Danke dafür, dass du weiter liest!
Drac0sGirl: Danke, Danke, Danke! Ja, die Rückblenden. Ich fand das lockert das ganze ein Bisschen auf und es macht mir Spaß so kleine Szenen einzubauen wie das mit Voldemort, weil man ja in der Richtung etwas dem HBP entnehmen kann.
Nn viel Spaß mit der Fortsetzung!
Sie hasst mich - oder doch nicht?
Draco hob eine Augenbraue, „Kennen wir uns?" Was für eine bescheuerte Frage, natürlich kannte sie ihn, sonst hätte sie seinen Namen nicht so abfällig ausgespuckt.
Sie schaute ihn misstrauisch an, konnte es sein dass er es nicht mehr wusste? „Ja! Das passt zu dir," sie wurde wütend, „Schlammblütern hast du ja nie direkt ins Gesicht geschaut, sie sind es ja nicht wert."
Bei diesen Worten fiel es ihm wieder siedend heiß ein. Sie war das Mädchen, dass er während seiner Schulzeit so gehasst hatte und das nicht nur weil sie eine von ihm damals so verhasste Muggelgeborne war. Sie war eine schreckliche Streberin und Besserwisserin gewesen und immer in allem besser als er. Sie war eine Griffindor und noch dazu sehr eng mit Harry Potter befreundet, seinem ärgsten Feind. Draco fühlte sich in der Zeit zurück versetzt und wollte gerade aufstehen, da dachte er daran, dass er nicht mehr davon laufen wollte. Also blieb er sitzen und starrte sie an.
„Was willst du?" Ihre Augen blitzten und wurden vor Zorn fast schwarz.
Draco versuchte ruhig zu bleiben. Auch wenn er dies hier anders geplant hatte, so würde er nicht so schnell aufgeben und vielleicht könnte er sie davon überzeugen, dass er nicht mehr der Mensch war den sie glaubte vor sich zu haben.
„Bis eben wusste ich nicht wer du bist. Ich habe dich hier schon oft gesehen und dachte ich spreche dich an. Ich hatte gehofft wir könnten Freunde werden, aber da liege ich wohl falsch." Er atmete tief ein und wartete auf eine Reaktion.
Doch sie sagte nichts und schaute ihn nur ungläubig an. Doch was er nicht wusste war, dass sie ins grübeln gekommen war. Konnte das die Wahrheit sein? Saß ein Malfoy in einem Muggelcafé und sprach nichtmagische Menschen an?
Draco fühlte sie unsicher, dieser durchdringende Blick ließ ihn unruhig werden. Er strich sich mit dem Zeigfinger über eine Augenbraue und beugte sich in seinem Stuhl etwas vor. „Hör zu, ich weiß, das was ich getan habe werde ich nie wieder gut machen können, aber ich habe eine Strafe dafür bekommen, ich habe fünf lange Jahre in Azkaban verbracht und versuche nun mein Leben wieder in die richtige Bahn zu lenken. Was ich dir als Junge in Howarts angetan und zu dir gesagt habe tut mir leid. Ich hoffe du kannst es mir irgendwann verzeihen Hermine!" er seufzte, das alles war unheimlich schnell aus ihm hervorgesprudelt und er fühlte sich ein kleines Bisschen leichter. Er wollte den Tisch verlassen.
„Warte!" der Klang ihres Namen hatte sie wachgerüttelt. „Wieso sollte ich dir glauben? Du hast nie bewiesen, dass du eine vertrauenswürdige Person bist. Woher weiß ich, dass das was du sagt die Wahrheit ist und keine Falle? Wie willst du mich dazu bringen dir zu verzeihen?" Sie schaute ihn fordernd an.
„Du hast recht, ich war nie sonderlich vertrauenswürdig. Ich kann dir hier keinen Beweiß liefern. Das einzige was ich dir geben kann ist mein Wort und das wird, wie es scheint, nicht ausreichen, doch ich sitze hier in einem Café im London der Muggel und habe gerade eine Frau angesprochen, von der ich bis vor ein paar Minuten geglaubt hatte sie sei eine von ihnen. Wenn das dich nicht im geringste stutzig macht, dann werde ich damit leben müssen, dass du wie so viele andere mich hasst." Während er sprach hatte er seine Geldbörse hervorgekramt, als er geendet hatte schmiss er einen schein auf den Tisch und verließ das Café.
