So Leute! Hier ist das neue Kapitel. Leider hat es furchtbar lang gedauert dieses mal und dafür schäme ich mich auch ganz doll! Aber immerhin weiß ich jetzt ganz genau wie es weitergehen soll, mir fällt es nur etwas schwer es zu Papier zu bringen.
KabaKakao: Ich find Beth auch lustig, es hat mir richtig Spaß gemacht diese Szene zu schreiben. Leider treffen die beiden sich nicht gleich. Hermine brauchte etwas Zeit, aber lies selbst...
Ratschläge
In den folgenden Tagen fiel es Hermine äußerst schwer sich zu konzentrieren. Sie ertappte sich immer wieder dabei, wie sie in Vorlesungen und Arbeitsgruppen gedankenverloren aus dem Fenster starrte.
Es war Freitag und ihr Dozent hatte die Studenten gerade mit einem Haufen Arbeit ins Wochenende entlassen, doch Hermine saß immer noch da und starrte ins Leere. Sie war gerade dabei zu hundertsten Male an diesem Tag abzuwiegen, ob sie es wirklich darauf ankommen lassen sollte und Malfoy noch einmal wieder treffen.
„Ms. Granger?" Es war ihr Dozent der sprach. „Haben sie noch Fragen?" Er kannte seine Studenten und besonders diese, die ihn immerzu mit Fragen löcherte. Sie war ihm mit der Zeit ans Herz gewachsen und wurde beinahe wehmütig bei dem Gedanken daran, dass sie in ein paar Monaten ihr Diplom erhalten würde.
„Oh! Eh... nein Sir." Sie hatte gar nicht bemerkt, dass sie als einzige zurück geblieben war.
„Kann ich ihnen sonst irgendwie weiterhelfen?"
„Nein Sir." Sie wurde rot und packte hastig ihre Sachen zusammen. Wobei hätte er ihr schon helfen können? Er war ein Muggel, und verstand nichts von ihren Problemen oder... „Doch Sir! Das heißt vielleicht können sie das Sir."
Der Professor war gerade im Begriff den Hörsaal zu verlassen, wandte sich ihr nun aber wieder zu.
Hermine wusste nicht wie sie beginnen sollte. „Vor nicht all zu langer Zeit haben wir in ihrer Vorlesung darüber gesprochen, dass Straftäter häufig aus zerrütteten Familienverhältnissen stammen." Sie sah ihm direkt in die Augen.
„Ja, das ist korrekt. Fahren sie fort!" forderte er sie auf.
„Halten sie es für möglich, dass jemand, dessen ganzes Leben von einem Fanatismus beherrscht wird, dann für seine Überzeugung fast einen Mord begeht und deshalb ins Gefängnis kommt, zu dem Schluss kommen kann, dass dieser Fanatismus falsch ist?" Sie blickte ihn aus erwartungsvollen Augen an. „Ist es nicht das worauf die Gesellschaft setzt, wenn sie jemanden ins Gefängnis steckt?" Er wartete keine Antwort ab, sondern fuhr sogleich fort. „Leider sieht die Realität oft anders aus. Wenn diese Täter aus ihrer Haft entlassen werden und in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren fallen sie häufig in alte Verhaltensmuster zurück. Das soll allerdings nicht heißen, dass es ausschließlich so ist, doch der Prozentteil derer die es schaffen aus diesem Kreislauf auszubrechen ist sehr gering. An welchen Fall haben sie denn gedacht?"
Sie beschloss nun so offen wie möglich mit ihm zu sprechen. „Es hängt mit einem persönlichen Problem zusammen das ich habe. Vor kurzem habe ich einen alten Schulkameraden wiedergetroffen. Wir haben uns gehasst, unter anderem wegen eben diesem Fanatismus den er hatte, der dem Nazismus sehr ähnlich ist und ihm von seiner Familie eingetrichtert wurde. Er stand kurz davor jemanden zu töten und kam deshalb ins Gefängnis. Kurz vorher waren seine Eltern gestorben. Nun hat er seine Strafe abgesessen und mich für damals um Verzeihung gebeten. Ich denke, dass ich das vielleicht schon getan habe, doch bin ich mir unsicher ob ich ihm wirklich vertrauen kann. Er hofft auf ein wiedersehen. Nun weiß ich nicht wie ich ihm gegenübertreten soll oder ob ich ihm doch lieber aus dem Weg gehen soll."
„Bei dieser Entscheidung kann ich ihnen leider nicht helfen, jedoch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er den Ausstieg aus dem Umfeld in dem er in dem er sich bis zu seiner Inhaftierung bewegt hat, durch den Tod seiner Eltern erheblich. Da diese wie es mir scheint die wichtigste Quelle für diesen Fanatismus zu sein scheinen. Wenn sie es also objektiv betrachten, dann spricht nichts gegen ein neuerliches Treffen. Die Frage ist also nicht ob es richtig wäre ihn wieder zu treffen, sondern ob sie es wollen. Bei wiederholten treffen kann und wird es ihnen nicht verborgen bleiben in wieweit er sich verändert hat."
„Er kann seine Maske nicht länger halten." Murmelte Hermine nachdenklich. War es nicht das was Ginny ihr gesagt hatte?
„Ja genau so könnte man es sagen." Meinte der Professor.
„Vielen Dank Professor! Sie haben mir sehr geholfen." Mit diesen Worten nahm Hermine ihre Tasche und stürmte hinaus.
