Kapitel 5 – Legenden der Roseninsel
Flashback (vor über 20 Jahren):
Laut lachend greift Whitebeard nach seiner Sakeschale: „Du bist wirklich einzigartig Scarlet! Selber eine unantastbare Adelige, angefreundet mit einem vielversprechenden Marineoffizier und noch ganz nebenbei mit dem Vize Rogers liiert! Genauso mag ich meine Mädels!" Frech grinsend wird ihm darauf von einer Zigaretten rauchenden Rosahaarigen erwidert: „Du bist ja nur eifersüchtig! Jetzt aber zurück zum Thema: Sobald Rogers Sohn in deiner Crew ist musst du deinen Vize und den Kommandanten der vierten Division vor Blackbeard warnen! Ich will nicht das Thatch stirbt! Und..." „Ich weiß, du hast es mir schon hunderte Male gesagt. Ich soll bald nach Thatch's 'Tod' in der Nähe von Bara-Island sein... Wobei mich noch immer interessieren würde wieso!", brummt die tiefe Stimme des großen Mannes. Darauf nur schelmisch grinsend streckt Scarlet ihre lederbekleideten langen schlanken Beine aus und starrt mit ihren ausdrucksstarken smaragdgrünen Augen auf das Meer hinaus, immer wieder an ihrem eigenen Sake nippend: „Du wirst schon sehen..."
Edward Newgate „Whitebeard" POV:
„Ich schippere jetzt schon sicher zum hundertsten Mal in den letzten Jahren in dieser Gegend herum und habe noch nichts wichtiges entdeckt! Warum zum Teufel hast du mich in diese gottverlassene Gegend geschickt, Scarlet? Wen oder was soll ich hier finden?", grummle ich unhörbar für meine feiernden Söhne vor mich hin. Schallend fange ich an zu lachen als mein geliebter Sohn, der der leibliche Spross meines Erzfeindes war, wiedereinmal während des Festmahls einschlief und mit seinem Gesicht ins Essen krachte. Mit einem amüsierten Funkeln in den Augen beobachte ich wie Ace wieder in die Welt der Lebenden zurückkehrte und einfach beginnt weiter zu essen. Aus dem Augenwinkel sehe ich meinen Vize auf mich zu kommen: „Vater? Warum sind wir schon wieder in dieser Gegend? Suchst du hier etwas? Warten wir auf jemanden?" Mit einem leicht abwesenden Blick sehe ich ihn, nach einem großen Schluck Sake, an: „Wenn ich das wüsste..." Bevor ich weitersprechen oder Marco nachhaken konnte, wurde unser Gespräch von einem ankommenden Schiff der 13. Division unterbrochen. „Was ist denn bitteschön mit euch passiert?", donnert meine laute, kräftige Stimme über die Moby Dick als Atomos besorgt umher rennend seinen teilweise schwer verletzten Leuten hilft. Leicht keuchend, ein Bein hinter sich her ziehend und seinen linken Arm haltend, schleppt sich der Kapitän des kleinen Schiffs, unter dem Divisionskommandanten der dreizehnten Division, in meine Richtung und fällt vor mir auf die Knie: „Vater! Wir wurden attackiert!" „Darauf wären wir nie gekommen... Also raus jetzt damit wer war das?", kontert mein Vize, der die ganze Zeit über treu neben mir gestanden ist, sarkastisch. Den Verletzten vor mir währenddessen nur stumm genauestens musternd fällt mir auf, dass er allem Anschein nach gegen einen geübten Schwertkämpfer gekämpft hat. Bevor ich mich dazu äußern konnte wurde zu meiner und Marcos Verwirrung der verletzte Kapitän vor uns leicht rot und fing an zu stottern: „Eh.. Also wisst ihr... das war so.. eh... wie soll ich das jetzt nur sagen... eh..." Leicht meine Stirn runzelnd knurre ich: „Raus mit der Sprache! Wer hat euch so zugerichtet? Die Marine? Shanks la Roux? Mihawk Falkenauge? WER?" Irgendetwas unverständliches in seinen nicht vorhandenen Bart murmelnd bringt der Kapitän keine Antwort zu Stande, sodass Marco der Kragen endgültig platzt und er brüllt: „REDE!" „ZweijungeunsunbekannteFrauendiemitSchwerternundDolchenbewaffnetwaren!", plappert der Verletzte in verständlicher Lautstärke blitzschnell. Einige lange Sekunden verbringen sowohl Marco als auch ich damit die Worte des Kapitäns geistig zu sortieren. Wie auf ein unsichtbares Zeichen fangen wir synchron an zu lachen und meine amüsierte Stimme hallt laut über Deck: „Ihr wurdet von zwei jungen Frauen überwältigt? Die euch unbekannt waren? Also ihr seit schon ordentliche Pfeifen wenn ihr nicht einmal zwei zivile, nicht Steckbrieflich gesuchte, Mädels überwältigen könnt!" Laut hallt das hämische Gelächter durchzogen von neckenden Kommentaren meiner Söhne über Deck, doch anstatt ihnen dabei zu helfen werde ich plötzlich ganz still und meine Gedanken schweifen zu einem lange vergangenen Gespräch: „Was hat mir Scarlet damals erzählt... Zwei junge Frauen aus einer weit entfernten Welt... eine feuerrote Haare, zwei Schwerter und zwei Saigabeln, fast immer in Leder gekleidet... und eine mit weiß-blau-grünen Haaren, mit einem kunstvoll geschmiedetem Dolch meist in Pastelltöne gekleidet... Scarlet hat gesagt das die beiden einmal sehr wichtig für meine Crew werden... vielleicht hat sie mich deswegen in diese Gegend geschickt, dass ich sie kennen lerne... aber was ist wenn es nicht diese beiden sind?" Meine Gedankengänge selbst stoppend lasse ich meine kräftige Stimme über das inzwischen laute Chaos an Deck schallen: „Wie haben diese beiden Frauen ausgesehen?" Der noch immer vor mir kniende Kapitän, anscheinend hatte er nicht mehr die Kraft selbstständig aufzustehen, antwortete mit immer schwächer werdender Stimme: „Eine war fast weißhaarig mit zu einem Pferdeschwanz zusammengefassten Haaren und hatte schlichte blaue Kleidung an, sie war mit einem wertvoll aussehendem Dolch bewaffnet, wirklich gefährlich waren jedoch ihre wendigen schnellen und trotzdem sehr kraftvollen Kicks und Schläge. Die zweite ist ein rothaariger, heißblütiger Wirbelwind in Lederkleidung mit zwei kunstvollen Schwertern, wenn mich nicht alles getäuscht hat ist eines davon ein legendäres Drachenschwert! Wahrscheinlich hat auch zumindest eine der beiden Teufelskräfte, da viele einfach umgekippt sind und das Drachenschwert 'gewachsen' ist!" Eiskalt lief es mir über den Rücken: „Wohin war das Schiff das ihr angegriffen habt unterwegs?" „Bara-Island, Vater!", die Antwort schickt mir wieder heiß-kalte Schauer über den Rücken und ich verfalle für einige Minuten in Schockstarre, bis mein Hirn wieder fähig ist zu arbeiten: „Bara-Island... BARA-ISLAND LOS SEGELSETZEN! Auf nach Bara-Island!" Von meinem plötzlichen Ausruf überrascht blickt mich Marco verdattert an: „Vater? Warum dieser plötzliche Entschluss? Was ist denn los?" „Wir schnappen uns diese beiden höllischen Mädels!", antworte ich ihm schlicht und beobachte meine Crew beim einstellen des neuen Kurses.
