Muggel
„Wir kaufen nichts!" Das etwa vierzehnjährige, aufgetakelte Mädchen wollte gerade die Tür vor Severus' Nase zuschlagen, als sie merkte, dass dies nicht möglich war, weil sich scheinbar irgendetwas unter der Tür verklemmt hatte. Seltsamerweise.
Das Mädchen war ein wenig erstaunt und machte einen Schritt zurück, als sich der schwarzgekleidete Mann vor ihr aufbaute.
„Zuerst grüßt man die Leute, hat dir das noch niemand beigebracht?" Snape taxierte das Blondchen mit einem seiner gefürchteten Blicke.
Diese schluckte schwer und rief panisch: „Mama, Mama, schnell!!!!"
Eine rundliche Frau Ende dreißig kam hysterisch auf sie zu. Dies war also Lauras Pflegemutter, die Schwägerin von Ellen.
"Was ist, Engelchen? Was ist denn los?"
Sie blieb abrupt vor dem schwarzen Mann stehen und ihr Gesichtsausdruck wechselte von besorgt über misstrauisch zu fast schon drohend.
„Wer sind Sie und was wollen Sie hier, verlassen Sie sofort diese Wohnung oder ich rufe die Polizei!!" Die Frau reckte stolz ihr Kinn, doch ihre Stimme überschlug sich beinahe beim Reden.
„Guten Tag, Mrs Smethurst, mein Name ist Severus Snape. Ich habe etwas mit Ihnen zu besprechen, betreffend ihrer Nichte Laura. Sie werden sich jetzt kurz Zeit nehmen und mir zuhören."
Die Frau sah Snape herausfordernd an. Sie fand es die Höhe, dass dieser Typ ihr in ihrer eigenen Wohnung etwas vorschreiben wollte.
„Ich kann sehr unfreundlich werden, wenn es die Umstände erfordern," sagte Snape, der den Gesichtsausdruck der Frau richtig interpretiert hatte (auch ohne Legilimentik).
Sein Ton war streng und scharf und die Frau sah ihn entsetzt an.
"Sie Flegel, Sie!!!" Sie ging schnell zum Telefon und griff danach, als Snapes seidenglatte Stimme leise, aber klar sagte:
„Diese Mühe ist vergebens, es wird nicht funktionieren. Sie setzten sich jetzt an den Tisch und hören mir zu. Ich bin nicht bekannt für meine Geduld. Also bitte." Snape sah die Frau ernst an und zeigte Richtung Wohnzimmer.
Snapes Worte verfehlten ihre Wirkung nicht.
Aus irgendeinem Grund spürte die Frau, wie ernst es Snape war und dass er nicht bluffte.
Sie nickte leicht und führte Snape ins Wohnzimmer, wo ziemlich viele Spielsachen und vereinzelt auch Kleider auf dem Boden herum lagen.
Der Frau schien das ein bisschen peinlich zu sein.
Sie setzte sich an den Tisch und bot Snape auch einen Platz an. Ihr Gesicht war angespannt.
Das Mädchen war in sein Zimmer gegangen, aus welchem nun ziemlich laute Musik drang.
Snape unterdrückte ein Augenrollen und setzte sich an den unabgeräumten Tisch.
„Was ist mit Laura, hat sie etwas angestellt in ihrer neuen Schule?" Die Frau tönte nicht wirklich interessiert, eher etwas genervt.
Snape ging nicht auf die Frage ein, sondern nahm etwas aus seinem schwarzen Umhang.
„Dieses Schreiben teilt Ihnen mit, dass ich von nun an das alleinige Sorgerecht für Laura habe und entzieht Ihnen jegliche Erziehungsberechtigung für ihre Nichte."
Snape streckte ihr ein altmodisch aussehendes Pergament hin. Er gab sich nicht die Mühe, mehr zu erklären. Er gab der Frau einen Stift. Sie nahm ihn verdattert entgegen, starrte auf das Schreiben, auf welchem in schwungvoller Schrift etwas geschrieben war und fragte:
"Wer sind Sie überhaupt und was geht sie meine Nichte an?" Sie sah ihn misstrauisch an.
Snape musste sich zusammennehmen, diese Frau ging ihm ziemlich auf die Nerven, obwohl ihre Reaktion nicht unerwartet war.
