Das Schicksal entscheidet
„Mit Ihrer Unterschrift haben Sie bestätigt, dass Sie über alle Risiken ausreichend aufgeklärt worden sind. Haben Sie trotzdem noch irgendwelche Fragen, bevor wir beginnen?"
Der muskulöse Mann mit den braunen Haaren schüttelte stumm den Kopf. Er trug nichts weiter als eine kurze, weiße Hose und saß aufrecht auf einer Liege. Er stützte sich mit beiden Armen am Rand ab, während seine Füße in der Luft baumelten. Der unstete Blick seiner ebenfalls braunen Augen wechselte zwischen den beiden Wissenschaftlern in den weißen Kitteln hin und her.
Ein junger, kräftiger und gesunder Soldat. Und zudem absolut loyal gegenüber der GHQ. Ich lachte still in mich hinein und richtete meine Aufmerksamkeit auf Shuichiro, der die Arme vor der Brust verschränkt hatte und mit hartem Gesichtsausdruck den Probanden musterte. Nach langen Jahren erfolgloser Forschung und verunglückten Versuchen war es nun endlich soweit. Wenn man länger darüber nachdachte, war es eigentlich blanker Hohn, dass nach den unzähligen fehlgeschlagenen Experimenten an wehrlosen Menschen sich nun Personen freiwillig hierfür beworben hatten. Eben jener Proband mit den besten Erfolgschancen saß nun direkt vor mir.
Freu dich doch, Shuichiro!, rief ich ihn gedanklich zu, der mich im Schatten aber nicht einmal sehen konnte. Allerdings hatte ich ihm mitgeteilt, dass ich mir dieses Spektakel keinesfalls entgehen lassen würde, weswegen er sich meiner Anwesenheit sicherlich bewusst war. Du hast Kurosu letztendlich übertroffen, indem du sein selbst erforschtes Heilmittel gegen den Virus in eine biologische Waffe verwandelt hast. Du hast gewonnen!
Doch natürlich konnte Shuichiro seinen Triumpf nicht richtig auskosten. Erstens war es nicht wirklich sein Verdienst, da er seinen Rivalen damals bestohlen und ihn anschließend getötet hatte. Zweitens konnte er die daraus entstandenen Früchte nicht mehr wirklich genießen, da das ganze Projekt inzwischen nicht mehr unter seiner Leitung lief.
Mein Blick wanderte zur Person neben ihm, der die Nervosität deutlich ins Gesicht geschrieben stand: Haruka Ouma. Ihre Finger krallten sich um ihr Klemmbrett, das sie fest an ihre Brust presste, Ihre Augen waren starr auf den Probanden geheftet, während ihre Stirn in tiefen Falten lag.
„Wenn Sie also bereit sind, fangen wir jetzt an", sagte sie, auch wenn es eher nach einer Frage als einer Aussage klang. Auf ihr Kopfnicken hin trat eine in steriles Weiß gekleidete Person mit Mundschutz an den jungen Mann heran. In der Hand trug sie ein silbernes Tablett, auf dem eine einzelne Spritze lag. Sie legte das Tablett auf der Liege ab und hob die Spritze in die Höhe, deren leuchtend pinkfarbenen Inhalt der Proband argwöhnisch begutachtete.
Das Void-Genom.
Die Grundlage der Macht des Königs, die ich selbst besaß.
Der Besitzer sollte jedoch auch mit dieser abgeschwächten Form in der Lage sein, Voids aus Personen zu extrahieren, womit er seiner Aufgabe als Adam nachkommen und seine Königin beschützen kann. Laut Shuichiro dauerte die Herstellung nur eines solchen Genoms Jahre und war mit immensen Kosten verbunden. Da zudem die Erfolgswahrscheinlichkeit nicht einmal zu hundert Prozent garantiert war, wurden insgesamt nur drei Void-Genome hergestellt. Und das erste davon sah ich nun vor mir.
Gespannt beobachtete ich, wie dem Probanden das Genom in den Oberarm injiziert wurde, der den Vorgang interessiert beobachtete, dabei aber keine Miene verzog.
