Kapitel 6 – Falsche Gegner und eine katastrophale Mitfahrgelegenheit
Achtung einige Sichtwechsel!
POV Serena (kurz nach dem Kaffeeunfall):
„Warum war es vorhersehbar, dass so etwas passieren musste? Ach ja: mieses Karma... Wenigstens hab ich statt des durchsichtigen Spitzen-BH's heute ein Sportoberteil genommen, mit dem nassen weißen Oberteil wäre es ansonsten wirklich lustig geworden...", schießen mir die Gedanken durch den Kopf während ich mich aus meinem Shirt schäle. Leicht grummelnd werfe ich es auf den Tresen hinter mir auf dem schon die durchweichte Bluse meiner besten Freundin einen 'Ehrenplatz' gefunden hatte. Dass alle Anwesenden im Moment auf Mizuki und mich starren, ist mir durchaus bewusst, trotzdem fühle ich einen besonders intensiven Blick auf mir. Meine erste Vermutung wieder verwerfend – Mizu war noch damit beschäftigt den Piraten, der unseren Kaffee verschüttet hatte, anzuknurren und anzufunkeln – wanderten meine Augen im Schankraum umher, bis sie auf die schwarzen Irden einer mir gutbekannten Person fielen, die mir Tränen in die Augen trieb. Kurz sahen wir uns gegenseitig tief in die Augen. Der halbnackte Mann wandte jedoch mit einem fast unmerklichen Rotschimmer auf den Wangen seinen Blick ab und sah seinem Nebenmann an. Mit einem Blick hatte ich die Situation erfasst und ich fing langsam an übles zu ahnen. „Mizu... Wir haben hier ein klitzekleines Problemchen!", raune ich meiner Freundin möglichst leise zu. Verwirrt dreht sich die Rothaarige zu mir: „Was ist denn los? Ich war gerade so schön mit dem Piraten beschäftigt..." Mit ernstem Blick deute ich mit dem Kopf in Richtung der von mir entdeckten Männer. Einen langen Herzschlag starrt Mizuki die beiden mit aufgerissenen Augen an, kann sich dann jedoch leicht hysterisch lachend von deren Anblick lösen: „Was machen Marco und Ace hier? Bitte sag nicht..." „Ich befürchte doch – wir haben uns anscheinend mit Crewmitgliedern Whitebeards angelegt...", stöhne ich leicht verzweifelt.
Als unsere hitzige Diskussion das zweite Mal innerhalb weniger Sekunden gestört wurde platzte Mizu der Kragen und sie faucht den Kommandanten der ersten Division an: „Phönix Marco Kommandant der 1. und Feuerfaust Puma D. Ace Kommandant der 2. Division Whitebeards! Und jetzt brüll hier nicht so rum Ananaskopf!" 'Sprungbereit' beobachtete ich die Reaktion Marco's auf die herzallerliebsten Worte meiner möchtegern Schwester – er ging wortwörtlich in Flammen auf. Bevor ich jedoch Zeit hatte zu reagieren wurde ich von kräftigen Armen umschlungen, gegen eine nackte Brust gedrückt und von den blauen Flammen des Phönix geschützt. Mich an seinen starken Oberarmen festhaltend blicke ich auf und Ace' Augen nehmen mich ein weiteres Mal gefangen. Plötzlich höre ich einige dumpfe Schläge und ich sehe aus dem Augenwinkel wie langsam alle Piraten bewusstlos umkippen, sogar der junge Mann in dessen Armen ich noch immer 'liege' fängt an zu straucheln. „Was zum Teufel war das jetzt? Königshaki? Aber warum hab ich dann nur eine Gänsehaut und bin noch bei Bewusstsein?", schießen mir die Fragen in Lichtgeschwindigkeit durch den Kopf noch während ich Ace' schweren Körper stütze. Da die Flammenfaust erfolgreich meinen Blick auf Marco und Mizuki blockierte, hörte ich nur die tiefe Stimme des Phönix als er zu seinem Kollegen sagte: „Nimm du die andere, ich kümmer mich um diese Kratzbürste! Wir bringen die Beiden jetzt zu Vater, soll der entscheiden was mit ihnen passiert!" Den Boden unter den Füßen verlierend reiße ich verblüfft meine Augen auf und will schon protestierend aufschreien, als mir die Worte im Hals steckenbleiben: dieser Macho hatte mir mit voller Wucht auf meinen Allerwertesten geschlagen. Einen erschrockenen und wütenden Aufschrei nicht unterdrücken könnend, schlage ich ihm mit aller Kraft mit der geballten Faust auf den Rücken. Das draus resultierende Lachen ließ mich endgültig wütend werden und ich bombardierte meinen Entführer mit Schlägen, Tritten und Schimpfwörtern.