"Ich bin Lauras Vater." Snape machte eine kleine Pause und die Frau musterte ihn von oben bis unten.
„Sie können gegen diesen Entscheid innert 10 Tagen Einspruch erheben." 'Obwohl es nichts nutzen würde,' fügte er noch in Gedanken hinzu.
Er hielt es nicht für nötig, mehr zu erklären. Er wollte nicht seinen vollständigen Lebenslauf auf den Tisch legen.
Was ging das diese Muggel schon an?! Die waren ja bestimmt nicht traurig, wenn ein Gör weniger hier Unordnung stiftete.
Bei dem Gedanken ließ er seinen Blick durch das Wohnzimmer schweifen.
Diese Frau scheint wirklich überfordert zu sein. Wie kann man nur so leben!!!
"Dann kommt sie also nicht mehr zurück, nehme ich an, oder?"
Die Stimme der Frau war eisig, aber Snape spürte, wie überfordert und psychisch unstabil diese Frau hinter der Fassade war.
„Davon dürfen Sie ausgehen," antwortete Snape trocken, schnappte sich das nun unterschriebene Dokument und nickte kurz.
Er ging ohne ein weiteres Wort davon. Eine Kopie davon ließ er auf dem Tisch liegen.
Die Frau drehte das ausgefüllte und unterschriebene Papier in ihren Fingern herum , als sie die Stirn runzelte und fragte: "Und warum kommen Sie dann erst jetzt, hat Ihre Tochter Sie vorher nicht interessiert?" Die Frau sah ein bisschen zerstreut aus.
Snape drehte sich um und sah sie mit schwarzen, kalten Augen an.
"Das ist nicht Ihre Angelegenheit," antwortete er trocken. „Und es wäre von Vorteil, wenn Sie das Dokument nicht gleich schreddern würden. Ihr Mann sollte das auch noch lesen."
Die Frau war am Tisch sitzen geblieben und fragte sich gerade, mit was für einem seltsamen Typ sich ihre Schwägerin da eingelassen hatte, als Laura gezeugt worden war.
Sie ließ das Papier los.
„Laura wird Ihnen alles erklären. Zu einem späteren Zeitpunkt. Auf Wiedersehen," sagte er.
Unter seinen Füßen knirschte etwas. Er schaute runter und sah ein kleines Spielflugzeug, welches nun in Einzelteilen da lag.
Snape verzog leicht sein Gesicht, drehte sich um und schritt davon.
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'So, das wars,' dachte er, 'nun muss ich noch eine wichtige Angelegenheit mit Dumbledore besprechen und zwar noch vor diesem furchtbaren Halloween-Fest morgen.
Als Snape auf die Straße trat, war dort das größte Rambazamba und so lautes Kindergeschrei, dass Snape genervt das Gesicht verzog.
Bestimmt waren da diese furchtbaren Zwillinge dabei, von denen Laura erzählt hatte.
Der Blick von Lauras verdutzter Tante hing an dem Flugzeug, das dieser seltsame dunkle Typ zertreten hatte. Sie schritt langsam darauf zu und hob es hoch.
Es war wieder ganz.
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Noch etwas in Gedanken wegen seines Besuches vor wenigen Minuten, ging Snape direkt zum Schulleiter ins Büro.
„Das habe ich mir schon gedacht, mein Junge, und ich finde Ihre Entscheidung weise und verantwortungsbewusst."
Dumbledore sah freundlich über seine Halbmondbrille und fügte dann hinzu: „Obwohl ich den Beschluss auch bedaure, da Sie den Job sehr kompetent und zuverlässig erledigt haben, Severus."
Snape, der auf einem Stuhl vor Dumbledores Schreibtisch Platz genommen hatte, antwortete:
„Sie werden jemanden anderen finden, der den Job genau so erledigen wird. Ich kann das Risiko nicht mehr auf mich nehmen. Ich bin zu verletzlich für die 'dunkle Seite' mit einem Kind, Schulleiter."
Dumbledore nickte und Snape fuhr fort: „Und wegen der anderen Angelegenheit, die wir besprochen haben, werde ich die Vitamin-Tabletten von Lauras Tante ein bisschen ...'anreichern' mit dem Solutio libentia-Trank. Sie wird den Unterschied nicht merken und wird sich bald stärker und ruhiger fühlen. Vielleicht ist sie dann bereit...... