchen konnte? Nach versteckten Hinweisen auf ein Rattenpestheilmittel?
Sie waren nun an dem Spielplatz vorbei. Zielstrebig marschierte Neville weiter den Kiesweg entlang, als er bemerkte, dass Snape zurückgeblieben war.
Was war denn nun wieder los? Sie mussten endlich weiter! Wollte Snape jetzt den Kindern beim Rutschen zu sehen oder was sollte das?
Ungeduldig drehte er sich um und sah den Professor mit ungläubiger Miene auf den Kompass starren.
„Was ist los?"
Doch statt einer Antwort begann Snape, den Spielplatz langsam zu umkreisen. Die Nadel ließ er dabei nicht aus den Augen.
Als er die Runde beendet hatte, fuhr Neville ihn ärgerlich an. „Hören Sie auf damit, die Leute schauen schon komisch."
In der Tat hatten einige der Mütter, die hier beim Plausch auf der Bank saßen und ihre spielenden Kinder beobachteten, dem großen Mann mit dem seltsamen schwarzen Umhang bereits neugierige Blicke zugeworfen.
Snapes Stimme klang gefährlich ruhig, als er sich schließlich zu einer Antwort herabließ: „Mister Longbottom, ich denke, wir sind am Ziel unserer Suche angekommen."
„Was?"
Entsetzt riss ihm Neville den Apparat aus der Hand und lief selbst ein Stück am großen Sandkasten vorbei.
Tatsächlich!
Die Nadel zeigte geradewegs auf den Spielplatz! Genauer gesagt auf den mächtigen Kletterturm mit Schaukel und Rutsche, der sich bei den kleinen Besuchern gerade großer Beliebtheit erfreute.
„Wie kann das…? Ich meine, wo ist denn hier…?" Neville war vollkommen durcheinander.
Im Gegensatz zu Snape, der wie immer Herr der Lage zu sein schien: „Ich vermute, es gibt hier irgendwo einen geheimen Zugang."
Beide blickten nun auf das muntere Szenario, welches sich ihnen darbot. Jungs, die eifrig die Holzsprossen hochkletterten, oben in der Röhrenrutsche verschwanden und ein paar Augenblicke später wieder laut juchzend unten hervor schossen. Mädchen in Matschhosen, die im Sandkasten geduldig ihre Förmchen befüllten. Mütter, die ihre Sprösslinge an der Schaukel anschubsten.
Snape wandte sich Neville zu: „Wieso sind die denn nicht in der Schule? Haben die nichts Besseres zu tun?" Seine Stirnfalte war deutlich zu erkennen.
„Aber Professor, heute ist doch Samstag! Und für November ein wirklich milder Tag!"
„Das mag ja sein", sagte Snape barsch, „aber wir müssen hier nach einem Zugang suchen! Nach einer Auffälligkeit, einem Zeichen, einem verstecktem Hinweis! Da können wir doch diese Bagage nicht gebrauchen!"
Nachdenklich fuhr sich Neville über das Kinn. Snape hatte natürlich recht! Andererseits: gab es jemanden, der sich hier besser auskannte als diese Kinder?
Er stapfte entschlossen durch den Rindenmulch und trat näher an den Kletterturm heran. Dort kämpften gerade drei Jungs im Grundschulalter mit den Kletterstangen. Er lächelte sie an: „Sagt mal, Ihr seid doch sicher die Experten hier auf diesem Spielplatz."
Ein dunkelblonder Junge nickte sofort stolz. „Klar, wir kennen uns hier aus! Wir kommen schon ewig hierher."
Neville setzte ein ernsthaftes Gesicht auf und beugte sich zu den Kindern hinunter: „Mein Kollege und ich, wir sind von der städtischen Parkaufsicht. Und wir haben da eine Wette laufen. Er behauptet, dass alle Spielplätze absolut sicher ausgerüstet und nur für Kinder interessant sind." Drei Kinderköpfe drehten sich neugierig in Snapes Richtung.
Mit leiser Stimme und verschwörerischer Miene sprach Neville weiter: „Aber ich denke, dass sich auch öfters mal Erwachsene hier herumtreiben und ungewöhnliche Dinge tun. Oder dass manchmal etwas Eigenartiges passiert, zum Beispiel ein Mann hier herumstreicht und plötzlich verschwunden ist. Oder es sieht für einen ganz kurzen Moment so aus, als würde sich irgendwo eine Tür öffnen, die gleich darauf wieder weg ist." Die Jungen hingen an seinen Lippen, während er weiter sprach. „Ist Euch denn irgendetwas Seltsames aufgefallen? Auch so etwas wie eine Schnitzerei oder eine Schrift, die ihr nicht lesen konntet?"
Die Kinder sahen einander unschlüssig an. Dann stieß einer der Jungen seinem Nachbarn den Ellbogen in die Seite. „Los, sag du es, Ethan!" Der Angesprochene winkte Neville näher zu sich herunter, dann flüsterte er „Es gibt da ein Geheimnis, dort oben auf dem Kletterturm, bei der Röhrenrutsche….."
