Kapitel 2 – Begegnungen
Geklapper und der wundervoll Geruch nach frisch auf gebackenen Brötchen und Kaffee breitete sich im Zimmer von Mizuki und Serena aus. Davon gestört oder besser angelockt erwachte erstere aus ihrem Schönheitsschlaf um sich sogleich genüsslichst zu strecken. Aus dem Bett springend breitet sich ein strahlendes Grinsen auf ihrem Mund aus und in verrücktem Tempo ging es aus der Tür hinaus, die Stiege hinunter und mit einem lauten „Wunderschönen guten Morgen!" in die Küche. Nojiko, die gerade dabei war den Tisch für das Frühstück zu decken als der rothaarige Wirbelwind durch die Tür geplatzt kam, empfing sie mit einem Lächeln: „Dir ebenfalls einen guten Morgen, wunderschön würde ich zwar nicht sagen denn es schüttet wie aus Kübeln aber gut ist er alle mal. Was darf ich dir bringen? Kaffee? Tee?" „Schwarzen Kaffee. Es regnet?! Gestern war es doch noch so schön... schade ich hab geglaubt wir könnten heute noch etwas die Insel erkunden bevor wir nach Lougetown aufbrechen, daraus wird wohl nichts." Ein prüfender Blick zum Fenster und ein enttäuschtes Seufzen später sinkt Mizu mit bemitleidenswertem Gesichtsausdruck auf einen der Küchenstühle. Eine Tasse Kaffee ihrer niedergeschlagenen Freundin in die Hand drückend setzt sich Nojiko zu ihr um sie aufzumuntern: „Ich kann euch trotzdem Kokos zeigen wenn ihr wollt, und shoppen könnten wir auch gehen! Ja …. das ist eine gute Idee, ich muss mich bei euch sowieso noch revanchieren – wie wärs dann wenn ich euch irgendetwas kaufe? Ein hübsches Kleid, Schuhe, ….." Ihre Aufzählung stoppend schüttelt Mizu den Kopf: „Wir wollen nichts von dir, wir helfen dir wirklich gerne! Du brauchst uns wirklich nichts zu kaufen! Ehrlich!" „Ich WILL euch aber etwas schenken, wenn nicht für meine Vertretung in Lougetown, dann für alle bisher verpassten Geburtstage und Feiertage!" widerspricht die Blauhaarige vehement. „Wie wäre es wenn du jeder von uns eine Kleinigkeit besorgst und jede von uns dir?" ertönt zur Überraschung der beiden anwesenden jungen Frauen eine lachende Stimme aus Richtung der Tür. Besitzerin eben jener Stimme, die Hellhaarige Serena, kam nun ebenfalls zu Tisch nur um auf halber Strecke zu stoppen und Richtung Theke gehend über ihre Schulter zu fragen: „Nojiko? Wo hast du den Tee?" Fast wie in Trance wird ihr geantwortet: „Zweiter Hängeschrank von links..." „Danke!", Wasserkocher eingeschaltet und Teetasse mit Teebeutel hergerichtet dreht sich Seri in Richtung des Küchentisches um und lehnt sich gemütlich gegen die Arbeitsfläche: „Und was meint ihr zu meinem Vorschlag? Oder wollt ihr mich noch weiter so verdattert anschauen? …. Hallooooooo? Lebt ihr noch?" „Wie hast ..." „...du das..." „...gemacht?" wird nach einer längeren Denkpause von den restlichen Anwesenden abwechselnd gefragt. „Weasley-Twins..." nuschelt Seri in ihren nicht vorhandenen Bart um im verständlicher Lautstärke weiter zu reden: „Wie hab ich was gemacht?" „Wie hast du dich bis zur Tür geschlichen ohne das wir etwas bemerkt haben?" wird sie von ihrer besten Freundin auch sofort gelöchert. Mit verwirrtem Gesichtsausdruck antwortend: „Ich bin ganz normal herunter gegangen und hab ganz normal die Tür aufgemacht. Kann ich ja auch nichts dafür das ihr so weit weg mit euren Gedanken seit das ihr nichts mitkriegt." - eine kurze Unterbrechung wegen des fertigen Wasserkochers - „Ist ja nicht so als hätte ich irgendwelche übersinnliche Kräfte..." ihren Becher in einer Hand und einen Kaffeelöffel drohend erhoben in der anderen und einem sarkastischen Blick gesellt sie sich schließlich ebenfalls an den Tisch.
„Hast ja Recht, trotzdem hast du uns ganz schön überrascht..." nuschelt die Lilaäugige um ihren Kaffee, in den sie aus Versehen hinein pustete woraufhin das heiße Getränk in in ihr Gesicht spritzte. Ihr heftiges Gefluche mit Lachen quittierend fiel das letzte bisschen Verunsicherung und Spannung von den Frauen ab: „Was ist jetzt mit meinem Vorschlag?" fragte die Goldäugige nun bestimmt schon zum dritten mal und wirklich, dieses mal bekam sie darauf eine Antwort: „Wenn es euch so lieber ist, meinetwegen" gibt die Blauhaarige nach ohne zu wissen was die letzte in ihrer Runde zu sagen hatte, jedoch nur für die Weißhaarige zu hören war: „Schlussendlich hast du ja doch immer Recht und alle geben nach..." „Nein wie kommst du denn auf die Idee...", Sarkasmus pur von seitens Seri.
Da nun alles geregelt war aßen die drei Frauen gemütlich ihr Frühstück fertig und gingen sich danach umziehen, schließlich gab es nichts gemütlicheres als im Pyjama, oder in diesem Fall Yogahose und Shirt, zu frühstücken. Wieder in ihrem Zimmer standen Mizu und Seri vor dem Problem was sie denn nun anziehen sollten: „Irgendwie haben wir hier alles und nichts... hm... wir müssen eindeutig einkaufen... auf der Grandline haben wir andauernd konträre Wetterlagen und da wird unser „Kleiderschrank"nicht ausreichen fürchte ich", seufzte Serena und nahm sich ihre lange Jeans, die Turnschuhe, ein beiges ärmelloses Top mit leichter Raffung und Wasserfallkragen und die türkise Sommerjacke - schließlich regnete es - zur Seite um die verbleibenden Sachen wieder in ihrem Rucksack zu verstauen.
„Bin mal kurz im Bad!" sprachs und verschwand mit ihrem Outfit und ihren Toiletteartikeln in genannte Richtung. Während Seri sich umzog kramte auch Mizu ihre Sachen zusammen, die ähnlich ihrer Begleitung waren: Jeans, schwarze Stiefel, smaragdgrünes Neckholdertop, schwarze Lederjacke.
