Ein herzliches Dankeschön an Miss Perenelle, die ermöglicht hat, dass Rattenmord auch hier abgeschlossen werden kann!

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17:00 Uhr

Hermines Kopf schnellte herum. Wo waren sie hier? Drohte Gefahr?

Sie waren in einem Raum gelandet. Was an sich sehr ungewöhnlich war, doch mit den Dauer-Portschlüsseln eben nicht unmöglich.

Dieses Zimmer hier war eine Art Büro und menschenleer.

Hermine sah einen Schreibtisch, Stühle, einen Schrank. An der Wand gegenüber zwei Türen nebeneinander.

An der einen tat sich etwas. Eine kleine Rauchwolke zog durchs Schlüsselloch ins Zimmer.

Lucius musste das auch bemerkt haben. Plötzlich alarmiert rief er: „Weg hier!", packte sie am Arm und zog sie mit sich, weg von den Türen, wo es jetzt immer stärker rauchte, nach hinten, in den Hintergrund des Raumes. „Gleich wird es krachen!"

Einen Moment später konnten sie den dezenten Knall hören, der durch den vielen Rauch von der Türe her zu ihnen drang.

Hermine wusste sofort, was sie da schon wieder zu Gesicht bekam. Während sie sich duckte und überlegte, warum zum Teufel zur Zeit ständig alle Türen charismatisch geöffnet werden mussten, sah sie ...IHN!

„Expell ..."

Ruckartig richtete sich Hermine auf. Das war doch - „Neville?"

„Hermine?"

Er brauchte genau eine halbe Sekunde, bis er seinen Zauberstab hochgerissen und auf Lucius gerichtet hatte: „Incarcerus!"

„NEVILLE! Was tust du da?" Hermines jäh aufgestiegene Freude, den Freund und Arbeitskollegen so unvermutet wiederzutreffen, schwand genauso schnell, wie sie gekommen war.

Lucius neben ihr schwankte einen Moment in seinen plötzlichen Fesseln.

„WAS?"

Doch dann schien er sich erstaunlich schnell zu fassen. Wütend blitzte er Neville an: „IDIOT!"

Gleich nach Neville war noch ein Mann durch den Rauch in den Raum gekommen. Das musste Slawitz sein!

Doch ein Augenblinzeln später: „Professor ... Snape?" Hektisch wandte Hermine sich wieder an Neville: „Wo ist Doktor Slawitz?"

Doch Neville hielt seinen Zauberstab noch immer auf Lucius gerichtet: „Mister Malfoy, rühren Sie sich nicht! Ich verhafte sie wegen ...!"

„Spinnst du?" Hermine stürzte sich vor Lucius, auf Neville zu: „Befrei ihn wieder!"

Sie hatte Erfolg. Neville ließ seinen Zauberstab sinken und sah sie an: „Hermine, du bist nicht du selbst, stehst du unter einem Imperius?"

„Quatsch!" Mit zwei Sätzen war Hermine bei ihm, fasste nach seinem Arm und drückte seine zauberstabbewehrte Hand nach unten. „Mach ihn wieder los! Ich bin aus freien Stücken hier. "

„Nun, das können wir leicht überprüfen!"

Nun war es Snapes Zauberstab, der erhoben vor Hermines Kopf schwebte. Diesmal jedoch auf sie selbst gerichtet.

„Finite Incantatem!"

Ehe Hermine hätte zurückweichen oder sich wegducken können, hatte Snape bereits gesprochen.

Wütend holte Hermine Luft: „Zufrieden jetzt? Ich fühle mich noch genau wie zuvor!" Aufgebracht starrte sie Neville an: „Ich stand nicht unter dem Imperius! Lucius ist unschuldig, deshalb hab ich ihm zur Flucht verholfen! Wenn du also gestattest!" Eilig fischte sie den Zauberstab aus ihrer Hosentasche und befreite Lucius.

„Tut ... mir ... leid", stammelte Neville verlegen und deutete auf Malfoy. „Aber warum bist du hier, mit ... ihm?"

Hermine zog die Augenbrauen zusammen: „Könnte ich dich nicht das Gleiche fragen?"

