18:00 Uhr
Neville schaute sich aufmerksam in dem Laborraum um. Ein großer Tisch in der Zimmermitte, übersät mit alten Schriftrollen, antiken Büchern, modernen Lexika. Dazwischen handschriftliche Aufzeichnungen, Diagramme, eine Kanne Kaffee mit zwei Tassen.
Seitlich davon ein großzügiger Arbeitsplatz für den praktischen Teil der Forschungen, wie er vermutete. Zumindest brodelte dort ein großer Kessel einer hellen Flüssigkeit vor sich hin.
Neville blickte mit einem mulmigen Gefühl in die blubbernde Masse, denn er verband mit seinen Tränkestunden nicht unbedingt die angenehmsten Erinnerungen.
Ginny trat neben ihn, kontrollierte mit einem kurzen Blick die angezeigte Temperatur des Kessels und erklärte dann: „Wir haben das Gegenmittel im Prinzip fertig."
Hermine hatte natürlich genau zugehört. „Was meinst du mit `im Prinzip`?", entgegnete sie schnell und etwas schrill.
Ginny strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr. „Das Problem ist, dass sich der Trank sofort wieder zersetzt. Wie sind gerade auf der Suche nach einem geeigneten Stabilisator, aber keiner der gängigen funktioniert." Sie deutete auf die Pergamentrollen auf dem Tisch. „Im Moment durchforsten wir sogar schon die alten Aufzeichnungen aus Atlantis. Aber da sind so viele Unbekannte….!" Hilfesuchend blickte sie zu Slawitz, der mit hängenden Schultern neben der Türe stand und auf Neville einen ziemlich resignierten Eindruck machte.
Snape trat näher an den Tisch heran und sagte: „Lassen Sie mich einen Blick hineinwerfen."
Ohne eine Antwort abzuwarten nahm er Platz und beugte sich über die Unterlagen. Nur einen Moment später war er von Ginny und Slawitz flankiert und die drei begannen ein angeregtes wissenschaftlich Fachgespräch über Konservierung und ähnliche Dinge, von denen Neville nicht den leisesten Schimmer hatte.
Er wandte sich also wieder Hermine und Malfoy zu, wobei er feststellen musste, dass Lucius inzwischen den Arm um Hermine gelegt hatte. Wäre es nicht ausgerechnet Malfoy gewesen, hätte Neville diese Geste als beschützend empfunden. Aber so? Es musste irgendetwas anderes bedeuten. Hermine war doch sonst so ein kühler Kopf, wie hatte sie sich nur so einwickeln lassen können! Oder war sie aufgrund des Rattenbisses einfach nur froh, irgendeine Menschenseele um sich zu haben?
Neville konnte sich dieses Verhalten nicht recht erklären. Er verzog das Gesicht und starrte demonstrativ auf Malfoys Arm.
Hermine verdrehte die Augen. „Er hat mich nicht entführt, hab ich doch schon gesagt. Ich habe ihm zur Flucht verholfen, weil ich wusste, dass er unschuldig ist."
Ja, sie hatte das bereits erwähnt. Aber das machte doch alles keinen Sinn! Hermine war offensichtlich wirklich schwer angeschlagen. Psychisch. Was ja auch verständlich war nach allem, was sie mitgemacht haben musste.
Vorsichtig sprach Neville weiter: „Woher wusstest du das? Ich meine: Wie konntest du dir sicher sein, dass er nichts mit dem Mord zu tun hat?"
Wie seltsam das klang, jetzt, da Ginny hier ein paar Meter weiter sehr lebendig in einem Buch blätterte.
Er bemerkte, wie Lucius nun aufmerksam Hermines Gesicht beobachtete. Doch die entgegnete mit fester Stimme: „Das war die einzig logische Schlussfolgerung! Denn er hätte keinen Vorteil von Ginnys Tod gehabt, ganz im Gegenteil!"
Seit wann war Hermine so naiv? Neville konnte sich durchaus vorstellen, dass in manchen Situationen die Logik außen vor blieb. Besonders im Zusammenhang mit einem so unbeherrschten Menschen wie Malfoy.