Serena war während sich Mizu erst halb umgezogen hatte bereits fertig und trat nach einem kurzen prüfenden Blick in den Spiegel und einem letzten Bürstenstrich aus dem Bad um gleichzeitig zu sehen das die Nojikos Tür just in diesem Moment ebenfalls aufging. Nojiko hatte sich im Gegensatz zu den anderen Beiden für ein luftiges nicht ganz knielanges blaues Sommerkleid mit einem Band unter der Brust, Rüschen entlang des Ausschnitts und leichten durchsichtigen überschnittenen Ärmeln entschieden. Dazu hatte sie eine dünne hautfarbene Strumpfhose, einen weißen Bolero und weiße hochhackige Stiefel an. Sich anlächelnd „wechselten" die beiden ihre Plätze, Nojiko verschwand im Bad und Serena ging in ihr Zimmer wo sie auch sofort mit einem belustigenden Anblick belohnt wurde, denn Mizu hatte es irgendwie geschafft das ihre Haare in alle Richtungen wirr abstanden. Sich das lachen verkneifend räumte Seri ihren Rucksack fertig ein beziehungsweise bestückte sie ihre Hosen- und Jackentaschen mit ihrem Portemonnaie und ihrem i-Pod und ihr Handgelenk und ihren Hals mit ihrem neuen Armband und dem Medaillon. Mit „Ich warte unten auf dich!" verzog sie sich schleunigst in die Küche um es sich dort mit einer weiteren Tasse Tee gemütlich zu machen und dem Treiben im oberen Stockwerk zu zuhören. Zwei Minuten später kam Nojiko mit einem fetten Grinsen im Gesicht zu Tür herein und nahm sich ihre zuvor nicht fertig ausgetrunkene Tasse Kaffee: „Wie bringt man seine Haare in 10 Minuten komplett durcheinander?" „Ist eben typisch Mizuki" kichert die Langhaarige nur und beide genießen für die nächsten Minuten den letzten ruhigen Augenblick der folgenden Stunden.
Als Mizuki, mit geordneten Haaren, endlich in der Küche auftauchte, waren beide mit ihrem Getränk fertig und nachdem Nojiko noch schnell Regenschirme an ihre Gäste ausgeteilt hatte gingen sie in Richtung Ortskern los. „Ich möchte euch bevor wir einkaufen gehen noch kurz jemanden vorstellen! Genzo habt ihr gestern ja kurz kennen gelernt und ihr werdet sicher mitgekriegt haben das er für mich und Nami so etwas wie ein Vater ist. Unsere zweite „Vaterfigur" ist der Doc und den will ich euch noch vorstellen bevor ihr in Richtung Lougtown aufbrecht! Apropos wann werdet ihr eigentlich fahren?" plapperte die Tattoowierte fröhlich los. „Ich denk mal das wir so bald wie möglich fahren werden, kommt halt drauf an wann ein Schiff von hier nach Lougetown fährt, unseres ist ja nicht mehr existent. Und auf diesen Doc sind wir ja schon sehr gespannt!", kann Mizu in einer Luftschnapppause der Blauhaarigen einwerfen.
„Dann machen wir am besten gleich einen Umweg zum Hafen und schauen nach! Dort stehen auch die aktuellen Preise für eine Überfahrt.", plappert die Gastgeberin immer schneller und beschleunigt ihre Schritte im selben Maß um das kleine Dorf fast joggend mit ihren belustigten Begleiterinnen zu durchqueren und eine große überdachte Tafel in der Nähe des Hafens anzusteuern. Einen gezielten Blick später verkündet die Tattoowierte: „Morgen um 4:30 in der Früh legt das nächste ab! Pro Person kostet es 1000 Berri." „So früh?!" stöhnt Mizu verzweifelt und seufzt in ähnlicher Tonlage: „Kann man wohl nichts machen, wir werden dieses Schiff auf jeden Fall nehmen! Wann kommt es denn in Lougetown an?" Noch einen kurzen Blick auf die Tafel werfend antwortet Nojiko: „Wenn ihr hier pünktlich wegkommt und das Wetter passt dann seit ihr vier Stunden später dort." „Das passt perfekt dann haben wir noch genug Zeit die Probleme mit deinen Handelspartnern zu klären, einkaufen zu gehen und uns ein Quartier für die Nacht zu suchen.", lächelt die Weißhaarige. „Das freut mich für euch, obwohl ich ziemlich traurig bin das ihr so bald wieder weg sein werdet.", seufzt die Kurzhaarige leicht traurig. Ihre neu gewonnene Freundin fest umarmend muntert Mizu Nojiko auf: „Wir kommen dich so bald wie möglich besuchen! Und es gibt auch so etwas wie Briefe und Teleschnecken! Wir finden sicher einen Weg in Kontakt zu bleiben und außerdem sind wir heute noch den ganzen Tag bei dir." Stumm zustimmend schließt auch Serena ihre Arme um die Beiden.
„So jetzt aber genug mit Trauerkloß spielen, wir wollten uns doch einen schönen Tag machen. Und diesen „Doc" musst du uns auch noch vorstellen! Also hopp hopp...", scheucht die Rothaarige ihre Freundinnen nach einigen Kuschelminuten auf. „Hast ja recht, also los! Schauen wir ob der Doc daheim ist!", gesagt getan und die drei Frauen machten sich auf den Weg zu seinem sehr zentral gelegenem Haus.
Leider wurde ihnen dort von einer Vertretung mitgeteilt, dass der Doc zu einem dringenden Notfall in ein anderes Dorf gerufen worden war und er erst morgen gegen Mittag wieder in Kokos sein würde. Für einige Zeit etwas betrübt, führt Nojiko ihre Freundinnen durch Kokos und zeigt ihnen gute Geschäfte und markante Punkte in der Landschaft damit sie sich auch alleine zurecht finden würden. Gegen Ende der „Besichtigungstour" beschließen die drei Frauen einstimmig das es am besten wäre, wenn man sich für einige Stunden trennen würde um die jeweiligen Einkäufe zu tätigen und so stehen Mizu und Seri wenig später alleine in einer kleinen Gasse und überlegen was sie ihrer neuen Freundin schenken sollen. „Hmm... wir brauchen noch einige Sachen bevor wir auf die Grandline kommen aber ich bezweifle stark, dass wir das hier kriegen werden...", überlegt Serena laut vor sich hin. „Am besten suchen wir erst mal nach dem Geschenk für Nojiko! Unsere Sachen besorgen wir dann in Lougetown.", wirft die Rothaarige ein. „Ok... Nächstes Problem: was schenken wir ihr? Ein Armband? Eine Kette?", hält die Hellhaarige ihre Gedanken laut fest. „Das ist so abgedroschen! Wenn dann muss etwas ausgefalleneres her und nicht nur 0815!", begehrt Mizu sofort lautstark auf; lachend wird ihr wiederum erwidert: „Dann lassen wir uns am besten einfach überraschen ob wir etwas finden oder nicht! Da für uns Geld ja kein sooo großes Thema ist laufen wir auch nicht Gefahr das wir Konkurs anmelden müssen!" Gesagt, getan und die beiden jungen Frauen waren wieder einmal unterwegs um ihr Geld auszugeben.