Bei Serena und Mizuki Normale POV:
Nach dem Kampf gegen die Piraten todmüde sind Serena und Mizuki einfach an Deck des kleinen Handelsschiffes eingeschlafen. Da die Crew des Schiffes nach der Attacke Hochachtung für die beiden jungen Frauen empfand wurden sie in eine der schönsten Kajüten des Schiffs gebracht und dort in ein Bett gelegt. Auch die im vorhergegangenen Kampf verlorene Waffe Mizukis sowie all ihre Taschen und Rucksäcke wurden sorgfältigst eingesammelt und zu den beiden Schlafenden ins Zimmer gebracht. Zwei Stunden später, als das Schiff an Bara-Island angelegt hatte, waren die beiden Freundinnen noch immer im Reich der Träume und der Kapitän persönlich machte sich auf die 'Heldinnen' zu wecken. Im Halbschlaf und total zerzaust taumelten die Frauen an Land und nahmen sich in der erst besten Kneipe sofort ein Zimmer um einfach weiter zu schlafen. Als der Kirchenturm der kleinen Hafenstadt Mitternacht schlug erwachte Serena aus ihrem tiefen Schlaf und rieb sich ihre noch immer müden Augen. Vorsichtig tappte sie durch das vom Mond leicht erhellte Zimmer zu einigen, auf einer schön geschnitzten Kommode stehenden, Kerzen, die Seri sogleich anzündete. Sich mit einem eleganten Kerzenhalter in der Hand genauer im Raum umsehend, entdeckt sie in einer Ecke des riesigen Zimmers eine gemütliche Feuerstelle mit zwei großen plüschigen Sesseln davor. Möglichst leise schleicht sie zum Kamin und entfacht ihn um endlich eine halbwegs adäquate Lichtquelle zu haben. Mit leicht offenem Mund sieht sie sich in dem prunkvollen Zimmer und etwas zu laut stößt sie währenddessen aus: „Wie zum Teufel haben wir nicht mitbekommen das wir in einem nobel Lokal eingecheckt haben?! Nicht das es mir nicht gefallen würde, aber unsere Übernachtung wird uns ein kleines Vermögen kosten!" „Seri.. bitte nicht so laut! Mir tut mein Kopf weh!", ertönt es qualvoll vom Bett der Rothaarigen. Zu ihrer Freundin eilend entschuldigt sich Seri sogleich: „Tut mir leid das ich dich geweckt habe, Mizuki! Aber sieh dich doch mal in diesem Raum um... wie in einem 5 Sterne Luxushotel nur auf One-Piece-Art... Hat der Kapitän des Schiffs mit dem wir hier hergekommen sind nicht gesagt das, DAS ein kleines und nettes Lokal mit einigen Zimmern ist? Also klein und nett würde ich das jetzt nicht nennen!" Sich am Bauch kratzend und ohne Scheu lauthals gähnend richtet sich die Rothaarige im Bett auf und blickt einige Sekunden blinzelnd durch den Raum um ohne Vorwarnung ihre Augen, zu Serenas Belustigung, weit aufzureißen und wie ein Fisch auf dem Trockenen immer wieder den Mund weit aufzureißen um ihm gleich darauf wieder zu schließen, endlich brachte Mizu heraus: „WOW!" „Mund zu es kommen Fliegen hinein! Das mit dem Zimmer können wir wie so vieles im Moment nicht ändern... An was kannst du dich eigentlich noch von gestern erinnern?", fragt Serena ihre Freundin. Nachdenklich murmelt die Rothaarige einiges Unverständliches bis sie schließlich herausbringt: „Was weißt DU noch von gestern, Seri?" „Klar kann ich mich noch an den Angriff dieser Vollidioten von Piraten erinnern, welche Flagge sie hatten weiß ich aber nicht mehr... Auf jeden Fall haben wir sie mehr oder minder erfolgreich abgewehrt... Und irgendwann mitten im Getümmel hat es aus deiner Richtung ein merkwürdiges Leuchten gegeben, gleichzeitig sind der Großteil der Piraten bewusstlos umgekippt... Wo ist eigentlich dein Schwert-Anhänger?", erörtert die Hellhaarige sich zu ihrer Kindheitsfreundin umdrehend zum Schluss fragend. Einige lange Herzschläge Serena einfach nur verblüfft blinzelnd ansehend, erwacht Mizuki nur sehr langsam aus ihren Gedanken und ihre Hand fährt im Zeitlupentempo zu der Stelle an ihrer Brust auf der normalerweise ihr Anhänger lag, nur um sie leer vorzufinden. Ruckartig vom Bett aufspringend tönt die Stimme der Rothaarigen nahezu hysterisch: „Wo ist das Schwert? Wo? Oh Gott, wo ist mein Schwert?!" Ihre panische Freundin an den Oberarmen packend beruhigt Seri sie: „Ganz ruhig Mizu, ganz ruhig... Jetzt mal von vorn.. WAS ist jetzt genau passiert, dann kann ich dir vielleicht helfen!?" „Ich hab mich mit meinem Fenikkusu ganz gut geschlagen, bis dieser bekloppte Piratenkapitän vor mit aufgetaucht ist und mir mein Schwert aus den Händen geprellt hat. Meine Sai hab ich klug wie ich nun mal bin nicht mit gehabt, weswegen ich vor ihm zurück gewichen bin... Verzweifelt hab ich meine Kette umklammert und dann sind mir die Worte dieser merkwürdigen 'Wahrsagerin' Sayo eingefallen... irgendetwas von wegen 'Kokitsunemaru wird mich beschützen'... dann hat mein Anhänger zu leuchten angefangen und ist zu einem richtigen Schwert 'gewachsen'... Ich hab mir es ohne lange Überlegungen geschnappt und dem Kapitän in den Hintern getreten... Dann ist alles nur noch schwarz...", rattert Mizuki erklärend herunter, sich noch immer nach ihrem Schwert umsehend. Nachdenklich die Stirn runzelnd deutet Seri in ein Eck des Raumes: „So war das also... und ich habe mich schon gewundert wo das zweite Schwert dort drüben herkommt... Anscheinend war die Geschichte des Schwerthändlers auf der letzten Insel doch wahr... zumindest existiert das Drachenschwert 'Kokitsunemaru'. Bei mir ist nach dem starken Leuchten und dem Umkippen der Piraten auch alles schwarz – wir werden wahrscheinlich beide mitten an Deck in Ohnmacht gefallen sein, das würde auch erklären warum wir in dieser Kajüte geweckt worden sind: Die Crew des Schiffes wird uns hineingetragen haben. Aber was ist bitteschön mit deinem Anhänger? Wie ist er 'gewachsen'? 'Schumpft' es dann auch wieder oder bleibt es jetzt so? Und warum sind dutzende Piraten und wir zwei einfach so umgekippt, hat irgendjemand auf dem Schiff Haki verwendet?" Noch während ihre Freundin sprach, rannte Mizuki zu ihrem Drachenschwert nahm es in die Hände, kehrte zur noch immer überlegenden Serena zurück und lässt sich neben der nachdenklichen jungen Frau nieder: „Ja.. so war das! Also eine Legende ist das Schwert hier sicher nicht... aber ich hätte meinen Anhänger trotzdem gerne wieder!" Als ob Kokitsunemaru gehört hätte was seine 'Meisterin' gesagt hat, fängt das tödliche Schwert wie zuvor auf dem Schiff grell an zu leuchten und mit einem letzten grellen Lichtblitz bemerkt die Rothaarige auf ihrer Brust wieder ein inzwischen gut bekanntes Gewicht. Komplett verblüfft starren die beiden Freundinnen den Kettenanhänger an, bis Mizu leicht hysterisch zu lachen anfängt und sich hintenüber quer über ihr Bett fallen lässt: „Ich glaub ich dreh bald komplett durch..." * Sind wir das nicht schon längst *, dachte Serena auf ihre liegende Begleitung konzentriert. Violette Augen verfingen sich in Goldenen: „Unser Gedankenlesen... wenigstens klappt es nur wenn wir uns auf die jeweils andere konzentrieren! Jetzt