Er öffnete gerade den Mund zur Widerrede, da ließ ihn das Donnern eines lauten Ausrufs zusammenzucken.
„TIGA BUNTA BAUTALAN"
Die dröhnenden Worte hatten alles andere zum Verstummen gebracht und schienen noch für einen Moment im Raum nachzuhallen.
Aller Augen waren auf Snape gerichtet, der durch diesen lauten Ruf mit einem Schlag im Mittelpunkt des Interesses stand. In dessen Gesicht blitzte spontan ein zufriedener Ausdruck auf, der aber schnell durch eine grimmige Miene ersetzt wurde. Offensichtlich gefiel es Snape ganz und gar nicht, von der versammelten Runde angestarrt zu werden.
In alle anderen Gesichtern hingegen spiegelte sich absolute Verwirrung.
„Tiger bunter was?", fragte Malfoy in die Stille hinein.
Snapes langer Zeigefinger klopfte auf die seltsamen Schriftzeichen in einem alten Pergament. „Das ist doch offensichtlich! Tiga bunta bautalan." Er betonte jedes Wort einzeln, so, als würde das als Erklärung ausreichen. Als die anscheinend von ihm erwartete Reaktion ausblieb, schlug er seinen Professoren-Tonfall an und erläuterte gnädig: „Das ist der alt-atlantische Name für die Pflanze Triflorifer Sussusanta. Falls das jemandem hier etwas sagt! Genau genommen für eine Blüte dieser extrem seltenen Blume.
Dass Neville gerade eifrig nickte, schien er nicht zur Kenntnis zu nehmen. Typisch!
Ginny raufte sich die Haare. „Ausgerechnet! Diese Rarität gibt es doch nur in ein paar Instituten weltweit! Wir brauchen schnell das Heilmittel, wir können nicht mehr warten, bis uns eines davon eine Blüte zur Verfügung stellt. Außerdem blühen die doch nur einmal im Jahr!"
Neville holte Luft: „Ich…"
„ICH HABE DIR DOCH GENAU SO EINE GESCHENKT! Da am… ersten November!" schrie Malfoy.
„Ich habe…", begann Neville erneut. Doch er wurde wieder unterbrochen:
„Meinst du dieses singende Plastikding?" Ginny zog die Augenbrauen zusammen. „Die hab ich vor lauter Wut in den Müll gepfeffert!"
„Stop!" versuchte Neville endlich zu Wort zu kommen. „Ich habe doch…"
„IN DEN MÜLL? Anstatt sie zu konservieren und in einem Safe zu deponieren, schmeißt Du eine TRIFLORIFER in den Müll? Und bringst Dich danach auch noch um?"
Hermine löste sich aus Malfoys Arm und trat hektisch auf Neville zu: „Du hast sie doch aus dem Abfall gefischt! Wo ist sie jetzt? Wir brauchen sie hier!"
„Hermine, die war doch ein Beweismittel, deshalb durfte ich sie nicht konservieren! Aber ich…" Schon wieder wurde er am Weiterreden gehindert.
Hermine klang schrill: „Es muss doch noch einen anderen Weg geben, einen anderen Stabilisator, eine neue Komponente, noch mehr Bücher!"
„Jetzt hört doch endlich zu, was ich Euch zu sagen habe!" Nun war Neville wirklich laut geworden.
Er griff mit der rechten Hand in die Innentasche seines Sakkos und zog das Taschentuch heraus, das wie ein Beutel um den Inhalt gewickelt war. Vorsichtig schlug er die Ecken auseinander, während Hermine, Ginny und die Männer einen engen Kreis um ihn bildeten.
Nicht ohne Stolz präsentierte er der Runde schließlich die leuchtend blaue Blüte auf seiner Handfläche.
Ginny rief entgeistert: „Das ist eine Triflorifer-Blüte?" Sie sah Lucius an. „Die sieht wirklich genauso aus, wie das Ding, das du mir gebracht hast!"
