KAPITEL 18 - Windhauch

Nationaler Park, Washington D.C., 07:31h

Die Blätter raschelten.

Das Geräusch war angenehm und der kaum vorkommende leichte Wind strich ihm sanft durch die Haare.

Er hätte niemals gedacht, dass etwas ihn so wohlfühlen hätte lassen können.

Ein letzter Atemzug und dann wandte er sich ab.

Irgendwie schade…", dachte er, als er sich erneut bewusst wurde, dass dies wohl das letzte Mal für all diese Jogger und Passanten sein würde, eine solche Luft einatmen zu können – zumindest hier in Amerika.

Auch wenn er nicht wusste, warum er plötzlich lachte, tat er es. Sein Lachen klang in die Luft und ein kleines Mädchen, was nicht weit von ihm entfernt stand, lächelte ihn darauf hin an.

Und Alex Mayfert fühlte zum ersten Mal in seinem Leben richtige Freude in sich aufkommen…

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Washington D.C., 07:19h

Als er wieder das Hochhaus betrat und den 2. Stock anvisierte, strich er sich selbstverliebt durch die Haare.

Und tatsächlich, da war es wieder, dieser wohlige Schauer, dieses warme Gefühl.

Er hatte es jetzt schon auf eine Art vermisst.

Alex Mayfert hatte einen seiner weichen Momente.

Eben hatte er noch seine Frau umgebracht, dann ging er im Park spazieren und jetzt sehnte er sich sogar nach einem wohligen Schauer…

Was war bloß los mit ihm? Was nur?

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