Die Zwei.
Gleicher Tag am Abend.
Sams POV:
Ich sitze auf meiner Veranda und schaue mir mit Quil den Sonnenuntergang an. Ich seufze. Ich mag es nicht, wenn ich aus meinem eigenen Haus verbannt werde. Doch Sue, Esme, Emily, Rachel, Leah und Rosalie haben uns aus Mangel an Disziplin raus geschmissen. Nur weil wir beiden mal probiert haben. War doch nur ein halber Truthahn für mich und Quil. Ist doch nur ein Häppchen.
Harry erklärt Seth, Emmett, Nessie und Embry wie man richtig das Lagerfeuer aufschichtet. Ich kann es hören, auch wenn es etwas weg auf dem Grundstück von Billy ist. Ich kann den alten Black sogar kichern hören. Die beiden Vampire stellen sich wohl etwas dumm an.
Ich bin so in Gedanken, das ich es erst spüre, als es schon passiert ist. Ein Schmerz fährt durch meinen Kopf und drehe mich um. Emily steht hinter mir mit den schweren hölzern Kochlöffel. „Wenn du genug geträumt hast, kannst du und Quil das Essen rüber bringen. Aber nicht naschen. Es ist alles abgezählt und abgewogen."
Ich sollte eigentlich sauer sein, aber bei Emily`s Lächeln kann ich es einfach nicht. Keine zehn Minuten später ist das Essen bei Billy aufgebaut und das Feuer brennt. Rachel fährt ihren Vater in die Mitte des Kreises und geht dann rum, um sich neben Paul zu setzten.
Die Sitzordnung ist fest und wurde wegen den Vampiren und den Geprägten etwas um gestellt. Aber es ist immer wieder überraschend, wie andächtig und respektvoll die Cullens mit der Ehre umgehen, hier sein zu dürfen. Was würden wohl unsere Ahnen davon halten. Die Feinde nun als Freunde, Vertraute und Kameraden zusammen um ein Feuer.
Ich lasse den Blick in die Runde schweifen. Die Mitte bildet Billy in seinem Rollstuhl. Links von ihn sitzen Old Quil, Quil und Claire, dann folgen Ich und Emily, Paul und Rachel, Jared und Kim,Embry dann Charlisle und Esme, Edward und Bella, Jasper und Alice, Rosalie und Emmett, Nessie und Seth. Charlie, Leah, Sue und Harry vollenden den Kreis.
Wir feiern heute das 3 jährige Jubiläum unserer Zusammenarbeit gegen die Neugeborenen. Dieser Vorfall ist bereits eine Geschichte, die nun am Lagerfeuer erzählt wird. Old Quil erzählt noch eine Legende von der Entstehung der drei Wolfsfamilien Black, Uley und Ateara. Die Clearwather sind angeblich eine Mischung aus allen drei Hauptfamilien, was Harry, Seth und Leah immer wieder stolz verneinen. Sie sind die vierte Familie.
Während wir dann das Essen stürmen, von der Menge her könnten wir alle gerade mal so satt werden, klärt uns Jasper und Edward über die Neuerungen über die Zwei auf. Edward hat herausgefunden welche Sprache die zwei wohl sprechen. Es ist ein alter Dialekt der Feuerlandindianer, die Yamana. ( Anmerkung: Die gibt es wirklich.)
Feuerland. Der südlichste Spitze Argentiniens. Dann sind sie weit gewandert und weit weg von ihrer Heimat. Da ist es verständlich, das man Angst hat. Ob diese Indianer auch Gastaltwandler sind, so wie wir Quileute? Sind es überhaupt Menschen? Wenn sie Fähigkeiten haben, könnten sie auch Vampire sein. Ich werde in meinen Gedanken unterbrochen, als Paul sich räuspert.
Paul´s POV:
Ich räuspere mich und alle Augen sind auf mich gerichtet. Ich schlucke und mache einen tiefen Atemzug. Seit wann bin ich so ein Feigling. Ich bin ein Wolf. Ich bin der ungeduldige Hitzkopf. Ich gehe erst mit dem Kopf durch die Wand, dann schaue ich, ob nicht doch eine offene Türe da war.
Ich straffe mein Schulter, dann gehe ich vor Billy auf die Knie. „Ältester Black, Sohnes Sohn von Ephraim Black. Mitglied des Rates und Vorstand der Quileute. Ich habe mich auf eure Tochter Rachel geprägt. Prägung kann nicht gesteuert werden. Doch ist es das schönste Geschenk, was einen Wolf der Quileute passieren kann. Hiermit bitte ich um eure Erlaubnis, eure Tochter Rachel ehelichen zu dürfen."
Ich spule den altehrwürdigen Antrag runter, senke meinen Kopf und warte auf die Antwort des Alten Blacks. Ich höre nur das Atmen der anderen. Es fühlt sich an wie Jahrhunderte, bis er endlich spricht.
„Ich Billy Black, habe den Antrag des Wolfes Paul vernommen., So wie es Tradition ist, hier im Feuerkreis vor allen Mitgliedern. Nun höre meine Antwort. Paul! Du bist launisch, faul, ungehorsam, hitzköpfig und vorlaut. Hast dein Abschluss gerade so geschafft und hast keinen geregelten Beruf. Du hilfst nicht mit im Haushalt oder sonst irgendwo!"
Billys Stimme ist hart und schneidend. Er lehnt mich ab! Oh mein Gott. Er lehnt meinen Antrag ab. Ich beginne panisch zu werden. „Doch seid ihr beide geprägt aufeinander und es ist Liebe zwischen euch. Unser Volk braucht jeden Wolf. Deshalb erlaube ich dir, meine Tochter zu ehelichen" Ich schaue erschrocken auf und schaue in Billys lächelndes Gesicht. Er öffnet die Arme und sagt zu mir. „Komm, mein schwieriger Schwiegersohn."