Der erwiderte kühl: „Hast du gedacht, ich schenke dir eine Plastikblume vom Muggelvolksfest?"
Snape blickte Neville forschend an. „Longbottom, wie kommen Sie an diese Pflanze?"
Wie peinlich! Er konnte doch jetzt nicht von Narzissa und dem Ball erzählen!
Doch Hermine rettete ihn. „Ist jetzt vollkommen egal! Die Blüte ist da und wir können das Gegenmittel fertigstellen!"
Mit einem Schlag kehrte hektische Betriebsamkeit in die beiden Forscher ein. Slawitz reinigte die Arbeitsfläche neben dem Kessel mittels Zauberstab von etwaigen Rückständen, während Ginny sich Handschuhe überstreifte. „Ich brauch nur ein kleines Stück eines Blütenblatts", erklärte sie Neville und nahm ihm mit einer Pinzette die Blume ab. Snape schaute ihr mit kritischem Blick über die Schulter, als sie sich anschließend an den Arbeitsplatz setzte und ein kleines Skalpell in die Hand nahm. „Achten Sie darauf, nicht die Pflanzenadern zu verletzen", warf er ein.
Ginny gab in spitzem Ton zurück. „Ich weiß, was ich tue, Professor. Das hier ist mein Beruf!"
„Hoffentlich", knurrte er.
Inzwischen waren auch Hermine und Lucius neugierig an den Kessel herangetreten. Alle beide beobachteten aufgeregt, was Ginny dort tat. Slawitz rührte den Inhalt mit gleichmäßigen Bewegungen um.
Nur Neville stand in einiger Entfernung und betrachtete von dort die Vorgänge. Tränkekessel waren noch nie seine große Leidenschaft gewesen.
Mit bedeutungsvoller Geste stand Ginny jetzt auf und hielt das kleine Stück der blauen Blüte mit der Pinzette direkt über den Kessel. Vier Köpfe rückten noch näher zusammen, um die schicksalhafte Reaktion aus nächster Nähe miterleben zu dürfen.
Nur Snape trat eilig ein paar Schritte zurück und schüttelte leicht den Kopf, als er auf die verbliebenen Personen sah.
Neville konnte erkennen, wie Ginny das Blütenteil fallen ließ. Es segelte in einer kleinen Spirale nach unten in den Kessel.
KRAWUMMMM!
Eine blaue Wolke aus dem Kessel, vier zurückschnalzende Köpfe.
Neville blickte entsetzt zu Snape, der seine Augenbrauen in astronomische Höhen befördert hatte. „Erstklässler-Wissen!", stieß dieser dunkel hervor. „Beim Zufügen von unbekannten Ingredienzien muss immer mit einer Verpuffung gerechnet werden. Deshalb tritt man zwei Meter zurück. Das wissen doch sogar Sie, Longbottom, oder?"
Gehorsam nickte Neville und war froh, sich zufällig in sicherem Abstand aufgehalten zu haben.
Hermine und Ginny starrten schon wieder hoffnungsvoll in den Kessel. Slawitz stand mit dem Rücken zu Neville, weil er am automatischen Bunsenbrenner herum schraubte.
Lucius war es, der sich als erster zu Snape und Neville umdrehte.
Neville konnte sich das Lachen nicht verkneifen, als er in Malfoys blau bestäubtes Gesicht blickte. Ein leuchtendes Azurblau, mit kleinen lila Punkten, wenn man ganz genau hinsah „Die Farbe steht Ihnen wirklich hervorragend!"
Der sonst so drohend-gefährliche Blick aus Malfoys eisgrauen Augen verlor anhand der neuen Farbkombination deutlich an Wirkung.
Nun war auch Ginny anscheinend mit der Arbeit fertig und präsentierte einen schönen Blauton rund um die Nase, der wunderbar mit ihrem roten Haar harmonierte.
„Sogar die Frau Doktor Wissenschaftlerin!" Snape schüttelte verständnislos den Kopf. „Unglaublich."