Schnell sah sie zu Snape, der sie seinerseits finster musterte. Sein Blick beschwor eine Menge unguter Erinnerungen. Die konnte sie jetzt wirklich nicht brauchen! Hastig wandte sie sich ab.

„Wir sind eigentlich hier ..." begann Neville, immer noch sichtlich verlegen und deutete auf Snape, der stumm und skeptisch schauend neben ihm stehen geblieben war. „... weil wir ..."

Er kam nicht weiter, denn die zweite Türe wurde aufgerissen. „Was ist hier los?"

Hermine blieb der Mund offenstehen. Das war doch ... Sie blinzelte zwei Mal.

Nein, das gibt es einfach nicht!

Es schien nicht nur ihr so zu gehen. Niemand sprach. Auch die beiden Personen nicht, die jetzt mit gezückten Zauberstäben den Raum betreten hatten und erstarrt stehen geblieben waren.

„Hallo Hermine."

Die schwankte gefährlich. Das konnte nicht sein.

Vor ihr stand - ihr Mund öffnete sich. Erst vergebens. Doch dann: „Ginny?"

Sie machte einen Schritt auf diese zu. War sie das wirklich?

„GINNY!"

Neville schrie seine Fassungslosigkeit heraus: „GINNY!"

„Das kann doch gar nicht sein!"

„Wie kommst du hierher?"

„Du bist NICHT tot?"

„Wieso lebst du?"

„Wie seid ihr hier reingekommen?"

Jetzt sprachen alle durcheinander.

„STOP!"

Hermine zuckte zusammen und riss den Blick von Ginny, die fast ebenso fassungslos wirkte wie sie.

„Was soll dieser Zirkus? Kann mich BITTE jemand aufklären, was hier los ist?"

Natürlich Snape! Der mit zusammengezogenen Augenbrauen finster dreinschauend dastand.

Nicht dass das Hermine sonderlich störte. Dazu war sie viel zu aufgeregt. Da vor ihr stand Ginny! Ihre Freundin Ginny! Quicklebendig! Wie konnte das sein?

„Wieso bist du nicht tot?"

„Ach das!" Ginny winkte ab. „Das musste leider sein."

„Ich..." Neville deutet auf Hermine. Die nickte zustimmend. „... ich meine ... wir haben deine Leiche gesehen!"

Ginny hob in hilfloser Geste die Hände: „Das war nicht ich!"

Wie bitte? Sie war das nicht gewesen? Wer dann?

Zweifelnd sah Hermine Ginny an. Die wirkte ganz und gar nicht tot! - Eher bestürzt!

Ginny hatte also irgendwie ... Hermine brach den Gedanken ab. „Warum?", krächzte sie stattdessen.

„Es ging nicht anders!"

„Und warum bist du schwanger?" Lucius hatte sich jetzt wohl auch soweit gefangen, dass er Fragen stellen konnte. „Von wem?"

Hermines Kopf zuckte zu ihm herum: „Warum interessiert dich das?"

„Wer ist schwanger?"

„Na, du!" Noch immer fassungslos starrte Neville auf die junge Frau, die in einem Laborkittel und mit zusammengebundenen Haaren, dennoch unzweifelhaft lebendig vor ihnen stand. „Bist du das nicht?"

„Ach! Du meinst, die Leiche war – schwanger?" Ginny, die einen Moment ratlos ausgesehen hatte, begann zu lachen. „Ich sagte doch schon, das war nicht ich. Aber jetzt sagt ihr mir doch bitte, wie ihr hierhergekommen seid. Wie habt ihr mich gefunden?"

Niemand achtete auf ihren Appell.

„Du bist also nicht schwanger mit Vierlingen?"

Lucius schien es nicht fassen zu können. Seine Augen traten fast aus den Augenhöhlen, so sehr starrte er Ginny an.

„NEIN!" Ginny schüttelte vehement den Kopf. „Ich bin nicht schwanger. Weder mit einem, noch mit ...", sie erschauderte, „... Vierlingen!"

„STOP!"

Plötzlich stoben rote Funken durch den Raum. Alle Köpfe flogen herum.

