KAPITEL 05 – Lagerhalle
18.08.2014
Irgendwo am Rande von Washington D.C., 05:10h
Die Attentäterin bewegte sich schneller werdend auf eine verlassene Lagerhalle am Rande der Stadtgrenze zu.
Die Halle sah von außen stark heruntergekommen aus. Außen waren hunderte von Graffiti aufgesprayt worden, die unter anderem auf vulgäre Sprache hindeuteten. Vermutlich waren es einfach mal wieder nur Jugendliche, die sich wichtig machen wollten.
Die Tür öffnete sich mit einem leisen Quietschen und vor ihr eröffnete sich ein dunkler und auf den ersten Blick leerer Raum.
Plötzlich ertönte aus einer Ecke des Raumes eine metallern klingende Stimme.
„Haben Sie die Probe?"
„Ja."
Sie nahm das Reagenzglas aus ihrer Tasche und hob es hoch. Sie wusste nicht, wieso sie das Fläschen hoch hob, wahrscheinlich war es einfach nur ihre alte Angewohnheit aus der Army-Zeit.
„Haben Sie mein Geld?"
Eine alte, funzlig leuchtende Lampe ging an und ihr fahler Lichtschein erleuchtete einen Tisch in der Mitte des Raumes, auf dem ein schwarzer Aktenkoffer lag.
„Legen Sie die Probe neben den Aktenkoffer. Dann öffnen Sie den Koffer und nehmen ihr Geld. Zwei Millionen US-Dollar in kleinen unnummerierten und gebrauchten Scheinen, wie vereinbart."
Sie legte die Probe auf den Tisch und öffnete den Koffer.
Dann ging alles sehr schnell:
Bevor sie überhaupt begriff, was passierte, strömte Gas aus dem Koffer und in ihre Lungen.
Nur Sekundenbruchteile später fing ihr ganzer Körper an zu zucken und Schaum trat aus ihren Mundwinkeln hervor.
Und nach wenigen Augenblicken, die nicht einmal Sekunden dauerten, hörte ihr Herz auf zu schlagen…
Ihr Körper fiel leblos zu Boden und als er den Boden berührte, ertönte ein blechernes Lachen…
------
Eingang FBI HQ, Washington D.C., 05:15h
Mac Queter schaute an dem doch imponierend hohen und gläsernen Gebäude hoch.
Irgendwie erstaunte es ihn jeden Tag aufs Neue, wie auffällig und gleichzeitig normal dieses Gebäude aussah.
Er senkte den Kopf wieder und wollte gerade das FBI Hauptquartier betreten, als ein vorbei fahrendes Motorrad sich auffällig schnell näherte.
Er drehte sich um.
Eine Harley, was für ein Modell…
Insgeheim hatte er eine Schwäche für Motorräder, doch er konnte sich keins leisten – Staatsgehalt…
Sein Fuß trat auf die nächste Stufe, als ihn kräftige Stöße nach vorne warfen.
Bevor er auch nur noch ein weiteres Wort denken konnte, lag sein toter Körper bereits auf der Treppe.
Wachmänner kamen angelaufen und suchten das Motorrad und seinen Fahrer, doch dieser war schon verschwunden…
--------