Hermine rief aufgeregt dazwischen: „Es funktioniert! Der Trank bleibt stabil!"
Alle stürzten nun zum Kessel und begutachteten die harmlos aussehende blaue Flüssigkeit, die munter vor sich hinblubberte.
Neville fiel ein Stein vom Herzen.
Ginny hatte es also wirklich geschafft! Es gab ein Heilmittel für die Rattenpest!
Erleichtert beobachtete er, wie Hermine und Lucius sich in die Arme fielen, während Ginny einen ebenfalls lächelnden Slawitz anstrahlte.
Snape gab natürlich nur ein gebrummtes „Selbstverständlich funktioniert es, das war nicht anders zu erwarten!" von sich.
Erstaunlicherweise war Lucius der erste, der an die logische Konsequenz dachte. „Wenn das Mittel wirkt, sollten wir es doch so schnell wie möglich einsetzen!" Sein Arm legte sich wie zur Bestärkung seiner Worte um Hermines Schultern.
„Natürlich!", nickte Ginny. „Und wir beginnen mit Hermine. Danach kommen alle anderen dran."
„Alle anderen?" Neville war verwirrt. „Du meinst wohl Mr. Malfoy. Wir sind ja erst vor ein paar Minuten hier auf Hermine getroffen."
Slawitz mischte sich ein. „Das kann reichen. Und gezaubert wurde hier in diesem Raum schließlich auch. Alle Personen hier werden das Mittel verabreicht bekommen, so sind wir auf der sicheren Seite."
`Verabreicht bekommen`. Das klang irgendwie nicht besonders erstrebenswert. Neville beobachtete mit einem etwas mulmigen Gefühl, wie Ginny eine Pipette in den Kessel tauchte. Würde sie anschließend acht dieser gefährlich anmutenden Muggel-Spritzen, die er schon mal irgendwo gesehen hatte, damit befüllen? Diese Dinger mit dem langen, dünnen Stachel?
Lucius schien ähnlich zu fühlen: „Bekommen wir einen Löffel davon in den Mund gesteckt wie Babybrei oder gibt es da eine elegantere magische Verabreichungsform?" Das Grinsen in seinem blauen Gesicht sah schief aus.
Ginny nahm eine Art kleinen Teller aus einer Schublade und erklärte: „Da Hermine infiziert sein könnte, ist es wichtig, das Mittel so schnell wie möglich in die Blutbahn zu befördern."
„Also eine intravenöse Injektion?" wollte Snape wissen und klang dabei gar nicht so kühl, wie man es sonst von ihm gewohnt war.
„Nein, wir machen das anders." Ginny zeigte ein beruhigendes Kopfschütteln. „Der kürzeste Weg ins Blut geht über die Nase."
Nase? Neville meinte sich verhört zu haben.
Aufmerksam verfolgte er Ginnys Bewegungen. Sie ließ einen Tropfen der blauen Flüssigkeit aus der Pipette auf den Teller fallen, richtete ihren Zauberstab darauf und sprach „Shnoo bfda bag".
Sehr seltsam, diese wissenschaftlichen Zaubersprüche, fand er.
Der blaue Tropfen sah jetzt irgendwie trocken aus, fast wie ein Pulver. Ginny ging mit dem Teller zu Hermine. „Du musst das nur in der Nase hochziehen."
Gehorsam beugte sich Hermine über den Teller, hielt ein Nasenloch zu und inhalierte durch das andere das wertvolle Pulver.
Einer nach dem anderen nahm seine zugeteilte Prise.
Neville erschien das Schnupfen zwar seltsam, im Vergleich zu einer langen spitzen Kanüle aber durchaus angenehmer. Seine Nase brannte noch für ein paar Minuten, doch ansonsten verspürte er keine Nebenwirkungen.
Snape erhob noch einmal die Stimme. „Der offizielle Teil ist hiermit beendet, nehme ich an. Ich persönlich habe noch wichtigere Dinge zu tun, als weiter hier herumzulungern. Wenn Sie mich entschuldigen..."