Nach einigen kleinen Läden in denen diverse Werkzeuge, Schwerter, Küchengeräte und anderes 'Kleinzeug' angeboten wurden kamen Serena und Mizuki in eine kleine Boutique in der es vor allem legere Freizeithosen und T-Shirts gab, einzig ein langes hellblaues Abendkleid hing auf einem Haken unter einer durchsichtigen Plastikfolie verborgen hinter dem Tresen. Nach dem Motto 'zwei Dumme ein Gedanke' sahen sich die Freundinnen an und schneller als man ihr zutrauen würde stand Mizu vor der ihnen freundlich zulächelnden älteren Dame, der Verkäuferin, die die Rothaarige daraufhin einerseits leicht erschrocken und gleichzeitig fragend ansah. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht bittet die aufgeweckte Frau darum das Abendkleid genauer ansehen zu dürfen.
„Ihr beiden habt Glück gehabt, ich wollte dieses Kleid heute Abend zurückschicken! Ich bezweifle zwar das ihr es euch leisten könnt aber ihr dürft es euch gerne ansehen oder anprobieren!", mit diesen Worten wird der Rothaarigen das Kleid in die Arme gelegt. Vorsichtig, damit der seidene Stoff nicht irgendwo hängen bleib, befreite Mizu mit der Hilfe ihrer Gefährtin das Kleid von der Plastikfolie damit sie es sich genauer ansehen können – es bestand aus einem hellblauen, ungemusterten, fließenden, teuer aussehendem Seidenstoff, der Schnitt war asymmetrisch, es war schulterfrei und hatte nur auf der linken Seite einen 'Ärmel' der bis auf Ellbogenhöhe ging, das enge Oberteil wurde mit einem dunkelblauen Gürtel mit einer zarten silbernen Schnalle vom lockerfallenden Rock abgetrennt; ein relativ schlichtes, doch trotzdem ungeheuer elegantes Kleid!
„DAS Kleid ist das perfekte Geschenk!", ruft Mizu begeistert aus. „Wir brauchen nur noch passende Accessoires DANN ist es erst perfekt!", wirft ihre Begleitung ein. „Da kann ich euch vielleicht helfen...", ertönt plötzlich die angenehme Stimme der Verkäuferin hinter den beiden und zeigt ihnen eine relativ große Schachtel in der ein paar dazupassender dunkelblauer Highheels, ein Halskette aus dem selben Material wie der Gürtel des Kleides mit einem silbernen Amulett in der Mitte und ein wunderschöner Armreif aus Lapislazuli lagen. „Wieviel würde uns das Kleid mit Schuhen, Kette und Armreif insgesamt kosten?", wird die Verkäuferin nach einem Herzschlag synchron gefragt: „Ich würde es euch beiden um den Preis geben, um den es ich besorgt habe: 3 Millionen Berry.", wird den begeisterten Frauen vorsichtig, wegen des horrenden Preises, geantwortet. „Ist in Ordnung, wenn es Nojiko passt werden wir es kaufen, würde ich mal sagen.", spricht die Hellhaarige ihre Gedanken laut aus, welche sofort von einem Nicken ihrer Freundin bestätigt werden: „Wir kommen nachher einfach mit Nojiko vorbei, stecken sie in das Kleid und wenns ihr passt, ist es sofort gekauft!" Auf den überraschten Blick der Verkäuferin zwinkert ihr die Goldäugige zu: „Wir können es uns leicht leisten!" Noch immer leicht zweifelnd an der Aussage der jungen Frauen akzeptiert die Verkäuferin trotzdem das sie das Kleid hinterlegen.
Einen kurzen Blick auf ihr Handy werfend betreffend der aktuellen Uhrzeit stößt die Goldäugige einen erschrockenen Schrei aus: „Wir müssen uns in nicht mal mehr einer halben Stunde mit Nojiko bei Genzo treffen! Wenn wir so weiter machen kommen wir noch zu spät!" Sich beim hinausrennen kurz über die Schulter verabschiedend laufen die Frauen aus dem Laden und in Richtung des Treffpunkts. 20 Minuten, viele falsche Abzweigungen und noch mehr Fragen nach dem richtigen Weg später gehen sie endlich die Straße vor Genzos Haus hinab.
Kurz bevor Seris Hand die Türklinke zu Genzos Heim berühren konnte, hörten die beiden Frauen Nojikos energische Stimme aus dem Inneren: „Ich mag die beiden wirklich sehr gern und ich hab auch das Gefühl ihnen vertrauen zu können!" „DAS glaub ich dir ja, aber sie sind laut ihren eigenen Aussagen keine Piraten, von der Marine halten sie nichts und 'einfache' Bürger sind die beiden meiner Meinung nach ebenfalls nicht... da alle anderen Möglichkeiten auszuschließen sind müssen die beiden Dragon unterstehen!" „Die beiden würden mir so etwas nicht verschweigen!" „Würden sie. Regierungen zu stürzen ist nicht unbedingt gut für jemandes Lebenslauf", erwidert die ruhige männliche Stimme Genzos. „Trotzdem vertraue ich ihnen! Auch wenn Nami die beiden nie erwähnt hat, müssen sie ihnen nahestehen sonst würden sie nicht so viel über die Strohhüte wissen! Und jeder Freund von Ruffys Crew ist auch meiner, egal ob Pirat, Admiral oder Revolutionär!" „Ich sage ja auch nicht das sie...", die aufgebrachte Stimme Nojikos bringt Genzos zum Schweigen: „GENUG! Ich bin mir sicher sie sind vertrauenswürdig und damit Ende der Disskussion!"
Dem vielleicht folgenden Wortgefecht nicht mehr folgen wollend, reißt Mizu einfach die Eingangstür auf: „Nojiko?! Komm bitte mal schnell mit, wir haben eine Überraschung für dich!" Tadelnd schlägt die Kleinere ihrer 10 cm größeren Gefährtin auf den Hinterkopf: „Schon mal was von anklopfen gehört?!" Auf die Zurechtweisung mit einem frechen Grinsen reagierend packt die Rothaarige ihre völlig verwirrte Kurzhaarige Freundin an der Hand und zerrt sie auf die Straße.