wissen wir aber auf jeden Fall das mein Schwert auch 'schrumpfen' kann. Wie es vorher groß geworden ist, kann ich dir nicht beantworten... aber punkto Haki, genauer gesagt Königshaki, könntest du recht haben, die Frage ist nur wer? Was mich auch stutzig macht ist, dass uns Smoky mit seinen Teufelskräften nicht erwischt hat, das dämliche Haki aber schon!" Sich katzenhaft streckend marschiert die Hellhaarige zur Sitzecke und rollt sich in einem der Sessel leicht seufzend zusammen: „Vielleicht einer der Piraten? Es wäre möglich das wir beide einfach gegen Logia-Kräfte immun sind... und wegen des 'Hakis': dein liebes Gruselschwert ist mit dir anscheinend sehr eng verbunden.. es wäre da nicht so abwegig wenn es deine Lebensenergie angezapft hat und du dann umgekippt bist.. und ich könnte genauso gut eins auf den Hinterkopf bekommen haben..." Sich grummelnd zu ihrer Freundin gesellend lässt sich die Rothaarige in den zweiten Lougesessel fallen: „Werden wir wohl nicht mehr mit Sicherheit ergründen können. Ich will nur nicht schon wieder auf irgendein Schiff auf dem sobald wir an Bord sind das komplette Chaos ausbricht, zweimal hintereinander reichen mir! Shoppen müssen wir auch dringend, diese Piraten haben meine Lederhose geschrottet!" „Das heißt dann wohl wir haben für morgen einen Plan: wir müssen uns ein kleines Schiff besorgen und einkaufen.", macht Serena sich eine Liste im Kopf die sie unbewusst auch laut ausspricht. Plaudernd über die Vorfälle der letzten Tage, verbringen die beiden Freundinnen die restliche Nacht vor dem Kamin. Erst als sich die Sonne langsam blicken ließ, beschlossen sie sich anzuziehen und frühstücken zu gehen.
Auf ihren Absätzen klappernd stiegen die beiden Frauen die Holzstiege ins Erdgeschoss hinab und begaben sich in den Schankraum. Den ganzen Weg über bewunderten die Freundinnen die vielen Schnitzereien, Gemälde und Skulpturen die ihren Weg säumten. Auch an Tisch kamen sie aus dem Staunen nicht mehr heraus als die Wirtin ihnen edle Porzellanteller vor die Nase stellte. Schnell stoppte Serena die weggehende Frau: „Dürfte ich fragen warum hier überall solch edle und sicher teure Kunstwerke, wie Schnitzereien, Bilder oder Porzellan, sind?" „Aber sicher doch mein Mädchen: unsere wundervolle Roseninsel ist neben den Blumen für ihre Handwerkskünste bekannt, nicht zu vergessend von der großen antiken Bibliothek in der Mitte der Insel! Ihr müsst euch aber nicht fürchten, solltet ihr die Teufel von Ohara kennen, alle Forscher auf unserer Insel stehen unter dem Schutz einer Weltaristokratin und damit der Weltregierung.", plaudert die ältere Frau fröhlich darauf los. Schnell stoppen Mizu und Seri jedoch den nicht enden wollenden Redefluss der Wirtin und können sich endlich ihrem üppigen Frühstück widmen. Vollgestopft bis oben hin suchen die beiden, zu ihrem Glück sommerlich – es hatte 27 Grad im Schatten – gekleideten, jungen Frauen eine Werft auf, wo ihnen versprochen wird, dass ein kleines Segelboot bis zum Ende der Woche für sie bereit wäre. Mit einer freudigen Umarmung seitens des Rotschopfs und einigen glücklich gelächelten Worten Serenas verabschiedeten sich die Reisenden vom Schiffsbauer. Durch die wunderschön Stadt schlendernd begutachten sie sowohl die schöne Umgebung als auch die zahllosen Auslagen, in denen fast wahllos die verschiedensten Dinge zum Verkauf angeboten wurden. Besonders ein relativ kleiner exquisiter Modeladen tat es den jungen Frauen an und mit einem leichten Grinsen auf ihren Gesichtern beschlossen sie stumm ihre Geldbörsen zu erleichtern.
Gleich neben dem Eingang fand Serena ihr Paradies in pastellfarbenen Blusen und Röcken, während es Mizuki in den hinteren Teil der Boutique zur Lederkleidung zog. Lachend suchten sich beide die verschiedensten Outfits her raus, probierten sie an und posierten, sehr zum Amüsement der Verkäuferin und gleichzeitig Ladeninhaberin. Gut gelaunt und verzaubert von den schönen Kleidungsstücken konnte sich keine der beiden Reisenden zurückhalten und so füllten die zig Einkaufstaschen mit allen nur erdenklichen Kleidungsstücken – je ein neuer Bikini, Nachtwäsche, Hosen,... – und auch ihre aktuelle Kleidung wechselten die beiden, natürlich nach dem Bezahlen, noch schnell in einer der Kabinen: Serena schlüpfte in einen mitte-Oberschenkel-langen grünen Rock und ein asiatisches ärmelloses weißes Oberteil, das obwohl es hochgeschlossen war vorne einen großen ovalen Ausschnitt hatte, mit dunkelgrünen Blumenstickereien und Mizuki hatte ihre geliebte Lederhose gegen eine neue ersetzt wozu sie ein schlichtes lilanes Top trug.
Fröhlich plaudernd besichtigten die Studentinnen den restlichen Vormittag die kleine Hafenstadt, wobei ihnen überall Accessoires auffielen die die Freundinnen regelrecht anbettelten gekauft zu werden: Mizuki fand kunstvolle Oberarmreifen, Sonnenbrillen und eine Halterung für ihre Saigabeln, damit sie diese an ihre Oberschenkel schnallen konnte; Serena fand eine ähliche nur für ihren Dolch, außerdem besorgte sie Haarklammern, einen großen Strandhut und unterschiedlichste Fuß- und Armkettchen. Ausgepowert von ihrer 'langen' Nacht, dem gestrigen Kampf und dem vormittäglichen Shoppingmarathon fallen beide erschöpft in einem gemütlichen Wirtshaus auf Stühle und bestellten sogleich ein Mittagessen. Nach einem heruntergeschluckten Bissen fragt Serena ihre Begleiterin plötzlich: „Was machen wir am Nachmittag? Noch mehr einkaufen? Die Biblothek dieser Insel erkunden? Die Rosengärten begutachten?" „Die Bibliothek erkunden! Vielleicht finden wir ja auch etwas das uns beiden weiterhelfen kann!", antwortet die Rothaarige unverzüglich mit vollem Mund. „Rede bitte nicht mit vollem Mund!", tadelt die Hellhaarige ihren Gegenüber sanft, um nur einen Sekundenbruchteil später Mizu – sie hatte schon wieder sprechen wollen ohne vorher zu schlucken – die Hand auf den Mund zu legen. Das schelmische Grinsen der 'unschuldigen' Mizuki mit einem Augenrollen abtuend spricht Serena ihre Freundinnen an: „Was ich dich schon vorher fragen wollte: warum hast du dir dieses mehr als aufreizende Outfit gekauft? Ich mein Hotpants bin ich bei dir ja gewöhnt, aber das Oberteil... eine Neckholder-Corsage die an deinen Seiten nur bis zur Taille und vorne und Hinten bis zu Hüfte geht... und vorne der silberne Reißverschluss... Auf welches bemitleidenswertes Wesen hast du es abgesehen?" „Diesen affigen Marimo bei den Strohhüten! Dem werd ich beim nächsten Treffen schon noch zeigen wen er da links liegen gelassen und geärgert hat!", brüllt der Wildfang während ihre violetten Augen teuflisch funkeln. Leicht eine Augenbraue hochziehend murmelt die Hellhaarige: „Soll ich darauf was sagen oder lieber meine Klappe halten?" „Wage es ja nicht!", wird nur mit vollem Mund geknurrt.