Whitebeard POV:
„Bitte hört endlich auf zu trinken! Bedenken sie ihre Gesundheit!", meckert eine der vielen Krankenschwestern die jeden Tag um mich herumschwirren. Demonstrativ einen großen Schluck nehmend winke ich die leicht bekleidete Frau zu Seite und war sogar kurz versucht sie vom Schiff zu schmeißen. „Warum werden alle zivilen Frauen die länger als 1 Woche auf meinem Schiff sind zu Nymphomanen? Habens die wirklich so nötig? Schrecklich...", grummle ich in meinem Bart nur um laut auf zu lachen als ich an einen heißen Feger denken muss der mir und Roger mehr als einmal bei einem Streit eine Drüber gebraten hat. „Wenn das die Marine mitbekommen hätte, dann wären Sengoku und Garp vor Schock tot umgefallen! Ja, das waren noch Zeiten!", geht mir mit einem Grinsen durch den Kopf.
Lautes weibliches Gekeife und Gebrülle lassen meine Gedanken verstummen: „Marco… Verdammt noch mal, lass mich runter! Verfluchtes Flattervieh du bist so was von Tod!" Mit einem breiten Grinsen beobachte ich meinen Vize wie er mit der fluchenden und schimpfenden Frau über der Schulter an Deck springt, dicht gefolgt vom Kommandanten der zweiten Division – mit einer ebenso liebenswerten weiblichen Begleitung. Mit ordentlichem Schwung werfen mir meine Söhne die keifenden Mädels vor die Füße. Ebenso wie Marco und Ace entgeht auch mir nicht das die Hellhaarige mit einer fließenden Bewegung abrollt und sofort wieder auf ihren Beinen ist, die Rothaarige knallt jedoch mit voller Wucht auf ihre linke Schulter und lässt einen lauten Schmerzschrei hören. „Das war nicht nur der Aufprall am Boden... Mit ihrer Schulter ist irgendetwas nicht in Ordnung", geht mir besorgt durch den Kopf als ich der Frau zu sehe wie sie sich, ihr Gesicht vor Schmerz verzogen, ihre malträtierte Schulter hält, doch mein dummer und vorlauter Sohn kann seine große Klappe wieder einmal nicht halten: „Na Schnuckelchen, hat wohl doch mehr weh getan als gedacht? Tja... selber schuld, hättest du uns ni..." „SCHNUCKELCHEN?!", mit lodernden Augen fährt der Rotschopf meinem Kommandanten über den Mund: „Schnuckelchen?! Puma D. Ace... du bist T.O.D.! Korrektur: ich kastriere dich mit einem LÖFFEL!" Mit einem immer breiter werdenden Grinsen beobachte ich wie unserem 'Feuerteufelchen' Feuer unter dem Hintern gemacht wird.
