Titel: Only Brothers Understand s/4970207/1/Only-Brothers-Understand

Autorin: deanandhisimpala

Übersetzerin: DeanCas4Life

Inhalt: Eine Sammlung von Kurzgeschichten, alle über sick/hurt/tired Dean, weil er einfach so bezaubernd ist, wenn er sich schlecht fühlt. Brotherly love, kein Slash.

Disclaimer: Mir gehören leider weder Supernatural oder deren Charaktere, noch diese Geschichte :(

Wie ihr oben lesen könnt, gehört mir diese wunderbare Geschichte nicht, sondern „deanandhisimpala". Ich bin darauf gestoßen und hab sie dann gleich gefragt, ob ich ihn in ihrem Namen übersetzen darf und glücklicherweise hat sie zugestimmt. Ich hoffe ihr hinterlasst auch ein paar Reviews für sie, damit sie weiß, dass wir ihre Geschichte ebenfalls mögen :)

Nun aber wünschen wir viel Spaß beim Lesen! :)

Dean vermisste Sam. Er vermisste Sams Jammern über das Töten von Menschen, er vermisste es, gebraucht zu werden und Sams Präsenz, wenn Dean ihn brauchte.

Und Dean brauchte ihn jetzt. Und Sam war nicht da.

Er rieb sich seine schweren Augen. Keine Zeit, zu weinen wie ein Baby. Sam ist nur Abendessen.

Ist er? Vielleicht ist er auch bei Ruby. Daran gedacht?

Halt die Klappe, ist er nicht. Sam weiß, dass ich mich nicht gut fühle. Er hat mir schon vorhin erzählt, dass ich scheiße Aussehe.

Also? Vielleicht kümmert es ihn nicht.

Halt die Klappe!

Dean entschied, dass er verrückt wurde, weil er mit sich selber stritt. Sein Kopf schmerzte, seine Knochen schmerzten, seine Augen schmerzten, alles schmerzte.

Er wünschte, Sam wäre da, um sich um ihn zu kümmern. Natürlich gab er vor, es zu hassen, aber es war wirklich schön zu wissen, dass sich jemand sorgte.

Sam würde seine Stirn fühlen, ihn dazu bringen, sich mit einem kühlen Tuch auf den Kopf hinzulegen, ihn dazu zwingen, seine Medikamente zu nehmen und würde dann neben ihm sitzen und warten, bis er eingeschlafen wäre um sicher zu stellen, dass er warm und sicher war.

Dean rieb sich wieder seine Augen. Seine Augen hörten nicht auf zu tränen, blöde Augen. Wo ist Sam? Er ist nun bereits…

Er schaute auf seine Uhr.

Nur zwanzig Minuten. Heilige Scheiße, Dean. Braucht er noch länger?

Dean rollte sich auf seinen Bauch und vergrub sein Gesicht in das Kissen. Er brauchte Sam. Es störte ihn nicht, dass er seine Schwäche zugeben musste, wenn er krank oder verletzt war und Sam brauchte. Er hasste es, sich hilflos und verletzbar zu fühlen, aber er brauchte immer noch Sam. Sam war die einzige Person, die ihn so sehen durfte.

Ein Wimmern entkam ihm ohne seine Erlaubnis.

Verdammt! Hör auf, so ein Baby zu sein!

Seine Augen begannen wieder zu tränen, als er hörte, wie die Tür geöffnet wurde. Er erstarrte.

Das musste einfach Sam sein, denn er hatte auf keinen Fall die Kraft, jetzt gegen ein Monster zu kämpfen.

„Dean?"

Ja. Sammy

Er fühlte eine kühle Hand auf seinem Rücken und riss seinen Kopf aus seinem Kissen. „S'mmy?" Er wusste nicht, wie schlecht er wirklich aussah.

Sam sah zwei glänzende Augen, verstrubbeltes Haar und gerötete Wangen. „Hey, bist du okay?" Sam saß neben ihm, eine Hand auf seinem Rücken.

Dean gab ihm ein kleines Lächeln und drehte seinen Kopf so auf das Kissen, dass er Sam sehen konnte.

„Fühl mich nicht so gut."

„Das kann ich sehen. Warum hast du nichts früher gesagt?"

Sam rieb beschwichtigend über seinen Rücken und legte dann seine Hand auf Deans Stirn. Dean genoss die Berührung, genoss die Vertrautheit und schloss dann seine Augen. Sam war jetzt da. Es würde alles gut werden.