Genzo kurz ein entschuldigendes Lächeln schenkend, wirbelt Serena auf der Stelle umher um ihren Freundinnen nachzulaufen.
Die beiden erst in der Boutique, die entlang der „Hauptstraße" nur wenige 100 Meter entfernt lag – wie man sich in so einem kleinen Dorf heillos verlaufen konnte war Seri noch immer ein komplettes Rätsel, aber Mizu hatte ja auch einfach nicht auf sie hören wollen und sie nur an der Hand hinter ihr her geschliffen - , einholend, hilft sie gleich Mizu, Nojiko das Kleid und die Accessoires in die Hand zu drücken und sie in die Umkleide zu schieben.
Am Abend: (pov Serena)
„hm... ich werde noch 4-5 Äpfel herrichten müssen und der Strudelteig muss auch noch fertig gemacht werden..." schwirren mir die Gedanken durch den Kopf als ich in Nojikos Küche stehe und für uns drei das Abendessen koche. Im Gegensatz zum Vortag haben wir uns heute einstimmig entschlossen KEINE Orangen zu verwenden – da aber Nojiko nur Gerichte mit Orangen kennt und Mizu, so gut sie auch ein Messer nach mir werfen kann, wenn ich sie auf einen von ihr gemachten Fehler hinweise, kann sie beim besten Willen nicht sonderlich gut kochen, war die Aufgabe mir zu gefallen. „Nachher beim Auftischen noch etwas Schnittlauch und die Suppe ist perfekt! Das Risotto muss noch ungefähr 15 Minuten köcheln und dann noch die angebraten Kürbiswürfel dazu", huscht mir wiedermal durch den Kopf als ich mich von der Nachspeise – Apfelstrudel – abwendend, der Vorspeise – einer einfachen klaren Gemüsesuppe – und kurz darauf der Hauptspeise – einem Kürbisrisotto – widme. Fröhlich vor mich hinsummend husche ich die nächsten Minuten durch die Küche, nebenher der hitzigen Disskussion oder besser gesagt dem Streit aus dem Wohzimmer lauschend. Mit einem Grinsen erinnere ich mich an den heutigen Nachmittag zurück: Obwohl Nojiko das Kleid extrem gut stand und sie es wunderbar fand, fing sie sofort an zu lamentieren, dass das Kleid ein Vermögen kosten würde und das wir ihr das auf keinen Fall kaufen dürften, darauf hin zuckte meine liebe Kindheitsfreundin Mizuki komplett aus und der Streit der beiden begann. 'Wenn zwei sich streiten freut sich der dritte' nahm ich mir in diesem Moment wortwörtlich zu Herzen und während sich schon Dorfbewohner vor dem kleinen Laden versammelten um zu sehen, was denn los war, bezahlte ich schnell und unauffällig die ganzen Sachen und gab der Verkäuferin den Auftrag das Kleid morgen Mittag Nojiko zu bringen. Augenzwinkernd versicherte sie mir das Nojiko es unter allen Umständen erhalten würde. Dankend verabschiedete ich mich von ihr und wendete mich wieder den Streithähnen zu. Entschlossen stellte ich mich zwischen die beiden und pfiff sie zusammen das man sich so nicht in der Öffentlichkeit benehme – Wunder oh Wunder hörten die beiden auch wirklich auf mich und hielten beide ihren Mund. Direkt miteinander geredet haben sie die restliche Zeit, die wir in Kokos unterwegs waren nicht mehr, was wahrscheinlich auch das beste war, nur als Mizu eingeschnappt wie sie war, nach einigen Stunden anfing nur noch auf mich zu reagieren und alle anderen Mitmenschen wie Luft zu behandeln und dann auch noch Nojiko kurz vor einem Wutanfall stand, schnappte ich mir beide und brachte sie zum Haus dort – da ich in der Küche meine Ruhe wollte und diese Gedanklich zur Sperrzone gemacht hatte – verfrachtete ich die beiden lautstarken Frauen ins Wohnzimmer.
Eineinhalb Stunden ging dieses Gezeter jetzt schon und da die Suppe schon am gedeckten Esstisch und die Hauptspeise ebenfalls fertig am restwarmen Herd stehen und der Apfelstrudel im Backrohr ist, beschloss ich diesen verrückten kopfschmerz verursachendem Treiben, nichts desto trotz amüsant, denn die beiden stritten wie verrückt über so einen Blödsinn, im Nebenraum ein Ende zu bereiten. Einmal tief Durchatmend betrete ich das Wohnzimmer und fing anfangs brüllend nachher in normaler Lautstärke an zu reden: „RUHE! SEIT IHR BEIDEN KOMPLETT BESCHEUERT?! Warum streitet ihr euch wegen so einem Schwachsinn? Mizuki, wenn Nojiko das Kleid nicht will, weil wir für sie nicht so viel Geld ausgeben sollen dann musst du das akzeptieren, wäre es dir lieber das sie nur auf unser Geld scharf ist? Und du Nojiko: wir wollten nicht das es als Almosen oder irgend so etwas verstanden wird, wir haben das Kleid gesehen und haben beide an dich gedacht, wir wussten nicht einmal wieviel es kostet geschweige denn ob es dir überhaupt passen oder gefallen würde." seufzend unterbreche ich und sehe in zwei betretene Gesichter: „Zwei Dinge noch: 1. Das Essen ist schon fertig und wir sollten langsam essen sonst wird alles kalt und 2. Mizu und ich reisen morgen um halb fünf morgens ab und werden dich, wenn möglich nicht aufwecken, das heißt bis zum Schlafengehen wird die letzte Zeit für möglicherweise sehr lange werden in der wir uns sehen und die wollt ihr doch nicht mit streiten verbringen oder? Ich bin dann mal in der Küche essen!" Als ich wieder in der Küche war und zum Tisch ging konnte ich ein Grinsen nicht mehr verkneifen: Mizuki rastet immer extrem schnell aus aber normalerweise lassen sich diese durch eine 'Strafpredigt' wie eben leicht lösen wenn sie nicht von selbst vergehen, deswegen war ich mir sicher das Mizu sich, wenn auch widerwilligst, entschuldigen würde und ich war mir auch sicher das Nojiko ihr vergeben und sich wiederum bei Mizu für ihr Verhalten entschuldigen würde. „na hoffentlich geht mein Plan auch auf, Mizu ist und bleibt unberechenbar...", geht mir trotzdem leicht unsicher durch den Kopf. Als ich dann auch noch einen lauten Schrei aus dem neben Raum höre springe ich aufgeschreckt auf und will schon zur Tür laufen als diese mit zu viel Schwung aufgestoßen wird und ich einen Herzschlag später mit meinen Armen voll mit meiner herzallerliebsten Kindheitsfreundin gen Boden segle.