Als er sich bereit machte zu disapparieren, trat Neville noch schnell auf ihn zu. „Professor, danke für Ihre Hilfe!"
Snape brummte eine knappe Erwiderung, sah aber bei genauerer Betrachtung recht gut gelaunt aus. Für seine Verhältnisse. Er schickte noch einen Abschiedsgruß in die Runde: „Und waschen Sie sich endlich das Gesicht, das kann man doch von einer Horde angeblich Erwachsener verlangen!" Dann verschwand er mit einem dunklen, samtigen `Plopp`.
Malfoy fand die Idee mit dem Abgang offenbar gar nicht so schlecht: „Das ist eine gute Idee! Ich will endlich nach Hause! Hier ist ja alles erledigt."
„Moment, ", schritt Neville energisch ein. „Da gäbe es noch ein paar Dinge zu klären!"
„Ach ja?" Er hatte offenbar zur alten Form zurückgefunden und reckte in bekannter Weise sein Kinn etwas nach oben.
Neville hatte keine Lust mehr auf Spielchen, also fragte er gerade heraus: „Wieso waren Sie am Mordtag – ich meine – am Tag von Ginnys Untertauchen bei ihr? Und was war das mit der Triflorifer-Blüte?"
Malfoy atmete tief durch, dann erwiderte er in ernstem Ton: „Ich wollte Ginny zurückgewinnen, sie hatte Schluss gemacht." Ein vorsichtiger Seitenblick auf die recht unbeeindruckte Hermine, dann fuhr er fort: „Die Blüte sollte dabei helfen. Doch Ginny regte sich sehr über das Geschenk und mein Anliegen auf, sodass ich den Rückzug antrat."
Diese nickte nachdenklich. „Allerdings!"
Dann zog sie die Schultern gerade und eilte wieder an den Arbeitsplatz. „Ihr müsst mich entschuldigen! Wir haben jetzt ungeheuer viel zu tun. Merlin! Wir haben tatsächlich ein stabiles Gegenmittel, ich kann es noch nicht glauben!" Sie winkte Slawitz zu sich. „FayDark, wir müssen sofort mein Institut kontaktieren wegen einer Produktion im großen Stil. Und die Presse! Außerdem…", sie stockte einen Moment, „…meine Familie! Die sollte ich als erstes informieren."
Hilfesuchend sah sie sich um. „Hermine! Meinst du, du könntest mich hier bei ein paar Dingen unterstützen?"
„Natürlich." Mit etwas müden Schritten eilte Hermine ihrer Freundin zu Hilfe.
Doch Neville konnte das nicht einfach so zulassen. „Hermine! Wir müssen das alles noch zu Protokoll nehmen, immerhin hast du mit deinem Verschwinden das halbe Aurorenbüro in Aufruhr versetzt. Und der Mord, der keiner war, dazu die verschwundene Leiche, die nur zurückverwandelt war, das gehört alles zu Papier gebracht!"
Zwei Frauenköpfe flogen herum und schleuderten ihm ein gleichzeitiges „Später!" entgegen.
Sie hatten recht. Für den lästigen Papierkram war noch ausreichend Zeit. Außerdem: Hatte er nicht schon genug zu diesem Fall beigetragen? Das konnte auch jemand anderer erledigen.
Er klappte den Rufspiegel auf und wählte. Als sich am anderen Ende eine Stimme meldete, erklärte er: „ Harry, du musst herkommen. Sofort." Er kratzte sich am Kinn, während er in den Apparat lauschte. „Ja, apparier einfach über meine Rufspiegel-Ortung hierher. Ob ich den Mörder gefunden habe?" Neville lächelte. „Nun ja, sagen wir mal: Ich habe den Fall gelöst!"
Er klappte den Rufspiegel zu.
Eine wichtige Sache gab es noch zu klären.
„Mr. Malfoy, ich hätte da noch eine Frage bezüglich ihrer familiären Situation ..."
