Ü/N: Und hier schon der zweite Teil.
Wortanzahl: 1907Wörter
Teil 2
Janet fuhr zum Berg mit der festen Absicht Sam in eine Ecke zu drängen und eine Erklärung anzufordern. Wenn sie sich über das Stigma eine homosexuelle Frau auf einer Militärbasis zu sein Sorgen machte, konnten sie zusammen daran arbeiten. Janet war in mehr als nur eine Beziehung gewesen seit ihrer Versetzung zum SGC. Es gab keinen Grund die Chemie zwischen ihnen zu verleugnen, wenn sie so verdammt offensichtlich war.
Als sie hochfuhr zum Hauptwachposten, runzelte der diensthabende Air Force-Offizier die Stirn und sagte: "Dr. Fraiser? Hab nicht gedacht, dass sie heute Dienst haben."
Nickend, übergab sie ihren Ausweis. "Ich habe einiges an Papierkram das ich fertig machen will. Außerdem... von diesem Platz ist es hart wegzubleiben, wissen sie?"
Ein Lachen wie eine Hyäne entlassend, zuckte der Wachmann seine Schultern und gab ihr ihren Ausweis zurück. "Würde das nicht wissen, Dr. Fraiser. Wenn dieser Junge außer Dienst ist, ist er *außer.* Würden mich nicht zurückbekommen für einen nationalen Notfall." Er zwinkerte ihr zu um ihr zu zeigen, dass er scherzte, dann winkte er sie durch das Tor.
In der Einfahrt der Tiefgarage wendend, trommelte Janet mit ihren Fingern auf das Lenkrad. "Ja", murmelte sie ins leere Auto. "Etwas Papierkram... Eine Notiz, die nichts erklärt. Nun zum herausfinden warum die Frau, die ich am meisten auf der Welt liebe, mich mit dieser verdammten Notiz sitzen gelassen hat..."
Sie parkte an ihrem üblichen Platz und stieg aus dem Auto, ihre High Heels machten hohle Geräusche auf dem Zement als sie ihren Weg zu den Fahrstühlen machte. Sie überprüfte ihre Uhr, Sam war seit beinahe zwei Stunden im Dienst. Wenn sie nicht in einem Missions-Briefing war, wäre sie definitiv in ihrem Labor. Es sei denn Colonel O'Neill drängte sie in eine Ecke für ein Frühstück in die Kantine. Diese dauerten gewöhnlich die bessere Hälfte des Morgens.
Obwohl sie plante direkt zu Sams Büro zu gehen, drückte sie instinktiv den Knopf für die Ebene der Krankenstation. Die Türen hatten sich geöffnet, bevor sie ihren Fehler bemerkte, so setzte sie ihren Weg den Korridor fort als wenn sie sich nicht geirrt hätte. Dr. Warner entdeckte sie aus dem Inneren der Krankenstation und stürzte auf sie hin um sie zu begrüßen. "Janet ... Dr. Fraiser, was machen Sie hier?"
Einen Fluch unter ihrem Atem murmelnd, drehte sie sich um. "Ich ... hatte nur einige Dinge zu erledigen. Was brauchen Sie?"
"SG-4 kam durch das Gate mit schweren Verletzungen. Major Gray leidet an drei gebrochen Rippen und ich denke Captain Taylor ist bereit für die Niederkunft. Ich könnte wirklich ein Paar extra Hände gebrauchen."
Janet fühlte einen Reihe von Flüchen in ihrer Brust aufsteigend. Sie hatte Taylor *gesagt* sie solle nach Hause gehen und sich ausruhen. "Was zur Hölle macht Taylor hier? Ich hatte ihr gesagt, dass sie zu nah an der Geburt war zum arbeiten..."
Warner zuckte die Achseln. "Keine Ahnung. Aber sie ist nun da."
"Schön", seufzte Janet, den anderen Mann streifend in der Eile in die Krankenstation zu kommend. Ihre Aussprache mit Sam würde warten müssen.
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"Verdammt, verdammt, verdammt, verdammt", murmelte sie, mit ihren Hände durch ihr Haar streifend als ihren Papierkram zusammen sammelte. Nachdem Taylors Baby auf die Welt gebracht wurde (mit nur minimalen Komplikationen), war Janet dageblieben um bei der Rückkehr von SG-8 zu helfen. Die Untersuchungen schienen endlos und bei der Zeit, wo sie frei war, schien der Papierkram sehr viel attraktiver als in eine emotionale Auseinandersetzung mit Sam zu geraten.
Aber nun, es war eine Viertelstunde vor Mitternacht - wie zur Hölle wurde es so spät? - und sie hetzte um sich selbst fertig zu machen. Sie schaffte es endlich sich zu orientieren und warf ihre Papiere in die unterste Schublade. Sie überprüfte ihre Uhr ein weiteres Mal und raste zu den Aufzügen.