Geigenmusik drang in das Gasthaus. Verwirrt blickten alle Gäste umher bis die Stimme eines Mannes durch die ganze Hafenstadt scholl: „Herzlich Willkommen auf unserer wunderbaren Roseninsel! Die alljährlichen Feierlichkeiten zum morgigen Rosentag, zur Ehrung der Herrscher und Beschützer dieser Insel, werden heute schon mit einer Vorstellung der Geschichte unserer Insel eingeleitet! Alle Interessierten werden freudigst in einer halben Stunde im Himmelspavillon südlich der Bibliothek begrüßt!"
Überrascht sahen daraufhin Serena und Mizuki die Kellnerin, die Freundinnen waren gerade dabei zu zahlen, an wodurch diese leicht zu lachen anfing: „Anscheinend hat ihnen niemand gesagt das morgen unser Rosenfest ist! Noch dazu ist heute da 1200-jährige Bestehen dieser Insel! Am besten wäre es wohl wenn ihr die 'Vorveranstaltung' heute besucht, denn einer unserer führenden Geschichtsforscher gibt nachher diesen Vortrag! Der Himmelspavillon liegt einfach an der Hauptstraße in Richtung der, sich in der Inselmitte befindlichen, Bibliothek!" „Danke für die Hilfe... Wir werden wahrscheinlich einmal kurz vorbei schauen falls wir zeit haben!", bedankt sich Seri und läuft sogleich der schon verschwundenen Rothaarigen hinterher. „Jetzt rennt die schon wieder einfach weg...", grummelt die Weißhaarige, schon genervt von der inzwischen entstandenen Menschenmenge, denn sie hatte ihre Freundin aus ihrem Blickfeld verloren. Je näher die hellhaarige zierliche Frau dem Pavillon kam desto dichter wurde das Gedränge, bis Serena es aufgab nach ihrer 'Schwester' zu suchen und sich einfach von der Menge treiben ließ. Leicht seufzend lässt sie sich auf einer der Steinstufen im „Pavillon", besser gesagt griechisch-angehauchtes Theater, nieder und sieht sich mit bewundertem Blick auf dem großen Gelände um. Ihre wachen Augen fielen auch schon kurze Zeit später auf einen altbekannten roten Schopf, bevor sie jedoch Mizuki stellen konnte betrat ein älterer Mann die freie Fläche in der Mitte des von steinernen Stufen gebildeten Halbkreises und fing mit kräftiger, durch die besondere Akustik gut verständlicher, Stimme an zu sprechen: „Noch einmal herzlich Willkommen! Mich freut es sehr das so viele Zuhörer zu dieser Geschichtsveranstaltung gekommen sind! Aber nun erst mal Schluss der Vorrede … hier ist Professor Lancaster!" Während der erste Redner sich auf einen freigehaltenen Platz der untersten Stufe setzte, 'rollte' ein untersetzter und allem Anschein nach Essen heiß liebender Mann, in der 'normalen' Welt schon eher Pensionist, in die Mitte des Pavillon. Nur einen kurzen unhörbaren Räusperer später begann der Professor ohne langer Vorrede damit über die Geschichte des Landes zu erzählen: „Auch wenn die originalen Dokumente aus dieser Zeit längst verloren gegangen sind, ist dieses Jahr das 1200-jährige Bestehen von Bara-Island! Vor dieser für uns nicht greifbaren Zeitspanne, als von 'verlorener Geschichte' und von 'Geheimwaffen' noch lange nicht die Rede war, lebte in einem der schönsten, prächtigsten und größten Königreiche, die je existiert haben, ein Adelsgeschlecht von starken Kriegern und Kriegerinnen. Hoch in der Achtung ihrer Majestäten schien es lange Zeit, als würde es auf deren Heimatinsel an nichts mangeln bis das damalige unverheiratete Oberhaupt der Familie auf einer seiner vielen Reise ein junge Frau kennen lernte. Anders als heute, war es dem damaligen Majestäten kein Dorn im Auge, dass die Auserwählte ihres Günstlings keine Adelige sondern eine 'einfache' Bauerntochter war. Alles schien perfekt in der Welt der Frischverheirateten aber je mehr Zeit verging desto trauriger wurde die junge Frau und auch ihre inzwischen gefundenen neuen Freunde konnten sie nicht mehr über ihren bitteren Verlust hinweg trösten, denn auch wenn sie in ihrem früheren Leben keinen Reichtum im materiellen Sinn besessen hatte, hatte sie doch eins... einen kleinen Rosenbusch. Obwohl es diesen Rosenbusch natürlich noch gab, war er doch eine wochenlange Schiffsfahrt entfernt und in ihrer neuen Heimat wuchsen Rosen nicht. Da der König langsam merkte, dass bei seinem Lehnsmann der Haussegen wortwörtlich ins Wanken geraten war, ließ er den jungen Adeligen zu sich rufen und erinnerte ihn an ein Abenteuer das sie beide vor Jahren als sie fast noch Kinder waren bestritten hatten – zum Entsetzen waren die beiden lebhaften Kinder auf einer gemeinsamen Reise ihrer Eltern einfach verschwunden und hatten ein kleines Schiff 'gekarpert', mit dem sie auf dem offenen Meer Piraten spielten und wie sollte es anders sein, achteten sie nicht auf die Küste und trieben immer weiter ab. Tage lang hatten die Freunde kein Essen und Trinkwasser bis sich das Meer erbarmte und das kleine Boot an das Ufer einer fast menschenleeren Insel trieb – dem damaligen Bara-Island – sofort arlamierten die vereinzelten Bewohner den Vorläufer unserer heutigen Marine und die Kinder wurden ihren erleichterten Eltern übergeben – Auf was der König jedoch hinaus wollte war nicht, wie man richtig navigiert, sondern das auf dieser kleinen Insel, die ihnen das Leben gerettet hatte, dutzende Wildrosen wuchsen. Den Gedanken seiner Majestät verstehend brach der Adelige noch am selben Tag in Richtung dieser Insel auf... Mit seiner freundlichen offenen Art schaffte es der Mann schnell die wenigen Bewohner zu überzeugen, dass es für sie gut wäre wenn er der 'Herr' der Insel wäre, und so siedelte er einige der besten Handwerker jener Zeit auf dem verlassenen Flecken Erde