Sekunden vergingen, nichts passierte.
Dann ging alles ganz schnell. Von der Einstichstelle aus begannen plötzlich violette Kristalle über seinen ganzen Körper zu wuchern. Mit vor Entsetzen weit aufgerissenen Augen beobachtete der junge Mann den Vorgang. Als sein Gesicht bereits halb mit Kristallen bedeckt war, schien er erst zu begreifen, was mit ihm geschah. Aus seinem Mund kam erst ein Wimmern, dann ein langer, unnatürlich hoher Schrei. Ein klirrendes Geräusch ertönte, als er von der Liege sprang und hilfesuchend die Hand ausstreckte, die schließlich als letztes kristallisierte. Der Schrei erstarb augenblicklich. Die Kristallfigur verharrte einen Herzschlag lang an Ort und Stelle in dieser Position, dann bildete sich quer durch sie hindurch ein tiefer Riss. Splitternd zerbarst der Kristall in tausende kleinster Scherben, die kurz aufleuchtend durch die Luft wirbelten und sich dann auflösten.
Klackernd fiel das Klemmbrett zu Boden. Haruka hatte ihre Hände vor den Mund geschlagen und sank nun mit einem erstickten Schrei zusammen, die Augen entsetzt auf die leere Liege gerichtet.
„Reine Zeitverschwendung." Shuichiro schnaubte verächtlich. Er steckte seine Hände in die Taschen seines weißen Kittels und ging Richtung Tür. „Stell erst weitere Forschungen darüber an, welche DNA das Genom nicht abstößt, bevor du das nächste Geld zum Fenster rauswirfst, Haruka", rief er ihr über die Schulter hinweg nach, ehe sich die Schiebetür hinter ihm schloss.
Ich warf einen kurzen Blick auf Haruka, die immer noch zitternd am Boden saß und sich nicht rührte. Der Anblick des Kristallisierungsprozesses hatte sie wirklich stark mitgenommen. Dann musterte ich die Liege, auf der noch einige wenige Kristallsplitter lagen. Die letzten Überreste, die als einziges davon zeugten, dass der Proband wirklich existiert hatte.
Selbst wenn es geklappt hätte, wäre es schwierig geworden. Wahrscheinlich zu schwierig, tröstete ich mich selbst. Die GHQ will das Void-Genom als genetische Waffe einsetzen. Unter dem Einfluss dieser Organisation ist die Kreation eines Adams für unsere Zwecke unter diesen Bedingungen kaum möglich …
Ich seufzte innerlich tief auf und zog mich dann in die Unterwelt zurück. Ein erneuter Rückschlag, ein erneuter verlorener Adam. Hier gab es vorerst nichts mehr für mich zu tun.
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. . .
Völlig bewegungslos schwebte ich über dem Fluss und starrte auf das klare Wasser, dem ich so nahe war, dass meine Fußsohlen es fast berührten. Ich hatte auch schon viel Zeit bei den anderen Flüssen verbracht – der Styx, deren schwarzes Wasser die Konsistenz von zähfließendem Pech zu haben schien, oder dem Phlegeton, dessen alles verbrennende Flammen hell leuchtend im Flussbett tanzten –, doch immer wieder zog es mich zum Lethestrom, dessen Wasseroberfläche so glatt wie Eis war.
„Bist du etwa deprimiert, Kleiner?"
Ich warf einen kurzen Blick zum Ufer, auch wenn ich die Person schon an ihrer Stimme erkannt hatte. „Können wir überhaupt deprimiert sein?", entgegnete ich ruhig und wandte mich wieder dem Wasser zu.