Sams Büro befand sich in einem Bereich, der oft um diese Zeit der Nacht menschenleer war. Die Ärztin hatte bei der Kantine gestoppt und eine Tasse schwarzen Kaffee als Friedensangebot geholt und begab sich auf die lange Reise mit ihrer Geliebten aus der vergangenen Nacht zu sprechen. Sie fand sich selbst dabei wieder wie sie im Flur einige Türen weiter wieder auf das Quadrat von Licht leuchtend aus Sams Labor starrend. Der ruhige, wiederholende Klang einer Tastatur war hörbar in dem nach-mitternächtlich Flur. 'tapp-a-tapp-tapp-tapp...'
Janet schloss ihre Augen, sich selbst stärkend, bevor sie den Gang weiter hinunter ging. Sie nahm einen tiefen Atemzug und bog in die Tür. Sam hatte ihren Rücken zu ihr, über die Tastatur gebeugt und starrte auf Schaubilder, geschrieben auf einer Tafel auf der anderen Seite des Raumes. Sie wandte sich wieder dem Tippen zu. Endlich räusperte Janet sich und sagte leise: "Unterbreche ich ... irgendwas?"
Sam drehte sich um, ihre Augen weiteten sich kurz beim Anblick der Brünetten. "Oh. Uh... nein." Sie drehte sich zurück zu ihrem Computer. "Hab ich eine Untersuchung oder so was verpasst?"
"Nein...", sagte Janet, in das Labor tretend. "Ich, uh... hab mich nur gefragt, ob du eine Tasse Kaffee möchtest. Schwarz."
Sam streckte eine Hand aus ohne sich umzudrehen. "Danke. Ich bin ... ich bin wirklich erschossen."
Janet stellte die Tasse auf den Tisch neben Sam, dann biss sie sich auf die Unterlippe. "Es tut mir leid, dass ich dich störe. Ich werde dich jetzt nicht weiter stören."
Sam sah die Brünette an, die Stirn runzelnd. "Janet? Habe ich irgendwas Falsches gesagt?
"Wa... was meinst du?"
"Geht es dir gut? Du scheinst dich über etwas aufzuregen."
Janets Augen weiteten sich. "Aufgeregt? Über ... etwas? Sam, ich ... ich..." Sie fühlte wie die Tränen kommen und wusste, sie konnte sie nicht stoppen, selbst wenn sie es versuchte. Sie war froh, dass sie dies nicht früher versuchte hatte, als die Gänge noch offener für mehr Betrieb waren. "Bist ... was wir letzte Nacht getan haben... schämst du dich deswegen? Bedeutete es dir überhaupt etwas?"
Sam wandte sich wieder zurück zu ihrem Computer. Stille hing schwer im Raum, das Summen der Computer hielt sie davon ab verrückt zu werden in dieser Ruhe. Janet öffnete ihren Mund um das Schweigen zu brechen, aber Sam übertraf sie. "Ich dachte... ich war deutlich in dem Brief.", sagte sie leise, Finger strichen über das Material ihres blauen Overalls über ihrem Knie. "Ich wollte dir nicht wehtun."
"Mich verletzen? 'Ich liebe dich nicht so wie du mich liebst.'? 'Deine *FREUNDIN*'? Sam, dies ließ mich am Boden zerstört zurück. Wir haben letzte Nacht Liebe gemacht. Nenn es einen billigen Fick, wenn du willst, aber es war Liebe machen. Du kannst diese Gefühle nicht vortäuschen. Wir müssen darüber reden und wir werden jetzt reden."
Sam blinzelte schnell, ihre Augen waren feucht. Als sie schließlich sprach, war ihre Stimme nicht mehr als ein Flüstern. "Janet... du warst nicht nur ein billiger Fi-" Sie konnte diese Obszönität nicht beenden, darum ändern sie was sie sagen wollte. "Es war für mich auch Liebe machen. Ich liebe dich *wirklich*, Janet. Es ist nur so, soviel komplizierter als das."
"Was ist daran kompliziert? Die Tatsache, dass wir beide Frauen sind? Sam... ich war davor auch schon in Beziehungen. Ich weiß wie man Aufmerksamkeit abwendet. Ich helfe dir da durch."
"Das ist es nicht", sagte Sam, hart schluckend. Sie war dabei jegliche Kontrolle zu verlieren. "Nur ich... ich kann dich nicht lieben, Janet. Egal wie sehr ich dich will, nur ich..." Sie schloss ihre Augen und ein paar Tränen lösten sich. Sie rollten langsam zu ihrem Kinn bevor sie heruntertropften, auf den Oberschenkel ihres Arbeitsanzuges fallend. Sie wischte sich das Gesicht, scharf atmend. "Ich liebe dich seit einer langen Zeit und ich machte niemals einen Annäherungsversuch. Nutzte nie ein Chance. Bis zur letzten Nacht war ich so gut darin mich zurück zu h-halten. Können wir nicht einfach nur vergessen was letzte Nacht passierte?"