„ETHAN!" Die durchdringende Stimme einer Frau ließ die Kinder zusammenfahren. Mit schnellen Schritten kam die aufgebrachte Mutter nun näher und baute sich vor Neville auf. „Was wollen Sie von den Kindern? Scheren sie sich hier weg! Alle beide!"
Abwehrend hob Neville die Hände. „Es tut mir leid, wir hätten uns wirklich erst bei Ihnen vorstellen müssen! Wir sind von der Parkaufsicht und wollten direkt von den Kindern wissen, ob sie mit den Spielgeräten zufrieden sind. Ist ein neuer Service der City of London."
Die Frau schien nicht vollkommen überzeugt zu sein. „Sie können doch mit uns Müttern reden!"
Er probierte ein vertrauenswürdiges Lächeln: „Natürlich, das machen wir gleich. Wir müssen vorher nur schnell was abklären – Sicherheitstest, Sie verstehen?"
Schnell drehte er sich zu Snape um, der die ganze Szene offenbar vom Rande des Sandkastens aus verfolgt hatte. „Kollege Snape, kommen Sie, wir müssen einen Check beim Kletterturm durchführen!"
Unwillig setzte dieser sich in Bewegung, während Ethans Mom in eine aufgeregte Diskussion mit den anderen Müttern verfiel.
Die drei Jungs waren bereits dabei, die vielen Sprossen zum Häuschen des Kletterturms hochzusteigen. Neville tat es ihnen nach, während Snape mit mürrischer Miene unten stehen blieb. „Jetzt kommen Sie schon, Professor", zischte Neville ihm zu, „die Boys haben hier oben was Geheimnisvolles entdeckt!"
Er wartete dessen Reaktion nicht ab, sondern kletterte weiter, bis er oben auf der umbauten Plattform angekommen war. Dieses Holzhaus, von dem aus eine geschlängelte Röhre nach unten führte, war groß genug für ihn und die drei Kinder. Zigarettenkippen am Boden verrieten, dass es auch als Treffpunkt für die Teenie-Generation diente.
„Was ist jetzt mit Eurem Geheimnis?"
Ethan sah ihm mutig in die Augen: „Hier oben gibt es ein Schlangen-Nest!"
„Schlangen?", Snapes Kopf erschien am Eingang des Häuschens, „Das ist Unsinn!"
Doch der Junge nickte energisch mit dem Kopf. „Doch! Sogar bunte! Wir haben zwar noch keine gesehen, aber wir finden ganz oft ihre Häute. Sogar in verschiedenen Farben, schauen Sie!" Er fasste mit seinen kurzen Fingern in ein Loch des nahen Bodenbrettes. Dann zog er zwei `Schlangenhäute` heraus. Eine weiße und eine rosa glänzende. Stolz hielt er sie Neville unter die Nase.
Der war fassungslos und wusste im Moment nichts zu sagen. Im Gegensatz zu Snape, der inzwischen hinter ihm stand und ihm ärgerlich ins Ohr raunte: „Sie schleppen mich hier rauf, damit ich mir diese Kondom-Sammlung anschaue? Sind Sie eigentlich.."
Weiter kam er nicht, denn von unten erklang schon wieder die durchdringende Frauenstimme. „Hallo, Sie da oben! Ich werde mit dem Handy jetzt bei der Parkaufsicht nachfragen, ob das alles seine Richtigkeit hat! Kinder, ihr kommt sofort da runter!"
Murrend setzten sich die Jungs nacheinander an die Rutsche und verschwanden in der dunklen Röhre.
Neville sah sich suchend um. „Irgendwo muss doch ein Hinweis versteckt sein!" Snape zuckte die Schultern. „Ich wüsste nicht wo! Außer Liebesschwüren und Schimpfwörtern steht hier nichts an der Wand. Aber wir können noch auf Nummer sicher gehen. Alohomora!"
Nichts passierte. Nur die schrille Stimme von unten setzte wieder ein. „Ich habe noch nie gehört, dass Angestellte der Stadt am Samstag arbeiten! Wenn Sie nicht sofort runterkommen, alarmiere ich die Polizei!"
Verzweifelt versuchte Neville, sich an etwas zu erinnern, was er an der Auroren-Akademie gelernt hatte. „Ein geheimer Zugang kann doch auch anders versteckt sein! Da gibt es doch diesen Spezialspruch, der an Bewegungsenergie und Geschwindigkeit gekoppelt ist. `Rolacostar`, glaub ich."
„Sehr hilfreich, Longbottom! Nur, dass wir hier in einem Holzhaus stehen!"
Welches allerdings gerade in leichte Schwingungen versetzt wurde. Irgendjemand war offenbar dabei, die Sprossen nach oben zu klettern. Kurz darauf gab Ethans resolute Mutter ihr baldiges Eintreffen bekannt. „Ich werde jetzt selbst mal nachsehen, was da oben los ist."
Verflucht! Die konnten sie jetzt gar nicht gebrauchen!
