KAPITEL 22 – Sarah
Alles ging so schnell.
Leute, die in ihrem Haus herumgingen, Sachen einpackten und mitnahmen, das Arbeitszimmer ihres Vaters auseinander nahmen und sich gegenseitig anschrien.
Was war passiert? Warum steckten diese Leute sie in ein Heim für Kinder? Wo waren Mama und Daddy?
Sie weinte. Ein junger Mann, ein Azubi, kam zu ihr und legte seine Hand auf ihre Schulter.
„Wein doch nicht, Kleines. Du wirst sehen, es ist alles ja zu deinem Besten. Glaub mir."
Sarah schniefte.
„Hmm, wer bist du denn?"
„Ich? Ich bin Paul."
„Ok, ich glaube dir, Onkel Paul."
Paul guckte ein bisschen sehr verdutzt, was ihm seine Kollegen später noch gehörig auf die Nase binden sollten.
Aber für den Moment war es okay, es war richtig so.
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