"Dean? Wie fühlst du dich? Anders als nicht gut?"

„Scheiße", murmelte Dean.

„Ja, aber wie scheiße?" Sam konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.

„Rücken. Kopf. Augen. Arme. Beine. Gesicht. Zähne. Tun weh.", erklärte Dean, zu beschäftigt, sich gegen Sams Hand zu lehnen. Er konnte das Lächeln in Sams Stimme hören, als er sagte: „Okay, scheiße."

Dean fühlte sich sicher. Sicher und glücklich.

Dann war Sams Hand verschwunden, das tröstliche Gewicht war fort von seinem Bett und Dean setzte sich trotz des Schmerzes und des Schwindels auf. Sam?

Einen Moment später war Sam wieder da und drückte ihn sanft zurück. „Leg dich hin, Dean."

Dean kämpfte dagegen an, versuchte, Sams Gesicht zu sehen. „Wo bist du-?"

„Ich gehe nirgendswo hin, Dean. Ich verspreche es.", sagte Sam beruhigend und Dean ließ es zu.

Sam hatte es versprochen. Sam bricht keine Versprechen. Dean glaubte nicht, dass er es tat. Er versuchte krampfhaft, sich an ein gebrochenes Versprechen von Sam zu erinnern. Er konnte es nicht.

„Schlaf", sagte Sam sanft und Dean driftete fort. Sam würde da sein, er hatte es versprochen.

Er wachte auf. Es war immer noch dunkel. Es musste ein paar Stunden später sein. Er fühlte sich ein bisschen besser, was eine willkommene Abwechslung war.

Sam beobachtete ihn. „Wie fühlst du dich?"

„Besser.", krächzte Dean. Seine Kehle schmerzte immer noch.

Sam beobachtete ihn immer noch.

„Was?", fragte Dean.

„Nichts. Habe mich nur gewundert, wie du mit diesem Gesicht enden konntest.", sagte Sam grinsend.

„Glückspilz in der Familie.", antwortete Dean

„Das war kein Kompliment", neckte ihn Sam.

„Du weißt, es war genau das", antwortete Dean, setzte sich behutsam auf und stoppte, als eine Welle von Schwindel ihn überwältigte.

Sam war einen Augenblick später bei ihm und half ihm, sich hinzulegen. „Ruhig. Du bist schon so lange weggetreten."

"Nur ein paar Stunden, Sammy", widersprach Dean.

„Ja… wohl eher mehr als zwei Tage.", sagte Sam grinsend und ignorierte Deans schwache Versuche, seine Hand wegzustoßen.

„Was?" Dean starrte ihn an.

"Ja. Du bist für eine Weile weggetreten. Du bist, glaube ich mal, zwei Mal aufgewacht, aber hast es nicht wirklich mitbekommen und bist relativ schnell wieder eingeschlafen. Es gab mir nur die Möglichkeit, dir etwas Wasser und Medizin zu geben."

Dean gähnte. „Daran kann ich mich gar nicht erinnern."

„Das liegt daran, dass du zu schläfrig warst, Genie." Sam klopfte auf seinen Arm. „Du siehst etwas besser aus."

Dean grunzte. Er fühlte sich wirklich etwas besser. Er setzte sich auf.

„Dean, du solltest nicht…"

Dean warf ihm diesen Blick zu. „Ich muss mal kurz ins Bad, Sam. Oder soll ich ins Bett machen?"

Sam rümpfte die Nase. „Okay, okay. Danke für diese Vorstellung, Dean."

Dean grinste. Er fühlte sich immer noch schwindelig, schaffte es aber bis zum Badezimmer, während er seine Hände benutzte, um sich an der Wand abzustützen. Sam sah ihn dabei zu, bereit zu helfen, tat es aber nicht. Dean war ihm dankbar dafür.

Als er zurückkam, war Sam am Herd. „Bist du hungrig?" Dean war überrascht, dass er das wirklich war.

Einige Minuten später lag er im Bett mit einer Schüssel Hühnersuppe. Sam saß auf seinem eigenen Bett und gab vor, auf seinen Laptop zu schauen und nicht auf Dean.

„Alter", sagte Dean und rieb sich seine Augen. Sie schmerzten immer noch, jedes Mal, wenn er sie bewegte. Es fühlte sich an, als wäre Sand in seinen Augen. Er wollte sich nicht umschauen.