Zornigen Schrittes ging er die Straße hinab. Den Regen, der immer noch fiel, bemerkte er gar nicht. Was hatte er von ihr erwartet? Sie war eine Hexe und er war überzeugt davon, dass alle Hexen und Zauberer ihn hassten und verachteten. Nun ja, ein paar seiner Kollegen im St.Mungo hatten ihn zumindest akzeptiert, aber die Patienten, egal welchen alters weigerten sich, mit ihm allein im selben Raum aufzuhalten, geschweige denn sich von ihm berühren zu lassen...
Er war noch nicht lange aus Azkaban raus und hatte gerade den zweiten Teil seiner Strafe im St.Mungo angetreten. Ein kleines, sechsjähriges Mädchen hatte einen schlimmen Biss von einer Begegnung mit einer giftigen Riesen-Dionaea, einer fleischfressende Pflanze, davon getragen und er sollte den Verband erneuern.
Schon als er eintrat blickte sie ihn erschrocken an und als er auf sie zu ging fing sie an zu weinen.
„Geh weg!" sie klang fast panisch.
„Aber ich will doch nur deinen Verband wechseln, damit es dir bald wieder besser geht." hatte er versucht sie zu beruhigen. Er wusste nicht was er anderes tun sollte. Warum reagierte dieses kleine Mädchen so auf ihn?
„Geh weg!" schrie sie nun noch einmal, „Du bist ein böser Mann!"
Woher wusste sie wer er war oder war es, weil sie angst hatte vor dem Verbandwechsel? Immerhin war sie erst sechs und noch nicht einmal geboren, als er ein Todesser wurde.
„Du brauchst keine Angst vor mir zu haben, ich tue dir nichts. Ich will nur, dass es dir bald wieder besser geht." Redete er beschwichtigend auf sie ein.
„Ich hab dich in der Zeitung gesehen. Du bist böse! Geh weg!"
Da verstand Draco. Im Tagespropheten hatte ein Artikel gestanden in dem über seine Freilassung berichtet wurde. Er war gerade an ihrem Bett angekommen, als sie anfing zu schreien.
„NEEEIIIIINNN!"
Im selben Moment traten die Eltern des Kindes ein. Einen Moment lang starrten Draco und der Vater sich an, während die Mutter zu ihrer Tochter lief. Dann...
„Was fällt ihnen ein meine Tochter zu berühren!" Der Mann kam ihm nun bedrohlich nahe.
„Aber... Ich habe nichts getan. Ich wollte..."
„Ich will nicht, dass Sie meiner Tochter jemals wieder so nahe treten, wie gerade eben. Haben sie das verstanden!" schnitt ihm der Vater das Wort ab und packte ihm dabei an seinem Hemd. Der Ausdruck in dem zornerfüllten Gesicht war unmissverständlich. Der Mann stieß Draco von sich, „Verschwinden sie!"
Draco war geschockt, dennoch ging er. Er hatte mit Problemen gerechnet, nachdem er entlassen wurde, aber so eine heftige Reaktion hatte er nicht erwartet...
Seit dem hatte er sich nur noch um die Patienten kümmern dürfen die nicht bei Bewusstsein waren. Es war deprimierend, doch langsam hatte er sich daran gewöhnt und führte einseitige Gespräche mit ihnen. Solche Zusammenstöße hatte er nicht nur im Hospital erlebt, sondern überall in der Zaubererwelt. Sie waren vielleicht nicht ganz nicht ganz so heftig, doch spürte er die hasserfüllten Blicke, die ihm nachgeworfen wurden und er hörte die Leute über ihn reden, denn sie machten sich nicht einmal die Mühe ihre Stimmen zu senken. Er hatte versucht es zu ignorieren, bis er es nicht länger aushielt und seitdem hatte er fast jeden Nachmittag in diesem Muggelcafé gesessen. Dort hatte niemand über ihn bescheid gewusst. Bis eben. Wieso hatte er sie nicht erkannt?