Leicht schwummrig im Kopf durch den harten Aufprall am Küchenboden höre ich Mizu mit zusammengekniffenen Augen plappern: „Seri! Seri, schau dir das an! Nojiko hat uns Baby-Teleschnecken gekauft! Schau mal wie schön meine ist! Unten Schwarz und nach obenhin wird das Gehäuse immer heller bis zu Blutrot! Für dich hat sie auch eine, die schimmert in den Blau und Grüntönen des Meeres! Seri? Hörst du mir überhaupt zu? SERI!" „Ja ich hör dir zu, aber wärst du vielleicht so gut von mir runter zu gehen? Du bist ganz schön schwer!", antworte ich ihr trocken und schiebe sie, als sie nicht gleich reagiert, einfach von mir runter. Mir den Kopf haltend setze ich mich wieder auf meinen Stuhl und warte geduldig darauf das Mizu sich aufrappelt und es mir gleichtut auch Nojiko hatte sich inzwischen lachend zu uns gesellt. Mit bösem Blick deute ich Mizu den Vogel – wie soll es anders sein grinst sie nur unschuldig – und wende mich dann Nojiko zu. Diese hält mir einfach stumm eine kleine blauschimmernde Teleschnecke vor die Nase. Bewundernd nehme ich sie ihr ab und begutachte sie von allen Seiten. Nebenbei höre ich noch Nojikos stolze Stimme: „Als Dankeschön das ihr für mich nach Lougetown segelt! Außerdem können wir so in Kontakt bleiben, die Schnecken wissen meine Nummer!" Mit einem lächeln im Gesicht bedanke ich mich herzlichst und endlich können wir drei in Ruhe und Frieden essen – Plan geglückt!
Normale Pov:
Die drei Frauen genossen das leckere Essen und in der angenehmen Atmosphäre wurde beschlossen die Nachspeise ins Wohnzimmer auf die Couch zu vertagen. Dort verbrachten sie noch einen Großteil der Nacht, als die Uhren jedoch gegen Mitternacht wanderten und allen dreien das Augenoffenhalten schwerer fiel wünschten sie sich eine gute Nacht und verabschiedeten sich sicherheitshalber jetzt schon von einander, da sie nicht wussten ob Nojiko morgen in der Früh aufwachen würde oder nicht.
Wie sollte es denn anders sein verschliefen Mizuki und Serena nach dieser 'durchzechten' Nacht fast und so kamen die beiden erst 3 Minuten vor Abfahrt aufs Schiff und schliefen an die Reling gelehnt auch bald wieder tief und fest.
Erst rund drei Stunden später flackerten die Augenlider, welche lila Augen verbargen. Genüsslich gähnend streckt sich die Rothaarige Schönheit und blinzelt in die blendende Sonne. „Hey du da drüben, wann kommen wir in Lougetown an?", ruft sie einem einige Meter weiter arbeitenden jungen Matrosen zu, welcher sich daraufhin suchend umsehend ihre fragenden Augen erblickt und gibt ihr sogleich leicht rotwerdend die gewünschte Antwort: „In knapp 2 Stunden, Madam!" Eine Augenbraue ob der schüchternen Reaktion des Mannes in die Höhe ziehend schüttelt Mizu ihren Kopf leicht und fängt an ihre Begleiterin wachzurütteln: „Seri! Seri verdammt noch mal wach auf! Wir haben nur noch zwei Stunden, dann sind wir in Lougetown! Jetzt wach endlich auf!" Wild wird die Schlafende durchgeschüttelt bis aus versehen ihr Kopf mit einem lauten * pong * gegen die Reling stieß. Schneller als die Lilaäugige reagieren kann hat sie den Ellbogen ihrer Goldäugigen Freundin im Magen und sich zusammen krümmend vor Schmerzen hört sie die mürrische Stimme neben ihr: „RIA! Verdammt noch mal willst du mir den Kopf einschlagen? Wenn du mich los werden willst dann sags einfach und ich bin weg, aber mir zweimal in nicht mal 24 Stunden den Schädel zertrümmern zu wollen ist mies!" Keuchend vor Schmerz bringt Mizu nur zur antwort: „Sorry... 2 Stunden... Lougetown... Strohhüte... Plan... Grandline..." Sich den wieder mal dröhnenden Kopf haltend fängt Seri ob der Qual ihrer Freundin leicht an zu lachen um sogleich stöhnend vor Kopfschmerz damit auf zu hören. Immer wieder leicht wimmernd verbringen die jungen Frauen die nächsten Minuten damit zu warten, dass ihre jeweiligen Schmerzen vergehen oder zumindest abebben. Als sich Mizu wieder langsam zu entfalten anfängt und in Richtung Serenas blickt sieht sie diese ausgestreckt auf ihrem Rücken liegend, das Gesicht mit einem friedlichen Ausdruck gen Sonne geneigt. Mit einem hinterhältigen Gesichtsausdruck blockiert sie die Sonnenstrahlen zum Gesicht ihrer Freundin welche darauf hin ihre ungewöhnlichen Augen öffnet und ihr Gesicht mir einem unhörbaren Seufzen gerade in den Himmel richtet. Die Wolken beobachtend fängt die Liegende an zu reden: „Mich würde wirklich interessieren warum wir hier sind. Wir kennen zwar die ganze Geschichte aber das tun Millionen... Warum gerade wir zwei? Hätten wir vielleicht in Kokos bleiben sollen und abwarten? Ich weiß nicht was richtig und was falsch ist." Ihrerseits seufzend gesellt sich die Rothaarige zu ihrer Gefährtin am Boden: „Ich hab genauso wenig Ahnung wie du. Falls das ganze hier kein verrückter Drogentraum ist dann müssen wir das Beste daraus machen. Wer oder was auch immer uns hier hergebracht hat, hat das ganze auf jeden Fall gut durchdacht und uns bewusst ausgesucht …. sonst wären unsere Klamotten die wir nicht mit in München hatten nicht hier. Punkto Kokos: Ich denke mal das wir dort keine Antworten gefunden hätten, mein Gefühl sagt mir irgendwie das dort niemand über unseren Entführer Bescheid weiß, also bleibt uns nur eine Möglichkeit: die Grandline! In dieser Welt gibt es so viele verrückte Teufelsfrüchte vielleicht finden wir ja wirklich jemanden der uns weiterhelfen kann und wenn nicht..." In der sich auf die letzten Worte Mizus ausbreitenden bedrückenden Stille kam in beiden Heimweh und Sehnsucht nach ihren Familien und Freunden hoch. Mit einem tiefen Einatmen die im Moment unbrauchbaren Gefühle in ein Eck ihres Seins schiebend erhebt Seri wieder ihre klare Stimme: „Egal was kommen wird ich denke mal nicht das wir in absehbarer Zukunft Hilfe finden werden und wir kommen bald nach Lougetown, dem Tor zu Grandline, ab dort wird es für uns gefährlich, denn wir sind wahrscheinlich schwächer als Nami oder Lysop im Moment und wir haben keinen Ruffy, Zorro oder Sanji die uns retten wenn wir in der Klemme stecken! Auch wenn ich dich auf den Konomi-Inseln bezüglich Arlong beruhigt habe... wir müssen schnellstens rausfinden was beziehungsweise OB uns unsere Kampfkünste überhaupt etwas helfen, wenn nicht müssen wir ab jetzt extrem vorsichtig sein." „Ich weiß... Wir haben