„Was?", fragte Sam unschuldig und blickte zurück auf seinen Laptop.

Dean rieb sich wieder seine Augen und gab sich nicht die Mühe, zu antworten. Er fragte sich, ob er erblinden würde. Er erinnerte sich daran, gelesen zu haben, dass die Augen zu schmerzen beginnen, wenn man blind wird. Oh scheiße. Er wollte nicht einmal daran denken!

„Was ist los?", fragte Sam.

Dean nahm sich einen Moment und bewunderte, wie schnell Sam bemerkt hatte, dass etwas nicht stimmte. Er überlegte, ob er es Sam sagen sollte und entschied sich dann, genau dies zu tun. Besser Sam wusste, dass er erblinden würde, bevor er es tat.

„Meine Augen tun weh", murmelte er und schloss sie, nur um sie dann wieder zu öffnen. Sie taten immer noch weh.

„Weiß nich' warum." Er erwähnte nicht, dass er vielleicht erblinden würde. Mal sehen, was Sam dazu zuerst sagte.

„Ja, das kommt vom Fieber.", sagte Sam sofort. „Ist es so schlimm?"

Dean lies einen Seufzer der Erleichterung hinaus. Sam brauchte nicht wissen, wovor er so Angst hatte.

„Nein."

Sam schnaubte laut. „Sicher tut es das nicht. Du reibst nur so deine Augen, als ob Salz in ihn wären."

Dean musste unweigerlich lachen. „Wie verrückt sind wir, dass wir wissen, wie sich Salz in den Augen anfühlt?"

Sam lächelte, stand auf und legte den Laptop bei Seite. „Es tut weh, wenn du deine Augen bewegst, richtig?"

Dean nickte, beäugte ihn argwöhnisch, indem er seinen Kopf drehte, nicht seine Augen. Sam schaltete den Fernseher ein.

„Versuch, etwas Fernsehen zu schauen. Da musst du deine Augen kaum bewegen. Es hilft mir immer."

Dean gab ihm ein dankbares Lächeln. "Danke"

"Kein Problem." Sam setzte sich neben ihm auf das Bett.

„Alter, was zum Teufel?", sagte Dean. Sam gab sich nicht die Mühe zu antworten, lehnte sich einfach gegen die Rückenlehne. Dean fragte nicht erneut nach, weil er eigentlich gar nicht wollte, dass Sam ging. Er hievte sich neben ihm hoch und sie saßen da, Schulter an Schulter.

„Es läuft V1 Behind the Music", bot Sam an und zappte durch die verschiedenen Sender. „The poison one."

„Willst du mich verarschen? Klasse! Poison rocks", sagte Dean grinsend. Sam lächelte zurück, zufrieden, dass er etwas nach Deans Geschmack gefunden hatte.

Dean hatte diese bestimmte Rockumentation gefühlte Jahre nicht mehr gesehen. Oder vielleicht waren es wirklich Jahre. Zeit war verwirrend, seit er aus der Hölle zurück war. Er lehnte sich gegen Sams Schulter. Er schlief beinahe ein, als er C. 's Stimme sagen hörte:" I'm scared to die only because – I'm scared to not be part of tomorrow."

Er öffnete seine Augen einen Schlitz weit und schaute auf die Platinrockband auf dem Bildschirm. Diese Worte! Seit er zum ersten Mal diese Show gesehen hatte, waren diese bei ihm hängen geblieben. Er und Sam sehen sich nicht immer den Tag überleben. Er fand es komisch, dass sie so etwas manchmal vergaßen. Es war so alltäglich, dass sie ihr Leben in Gefahr brachten, dass sie manchmal sogar gar nicht daran dachten. Was für ein verrücktes Leben.

Sam stieß ihn an „Wie fühlen sich deine Augen an?"

„Besser", antwortete Dean und es stimmte. Er lächelte Sam an. „Danke."

Dean versuchte das Programm fertig anzuschauen, driftete aber bald wieder weg. Sein Kopf lehnte nun ganz gegen Sams Schulter, er fühlte sich warm, sicher und glücklich. Vielleicht war ihr Leben immer in Gefahr. Aber die Sache war: Solange Sam bei ihm war, fühlte er sich bereit, allezeit darum zu kämpfen.

So Leute :)

Wir hoffen, dass euch das Einstiegskapitel gefallen hat und würden uns wirklich sehr über eine Review von euch freuen. Danke :*

LG Deanandhisimpala & DeanCas4Life