„Sie ist hübsch geworden!" dachte er, als seine Wut anfing etwas nachzulassen. „Und ich habe überreagiert." Nun da er darüber nachdachte hatte sie zuletzt nicht aggressiv, sondern eher ruhig und forschend geklungen. „Ich bin ein Idiot!" sagte er zu sich selber, „Ich hätte nicht so schnell aufgeben sollen."
„Da hast du verdammt noch mal recht!" erklang eine Stimme hinter ihm.
Draco drehte sich um und blickte in das vom Laufen errötete Gesicht Hermines. Er war erstaunt und froh zugleich.
Sie verpustete kurz, warum tat sie das hier? Sie wusste es selbst nicht. Er war ein Todesser und vielleicht der Mensch den sie am meisten hasste. Doch er hatte ihr irgendwie leid getan, sie wusste, dass er in ihrer Welt verachtet wurde und wollte hören was er zu sagen hatte. Vielleicht hatte er sich ja wirklich geändert.
„Malfoy, ich... eh... hätte dich nicht gleich verurteilen sollen. ...eh...du hast deine Strafe bekommen und ich... eh..." sie wusste nicht recht was sie sagen sollte.
„Ist schon in Ordnung. Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Ich bin es gewohnt, dass die Leute so auf mich reagieren." Draco sah sie an, sie hatte einen eigenartigen Ausdruck im Gesicht. War es Mitleid? Das wollte er eigentlich nicht, er wollte nur akzeptiert werden und nicht verachtet oder bemitleidet. Letzteres hatte er seiner Meinung nach auch nicht verdient.
„Wollen wir zurückgehen? Ich würde mir gerne anhören was du zu sagen hast und hier draußen ist es für meinen Geschmack etwas zu nass dafür!" sie lachte.
Erst da bemerkte er, dass es immer noch regnete. „Da könntest du recht haben!" sagte er und ein Lächeln huschte über seine Lippen. Etwas das schon lang nicht mehr geschehen war.
Sie gingen zurück zum Café, sprachen auf dem Weg allerdings kein Wort miteinander. Kaum waren sie eingetreten erklang die Stimme der Kellnerin, „Ach herrje! Sie beide sind ja völlig durchnässt!" und sie verschwand in einem Hinterzimmer.
Draco war verwirrt und schaute auf Hermine, die nur belustigt aussah. „Ich wette sie holt ein paar Handtücher für uns! Sollen wir uns dort drüben hinsetzen?" Sie deutete auf einen ihrer Lieblingstische am Fenster.
Gerade als sie sich setzten kam die freundliche Kellnerin mit zwei großen, flauschigen Handtüchern zurück. „So! Bitte sehr. Ich kann doch nicht zulassen, dass meine zwei besten Kunden sich eine Erkältung holen." Ehe die Beiden noch ein Wort sagen konnten war sie wieder verschwunden, um kurz darauf mit zwei Tassen Tee wieder zurück zu kehren.
„Vielen Dank!" sagten Hermine und Draco im Chor. Alle drei lächelten. das war das zweite Mal, dass er wegen ihr lächelte. Es tat irgendwie gut. „Sie sind sehr freundlich zu uns!"
„Ach, wissen sie junger Mann..." wehrte sie ab „so etwas gehört bei mir zu Service." Damit überließ sie die Beinen wieder sich selbst.
Draco rubbelte sich die Haare trocken, als er wieder aufsah, blickte er in Hermines erwartungsvolle Gesicht. Er atmete tief durch, so sehr er sich das hier gewünscht hatte, es würde nicht einfach werden.
Ach ja! Ich habe mir wirklich alle Mühe gegeben um schnell weiter zu schreiben, kann aber nicht versprechen, dass es immer so klappt.
Ich freue mich natürlich auch diesmal wieder über Reviews aller Art und gebe mir Mühe sie zu beantworten.