Janet schüttelte ihren Kopf. "Das wäre nicht fair, Sam. Nicht mir gegenüber, nicht dir gegenüber... nicht *uns* gegenüber." Sie trat vor und legte ihre Hand auf die Schulter der Blondine. "Das ist es, was ich will, Sam. Ein uns zu haben. Und der erste Schritt zu dem wäre es dir dabei zu helfen dies zu überwinden. Warum kannst du mich nicht lieben?"
Sam blinzelte, dann nahm sie einen zittrigen Atemzug. "Ich liebe dich ... so sehr, dass ich es nicht ertragen könnte Lebewohl zu sagen."
Janet runzelte die Stirn verwirrt. "Sam, du müsstest nicht Lebewohl zu mir sagen." Sie streichelte die Wange der Blondine. "Ich würde dich niemals verlassen, Süße. Ich will das du das weißt."
Die Blonde schniefte. "Nein ... ich sorge mich nicht über, über eine Trennung. Ich sorge mich ... ich habe Angst, das wenn ich zugebe dich zu lieben ... Es hört sich so bescheuert an."
"Erzähl es mir trotzdem", flüsterte Janet.
"Ich habe Angst, dass wenn ich zugebe dich zu lieben, dass du dann stirbst." Tränen flossen nun unbehindert, ihre Wangen waren nass und rot, ihre Unterlippe zitterte. "Ich fürchte du wirst enden wie Martouf oder-oder Narim ... oder Jonas... Ich könnte es nicht ertragen dich zu verlieren." Sie rieb über ihr Gesicht, versuchend ihre Tränen zu stoppen. "Ich habe dich lieber als lebende, platonische Freundin den als eine tote Geliebte."
Janet fühlte ihr Herz brechend bei diesen Worten. "Ohh... Sam, Schatz..." Sie trat vor. Sie wünschte sich sie könnte Worte finden um ihre Freundin zu trösten, aber nichts kam. Stattdessen presste sie nur ihren Körper gegen Sams Rücken, sie in eine enge Umarmung einhüllend. Sam akzeptierte zögernd die Umarmung, griff nach oben und legte leicht ihre Finger auf die Handgelenke der Brünetten.
"Jeder den ich liebe", murmelte Sam, "wurde mir genommen. Mum... Dad ging zu den Tok'ra ... ich würde sterben, wenn ich dich aufgeben müsste." Sie zog Janets Hände zu ihren Lippen und küsste zärtlich ihre Fingerspitzen.
Janet drehte Sams Stuhl so, dass die beiden Frauen nun von Angesicht zu Angesicht waren. "Sam... du hast mich nicht verloren. Und du hast Cassandra nicht verloren, trotz all der Versuche sie zu stehlen." Sie lächelte. "Wir kämpften für Cass, erinnerst du dich? Wir kämpften gegen diese Goa'uld-Schlampe mit Händen und Füßen und wir traten ihr in den Arsch. Und ich mache das Gleiche für dich."
Sam streichelte zärtlich Janets Wange. "Oh, Janet", flüsterte sie. "Ich ... ich würde zu den Enden der Welt für dich gegen."
Die Ärztin lächelte. "Und wenn Sam Carter ihre Meinung auf etwas festlegt... pass auf Welt." Sam kicherte, ihre Tränen endlich trocknend. Janet presste leicht ihre Lippen auf den Mundwinkel vom Mund der Blondine und flüsterte: "Ich werde dich nun mit nach Hause nehmen. Ich möchte wieder die Nacht mit dir verbringen."
Sam spannte sich leicht an. "Willst du... wieder Liebe machen?"
Janet biss in ihre Lippe. Sie wollte, verzweifelt ... aber es wäre bestimmt nicht das Richtige in diesem Moment. "Wir müssen nicht Sam. Ich würde es lieben nur ... in deinen Armen zu schlafen."
Sie waren für einen Augenblick still, dann küsste Sam die kleinere Frau leidenschaftlich. Ihre Lippen pressten sich für einen Moment vertraut auf einander bis Sam mit ihrer Zunge über Janets Mund strich. Die Ärztin akzeptierte mit Freuden den Eindringling, um die Kontrolle über den Kuss kämpfend. Als Sam sich zurückzog, waren ihre Lippen geschwollen vom Kuss und ihre Augen waren etwas weniger rot. Sie lächelte nervös und sagte: "Wenn wir zuhause sind ... ich will Liebe mit dir machen."
"Sam, du musst nicht."
Still versicherte Sam die Brünette. "Ich will. Ich will dir zeigen wie sehr ich dich liebe." Sie griff nach unten und nahm Janets Hand in ihre. "Nimm mich nun nach Hause, bitte."
Ende Teil 2