an, ließ nur von 'Einheimischen' Dörfer, eine Hafenstadt, eine riesige Bibliothek und unendliche Rosengärten anlegen. Noch während die – sagen wir mal – Bauarbeiten voll im Gange waren, berichtete er seine Angetrauten, die ihm sofort begeistert half. Mit neuer Lebensfreude beglückt stürzte sich die Frau in ihre Arbeit und fing zur allgemeinen Begeisterung an die schönsten Rosen zu züchten, und ja sehr geehrte Zuhörer rund 70 Prozent der uns heute bekannten Rosenarten haben ihren Ursprung auf dieser Insel! Nur wenige Jahre später war aus der ehemaligen verlassenen Wildnis ein blühender belebter Rosengarten geworden und begeistert wie die 'normalen' Leute nun einmal sein können, beschlossen sie zu Ehren ihres 'Herren' und ihrer geliebten 'Herrin' jährlich ein Fest zu veranstalten. DAS ist die Legende die sich um Bara-Island und das morgige Rosenfest, zu Ehren der Adelsfamilie, rankt, ob sie wahr ist oder nicht können wir nicht mehr feststellen, denn die ganze Familie verschwand während des verlorenen Jahrhunderts plötzlich und spurlos. Wir wissen mit Bestimmtheit das vor der verlorenen Geschichte ein Adelsgeschlecht auf dieser Insel geherrscht hat, denn sowohl in der Bibliothek, in der Porträts der Herrscherpaare hängen, als auch hier im Himmelspavillon findet man ihr Rosensiegel. Vorher genannte Portraits hängen übrigens in der Eingangshalle der prunkvollen Bibliothek in der Mitte der Insel, jedoch ist es bei ihnen wie bei der Legende – wir können ohne direkte Nachfahren der Familie nicht beweisen was echt und was Erzählung ist. Nach genauesten Analysen können wir mit Sicherheit sagen DAS die Bilder aus jener Zeit stammen, ob die Personen x-beliebig oder wirklich adelig sind bleibt ihrer Phantasie überlassen!" Gebannt saßen alle Zuhörer stumm auf ihren Plätzen und beobachteten den Professor wie er einen Schluck Wasser zu sich nahm um daraufhin weiterzusprechen: „Wie gesagt: es fehlen Beweise und Unterlagen um klar die Wahrheit feststellen zu können... den einzig wirklichen Beweis, das unsere Roseninsel einmal unter der Hand einer mächtigen Adelsfamilie gestanden ist, ist unsere Bibliothek, die mindestens genauso umfangreich ist wie die in Ohara! Wir stehen jedoch durch unsere Geschichte bedingt, NICHT unter der Hand der Weltregierung und der Marine, es geht sogar weit, dass jeder der einmal auf Bara-Island gelebt hat nie in seinem Leben unter deren Gerichtsbarkeit steht! Die Weltregierung ist einzig befugt Kriminelle lebendig einzufangen und auf unsere Insel zu bringen, was mit ihnen passiert können und dürfen sie nicht bestimmen! Bevor jetzt alle auf diese Insel emigrieren wollen, sollte ich vielleicht auch noch dazu sagen, dass die Zugehörigkeit zur Insel nur durch die verstorbene Adelsfamilie vergeben werden konnte, das heißt an meinem Beispiel: ich habe auf dieser Insel keine Vorfahren und somit bin ich auch nicht offiziell Einwohner dieser Insel, durch meine Forschung wäre ich jedoch in den Augen der Weltregierung gefährlich, da ich zu viel weiß, deswegen haben die Inselbewohner angeboten das ich auf Lebzeiten auf Bara-Island geschützt bin – verlassen darf ich die Insel aber nie wieder. Es hört sich zwar hart an, aber nur so ist gesichert, dass die Menschen hier leben können. Das ist auch der Grund weswegen aus der großen Bibliothekshalle sämtliche Bücher auf der roten Liste entfernt wurden und unter strengster Aufsicht nur einigen wenigen Ausgewählten zur Verfügung stehen! Also keine Angst keiner von euch ist in der Lage sich Wissen anzueignen das für die Regierung wichtig wäre!" Da ein leicht unsicheres Lachen durch die Menge ging und einige nervös wurden, sprang der erste Redner auf: „Jetzt kennt ihr die Legende um unsere wunderschöne Insel! Bevor ich unsere kleine Einführungsveranstaltung für beendet erkläre möchte ich nur einige Fakten erläutern: Morgen um 12 Uhr mittags beginnt unser Rosenfest! Der Großteil wird sich auf dem Hauptplatz der Hafenstadt abspielen! Wir würden alle bitten möglichst elegante und altertümlich wirkende Kleidung zu Ehren unserer heurigen Rosenkönigin zu tragen, die Wahl findet morgen um 14 Uhr vor dem Rathaus statt! Durch unsere großartige Bibliothek wird es heute und morgen noch zu jeder vollen Stunde Führungen geben und natürlich dürfen sie alle auch gerne selber in den über 300.000 Büchern schmökern! Wer möchte kann auch gerne probieren ob er die Tür im kleinen Saal öffnen kann, vielleicht ist ja ein Erbe unserer Herren unter uns, denn nur diese Familie und von ihr geladene Personen konnten diese Tür öffnen! Ich wünsche allen Neugierigen unter Ihnen viel Glück und allen anderen noch einen wundervollen Aufenthalt auf unserer Roseninsel!"
Noch während lauter Applaus und begeisterte Rufe durch den Pavillon hallten sprang Serena wie der Teufel persönlich auf und stürzte sich von hinten auf ihre Freundin: „Hab ich dich! Wenn du so weiter machst verpasse ich dir, wie einem Hund, ein Halsband!" Mit einem breiten Grinsen sieht die Rothaarige ihre klammernde Freundin von der Seite an: „Nur über meine Leiche! … Ich will probieren ob diese komische Tür in der Bibliothek aufgeht... vielleicht finden wir ja dort einen Weg nach Hause! Außerdem will ich morgen auf dieses Fest! Party! Juhuu!" Lachend schüttelt die Ältere ihren Kopf und hängt sich bei Mizuki ein: „Na dann auf zur Bibliothek, nicht das du vor lauter Neugierde noch stirbst!" Wie ein überdrehtes Kind plappernd und umherspringend zieht Mizu Serena in Richtung der Bibliothek.