noch ein Problem wir brauchen ein wasserdichtes Alibi. Ich kenn mich inzwischen selber gut genug um zu wissen das mir früher oder später, sollten wir Ruffys Crew begegnen, etwas über Sabo, Ace, Dragon oder Garp rausrutschen wird oder noch schlimmer über Ace' Abstammung, dann wären wir wirklich tief in der Sch****!", fängt Mizu zum Schluss schon an leicht zu fluchen. Seri dreht nach einer kurzen Denkpause ihren Kopf zu ihrer Freundin: „Mir ist gestern als wir Genzos und Nojikos Gespräch belauscht haben noch eine Idee gekommen." Sich in Lotusposition neben Serena aufsetzend lauscht die normalerweise so aktive und laute ihrer fast schon Schwester: „Was wäre wenn wir sagen das wir aus einem kleinen abgeschiedenen Dorf aus dem Goa Königreich stammen und das wir uns als wir noch Kinder waren öfter im Gray Terminal und in den umliegenden Wäldern herumgetrieben haben. Da wir doch etwas älter sind als die drei Brüder können wir sagen das wir sie manchmal beobachtet haben und das wir mal mitbekommen haben das Ruffy Garp Opa nennt. Und über Ace Abstammung: Little Ace hat doch früher mal in Bars und Kneipen herumgefragt was die Leute von einem Sohn von Roger halten würden... wir können ja einfach 'zufälliger' Weise in einer dieser Kneipen 'anwesend' gewesen sein und dann einfach logisch kombiniert haben das er irgendwie mit Roger verbandelt ist ergo sein Sohn. Hört sich das glaubhaft genug an?" „Zu 100 Prozent! Und punkto Dragon könnten wir einfach argumentieren, das wir beim großen Feuer im Terminal auf ihn gestoßen sind und uns ihm angeschlossen haben!", wirft die Rothaarige begeistert von der Idee ihrer Freundin ein, nickend stimmt diese ihr zumindest teilweise zu: „Können wir so lassen nur würde ich nicht laut hinausposaunen das wir angeblich Revolutionäre sind, was ist wenn wir es jemanden sagen der wirklich einer ist, dann ist die Tarnung hinüber! Deswegen nur im Notfall, sonst sagen wir einfach das unser Dorf nach dem Brand zerstört wurde und das wir nicht mehr auf dieser Insel bleiben wollten und deswegen jetzt von einer Insel zu anderen segeln, ist dir das so recht?!" Zustimmend nickt die Rothaarige und fängt an, sehr zur Belustigung ihrer Freundin eine mentale List laut abzuhaken: „Alibi check, Geld verdienen … ist im Moment egal, wir haben mehr als genug würd ich mal sagen, Plan in Lougetown …. ähmm..." Den fragenden Blick mit einem freundlichen Augenrollen quittierend antwortet Seri: „Die Händler 'überzeugen' das sie einen normal Preis bezahlen sollen und schauen ob das Schafott noch steht; falls nein, suchen wir uns irgendein Schiff Richtung Grandline, wenn ja, vielleicht begegnen wir ja einigen der Strohhüte..." „Oh ja das wäre cool! Stell dir vor wir könnten mal auf die Merry!", jubelt die Lilaäugige halblaut und lachend vertiefen sich die beiden Frauen in eine Diskussion welches der Schiffe der Strohhüte welche Vor und Nachteile hatte.
Knapp 15 Minuten vor der Ankunft in Lougetown erscholl die laute Stimme des Kapitäns: „In kürze Erreichen wir Lougetown, wir werden dort für ungefähr 3 Stunden ankern!" Aus ihrer Plauderei gerissen beschließen die beiden Frauen sich noch kurz im Bad des Handelsschiffs umzuziehen, denn ihre langen Hosen und Pullover, die sie um 4 Uhr morgens bitter nötig hatten, wurden ihnen bei den sommerlichen 29°C wirklich zu heiß. Als der Landesteg ausgefahren war stöckelten daher eine Rothaarige Frau in schwarzen Kniehohen Stiefeln mit 7 cm Absatz, einem schwarzen Minirock und einem nicht mehr ganz züchtig ausgeschnittenen blutroten Neckholdertop und eine Hellblau-grünhaarige Frau mit 10 cm hohen Sandaletten, flatterndem weißen Minirock und einer dünnen kurzärmligen Bluse von Bord. Der Wegbeschreibung, die Nojiko ihnen am vergangenen Abend noch gegeben hatte, folgend gelangten die beiden schnell zur Niederlassung der Händler die Nojiko um den Orangenpreis betrügen wollen. Einige schlagkräftige Argumente Seris und einige gekeifte Triaden Mizus später versprachen diese jedoch unterwürfigst 'Madame Nojiko' nie mehr in ihrem Leben zu hintergehen. Noch einige Drohungen aussprechend stolziert daraufhin eine stolze Rothaarige mit hoch erhobenem Kopf bei der Tür hinaus, gefolgt von ihrer Begleitung, die wegen des Benehmens der Lilaäugigen ein Lächeln und ein resignierendes Kopfschütteln nicht unterdrücken konnte. Zu ihrer Freundin aufholend meint Serena: „Ab zum Schafott!" „Aber klar doch!", wird ihr grinsend geantwortet. Ihren eigenen Gedanken nachhängend gehen die beiden jungen Frauen in angenehmer Stille vom Menschenstrom, der noch Vormittägliche Einkäufe tätigte, in Richtung des Stadtzentrums. Als sie den großen Platz betreten auf dem das Schafott steht, bleiben beide unisono wie angewurzelt stehen und bewundern das riesenhafte Gebilde auf dem der letzte Piratenkönig Gol D. Roger hingerichtet worden ist. „Ich hätte mir nie gedacht das das Schafott SO groß ist!", perlt Serena überwältigt von den Lippen. Nickend antwortet ihr Mizuki: „Ich auch nicht! Stell dir nur mal vor wie sie Roger über diesen Platz geführt haben und dann da hinauf! Und dann seine Rede die das Piratenzeitalter eingele..." Eine tiefe rauchige männliche Stimme unterbricht die Lobeshymne Mizukis: „Ach nein wie herzerweichend! Immer wieder dieses elende Piratengesindel das unbedingt in die Stadt des Anfangs kommen muss bevor sie auf die Grandline segeln! Auch wenn ich bei zwei jungen Mädels wie ihr es seit schon fast Mitleid verspüre seit ihr beiden jetzt verhaftet, denn solang ich, Kapitän Smoker, für Lougetown verantwortlich bin lasse ich euch Gesindel sicher nicht frei umherrennen!" Noch während des Monologs hatten sich die Freundinnen umgedreht und als sie die weißhaarige große rauchende Gestalt Smokers erblickten, rissen sie überrascht ihre Augen auf. Als wäre das Ende seiner Ansprache ein geheimes Zeichen wirbelten beide Frauen wieder in die andere Richtung herum und liefen so schnell sie konnten vor dem Marinekapitän davon. „Ihr entkommt mir nicht!", hörten sie die donnernde Stimme Smokers hinter ihnen als er die Verfolgung aufnahm und mit schrecken mussten die Frauen feststellen das er sogar seine Teufelsfrucht benutzte, denn Rauch schoss neben ihnen vorbei und fing an ihren Oberkörper und ihre Beine zu umhüllen.