Akira zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung. Aber wir haben alle schon am eigenen Leib erfahren, dass wir außerhalb der Unterwelt so etwas wie Gefühle entwickeln können, je länger wir sie verlassen. Und bisher war noch niemand so lange in einer anderen Welt wie du." Mit diesen Worten teleportierte sie sich mir gegenüber. Statt jedoch eine aufrechte Sitzhaltung wie ich einzunehmen, lehnte sie sich weit nach hinten, streckte die Beine aus und schlug sie übereinander. Sie trug ein hochgeschlossenes, kurzes, schwarzes Kleid, das eng anlag, doch ihr langer weißer Mantel war aufgeknöpft, weshalb sein Saum nun das Wasser unter ihr streifte. Sie schien es nicht zu kümmern. „Was treibst du nur so lange dort draußen?", fuhr sie leicht genervt fort.
Ich seufzte tief. „Es gab einige Probleme, wie du sehr genau weißt …"
Sie rollte mit den Augen und wickelte gelangweilt eine Strähne ihrer schwarzen Haare um ihren rechten Zeigefinger. „Die ganze Arbeit haben doch Eva und Adam – wie schaffst du es nur, dich so ungeschickt anzustellen?" Da ich mich nicht von ihr provozieren ließ, sondern beharrlich schwieg, wechselte sie schon kurz darauf das Thema. „Dauernd sehe ich dich in den Lethestrom starren, wenn du denn einmal hier bist – warum?"
„Lethe – der Fluss des Vergessens …" Ich hob meinen Blick und sah in ihre leuchtend roten Augen. Sie schien aufrichtig neugierig zu sein. „Ich weiß, dass ich auch einmal ein Adam war. Ich frage mich daher manchmal, was … was ich alles …"
Es geschah schon wieder. Kaum dachte ich an meine Zeit als Adam, breitete sich schlagartig ein Gefühl der Leere in mir aus und ich verlor völlig den Faden. Es war ganz so, als wollte eine höhere Macht nicht, dass ich mich an mein altes Leben erinnerte. Und dieser Macht war ich heillos unterlegen.
„… was ich alles vergessen habe", presste ich schließlich mit höchster Konzentration und unter größter Anstrengung heraus.
„Mach dir darüber keine Gedanken", entgegnete Akira gelassen. „Es hat seinen Sinn, weshalb du alles vergessen hast. Du willst die Evolution doch sicherlich nicht wieder rückgängig machen!" Sie warf ihren Kopf in den Nacken und lachte laut, wodurch nun auch ihre Haarspitzen ins kühle Nass tauchten. „Ich weiß nur, dass bisher keiner von uns so lange für seine Aufgabe als Da'aths Gesandter gebraucht hat wie du", sprach sie schließlich weiter. „Aber wenn es dich so sehr interessiert, kann dir Shin mehr darüber erzählen, immerhin war er für dich zuständig."
Ich runzelte die Stirn. „Worüber erzählen?"
„Na, über dein altes Leben."
„Welches alte Leben?"
Sie sah mich einen Moment lang stumm an, dann stöhnte sie genervt. „Nichts, belassen wir es dabei. Aber ich werde dieses Gespräch nicht nochmal mit dir führen, verstanden?"
Ich wollte mich gerade erkundigen, welches Gespräch sie denn meinte, als sie schon eine abweisende Handbewegung machte, als würde sie meine Frage vorausahnen, was mich noch zusätzlich verwirrte. Sie verhielt sich wirklich seltsam.
„Sieh zu, dass du bald einen passenden Adam findest, Yuu." Ihre Worte waren plötzlich unverhältnismäßig sanft. In ihrem Blick war fast so etwas wie Besorgnis zu erkennen. „Das Grübeln tut dir nicht gut. Und die Zeit außerhalb der Unterwelt auch nicht." Mit diesen Worten löste sich ihre Erscheinung in kleine rote Partikel auf und war kurz darauf verschwunden.
„Als hätte ich mir nicht schon von Anfang an größte Mühe gegeben, einen Adam zu finden", murmelte ich verärgert, während ich mich so dicht über das Wasser beugte, dass ich mich darin spiegeln konnte. Der Fluss des Vergessens. Was ich wohl damals alles …?
Noch bevor ich den Gedanken zu Ende bringen konnte, durchfuhr ein Zucken meinen ganzen Körper – ein Gefühl, das ich schon sehr lange nicht mehr gespürt hatte.