Es war Snape, der mit zornigen Augen seinen Zauberstab schwang: „Hier blickt doch niemand mehr durch. Könnten wir das hier BITTE der Reihe nach aufklären? Vielleicht hätte ...", er holte demonstrativ Luft, „... Dr. Weasley die Güte, uns diese Sache von Anfang an zu erklären?"

Hermine nickte. Snape hatte recht. Wenn sie nur alle durcheinanderschrien, würden sie auf keinen grünen Zweig kommen und letztlich viel weniger erfahren.

Sie sah durch den Raum. Den anderen schien es nicht anders zu gehen.

„Also gut!" hob Ginny zu sprechen an: „Ich nehme an, ihr seid über die Vorgeschichte unserer Rattenpestforschungen informiert! Also, ich meine, auch darüber, warum Lucius ... und ich ...?"

Sie warf einen hektischen Blick in die Runde.

Hermine sah nur nickende Köpfe. Aha! Sogar Snape schien darüber Bescheid zu wissen. Nun ja!

„Wir beide ...", Ginny deutete auf den Mann, der hinter ihr stand und als einziger noch gar nichts gesagt hatte. „Dr. Slawitz und ich haben mitbekommen, dass sowohl die englische als auch die bulgarische Regierung nur Geschäfte mit unseren Forschungsergebnissen machen wollten, unsere Ergebnisse missbrauchen, um Profit rauszuschlagen. Das Projekt Rattenpest diente anfangs allein als Prestige- und Geldprojekt." Einen Moment sah sie fragend herum.

Hermine sah zu Neville und Snape hinüber. Neville nickte. Ob Snape das auch wusste?

Doch dem war nicht anzusehen, was er gerade dachte. Immerhin wirkte er sehr aufmerksam.

„Das allerdings sollte euch nicht neu sein", fuhr Ginny fort. „Immerhin habt ihr Lucius dabei. DER wusste das! Ihr müsst also meine versteckten Unterlagen gefunden haben."

Natürlich hatte Lucius dabei seine Finger im Spiel gehabt. Und natürlich, um Geld zu verdienen. Viel Geld wahrscheinlich. Immerhin war er ja - mit Ginny an seiner Seite – an der Quelle der einträglichen Informationen gewesen.

Hermine wandte den Kopf und sah ihn an.

„Ja!", nickte er.

Hermine konnte ganz und gar nicht beurteilen, was er nun empfand. War ihm die Situation unangenehm? Oder war er so abgebrüht, dass ihn so etwas nicht erschüttern konnte? Erkennen konnte sie das nicht.

„Ich hatte Verbindungen zu beiden Regierungen, bis Ginny ..." Mit einem hastigen Blick auf genau die brach er ab.

„Ist jetzt auch egal", winkte Ginny ab. „Jedenfalls habe ich das irgendwann mal mitbekommen und mich dagegen gewehrt. Forschung in diesem Bereich sollte niemals allein aus Geschäftsinteresse heraus betrieben werden."

Snape nickte, sagte aber nichts.

„Und was war das Ende vom Lied?", fuhr Ginny fort. „Als ich Bedenken anmeldete, sollte ich den Forschungsauftrag abgeben"

Sie wandte sich an Slawitz: „Dir ging es ja auch nicht recht viel anders, oder?"

Der beschränkte sich darauf, lediglich zu nicken.

„Dabei waren wir inzwischen so knapp davor, den Durchbruch zu erzielen." Ginny hielt Daumen und Zeigefinger in etwa einem Zentimeter Abstand.

Den Durchbruch? Wie ein Stromschlag zuckte es durch Hermine. Ginny hatte also ein Mittel gegen die Pest gefunden? Gerade wollte sie den Mund öffnen, als Ginny schon weiter sprach:

„Als ich mich weigerte, ist bei mir eingebrochen worden. Offensichtlich auf der Suche nach den Ergebnissen, die ich bis dahin erzielt hatte, waren zuerst mein Labor, dann meine Wohnung durchwühlt worden."

„Einmal zumindest waren es die Bulgaren." Ginny sah Lucius an: „Das hatte ich dir zu verdanken, oder?"