Neville setzte sich an den Rand der Rutsche. „Ich probier das jetzt aus. Rolacostar!" Er stieß sich mit den Händen ab, rutschte los und wurde nach ungefähr einem Meter von der Dunkelheit der Röhre umfasst. Undeutlich hörte er noch Snapes aufgebrachte Stimme: „Longbottom, sind Sie jetzt völlig verrückt geworden."
Dann war es still.
Autsch!
Unsanft war er auf dem Hosenboden gelandet. Allerdings nicht - wie erwartet - im weichen Rindenmulch des Spielplatzes. Nein, er befand sich in einem menschenleeren Gang einer unterirdischen Anlage. Überrascht stand er auf und blickte sich um. Das sah aus wie der Gang in einem Gebäude oder in einem – Labor?
Rumms!
Von hinten war ihm etwas Großes in die Beine gerutscht.
Mühsam rappelte er sich wieder vom Boden auf und sah in Snapes ärgerliche Miene. „Haben Sie als Kind nicht gelernt, dass man die Bahn frei machen muss?"
Neville interessierte das im Moment gar nicht. „Sehen Sie doch, wir sind tatsächlich in einem Labor gelandet!"
Snape klopfte sich den Staub von der schwarzen Kleidung. „Allerdings. Nur leider ist dort drüben schon wieder eine verschlossene Tür." Er deutete nun mit der Hand nach rechts zu einer großen Labortür mit der Aufschrift `Sicherheitszone vier. Zutritt nur mit Mag-Code und Pupillenabtastung`
Verdammter Mist!
Das durfte doch wirklich nicht wahr sein! Jetzt hat sie es tatsächlich geschafft, das Labor aufzutreiben, in das Ginnys Leiche entführt worden war, und nun das!
Hilflos ließ Neville die Schultern hängen. „Merlin! Wie sollen wir da reinkommen! Es ist vollkommen unmöglich, an so einer Kombination vorbei zu kommen!"
Snapes Stimme klang seltsamerweise eher amüsiert, als er antwortete. „`Vollkommen unmöglich` ist ein Ausdruck, den ich nicht besonders schätze. Manchmal ist es eben doch von Vorteil, wenn man auf bestimmte Erfahrungen in seiner Vergangenheit zurückgreifen kann."
„Soll das heißen, Sie können die Türe öffnen?" Neville konnte es kaum glauben.
Allem Anschein nach hielt es Snape nicht für notwenig, auf diese Frage zu antworten. Er baute sich stattdessen breitbeinig mitten vor der Türe auf, nahm den Zauberstab in beide Hände und streckte die Arme nach vorne. Dann sah er seinen Partner eindringlich an. „Sie gehen am besten seitlich in Stellung und halten ihren Stab parat."
Neville zögerte nur einen Augenblick, dann tat er wie geheißen. Höchst konzentriert nahm er eine abwartende Position am Rand der Türe ein und war nun für alles bereit.
Doch Snape nahm noch einmal kurz die Arme herunter. „Eins noch, bevor es losgeht. Schließlich wissen wir nicht, was uns dort drinnen erwartet und ob wir beide heil wieder heraus kommen. Deshalb möchte ich Ihnen vorher noch mitteilen, dass ich unsere heutige Zusammenarbeit als überraschend zielorientiert und angenehm empfunden habe. Wenn Sie also wieder einmal einen Partner brauchen – immer vorausgesetzt, meine Zeit lässt es zu -, wäre ich dafür eventuell bereit, Mister Longbottom. Und nun halten Sie sich parat!"
Snapes Arme schnellten wieder nach oben. Er ließ sie nun langsam von rechts nach links wandern und murmelte dabei lange, melodische Zaubersprüche in einer fremden Sprache.
Neville versuchte, einige Wörter aufzuschnappen, aber es klang alles seltsam. Wie Germanisch oder hartes, altertümliches Englisch: „Say some off-nay dish!" Oder sollte es schottisch sein?
Dunkle Rauchwolken verteilten sich über die ganze Türbreite. Sie wurden immer schwärzer und schienen in das dicke Material eindringen zu wollen. Ein unangenehmer Geruch nach Schwefel und versengtem Metall lag in der Luft.
WUSCH!
Ein lautes Zischen, dann glitten die beiden Teile der großen Labortüre auseinander und gaben den Blick auf das Innere frei.
Mit gezücktem Zauberstab sprang Neville in den Raum, dicht gefolgt von Snape. „Expell-„
Das Wort blieb ihm im Halse stecken, als er die Personen erkannte, die ihn nun entsetzt anstarrten.
.
.
.
So! Nun habt Ihr es also fast geschafft!
An die Ratesüchtigen ein paar einfache Aufgaben (nur als Spaß, es gibt dafür keine Belohnung!)
- Welche Personen sehen die beiden?
- Wer ist die Frau mit dem rötlichen Pagenkopf in der Westbourne Terrace?
- Was bedeuten die Zaubersprüche „Say some off-nay dish!" und „Rolacostar"?
Viel Spaß beim Knobeln!
Legilimens
.
.
.