Zu ihrer absoluten Verblüffung, die sie sogar leicht zum stolpern brachte, wurden ihre Bewegungen nicht vom Rauch behindert und auch wenn sie anfangs geglaubt haben das das vielleicht irgendein hinterhältiger Plan Smokers war, teilte ihnen sein Wutschrei mit, das DAS ganz und gar nicht geplant war. Ihrem Glück gedanklich dankend verschwanden die beiden Frauen schnell in den Menschenmassen der belebten Stadt und nur um sicher zu gehen das sie nicht doch verfolgt wurden duckten sie sich schon bald in eine enge Seitengasse und wollten an deren Ende in eine andere als sie plötzlich gegen eine stoffbedeckte Wand krachten. Aus dem Gleichgewicht gebracht stolperten die beiden Frauen einen halben Schritt zurück und kniffen beide synchron die Augen zusammen um sich auf eine schmerzhafte Begegnung mit dem Boden bereitzumachen. Jedoch bewegte sich die stoffbedeckte 'Wand' in letzter Sekunde und packe die Frauen mit starken Händen an je einem Oberarm und zog sie zu sich. Verwirrt blinzelten beide und merkten erst jetzt das es keine 'wand' war in die sie gelaufen waren sondern ein großgewachsener starker Mann der sie jetzt wie Kinder oder Geliebte an seine Brust gedrück hielt, damit sie nicht wieder umfallen würden. „Bin ich froh euch beide hier zu treffen! Endlich seit ihr zuhause!", hörten Mizu und Seri den tiefen Bariton ihres 'Retters' (?) und blickten durch die Worte verwirrt und durch die vorherige Begegnung mit Smoker leicht verschreckt in das Gesicht des Fremden um ein zweites mal innerhalb weniger Minuten einen Schock zu erhalten. Laut kreischend rissen sich die Frauen los und fingen wieder an zu rennen, dieses mal jedoch nur verfolgt vom angenehmen Lachen des, einen braunen Umhang tragenden, Mannes.
Einige Zeit des Rennens quer durch Lougetown, dieses mal ohne Hindernisse, später, fielen die beiden erschöpft in einer kleinen Kneipe auf die Stühle eines Tisches in der nähe des Eingangs. Nachdem sie ihre Bestellung (Bier und etwas zu essen) getätigt hatten, hatten sich ihre Herzschläge und Atmungen wieder halbwegs beruhigt, ihre Nerven waren jedoch noch immer bis zum zerreißen gespannt. Frustriert ließ die Goldäugige ihren Kopf an den Tisch knallen. Zitternd lachend kommentiert ihre Gefährtin: „Ich dachte ich darf dir nicht mehr den Kopf irgendwo gegen stoßen und jetzt tust du es selber?!" Flüsternd wird ihr geantwortet: „Wie viel Pech können zwei Leute eigentlich haben? Als erstes hält und Smoker für Piraten und will uns festnehmen und als wir vor ihm wegrennen MÜSSEN wir natürlich in die zweitschlimmste Person krachen... Monkey D. Dragon! Und den ganzen Trara auch noch bevor es überhaupt Mittag ist!", und noch einmal donnert sie ihren bereits malträtierten Schädel gegen den Tisch. Sich ihre Antwort kurz verkneifend, da die Kellnerin mit dem bestellten Bier an ihren Tisch kam, streicht die Rothaarige ihrer Freundin nur einmal kurz leicht über den Kopf. Als die Angestellte wieder außer Hörweite war raunte Mizu: „Das uns Smoky für Piraten gehalten hat wundert mich ja schon gar nicht mehr, wir wurden von Genzo ja auch für Revolutionäre gehalten, aber hast du verstanden warum Dragon so etwas komische von wegen 'er freut sich uns zu sehen' und 'wir sind daheim' gesagt hat?" Bedauernd schüttelt ihr Gegenüber nur ihren Kopf: „Kein Plan was hier eigentlich los ist. Dieses ganze Chaos hat mit diesem komischen Geschäft in München angefangen." Verblüfft über die Erkenntnis ihrer Freundin reißt Mizuki ihre lilanen Augen leicht auf und dreht sich komplett ihrer Begleitung zu: „Aber klar doch diese komische Sayo! Dieser Laden war echt unheimlich, aber sie hat ja auch irgend soetwas gesagt und sie wusste auch wer wir sind! Vielleicht hat ja sie uns hier her gebracht?!" Der Argumentation folgend nickt Seri und fügt an: „Wir können uns nicht ganz sicher sein, dass es sie war aber es wird auch nicht schaden wenn wir nach ihr Ausschau halten." Bevor sie ihre Überlegungen weiterspinnen konnten, wurden sie wiedereinmal von der Kellnerin – mit dem miesesten Timing der Welt – gestört, die ihnen dieses mal ihr Essen auf den Tisch stellte.