Staunend stehen die beiden Frauen einige Zeit später vor dem Gebäude, das sich auf dieser Insel Bibliothek schimpfte. „Also für mich ist das keine Bibliothek sondern ein Schloss... ich meine schau dir nur mal die vielen Fenster an... mindestens 15 in einer Reihe! Und die kunstvollen Stuckornamentierungen! WOW!", stößt die Rothaarige begeistert aus. Zustimmend nickt ihre Begeleitung: „Wobei ich nur bedingt überrascht bin über den Prunk, denk nur einmal an unser Hotelzimmer und an die restliche Stadt... wer auch immer früher auf dieser Insel gelebt hat, hat es verstanden schöne Dinge zu fertigen und zu bewahren... Ich bin mal gespannt wie die Bibliothek drinnen aussieht!" Wie sollte es anders sein schnappte sich die Rothaarige die Hand ihrer Freundin und zerrte sie, sehr zu Serenas Missfallen, in die Eingangshalle der Bibliothek. Interessiert sehen die Reisenden die Bilder der 'Herrscherpaare' an und lasen die Namen unter den Gemälden, bis die Hellhaarige plötzlich versteinert stehen blieb und ihrer 'Schwester' winkte: „Das ist doch die Frau von dem alten Foto! Alyssandra Merlion... und der Mann neben ihr heißt Ryu... Ich kann mir nicht helfen, aber die Frau sieht dir auf merkwürdige Weise ähnlich..." „Wie wenn man einem Doppelgänger über den Weg läuft... Gruseliges Gefühl... Aber verwandt können wir nicht sein... wir sind wortwörtlich aus verschiedenen Welten", grübelt Mizu nachdenklich vor dem großen Gemälde. Leicht runzelt Seri ihre Stirn und legt ihren Kopf schief: „Irgendetwas ist hier Sonderbar... Ich kann nur nicht sagen was hier falsch läuft. Komm schauen wir uns die 'Geheimtür' an, die Leute schauen uns schon komisch an!" Gesagt getan – die beiden Frauen stiegen in den erste Stock und betraten den kleineren Bibliotheksteil, wo sie leicht ziellos durch die labyrinth-artig aufgestellten Bücherregale irrten. Erst im hintersten Winkel des Bücherparadieses stach den Freundinnen eine pechschwarze Tür mit einer blutroten Rose in der Mitte in die Augen, glücklicherweise waren in diesem Moment keine anderen Besucher in der Nähe und so probierten beide umgehend die Tür aufzubekommen. Was auch immer die beiden erwartet hatten zu ihrem Glück, oder vielleicht auch Pech, passierte rein gar nichts und die Rothaarige konnte sich ein frustriertes Stöhnen nicht verkneifen: „Verfluchte Tür! Ich hätte so gern gewusst was dahinter ist! Gemein!... Los Seri gehen wir, ich mag die Bibliothek nicht mehr!" Lachend schüttelt die fast Weißhaarige ihren Kopf und beobachtet wie der Rotschopf beginnt zum Ausgang zu stapfen. Gerade als Serena zu sprechen anfangen wollte, hörte sie ein dumpfes knackendes Geräusch hinter sich und riss ihren Kopf mit erschrocken geweiteten Augen herum. Gebannt starrte sie die OFFENE Tür an und rief ihre, inzwischen um eine Ecke verschwundene, Freundin zurück: „MIZUKI! Komm mal her!" Dem Ruf Serenas folge leistend tappt die noch immer beleidigte Mizu wieder zurück und blinzelt die offene Tür genauso verblüfft an wie ihre Kollegin: „Was ist jetzt bitte passiert?" „Wenn ich das wüsste... ich hab ein Knacken gehört und auf einmal ist die Tür aufgeschwungen...", murmelt Seri während sie ihrer neugierigen Begleitung durch die offene Tür folgt. Den Raum begutachtend fiel den beiden Frauen sofort auf, dass er keinerlei Fenster und außer der Tür, durch die sie eingetreten waren, nur noch eine zweite Tür, auf der in verschnörkelten Lettern 'NOSCE TE IPSUM' stand, sein Eigen nannte. Die Wände waren mit raumhohen Bücherregalen bedeckt und in der Mitte des relativ kleinen Raums stand umringt von gemütlich aussehenden Couchen und Sesseln ein gläserner Couchtisch mit wild durcheinander geworfenen Zetteln und einem kleinen braun eingebundenen Buch. Neugierig ließ sich Serena auf einen der Sessel sinken und begann sich das Buch und die Papiere genauer anzusehen während Mizuki die Regale genauestens inspizierte. Die Kleinere zog verwundert eine ihrer zarten Augenbrauen in die Höhe als zwischen dem für sie großteils unwichtigen strategischen Heerespapieren Besitzurkunden und ein unvollständiger Plan über den Standort der Porneglyphen zu finden waren. Die Besitzurkunden lesend fallen der Goldäugigen immer wieder die Namen 'Merlion' und 'Chevalier' auf und ihr schießt durch den Kopf das in der Eingangshalle auf vielen Gemälden der Name 'Merlion' zu finden war. „Anscheinend ist an der Legende mehr dran als alle immer geglaubt haben...", murmelt sie mit einem leichten Lächeln auf den Lippen und legt die Dokumente wieder auf den wirren Zettelhaufen. Gespannt auf den Inhalt schnappt Seri sich das neben dem Papier liegende Buch, auf dem zu ihrer leichten Verwirrung am Umschlag kein Titel steht, und schlägt es auf. Gleich auf der ersten Seite springen ihr klare Buchstaben in die Augen: 'Teufelsfrüchte' – erstaunt blättert die Hellhaarige das ganze Buch durch, und wirklich alle Teufelskräfte die ihr spontan einfielen waren mit einem Bild der Frucht und den Kräften zu erst nach Art und dann Alphabetisch aufgelistet. „Das Buch existiert wirklich! Ich hab zwar schon viele Spekulationen im Internet gelesen... aber das wir wirklich eins finden hätte ich nicht gedacht... Hmmm... Zoan, Parmecia und Logia sind mir bekannt aber was ist mit diesen 'Black' Früchten? Verwandlung in schwarze Tiere... gehört das nicht eigentlich zu den Zoan? Merkwürdig...", über ihre Gedankengänge leicht den Kopf schüttelnd, beschließt Serena die 'Black'-Früchte erst mal hinzunehmen und nur bei Bedarf weiter darüber nach zu forschen. Ein metallenes Geräuscht lässt die sitzende Frau aufblicken und ihre wachen Augen fallen sofort auf ihre Begleiterin die verzweifelt versucht die noch geschlossene Tür mit der Aufschrift aufzubekommen. Sich das Lachen nicht verkneifen könnend bringt die junge Frau nur mühsam heraus: „Mizu... was machst du denn da?" Mit schmollendem Gesicht dreht sich die Angesprochene um und sieht ihre Freundin beleidigt an: „Ich will das diese Tür da aufgeht! Und jetzt hör verdammt noch Mal zu lachen auf, das ist nicht lustig!" „Armes Baby!", schallt Serenas klares Lachen durch den Raum, als die Frauen vom kleinen Lesesaal aus lauter werdende Stimmen hörten. Einige Sekundenbruchteile versteinerten die Freundinnen um daraufhin in Richtung der Tür zu hechten und warfen sie hinter ihnen zu, dummerweise wusste keine der Beiden wie man diese Tür wieder abschloss, so lief ihnen schon der Angstschweiß, auch wenn die Inselbewohner freundlich waren man wusste nicht was ihnen einfallen konnte, hinab. Doch wiedereinmal kam ihnen eine unbekannte Macht zur Hilfe und beide hörten das bekannte 'Klack' der sich abschließenden Tür.
„Ich will wieder nach Hause! Hier passieren uns andauernd die verrückesten Dinge!", meckert Mizuki herum während sie schon das vierte Stück Bananenschnitte vertilgt. Ihr gegenüber sitzt Serena, mit einer heißen Tasse grünen Tee in der Hand und einer Schwarzwälderkirschschnitte vor ihrer Nase, und wird ob der Worte ihrer Freundin leicht melancholisch: „Ich auch Mizu,... ich auch..." Langsam wandelt sich der Gesichtsausdruck der Hellhaarigen zu einem verschmitzten Lächeln: „Ich hab hier übrigens etwas, das dich interessieren könnte!" Gespannt blickt Mizu von ihrem Essen auf und blinzelt ihren Gegenüber nur fragend an – erklärend angelt Serena das Buch der Teufelskräfte aus der Tasche: „Das Buch ist über alle Teufelsfrüchte und die Kräfte der Nutzer!" „Cool! Wo hast du das denn bitteschön her? Was ist das für eine 'Black'-Art?", fragt die Rothaarige ihrer Begleitung sofort ein Loch in den Bauch während sie das kleine Buch durchblättert. Genüsslich einen Bissen ihres Kuchens hinunterschluckend erwidert Seri: „Aus dem eigentlich verschlossenen Raum! Das Buch ist dort am Tisch gelegen und da sowieso niemand in den Raum gelangen kann hab ich es als wir hinausgelaufen sind noch schnell mitgenommen... Was es mit den 'Black' auf sich hat weiß ich genauso wenig wie du... ich hab das erste mal in diesem Buch davon gehört..." „Das nächste Mysterium.", stellt Mizuki trocken fest und gibt ihrer Freundin das Buch für Aufbewahrungs-Zwecke zurück. „Warum ist die Tür in dem 'verschlossenen' Raum eigentlich nicht aufgegangen? Ich mein, die erste hat ja getan was man will, aber die andere... Was ist da drauf überhaupt gestanden? Ich habs nicht so genau gelesen...", kratzt sich die Rothaarige nachdenklich und verlegen am Kopf. Grinsend über ihre Freundin erwidert Serena: „Warum wundert mich das nicht mehr... 'Nosce te ipsum' ist auf der Tür gestanden... Vielleicht hätten wir es ja übersetzen sollen damit die Tür aufgeht?!" „Vielleicht... irgendwie hört sich das nach Latein an. Bitte nicht... wenn das Latein ist dann können wir das nie übersetzten – wir beide hassen diese Sprache!", stöhnt der Rotschopf verzweifelt auf. „Kein Wunder das die Tür nicht aufgegangen ist... Und aufbekommen werden wir zwei die sicher nie im Leben!", beendet Serena das Umherrätseln und die Frauen beschlossen still schweigend nie wieder in ihrem Leben über ihre nicht vorhandenen Lateinkenntnisse nachzudenken. Sich wieder ihrem Speis und Trank widmend verbringen die Freundinnen den restlichen Tag in dem gemütlichen kleinen Cafe mitten in den Rosengärten der Bibliothek.