„Man hat natürlich nichts gefunden!" Lucius verneigte sich leicht vor Ginny. „Du warst zu diesem Zeitpunkt bereits überaus vorsichtig." Er seufzte resigniert. „Na, was soll's! Die Sache ist sowieso gelaufen. Danach bin ich noch einmal zu dir gegangen, wollte dich überreden, weiter zu machen." Nach einem kleinen Seitenblick auf Hermine fügte er leiser hinzu: „In jeder Hinsicht!"

„Mir war sehr klar, warum du gekommen warst! Du wolltest retten, was noch zu retten war. Mit Geschenken sicherstellen, dass du weiterhin in den Besitz wertvoller Informationen kommen würdest." Ginnys Augen blitzten aufgebracht. „Glaubtest du denn, ich hätte meine Aufzeichnungen einfach so herumliegen lassen? Selbstverständlich hatte ich schon lange zuvor - gewisse Vorkehrungen getroffen, damit die Papiere nicht in falsche Hände gelangen konnten."

Ihre Stimme klang giftig, als sie Lucius ansah. Sie schien offenbar wirklich nichts mehr von ihm wissen zu wollen.

Das beruhigte Hermine ungemein.

„Da hast du beschlossen unterzutauchen?" Neville starrte Ginny immer noch wie eine gerade erblühte Wunderblume an.

„Es ging doch nicht anders! Da waren zwei Regierungen und ...", sie warf Lucius einen vielsagenden Blick zu, „... und ein ehemaliger Geliebter, die alle nach meinen Unterlagen trachteten. Jeder von ihnen bemüht, sie zuerst in die Finger zu bekommen. Der Auftrag war offiziell nicht mehr meiner und ich sollte Georgia alle Untersuchungsergebnisse aushändigen. Danach hätte ich mir wahrscheinlich eine neue Arbeit suchen können!

Hermine nickte. So war das also. Drei Interessengruppen, darum bemüht, sich gegenseitig zuvorzukommen. Und Ginny mittendrin. Aber wie hatte sie das mit der Leiche hinbekommen?

„Aber sicher!" Hermine schlug sich mit der Hand vor die Stirn. „Vielsafttrank! Du hast Vielsafttrank benutzt. Jemanden in dich verwandelt und dann umgebracht!"

Ginny nickte. „Exakt!"

„WEN?" Nevilles Augen waren leicht vorgequollen.

„Eine schwangere Frau?" Auch Lucius wirkte jetzt völlig fassungslos. Mit offenem Mund starrte er Ginny an.

Gute Frage! Sehr gute Frage! Wen hatte Ginny da umgebracht?

„NEIN!" Ginny hatte erschrocken die Augen aufgerissen. „Ich hatte doch zuvor viel mit Vielsafttrank gearbeitet, um seine Nachteile zu beheben."

„Du hast ihn optimiert?" Hermine hatte ihren eigenen Optimierungsversuch plötzlich wieder deutlich vor Augen. Beinahe hätte sie gelacht.

„Ja", sagte Ginny schlicht. „Es war nur eine Ratte. Dass die weiblich und trächtig war, hab ich nicht gewusst!"

Um DAS verstehen zu können, musste Hermine es wiederholen: „Du hast eine Ratte ..., ein TIER in dich verwandelt. Und 'dich' dann umgebracht?"

„Also doch Selbstmord!" sagte Neville tonlos.

„Selbstmord?" Snape verzog amüsiert seine Mundwinkel: „Das wäre aber eine ganz neue Form von Selbstmord." Er sah Ginny an: „Dr. Weasley, weiter!"

„Du hast also deinen Selbstmord inszeniert." Hermine konnte es nicht fassen. „Und deine Familie? Deine Freunde? Ich habe dich tot gefunden!"

„Ich hatte keine andere Möglichkeit! Versteh das doch bitte!" Ginny sah Hermine flehend an. „Ich biete doch eine riesige Angriffsfläche! Stell dir doch nur vor, sie hätten meine Eltern gekidnappt, einen meiner Brüder – oder einen von euch! Ich musste euch doch schützen!"

„Schützen?" Lucius spuckte das Wort geradezu aus. „Ich wurde des Mordes verdächtigt!"

„Wirklich? Dabei hatte ich das doch als Selbstmord getarnt." Ginny sah ihn erstaunt, aber nicht sonderlich betroffen an. „Sogar einen Abschiedsbrief hatte ich geschrieben!"