Hungrig wie Löwen wollten sich die Freundinnen gerade auf ihr Essen stürzen als zum wiederholten Male an diesem Tag eine männliche eher jungenhafte Stimme hinter ihnen erscholl. Überrascht zuckten beide zusammen und während Serena ihr Besteck aus der Hand viel und sie nur ihren Kopf herumreißen konnte, schnellte Mizuki mit dem Messer drohend erhoben herum und fauchte den jungen Mann vor ihr an ohne weiter nach zu denken: „Junge! Wenn du dich noch mal von hinten anschleichst nehm ich dich als ziel zum Messerwerfen!" „Tut mir leid! Ich wollte euch nicht erschrecken. Ich wollte doch nur wissen was ihr da leckeres zu essen habt!", erwiderte der junge Mann sabbernd auf das Essen blickend und erst da fiel Mizu auf das er Sandalen, eine blaue knielange Hose, ein rotes offenes Hemd und einen Strohhut an beziehungsweise aufhatte. Grinsend beobachtet die inzwischen wieder ruhige Serena die Reaktion ihrer Freundin als sie langsam versteht, dass Monkey D. Ruffy vor ihnen steht. Seri selber hatte nach einem Blick schon bemerkt wer es da auf ihr Essen abgesehen hatte, doch so hitzköpfig wie Mizuki nun mal sein konnte, hatte sie als erstes gehandelt und dann gedacht. Durch die Schockstarre Mizus mit einem leichten Lachen in der Stimme erhob die Silbrighaarige ihre Stimme: „Wenn du uns sagst wer du bist und uns ein wenig Gesellschaft leistest kannst du mit uns essen, wenn du magst?!" „Klar doch! Ich bin Monkey D Ruffy, der künftige König der Piraten! Und ihr zwei?", strahlt Ruffy die beiden Frauen an und lässt sich ihnen gegenüber auf einen Sessel sinken. Gleichzeitig der Kellnerin um ein weiteres Bier und noch etwas zu essen winkend stellt die inzwischen wieder aus der Starre erwachte Rothaarige sie und ihre Begleiterin vor: „Ich bin Mizuki, du kannst aber gern Mizu sagen, und das neben mir ist Serena, zu ihr kannst du Seri sagen!" Gutgelaunt beginnen die Frauen mit Ruffy ein Gespräch und erzählen im von ihrer Begegnung mit Nojiko, begeistert fängt daraufhin Ruffy über seine bisherigen Abenteuer zu erzählen und außer einzelner Zwischenfragen lassen die Freundinnen den Strohhutjungen erzählen und genießen einfach die entspannte, fröhliche Aura die den jungen Mann umgab.
Leider war das gemeinsame Essen viel zu schnell zu ende und da Mizu das ungute Gefühl beschlich, dass sie wenn sie es nicht bald täten zu keinen Einkäufen mehr kommen würden, wollten die beiden Frauen sich von Ruffy verabschieden. Dieser antwortete nur mit seinem typischen Grinsen: „Wollt ihr nicht meiner Crew beitreten? Ihr seit wirklich cool! Und Nami würde sich sicher über weibliche Unterstützung freuen!" „Nami?", wird ihm gespielt fragend von Seri erwiedert. „Ja, meine orangehaarige Navigatorin! Ich hab euch doch vorher von meiner Crew erzählt!", plustert sich Ruffy auf um seine leichte Verlegenheit zu überspielen. „Wissen wir doch Kleiner! Wir wollten dich doch nur ärgern!", zwinkert Mizuki ihm zu und kneift ihn spielerisch in die Seite. „Ganz beitreten können wir deiner Crew leider nicht aber wenn es dem Herrn Kapitän nichts ausmachen würde, würden wir gern bis zur nächsten Insel mitkommen!", wirft Seri lächeld ein. „Na klar nehm ich euch mit! Wir fahren heute Abend, das Schiff liegt am Hafen, kommt einfach vorbei! Das gibt heut eine riesen Party ! Juhuuuu!", jubiliert Ruffy und schreit noch in eine beliebige Richtung rennend: „Und jetzt ab zum Schafott!" „DAS IST DIE FALSCHE RICHTUNG!", brüllen ihm die beiden Frauen gleichzeitig nach, doch er kann oder will es nicht höhren. Kopfschüttelnd schaut Mizu Serena an: „Der ist ja noch verrückter als ich..." „Aber nur einen Hauch!", wird ihr neckisch erwidert. Grummelnd schlägt die Rothaarige nach dem Kopf der Hellhaarigen, diese kann sich jedoch in letzter Sekunde unter der aggressiven Hand wegducken: „Ich hab gesagt du sollst mir nicht auf den Kopf schlagen!" „Kleine Schläge auf den Hinterkopf fördern das Denkvermögen! Und jetzt ab... ich will shoppen!", grinst Mizuki.
Wiedereinmal liefen die beiden Frauen in ordentlichem Tempo durch die Stadt um diverse Kleider, Oberteile, Hosen, Röcke, Jacken, Schuhe, Reisetaschen und vieles mehr zu kaufen. Mehr als einmal wurden ihnen derweilen von weiblichen Passanten neidische Blicke – wie können sie auf solchen Absätzen so umher rennen – und von männlichen anzügliche Blicke – Minirock... lange Beine...sexy Figur... lecker – zugeworfen.
Irgendwie schafften es Mizu und Seri all ihre geplanten Einkäufe zu tätigen und so waren sie nach einiger Zeit für alle eventuellen Klimatischen Zonen der Welt gewappnet, egal ob Eiswüste oder Tropen. Als sich der Himmel zu verfinstern begann und ein lauter Donnerschlag über Lougetown widerhallte, bedurfte es nur eines kurzen gegenseitigen Blickes und beide Frauen fingen an in Richtung des Hafens zu laufen doch wie Mizu es geahnt hatte sollte dieser Tag noch komplizierter werden als er schon war: Denn als die beiden Frauen in die Hauptstraße bogen, hörten sie hinter sich eine begeisterte Stimme gefolgt von einem überraschten Aufschrei. Nichts gutes ahnend blicken die beiden über ihre Schultern und sehen gerade noch wie Smoker von Dragon aufgehalten wird und um alles noch schlimmer zu machen erblickt auch noch Ruffy die beiden und schreit lauthals: „Mizu! Seri! HUHU!" Auf die beiden Frauen aufmerksam gemacht blicken jetzt auch die in ein Duell der Willen verstrickten Männer auf. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht schleudert Dragon Smoker von seinem Sohn, zieht diesen auf die Beine und gibt ihm einen Stoß in Richtung der inzwischen stehen gebliebenen Frauen: „Geht! Ich halte Smoker auf!" Nicht weiter nachfragend läuft Ruffy mit breitem Grinsen zu Mizu und Seri und zerrt sie einfach mit in Richtung Merry.