Stöhnend und sich den schmerzenden Kopf haltend rollt Mizuki sich in ihrem Bett umher während um sie herum die Welt allem Anschein nach in Anarchie verfällt. Jedes kleinste Geräusch registrieren ihre überempfindlichen Ohren wodurch der Krach im unter ihrem Zimmer liegenden Schankraum gleich zehn mal so laut für die verkaterte Frau war. „Verdammt... Mein Kater kann bald Mäuse jagen... Auuuuu... Ich hätte gestern bei dem blöden Fest nicht so viel trinken sollen... ahhh... und welcher Vollidiot macht hier so einen Radau?! Mein armer Kopf...", jammert die Rothaarige während sie verzweifelt versucht ihre trägen Augenlider dazu zu bringen das zu tun was sie will. Mühsam bringt sie ihre Augen einen Spalt breit auf und blinzelt in den von schweren Vorhängen verdunkelten Raum. Sich langsam aufsetzend vernimmt ihr pochender Schädel, dass der im Schankraum betriebene Lärm immer weiter anschwillt. Wackelig kommt Mizu auf ihre Beine und tappst ungelenk zum Bett ihrer Freundin um diese etwas rabiat zu wecken, da die junge Frau einfach kurz vor Serenas Bett strauchelte und ihrer Freundin wie am Vortag den Ellbogen in den Magen rammte. Fauchend sprang das Opfer der ganzen Aktion auf und wollte ihren Angreifer anschreien. Ein Blick auf das Häufchen Elend das halb auf ihrem Bett und halb auf dem Boden lag, gab Serena jedoch zu verstehen, dass Mizuki schon genug litt und nicht noch eine gebrüllte Standpauke benötigte. Sich in Lotusposition auf ihrem gemütlichen Bett niederlassend beobachtet sie, wie die Frau neben ihr langsam und umständlich auf das Bett kletterte und sich niederließ. „Warum hast du nie einen Kater wenn wir trinken? Das ist so ungerecht! … Ahhhh... mein Kopf... Was ist das eigentlich für ein schrecklicher Lärm Seri?", mault der Rotschopf. Erst durch die Worte ihrer Freundin beginnt die Hellhaarige das Getöse unter ihnen zu hören – durch das extra laute Organ Mizukis hatte Serena schon vor Jahren gelernt laute Geräusche um sich herum auszublenden – und runzelt als sie Wortfetzen verstehen kann leicht ihre Stirn: „Tja...that's life... Wenn mich nicht alles täuscht dann zerlegen gerade einige Piraten den Schankraum... Aber du gehst jetzt am besten erst mal duschen, vielleicht geht's dir ja dann wieder besser!" Als Bestätigung nur ein Handzeichen gebend wankt die Frau in Richtung des Badezimmers. Leicht kichernd erhebt sich auch Serena und zieht sich, duschen war sie noch gestern Abend, eine blaue Baggypant, ein ärmelloses schneeweißes Top und gemütliche Sandalen mit leichtem Absatz an. Sie fand auch noch Zeit ihre langen Haare in einem hohen Pferdeschwanz zusammenzufassen und leichtes Makeup aufzulegen, bevor Mizuki in ein flauschiges Handtuch gewickelt wieder den Schlaf- und Wohnraum betrat. Wesentlich munterer und mit weniger schmerzendem Kopf grinst die leicht Bekleidete und zieht sich schamlos neben ihrer Freundin um. In ihre hochhackigen Sandaletten schlüpfend ist nicht nur Mizukis Outfit, eine schwarze Leder-Hotpants und ein schwarz bauchfreies Bandeautop wozu sie eine blutrote Bluse darüber trug, komplett, sie überragt auch ihre 'kleine' Freundin um gut 20 Zentimeter. Mit einem leicht ärgerlichen Blick schaut die Ältere zu ihrer Begleiterin hinauf: „Das musste jetzt sein, oder? Ach egal... schaun wir uns mal an was da unten los ist... außerdem hast du sicher nichts gegen einen starken Kaffee..." „Stimmt genau!", wird bestätigt und die Frauen verlassen ihr Zimmer um nur wenig später auf halber Höhe mitten auf der Treppen dem leicht zerzausten und aufgeregten Wirten zu begegnen. Als er seine Kundinnen sieht fängt er erregt an zu plappern: „Guten Morgen die Damen! Wenn sie frühstücken möchten, bringe ich ihnen gerne etwas auf ihr Zimmer und sollten sie ausgehen bringe ich sie zur Hintertür hinaus. Bitte betreten sie nur nicht den Schankraum! Dort treibt gerade eine Piratenbande ihr Unwesen und ich möchte nicht das sie sich dadurch gestört fühlen!" Sich gegenseitig einen kurzen Blick aus den Augenwinkeln zuwerfend zucken beide Frauen mit ihren Schultern und setzen ihren Weg, trotz der aufgeregten Worte des Wirtes, zum Schankraum unbeirrt fort. Da sowohl Serena ihren Dolch als auch Mizuki ihre Sai an die Oberschenkel geschnallt hatte, waren beide sich sehr sicher jeden Unhold zumindest kurzzeitig aufhalten zu können um die Flucht anzutreten. Mizuki konnte schließlich auch leicht ausgepowert Lorenor Zorro standhalten und die Reisenden hatten erst vor wenigen Tagen all ihre Fähigkeiten gegen einige Piraten erfolgreich verwendet. Leise über das gestrige Rosenfest plaudern treten die Freundinnen in den Raum ein, setzen sich dort sofort auf den Tresen, alle Sessel waren im herrschenden Chaos verschwunden, und die verschreckte Kellnerin brachte ihnen in zwei der noch heilen Tassen Kaffee. Genüsslich nippen beide an dem noch heißen Kaffee und sehen sich die verrückten Piraten genauer an, bis der Rothaarigen als erstes auffällt: „Hey Seri, schau mal dort drüben, ist das nicht der Piratenkapitän der uns vor zwei Tagen angegriffen hat?" Dem Finger folgend entdeckt auch die Hellhaarige den Kapitän: „Ja das ist er! Na das kann ja noch lustig werden, wenn sie uns entdecken..." Vertieft in ihre Entdeckung merken die Freundinnen nicht das einer der vielen Kämpfenden auf sie zu stolperte. Der Pirat konnte sich zwar noch an ihren Beinen festhalten um nicht umzufallen doch zu seinem Leidwesen riss er den beiden Frauen ihre Kaffeetassen aus den Händen und das heiße Gebräu ergoss sich über Mizuki und Serena.