„Das konnten wir dank moderner Technik sofort aufklären." Neville schien sich wieder einigermaßen gefangen zu haben und musterte Ginny jetzt mit unverhohlener Neugierde.

„Aber dass die Leiche nur eine blöde tote Ratte war, das konntet ihr nicht aufklären?", fauchte Lucius erbost. „Beinahe wäre ich deshalb nach Askaban gekommen. Man stelle sich vor! Wegen einer toten Ratte!"

„Lucius Malfoy kreist um seinen eigenen Bauchnabel. Wie sollte es auch anders sein!" Snapes Stimme klang verächtlich. Er hatte die Augen ergeben gen Zimmerdecke gerichtet und seufzte demonstrativ. Dann richtete er seinen Blick wieder auf die Menschen im Raum: „Könnten Sie sich jetzt ENDLICH dazu entscheiden, Dr. Weasley weitererzählen zu lassen?" Er sah sich drohend um. „Oder muss ich erst einen Silencio sprechen?"

„Ich habe einfach irgendeine Ratte genommen", sagte Ginny Sekunden später in das betretene Schweigen hinein: „Eine, die sich leicht fangen gelassen hat. Sie schien mir bereits alt zu sein."

„Doch wohl eher geschwächt durch das Rattengift, dass sie bereits intus hatte, oder?" Neville schüttelte den Kopf. „Das hat uns schließlich auf die völlig falsche Fährte gebracht!"

Ja, Neville war die ganze Zeit falschen Spuren gefolgt, Lucius wäre beinahe unschuldig nach Askaban gekommen und sie, Hermine, hatte sich ganz umsonst die Augen aus dem Kopf geweint.

„Du hast also eine Ratte in dich verwandelt", half Hermine nach. Jetzt wollte sie alles wissen. Ginny sollte schnell weitererzählen.

„Ich hatte eine neue Zutat gefunden, mit deren Hilfe ich den Zeitfaktor bei Vielsafttrank verändern konnte. Dank dieses neuen Zusatzes blieb die Verwandlung sogar nach dem Tod bestehen."

„Nein!" Neville schüttelte den Kopf. „Da muss ich dich enttäuschen! Bis drei Tage nach dem Tod hat die Verwandlung nur angehalten. Dann hat sich nämlich deine Leiche wieder in die tote Ratte zurückverwandelt."

„Das wundert mich, ich bin von einer längeren Haltbarkeit ausgegangen!" Ginny sah aus, als würde sie sich im Kopf Notizen machen. „Danach schrieb ich den Abschiedsbrief, holte die Untersuchungsunterlagen und apparierte hierher." Sie wies in den Raum und auf die Türe, durch die sie gekommen war. „Dies hier ist ein Teil eines ehemaligen geheimen Forschungslabors der Muggel aus dem zweiten Weltkrieg. Es wird schon lange nicht mehr genutzt. Das war unser Glück! Ich bin zufällig darauf gestoßen, als ich nach einem Versteck für unsere Forschungen gesucht habe. Wisst ihr, es liegt direkt unter dem Hyde-Park. Ich musste lediglich den Eingang magisch verbergen, um nicht zufällig entdeckt zu werden." Sie sah erst Hermine, dann Neville an. „Aber jetzt sagt, wie seid ihr hierher gekommen?"

„Das muss noch warten. Dafür haben wir im Moment keine Zeit!" Lucius schüttelte den Kopf. „Wie weit seid ihr nun tatsächlich mit dem Mittel gegen die Pest? Hermine braucht es sofort!"

Ginny fuhr herum und starrte entsetzt auf ihre Freundin. „Soll das heißen…?

„Ja!", bestätigte Hermine. „Ich wurde gebissen. In Bulgarien."

Lucius` Stimme hatte nun Befehlston angenommen. „Was ist jetzt mit den Forschungen?", fragte er erneut, mit noch mehr Nachdruck.

Mit einer Geste ihres rechten Arms forderte Ginny alle auf, sie in den nächsten Raum zu begleiten. „Hier ist unser eigentlicher Arbeitsbereich."

Dr. Slawitz schritt voran, der Rest der Gesellschaft folgte umgehend.