‚Untersteh dich, es dir wegnehmen zu lassen! Dieses Mal musst du darauf aufpassen!'
Die Stimme klang drängend und war mir nur allzu bekannt. Während ich hastig ein Portal erschuf und die Unterwelt verließ, fragte ich mich, was mich wohl jetzt wieder erwartete. Normalerweise meldete sich der Wille der Menschheit nur so deutlich, wenn eine gefährliche Situation kurz bevorstand und es diese zu verhindern galt. Doch Manas baldige Wiederauferstehung war kaum mehr zu verhindern und einen Adam gab es noch gar nicht. Was also konnte nun so dringend sein?
. . .
. . .
Als ich aus dem Portal heraustrat, stand ich in einem der oberen Stockwerke eines Hochhauses. Ich trat an das Loch in der Wand, das früher wohl einmal ein Fenster gewesen war, stützte mich mit einer Hand am blanken Beton ab und blickte nach draußen. Dem Lärm und dem Rauchgeruch nach schien unter mir ein Kampf zu toben und tatsächlich: Auf der Straße brannten vereinzelte Feuer und die Häuserfassaden waren zu beiden Seiten stark beschädigt.
Mein Blick fiel auf eine rot gekleidete Gestalt am Boden, die sich gerade mit unsicheren Schritten einen Weg auf einen Geröllhaufen bahnte. Schwarzer Rauch verwehrte ihr die Sicht auf die andere Seite und ließ sie erst zu spät erkennen, dass dort zwei Endlaves warteten, die sie sofort bemerkten, kaum dass sie den Geröllhaufen erklommen hatte.
Auch ohne ihr Gesicht zu sehen, ließen mich ihre hellrosa Haare sofort erkennen, wen ich vor mir hatte.
Das Mädchen, das wir für Mana erschaffen hatten.
Kaum bin ich den unrechtmäßigen König Scrooge los, bekomme ich es mit einer falschen Königin zu tun. Ich schüttelte gerade lachend den Kopf, als plötzlich ein lauter Ruf an meine Ohren drang.
„Inori …!"
Ich wandte meinen Blick nach rechts, wo ein Junge in einer dunklen Schuluniform die Straße entlang direkt auf das Mädchen zulief. Als er durch ein Feuer brach, das ihm den Weg versperrte, und weiter mit einem wilden Kampfschrei auf sie zu rannte, musterte ich ihn genauer. Er hatte braune Haare mit einer einzigen hellen Strähne und war auch sonst seinem Vater Kurosu wie aus dem Gesicht geschnitten: ohne Zweifel war das da unten Shu Ouma.
Kaum hatte das rosahaarige Mädchen ihren Namen vernommen, wandte sie sich sichtlich erstaunt um. Gleichzeitig hob der Endlave seine Waffe und richtete sie auf das Mädchen. Der Junge war scheinbar unbewaffnet, musste inzwischen aber auch selbst den Endlave bemerkt haben, was seine Tat nur noch irrsinniger wirken ließ.
Wenn ich jetzt nicht eingriff, würde das Mädchen in wenigen Augenblicken erschossen und Manas Wiedergeburt infolgedessen um einige weitere Jahre hinausgezögert werden. Außerdem würde auch der Junge sterben, den Eva sich damals zu ihrem Adam gewählt hatte und an dem sie anscheinend immer noch sehr hing.
Das kann doch alles kein Zufall mehr sein. Gedankenversunken beobachtete ich Shu, der dem Mädchen immer näher kam. Ausgerechnet dieses Mädchen und ausgerechnet dieser Junge zur gleichen Zeit am gleichen Ort … Ein resignierendes Lächeln huschte über mein Gesicht. Auch die Stimmen in meinem Kopf und der Drang, um jeden Preis einzugreifen, waren gänzlich verschwunden. Das ist Schicksal.
Kaum hatte sich dieser Gedanke gebildet, leuchtete etwas in der Jackentasche des Jungen leuchtend pink auf. Ich erkannte es sofort wieder.