Bei Marco und Ace:
Die Kommandanten der ersten und zweiten Division Whitebeards hatten noch bevor sie an Bara-Island angelegt hatten, beschlossen nach langer Zeit wiedereinmal miteinander eine Insel zu erkunden. So stromerten die gefürchteten Piraten seit dem Morgengrauen durch die kleine aber feine Hafenstadt. „Warum hat Vater eigentlich hier anlegen lassen? Meistens suchen wir uns doch eine verlassene Insel oder legen an einer versteckten stelle an... Hier ankern wir mitten im Hafen ...", fragt der Hutträger seinen Freund. Mit ernstem Blick beantwortet Marco ihm seine Fragen: „Auf dieser Insel hat die Weltregierung und somit die Marine keine Macht, deswegen können wir so offen an Land gehen! Warum wir hier sind kann ich dir leider nicht beantworten, ich vermute aber, dass wir diese beiden Frauen suchen die letztens einen Teil der 13. Division aufgemischt haben... wahrscheinlich will Vater mit den Beiden reden..." Zustimmend leicht nickend und brummend hält Ace seinen Hut fest bevor ihn eine starke Windböe von seinem Kopf reißen kann. Mit dem starken Wind werden zu den gesuchten Männern auch die Laute einer Schlägerei getragen und ohne sich abzusprechen fangen beiden mit einem breiten Grinsen im Gesicht an in diese Richtung zu laufen. Als sie jedoch gerade die Bar betreten wollen verstummen drinnen alle Geräusche. Neugierig öffnet Ace die Tür und betritt dicht gefolgt von Marco den Schankraum. Leicht verwirrt bemerken die Männer, dass alle anwesenden Piraten, denn es waren die der 13. Division, keinerlei Notiz von den Kommandanten nahmen, sondern nur gebannt zur Theke starrten. Während Marco sich den erstbesten Piraten schnappte und eine Erklärung forderte, starrte die Flammenfaust nur gebannt in die selbe Richtung wie alle anderen: zu zwei jungen attraktiven Frauen die anscheinend einem der Crewmitglieder gerade eine ordentliche verpasst hatten. Er war ein gesunder junger Mann und das hatte er sowohl seiner Crew als auch unzähligen gutaussehenden Frauen bewiesen, aber als er die beiden durchnässten Frauen vor ihm sah dachte er in keinster weise daran mit ihnen ins Bett zu steigen, wobei er innerlich vermerkte, dass er keine von der sprichwörtlichen Bettkannte stoßen würde. Obwohl die rothaarige und größere der Frauen nur noch in einer knappen Hotpant und einem engen Stück Stoff um die ansehnliche Oberweite dastand und trotz des sportlichen Körpers Kurven vorzuweisen hatte, starrte der Kommandant der zweiten Division nur auf die zierlichere und weiblichere der Beiden. Ace wusste nicht was genau es war das ihn in den Bann zog, aber auch die Stimme seines Freundes konnte ihn nicht von der Weißhaarigen ablenken und so sah er ihr nur gebannt zu, wie sie leicht grummelnd aus ihrem klatschnassen weißen Top schlüpfte und nur noch in einer praktischen weiten halb langen Hose und einem hellblauen Sportoberteil vor der versammelten Menge stand. Erst als die goldenen Augen der Frau seinen intensiven Blick einfingen und er in ihnen Erkennen spiegeln sah, riss er sich los und wandte sich dem ihn mit einem Grinsen musternden Phönix zu der sich zu Ace' Leidwesen nicht verkneifen konnte und wollte: „Was gesehen das dir gefällt? Reiss dir bald eine Frau auf, du bist seit der 'Sache' total untervögelt, wenn du so weiter machst fackelst du noch mal die Moby ab! Aber ich muss dich loben, du hast auf jeden Fall einen guten Geschmack, die Kleinere ist im Bett sicher viel umgänglicher als der Rotschopf, die schaut nach einer richtigen Kratzbürste aus!" Mit einem breiten frechen Grinsen greift der Schwarzhaarige die Gedanken seines Nebenmannes auf: „Also ich hätte ja bei der Kleinen schon bedenken sie zu zerbrechen so zierlich wie sie ist... außerdem steh ich mehr auf Frauen bei denen ich keine Genickstarre beim Knutschen kriege und du kannst nicht bestreiten, dass die Rothaarige einen scharfen Körperbau hat!" „Muss ich dir zustimmen... Wenn ich den Beiden auf der Straße begegnet wäre, hätte ich beiden hinterher gepfiffen, aber hier sollten wir die Finger von ihnen lassen... die beiden Ladys da vorne sind unsere Gesuchten!", wird der Kommandant und Vize Whitebeards plötzlich ernst. Mit offenem Mund starrt die Flammenfaust seinen Freund verdattert an: „Die beiden waren das?!" Fast unmerklich nickt der blonde Mann und erhebt seine mit Haki verstärkte Stimme: „Hey Mädels! Wer seit ihr, dass ihr euch einbildet jemanden von Whitebeards Crew anzugreifen?" Kurz sehen die Frauen auf wenden sich jedoch sofort wieder ihrem eigenen Gespräch im Flüsterton zu. Sehr zur Schadenfreude der Flammenfaust fängt eine Ader auf der Stirn des anderen Kommandanten an wütend zu pochen und er lässt seine Stimme donnern: „Wisst ihr überhaupt wen ihr da gerade ignoriert?!" Ihr Gespräch beendend drehen sich die Frauen zu Marco und Ace um und die Rothaarige gibt frech grinsend eine Antwort: „Phönix Marco Kommandant der 1. und Feuerfaust Puma D. Ace Kommandant der 2. Division Whitebeards! Und jetzt brüll hier nicht so rum Ananaskopf!" Schnell hechtet Ace zu den Frauen und zieht die Hellhaarige von ihrer Freundin, die von einem halbverwandelten, stinkwütendem Marco gepackt worden war, weg, ihren zarten Körper von den beißenden Flammen abschirmend. Besorgt auf die Frau in seinen Armen hinabblickend fängt er ihren musternden Blick ein weiteres Mal ein und wiedereinmal muss er den Blick los lassen als Marco eine gewaltige Welle Königshaki freisetzt, die fast alle im Raum auf der Stelle umkippen lässt. Selber leicht strauchelnd wird Ace jetzt von der Frau vor ihm festgehalten. Verblüfft, dass sie ohne weiteres nach so einer Hakiwelle stehen kann starrt er sie an, reißt aber, als er Marcos zornige und verwirrte Stimme hört, den Kopf herum und bekommt einen Lachanfall. Wütend blitzen sich die rothaarige leicht angesengte Frau, der genauso wie ihrer Freundin das Haki nichts anhaben konnte, und der Kommandant der 1. Division an – DAS gab Mal wirklich viel Erpressungsmaterial her! Mit seiner strapazierten Geduld am Ende schnellt Marco nach vorn, boxt seinem Gegner in den Magen und schmeißt sich die fluchende Frau über die Schulter. „Nimm du die andere, ich kümmer mich um diese Kratzbürste! Wir bringen die Beiden jetzt zu Vater, soll der entscheiden was mit ihnen passiert!", knurrt Marco noch immer wütend in Ace' Richtung. Kurz mit den Schultern zuckend schnappt sich der Kommandant die Frau vor ihm und wirft sie sich über die Schulter, mit einem breiten Grinsen schlägt er ihr dabei auch einmal fest auf ihren knackigen Hintern, was ihr einen erschrockenen Schrei entlockte und ihm einen harten Schlag auf den Rücken einhandelte – mit einem hatte sein Freund unrecht... die Hellhaarige war um keinen Deut umgänglicher als ihre Begleiterin, sie sah nur unschuldiger aus!