Ich stürme in seine Arme und schmeiße ihn vor Freude fast mit samt seines Rollstuhl um. Er drückt mich fest. „Darf ich dich Vater nennen?" flüster ich. Ich spüre, das er sich versteift und schluckt. „Natürlich Paul." Ich lasse ihn los und lächle ihn an.
Rachels POV
Ich bin gerührt. Ich dachte schon Vater verdirbt es. Dann dreht sich Paul um und kniet sich vor mich hin. „Rachel, ich frage dich nun offiziell noch einmal. Willst du mich heiraten?" Ich lächle breit und nicke. Er greift in eine seiner Hosentaschen, zieht eine Schachtel heraus und öffnet sie. „Ein Brillantring? Paul, wie hast du...?" Ich schaue ihn erschrocken an. Das mit den Ring war doch nur ein Witz. Ich weiß doch, das er sich keinen leisten kann.
Ich schaue in die Runde und mein Blick fällt auf eine grinsende Alice. Ich schaue meinen Verlobten in die Augen. Er beginnt wie Espenlaub zu zittern. Ich frage ihn mit meiner süßen, unschuldigen Stimme. „Paul, kann es sein, das Alice dir das Geld gegeben hat. Als Gegenleistung, das sie die Hochzeit planen kann?"
Paul und Alice nicken, den andern steht der Mund weit offen. Ich verziehe wütend das Gesicht und stehe auf. Paul macht sich klein vor mir und bittet um Vergebung. Ich knurre „Alice!" In einem Wimpernschlag steh sie vor mir. Wir fixieren uns."Gut! Ich will eine richtig traditionelle Hochzeit über der Bucht!"
Ich wollte sie wirklich bitten, die Hochzeit zu planen. Ich mag ihren sind sprachlos. Die kleine Vampir hüpft vor Freude auf und ab. Paul schaut mich an. Erst verblüfft, dann wütend. Bevor er explodieren kann, fauche ich ihn an. „Wenn du nochmal nach Seattle rennen willst und nochmal drei Wochen kein Kuscheln willst, dann sag jetzt nur einen einzigen Ton!" Paul schluckt und setzt sich wortlos wieder hin.
Billys. POV:
Ich freue mich für meine Tochter. Paul mag zwar ein Hitzkopf sein, aber er würde ihr niemals weh tun. Rachel hält ihn jetzt schon an der kurzen Leine. Ich höre Edward Seth fragen, ob er diesen Antrag auch bei ihn macht., wenn er Nessie´s Hand anhalten will. „ja natürlich Edward. Das ist Tradition." Seth`s Laune ändert, sich als Edward nur böse lächelt.
Seth wird auch ein guter Schwiegersohn sein. Er ist schon ein guter Sohn. Harry ist mehr als stolz auf ihn. Ich schaue auf das Muttermahl auf meinen rechten Unterarm. Es sieht aus wie ein fliegender Adler. Einen Sohn. Ein Nachfolger, so was habe ich nicht mehr.
Unbewusst laufen mir die Tränen herunter, als ich das Muttermahl anschaue. „Vater. Es ist gut. Bitte quäle dich nicht damit. Es sollte nicht sein." ich höre die geflüsterten Worte meiner Tochter kaum., fühle kaum ihre Umarmung, die Hand, die über meinen Rücken streichelt.
Ich zucke erst zusammen, als sich eine kalte Hand auf meine Schulter legt. Ich schaue auf und sehe in das besorgte Gesicht des Doktors. „Billy, hast du Schmerzen? Kann ich helfen." Ich schüttle den Kopf. „Nein Charlisle, da kannst du nicht helfen. Diesen Schmerz kann kein Arzt heilen. Aber trotzdem Danke."
Er schaut mich fragend an. Ebenso wie den Rest der Cullens und die jungen Wölfe. Charlie kommt auf mein rechten Seite und nimmt meine Hand. „Bitte alter Freund. Du kannst nichts dafür. Es ist damals halt passiert. Er kommt nicht wieder."
„Er? Bitte. Billy. Vater. Wovon spricht ihr?" Bella war aufgestanden und drückt sich an Edward.
„Ich habe nicht nur zwei wundervolle Töchter, sondern auch einen Sohn." beginne ich leise. Ich höre viele erschrocken aufstöhnen.
„Er war erst zwei Monate alt, da wollte ich mit Sarah nach Forks fahren. Auf den Weg dorthin rammte ich etwas mit dem Auto. Wir kamen ins Schleudern und rammten dann noch einen Baum. Mir und Sarah ist wenig passiert. Nur der Kindersitz war leer. Mein Sohn Jacob war verschwunden." beende ich die Geschichte.
„ Wir haben die ganze Gegend abgesucht. Vielleicht war der Junge ja herausgeschleudert worden. Doch wird haben nichts haben auch nicht das Hindernis gefunden, das Billy damals gerammt hat. Mit meinen heutigen wissen und Erfahrung würde ich heute sagen, das er einen Vampir gerammt hat." vollendet Charlie den Bericht. Er ist im Polizeimodus.
Das Lagerfeuer war natürlich nach dem Geständnis zu Ende. Doch bin ich auch froh, das ich Jacob nun kein Geheimnis der Black-Familie mehr ist. Ich bette jeden Abend zu den großen Geistern, das er lebt und zu mir zurück kommt.