„Na gut, Shu Ouma. Zeig mir, ob du der Krone würdig bist." Ich lächelte, als der Junge die letzten Schritte auf das Mädchen zu rannte, die Arme um sie schlang und sich vor sie warf. „Lassen wir das Schicksal entscheiden, ob ihr leben oder sterben sollt." Als der Endlave zur selben Zeit den Schuss abgab, lenkte ich die Kugel mit einer leichten Handbewegung ein wenig zur Seite.
Das gläserne Behältnis mit dem Void-Genom zersprang. Die beiden Gestalten waren augenblicklich verschwunden. Nur einzelne rot leuchtende Partikel, die sich Sekunden später in Luft auflösten, zeugten noch von ihrer Existenz. Außerdem lieferten sie mir den Hinweis darauf, dass die kleine Explosion des Behälters und die anschließende Freisetzung des Genoms wohl ein Portal zu einer Zwischendimension geöffnet hatten.
Es vergingen nur wenige Sekunden, als die beiden wieder erschienen. Ich musste nicht erst das Leuchten, das von der Brust des Mädchens ausging, das verschlungene Symbol auf Shus rechtem Handrücken oder die silbernen Stränge rund um ihn herum sehen, um zu erkennen, dass seine DNA das Void-Genom angenommen hatte.
Es verrieten mir seine Augen. Sie leuchteten so bedrohlich rot, wie ich es von Mana kannte, wenn der Virus von ihr Besitz ergriffen hatte und er aus ihr sprach. Anscheinend passierte wohl etwas Ähnliches mit dem Träger des Void-Genoms.
Als würde meine Theorie bestätigt werden, griff Shu wie selbstverständlich mit seiner rechten Hand in die Brust des Mädchens und zog etwas heraus. Erst waren nur Kristalle zu sehen, doch als er seinen ausgestreckten Arm hochhob, konnte man die Gestalt eines riesigen Schwertes erkennen, das einen hellblau leuchtenden Lichtstrahl senkrecht in den Himmel schießen ließ.
„Das Schwert der Vernichtung", murmelte ich geistesabwesend und betrachtete den Lichtstrahl, der weithin über die Stadt zu sehen sein musste. Dasselbe Void wie Manas. Das Mädchen dort ist wirklich eine falsche Königin.
Während das Mädchen bewusstlos zusammensackte, nahm ich erstaunt wahr, wie die Augen des Jungen wieder ihre normale Farbe annahmen. Der Einfluss des Virus' schien vollständig verflogen. Auch Shu selbst schien verwirrt über die Waffe in seiner Hand zu sein und als der Endlave Raketen auf ihn abfeuerte, war es nur seiner unterbewussten Abwehrreaktion zu verdanken, dass er den Angriff überlebte, da er instinktiv das Schwert nach vorne schwang. Ich lachte amüsiert auf, als ich daran dachte, wie lächerlich es wäre, wenn Shu trotz der Macht des Königs jetzt sterben würde, nur weil er nicht mit ihr umgehen konnte.
Doch ich mische mich nicht ein. Entspannt lehnte ich mich an den Betonpfeiler und beobachtete Shu, wie er ungeschickt, aber doch erfolgreich einen Endlave mit dem Void außer Gefecht setzte. Das Schicksal entscheidet. Allerdings hatte ich längst erkannt, dass das Schicksal sich bereits entschieden hatte. Auch den zweiten Endlave schaltete Shu aus, obwohl eine vorherige Explosion ihn von den Füßen gerissen und kurzzeitig ausgeknockt hatte. Als schließlich alle Gegner beseitigt waren und er besorgt zu dem bewusstlosen Mädchen rannte und sie von hier fortschaffte, wandte ich mich ab.
Es scheint, als hätte ich endlich doch meinen rechtmäßigen König für meine Königin gefunden. Ich lächelte still in mich hinein und erschuf ein Portal, das mich zu Shuichiro führen würde. Es gab einiges zu besprechen. Wollen wir hoffen, dass er seine Schuld eingesehen hat und seinen Fehler von damals zutiefst bereut …