Normale POV:
Einige Sekunden steht der Kommandant der ersten Division unschlüssig in der Gegend herum, beschließt aber dann doch seinem Freund zu helfen. Marco kommt jedoch nicht einmal zwei Schritte weit bis ihm die Füße weggerissen werden und er Aug in Aug mit einer tadelnd mit dem Zeigefinger wedelnden Serena ist: „Nanana, nicht einmischen! Das ist deren Kampf, nicht deiner!" Die Hände in die Hüfte stemmend beobachtet die Hellhaarige wie der Mann vor ihr mit sarkastischen Worten auf den Lippen wieder auf die Beine kommt: „Haben alle Frauen ein Rad ab? Sollen die beiden sich die Schädel einschlagen, nicht mein Problem... die Leidtragende ist sowieso deine Freundin!" „Wir wissen nur uns durchzusetzen! Ich würde mir eher Sorgen um Ace als um Mizu machen, sie kann sich wehren!", langsam breitet sich auf Serenas Gesicht ein ehrliches Lächeln aus. Grummelnd lässt Marco sich im Schneidersitz an die Reling gelehnt nieder: „Der Rotschopf heißt also Mizu... und wie ist dein Name?" „Mizu ist nur der Spitzname, eigentlich heißt sie Mizuki. Mein Name ist Serena, aber du kannst mich gerne Seri nennen, wenn du willst", lächelt die junge Frau den Mann vor ihr an und streckt ihm einladend ihre Hand entgegen. Fest wird ihr zartes Handgelenk von einem breit grinsenden Marco gepackt und sie landet von den Armen des frechen Phönix gestützt, sitzend neben ihm auf dem Boden. „Idiot...", meckert die Hellhaarige fast unhörbar und schlägt ihrem Angreifer leicht auf den Arm. Sein breites Grinsen noch einen Ticken weiter machend erwidert Marco nur sich gemütlich ausbreitend: „Freut mich dich kennen zu lernen, Seri! Dann schauen wir mal wer von uns beiden recht behält..." Fragend eine Augenbraue hinaufziehend blickt Serena den Mann neben ihr an, dieser deutet jedoch nur mit einem Handwink stumm in Richtung der Kämpfenden: Ace und Mizuki.
Serena POV:
Gespannt verfolgen meine Augen und mein Verstand den Ablauf des ungleichen Kampfes und zu meinem Leidwesen muss ich dem Kommandanten neben mir Recht geben: Ace war Mizuki überlegen. Punkt. Er hatte einfach den Vorteil einer Teufelsfrucht und konnte aus sicherer Entfernung Attaken starten, wohingegen meine Schwester mit ihren Sai genötigt war auf Tuchfühlung zu gehen. Geschickt wie sie glücklicherweise ist weicht sie seinen Attacken größtenteils aus, aber leider nicht allen. Mit einem besorgten Stechen im Herzen wünsche ich mir ihr helfen zu können, ach wenn wir doch nur das Tyrannenhaki einsetzen könnten…
Whitebeard POV:
*Armes Mädl... wie es aussieht hat sie gegen Ace keine Chance...*, geht mir leicht bedauernd durch den Kopf als ich die sinnlosen Versuche der Rothaarigen verfolge meinen Kommandanten auch nur in Reichweite ihrer Waffen zu bekommen. Vertieft in das Getümmel blende ich alles um mich herum aus. Einen großen Schluck aus meinem Krug nehmend nutze ich die Gelegenheit um mich gemütlicher Hinzusetzen und nehme genüsslich einen tiefen Atemzug der klaren und frischen Meeresluft. *Hmmm... wie nach einem starken Sommergewitter *, spucken meine Gedanken umher während ich mich immer weiter in der entspannenden Wirkung des lebensspendenden Atems der Natur verliere, ich gehe sogar soweit meine Augen kurz entspannt zu schließen. Blitzartig reiße ich sie aber wieder auf – ich kenne dieses Gefühl! Ich kenne diese klare Luft! Anscheinend werde ich jetzt wirklich schon alt. Aus dem ungewollten Bann gerissen lasse ich meine Augen über meine versammelte Mannschaft gleiten. Alle stehen oder sitzen mit einem entspannten Gesichtsausdruck herum und tragen teilweise ein Lächeln oder geschlossene Augen spazieren. Oh ja ihre Kräfte sind jetzt schon stark, sogar Marco ist gefangen und lehnt mit geschlossenen Augen an der neben ihm sitzenden Frau. Die Weißhaarige scheint jedoch von all dem nicht das mindeste mitzubekommen, sie starrt nur gebannt auf ihre kämpfende Freundin. *Bald … schon sehr bald...aber jetzt ist die Zeit noch gekommen euch alles zu sagen...*, denke ich still für mich und mit einem breiten Grinsen im Gesicht wende ich mich wieder dem noch immer laufenden Kampf zu: allem Anschein nach hatte sich das Blatt gewendet – dem verwirrten Ausdruck meines Sohnes und den jämmerlichen Funken aus seinen Fingerspitzen zu schließen, funktionieren seine Teufelskräfte nicht mehr so wie er es wollte und frech wie der Rotschopf ihm gegenüber nun mal war, wartete sie nicht ab bis er mit der neuen Situation zu recht kam, oh nein, mit einem breiten Grinsen im Gesicht prügelte sie meinen Kommandanten quer übers Deck. Schallend fange ich an zu lachen als es der jungen Frau doch tatsächlich gelingt Ace wortwörtlich einen Tritt in seinen Allerwertesten zu verpassen – natürlich mit ihrem spitzen Absatz voran! Das Warten hatte sich wirklich gelohnt!
