Kapitel 4
Emmetts POV:
Man bin ich froh, dass ich so einen guten Bruder wie Jasper habe. Ich wüsste nicht, was ich ohne ihn machen würde. Und ich wüsste auch nicht, wie ich das ohne ihn hinbekommen hätte. Ich muss mich bei ihm mal irgendwie und irgendwann bedanken.
Jetzt sollte ich mich aber besser fertig machen, wie Jasper gesagt hat. Schließlich kann ich Rose den Antrag ja nicht SO machen. Also, auf nach oben.
Ah, da ist er ja. Mein Anzug. Ich wusste doch, dass ich ihn noch irgendwo hatte.
Schnell anziehen! Soo. Fertig.
Ahh! Wo ist der Ring?
Wo habe ich den Ring hingelegt.
Oh nein, oh nein, das darf doch nicht wahr sein.
Bitte lieber Gott, was habe ich falsch gemacht, dass du dich so rächst?
Moment mal? Hatte ich den Ring nicht…?
Ah genau. Den hatte ich ja unten auf dem Tisch liegen lassen.
Erzählers Sicht:
Emmett läuft nach unten und…tada!
Der Ring liegt auf dem Wohnzimmertisch, wo Emmett ihn kurz vorher hingelegt hatte.
Emmett überprüft noch, ob er alle hat und läuft dann schnell zum See.
Er hofft, dass Jasper mit Rose noch nicht da ist.
Nach einigen Minuten ist er am See angekommen und setzt sich auf eine Bank um zu warten.
Jasper POV:
Nachdem Emmett mich ja praktisch auf Knien angefleht hat ihm zu helfen, bin ich losgelaufen.
Ich habe aber immer noch keinen Plan, wie ich Rose zu dem See bekommen soll.
Naja, wird schon schief gehen!
Also, endlich bin ich bei den Denalis angekommen und klopfe an der Tür. Tanya macht mir auf.
„Was für eine nette Überraschung dich zu sehen, Jasper! Was hat dich zu uns geführt?"
„Ähm, ist Rose noch da? Ich muss dringend mit ihr sprechen… Es geht um Emmett!"
Den letzten Teil sage ich etwas lauter und wie ich nicht anders erwartet habe, steht innerhalb einer halben Sekunde Rose vor mir. Sie ist ganz panisch. Vielleicht hätte ich mir was anderes einfallen lassen sollen? Aber dafür war es ja jetzt eh zu spät! Also: Augen zu und durch!
„Was ist mit Emmett? Jasper! Was ist mit ihm?"
Oh Gott. Was soll ich Rose jetzt bloß antworten.
„Ehm. Er hat…sozusagen ein großes Problem, bei dem nur…äh…du ihm …äh…helfen kannst. Also kannst du bitte mit mir kommen, Rose?"
Rose sieht mich an wie… ich kann es nicht beschreiben.
„Natürlich komme ich mit.
Es tut mir leid Tanya. Ich werde so bald wie möglich wieder einmal vorbeischauen, versprochen!"
Tanya sieht zwar nicht sehr begeistert aus, doch sie stimmt zu.
Geschafft. Jetzt muss ich Rose nur noch zum See bringen. Wenn ich das geschafft habe, ist mir Emmett wirklich was schuldig.
„Wo ist Emmett denn?"
Hmm, soll ich ihr jetzt die Wahrheit sagen? Könnte ja eigentlich nicht schaden!
„Er ist unten am See."
„Was macht mein Emmett den da?"
„Glaub mir Rose, das wirst du noch früh genug erfahren."
Rose ist mit meiner Antwort zwar nicht zufrieden, fragt aber nicht weiter nach. Wahrscheinlich merkt sie, dass sie keine genauere Antwort von mir erwarten konnte.
Endlich, ENDLICH haben wir den See erreicht. Anscheinend hatte Emmett schon alle Kerzen angezündet, denn der kleine Pavillon war deutlich zu sehen. Als ich merkte, dass Rose stehen geblieben ist, drehe ich mich zu ihr um.
Roses Mund steht offen und sie ist total baff. Mit so etwas hat sie nicht gerechnet.
„Geh zu ihm, Rose!"
Rose nickte mir noch kurz zu, bevor sie auch schon in Emmetts Richtung losgelaufen ist.
Ich hingegen bin glücklich zurückgelaufen.
Ich habe gerade wieder das Haus betreten und sitze nun gemütlich auf der Couch und warte darauf, dass irgendwer nach Hause kommt.
