Die zwei

Edwards POV:

Seit Sonnenaufgang versuchen wir, die zwei zu lokalisieren. Außer Jasper und Charlisle glaubt keiner von uns, dass das mit dem Erfühlen geht. Ich bin mit Leah, Sam und Paul an der nördlichen Grenze unterwegs. Ich versuche mich zu konzentrieren. Versuche...

... glaub mir Sam. Rachel hat mich wirklich bis kurz vor Seattle gejagt. Sie hat die Entschuldigung erst angenommen, als ich ihr einen Brillantring zur Verlobung versprochen habe. Aber wie soll..." Paul jammert den ganzen Früh schon über seinen Ausrutscher von gestern. Wie soll ich mich da konzentrieren.

„Paul! Bitte! Ich kenne die Geschichte inzwischen in und auswendig und ich weiß auch nicht wie du an Geld kommst , um den Ring zu besorgen!" knurre ich ihn an. „Ups. Sorry, Edward." bekomme ich als Antwort.

Ich konzentriere mich wieder. Wow. Die drei Wölfe können auch mal nicht denken. Die Ruhe in meine Kopf ist schon unheimlich. Ich glaube weit entfernt Gedanken zu hören. Leise. Vorsichtig. Unruhig. Eine fremde Sprache?

Ich bin ein toter Wolf!" seufzt Paul auf einmal und die Gedanken sind weg. Ich drehe mich wütend um, packe den silbernen Wolf an seinen spitzen Ohren und schüttle den massigen Kopf. „Verdammt Paul. Ich hatte was. Warum musst du mich ablenken?"

Als ich mit den Schütteln fertig bin, fällt mir Pauls extreme Wildheit ein. Schande. Nun fällt er mich an. Ich lasse die Ohren los und gehe langsam einen Schritt zurück. Der Wolf schüttelt sein Kopf, fixiert mich mit seinen braune Augen und dann fällt der Wolf mit einen lauten Pumps auf seinem Bauch.

Paul legt seinen massigen Kopf auf sein Pfoten und seufzt tief. Seine Gedanken kreisen nur um Rachel und um den Ring. „Du bist wirklich verzweifelt, oder?" stelle ich fest, als Sam seine Schnauze gegen Pauls Kopf drückt. Ich schaue auf das Häuflein Elend herunter. Ich überlege kurz, dann fällt mir was ein.

„Ich wüsste eventuell eine Lösung für dein Ringproblem. Es kann nur sein, das du vom Regen in die Traufe kommst:" Sobald ich das letzte Wort ausgesprochen habe, springt Paul auf seine Hinterpfoten, wedelt aufgeregt mit seinem Schwanz und hechelt schnell. Nun sieht er aus wie ein Welpe, der wartet, das der Ball geworfen wird. Fast schon erbärmlich.

Jasper´s POV

Ich kann das Gebiet langsam eingrenzen. Ich bin mit Bella und Alice von Seattle aus Richtung Reservat marschiert. Die Gefühle wurden deutlicher. Die Angst überwiegt. Was sind das für arme Wesen, die unter so einer massiven Angst stehen? Was haben sie erlebt?.

Ich stehe die meiste zeit unter Bella´s Schild. Sie lässt es alle 10 Minuten etwas sinken, bis ich die Zwei deutlich fühlen kann. Ich bin innerlich sehr aufgeregt, aber auch stolz auf mich, da ich meine Gabe nun auch auf solch eine Art nutzen kann.

Wir sind ca. 10 Minuten von unseren Haus entfernt. In Vampir Geschwindigkeit gemessen. Für Menschen sind wir noch eine Stunde weit weg, etwas mehr als 50 Kilometer. Ich gebe Bella ein Zeichen und sie senkt langsam das Schild. Ich konzentriere mich und da , da ist die Angst. Aber die Intensität ist nicht mehr so stark. Also haben wir sie inzwischen überholt.

Also sind sie zwischen 50 und 100 Kilometer südwestlich von unserem Haus. Sie sind schon so nah. Ich wundere mich auch. Ich fühle sie immer noch nicht regelmäßig. Es sind Gefühlsspitzen, da ist der Schmerz fast unerträglich für mich. Dann ist stundenlang gar nichts von ihnen zu fühlen.

Apropos Gefühle. Im Moment spüre ich eine extreme Übellaunigkeit links neben mir. Ich setzte ein Lächeln auf und Blicke herunter auf mein geliebte Gefährtin. Sie bemerkt meinen Blick und schaut auf. Sie schaut mich mit traurigen, honigfarbenen Augen an. Oh ich kenne den Blick.

„Wir waren in Seattle." kommt es trotzig von ihr. Natürlich das Thema. Bella und ich seufzen laut auf. „UND WIR WAREN NICHT SHOPPEN!" Alice schmollt. Könnte sie weinen, würde sie es nun tun. Nun heißt es diplomatisch zu sein. „Liebling. Ich weiß das du gern shoppen gehst, aber..." weiterkomme ich nicht. Mein Kleine bleibt plötzlich stehen und schaut in die Ferne.

Oh, eine Vision. Nach ein paar Sekunden schüttelt sie ihre kurzen schwarzen Haare und lächelt breit. Ihre Laune bessert sich. Ich fühle, sie ist aufgeregt und glücklich. „Was hast du gesehen, Alice?" fragt Bella neugierig. Sie setzt ihr kleines, teuflisches Lächeln auf. „Edward wird mich später um einen Gefallen bitten, dann wird es schwarz, also hat es mit den Kötern zu tun. Dann habe ich uns alle in Seattle Anzüge kaufen gesehen und Charlisle wird sich die Haare raufen, wenn er die Kontoauszüge sieht. Ich habe da so ein Gefühl, was da auf uns zu kommen wird."

Ich bin froh, das sie wieder glücklich ist. Sie zieht mich und Bella am Arm. „Los. Ich will wissen, was Edward mir sagen will. Ich kann es gar nicht erwarten." Dann läuft sie los. Ich grinse Bella an und wir folgen ihr nach Hause.

? PVO:

Endlich sind die drei kalten Wesen weg. Ich rieche sie schon seit den Sonnenaufgang und sie kamen uns sehr nah. Ich bin erschöpft. Den Geruch zu unterdrücken ist sehr anstrengend. Ich wundere mich eh über diese Wesen. Der Blonde hat regelmäßig gestöhnt und sich an den Kopf gefasst.

Sie sollten sich selbst helfen und uns endlich in Ruhe lassen. Sie sind nicht besser als die anderen. Sie bringen auch nur Schmerz! Sie riechen komisch und verhalten sich auch. Ich schaue auf den Kleinen herab. Er windet sich . Wieder ein Alptraum. Ich wünschte ich könnte ihn vergessen machen.

Ich ziehe die Gerüche ein. Hm Langohr. Ich hoffe ich habe noch die kraft für eine Jagd. Ich muss erfolgreich sein, damit der Kleine was zu essen bekommt. Er hat seit gestern nichts zu essen gehabt. Ich befehle meinen Magen zu schweigen, der sich gerade meldet. Es ist egal, das ich seit zwei tagen nichts mehr hatte. Was wichtig ist ist der Kleine.