Normale POV:
Das laute unverkennbare grollende Lachen Whitebeards reißt alle aus der entstandenen Trance. Benommen fängt auch Marco wieder an sein Umfeld bewusst wahrzunehmen, vor allem der wundervolle Ausblick vor ihm 'hilft' ihm aufzuwachen. Mit einem dreckigen Grinsen im Gesicht bleibt der Kommandant noch immer 'benommen' auf die Schulter Serena's gelehnt sitzen und beobachtet gespannt wie einige Schweißtropfen über die helle Haut der jungen Frau perlen und in ihrem nicht gerade kleinen Ausschnitt verschwinden. Unbewusst rutscht er mit seinem Oberkörper immer tiefer – wenn da nicht plötzlich ein sehr schmerzhaftes Ziehen an seinem Ohr gewesen wäre. Serena hatte, als der Kampf vor ihren Augen für ihre Freundin entschieden war, wieder bewusst ihre Umgebung wahrgenommen und so war ihr auch nicht verborgen geblieben, dass das kuschelbedürftige Vögelchen aufgewacht war und sie anfing zu besabbern. „Such dir jemand anderen zum Begaffen!", mit diesen Worten reißt die zierliche Frau den Kopf ihres 'Angreifers' an dessen Ohr von ihrer Schulter und steht als sie in Freiheit ist mit einer eleganten Bewegung auf.
Mit einem leichten Grinsen auf den Lippen eilt sie auf Mizuki zu und springt diese mit Anlauf von hinten an: „Lass den armen Ace leben, vielleicht brauchen wir ihn noch. Außerdem rollt er sich schon vor Schmerzen..." Mit einer zweifelnd hochgezogenen Augenbraue blickt die Rothaarige ihr Klammeräffchen über die Schulter an: „Aber mir würden noch so viele Dinge einfallen die ich an ihm ausprobieren will..." „Aber dein Versuchskaninchen sollte lebendig sein, oder? Wenn du ihn heute schon kaputt machst kannst du morgen nicht mehr mit ihm 'spielen'", tadelt die Weißhaarige ihre Begleiterin wie eine Mutter ihr Kind. Leicht schmollend zieht Mizu eine Schnute, gibt jedoch ohne weitere Widerworte dem Wunsch Serenas nach und lässt nach einem letzten Tritt in die Seite ihres Gegners und einem fiesen Grinsen: „Kurier dich gut aus, morgen geht's nämlich weiter!", von ihm ab. Ein weiteres lautes Auflachen Whitebeards lenkt die Aufmerksamkeit der beiden jungen Frauen auf den Piratenkapitän, welcher ihnen mit einem breiten Grinsen im Gesicht einen Vorschlag macht: „Ihr beiden Mädels gefallt mir! Warum schließt ihr euch nicht meiner Crew an? Etwas weibliche Verstärkung kann nie schaden!"