„Immer wieder gern!" rief der Professor und schaute ihr belustigt hinterher.
oOoOoOo
Als Draco am Morgen nach der Begegnung mit Hermine erwachte, war er; trotz der Fürsorge von Beth, verschnupft und er spürte ein Kratzen im Hals. Jedoch empfand er es nicht als so schlimm und verzichtete deshalb lieber auf einen dieser widerlichen Aufpäppelungstränke.
Er duschte sich und ging wie jeden morgen ins Hospital. Er hatte wie jeden Tag die Hoffnung, dass es nicht ein so langweiliger Tag wie die Vorigen werden würde, voller sinnloser und vor allem einseitiger Gespräche mit den bewusstlosen Patienten. Doch er wurde enttäuscht und als er das Hospital am Nachmittag verlies war er niedergeschlagen und als ob das noch nicht genug gewesen wäre, hatte sich zu der verschnupften Nase und dem Kratzen im Hals auch noch ein schrecklicher Kopfschmerz dazugesellt. Er hoffte so sehr, dass Hermine heute im Café auftauchte, dass er sich sofort auf den Weg dorthin machte. Doch als er dort ankam war sie nirgends zu sehen, also setzte er sich an einen der Tisch und wartete während er einen Kaffee nach dem anderen trank, was seiner Erkältung nicht besonders bekam. Er versuchte nicht all zu viel nachzudenken, denn sein Kopf drohte zu platzen.
Als er bereiz eine volle Stunde dort gesessen hatte, wurde es für ihn unerträglich und er machte sich auf den Heimweg, in der Hoffnung sie dadurch nicht zu verpassen. Zuhause angekommen durchsuchte er seinen Tränkevorrat nach einem Mittel um seine Leiden zu lindern. Nach etlichen Minuten hatte er das richtige gefunden und leerte das Fläschchen in einem Zug. Danach legte er sich sofort ins Bett, sein letzter Gedanke bevor er einschlief galt Hermine und der Hoffnung, dass er sie nicht verpasst hatte.
Durch den Trank hatte sich die Erkältung in Luft aufgelöst, doch hatte dies keinen großen Einfluss auf seinen Tagesablauf. Am Morgen ging er ins Hospital und Nachmittags ins Café und wartete. Doch Hermine erschien nicht. Langsam begann er daran zu zweifeln ob sie überhaupt noch auftauchen würde.
Als er am Freitag ins Café trat und Hermine nicht erblickte verlor er fast die Zuversicht. Etwas geknickt setzte er sich an den Tresen.
„Guten Tag junger Mann! Was kann ich heute für sie tun?" fragte die freundliche Kellnerin, die ihn bereiz am Montag bedient hatte.
„Nichts, außer sie bringen mir Hermine her." Murmelte Draco unverständlich.
„Wie bitte?" Sie schaute ihn verwirrt an.
„Entschuldigen sie bitte! Ich hätte gern einen Kaffee." Er schaute sie kurz an, ließ dann aber gleich wieder den Kopf hängen.
Die Kellnerin schenkte ihm eine Tasse ein und stellte sie vor ihn hin.
„Es tut mir leid wenn ich zu indiskret bin," die Kellnerin klang besorgt „aber sie wirken heute sehr bedrückt. Auch wenn es mich nichts angeht, hilft es manchmal mit außenstehenden über seine Probleme zu sprechen." Sie lächelte ihm aufmunternd zu.
Draco sah sie zögernd an. Er konnte doch nicht mit einer wildfremden Person über seine Probleme sprechen. Andererseits hatte sie es ihm angeboten und vielleicht konnte sie ihm ja einen rat geben. Er wog schnell seine Möglichkeiten ab. „Entweder ich sitze hier und starre Löcher in die Luft, während ich mir den Kopf darüber zerbreche, ob Hermine nun kommt oder nicht, oder ich unterhalte mich mit dieser Kellnerin." Keine der beiden Möglichkeiten schien ihn zu überzeugen, doch er entschied sich für die Letztere.
„Ich warte nun schon seit ein paar Tagen darauf, die junge Frau, mit der ich mich hier am Montag unterhalten hatte, wieder zu treffen. Sie sagte zumindest, dass sie wieder herkommen würde." Er schaute etwas verzweifelt drein.
„Oh! Ich denke, da brauchen sie sich keine Sorgen machen, diese junge Frau scheint mir nicht eine Person zu sein, die solche Versprechen bricht."
„Hmm, da bin ich mir leider nicht ganz so sicher. Wissen sie, wir gingen zusammen zur Schule und ich fürchte, ich habe ihr damals ziemlich übel zugesetzt." Meinte Draco schuldbewusst.
„Ach so ist das! Hmm... Geben sie ihr etwas Zeit. Wenn sie so ist wie ich sie einschätze, dann wird sie kommen."
„Es ist nur etwas schwierig, denn ich muss ständig an sie denken."
„Damit können Sie jetzt aufhören." Lachte die Frau und sah in Richtung Tür.
„Was meinen sie damit?" Er folgte ihrem Blick. In dem Moment hörte er auch schon das Glöckchen an der Tür und Hermine trat ein.
So und nächstes mal kommt dann das lang ersehnte zweite Treffen. Ich versuch es diesmal schneller zu posten. Es wird auf jeden Fell noch im Februar kommen. Versprochen!
Hinterlasst mir doch bitte ein review ja? es macht sonst keinen Spaß mehr hier zu posten!
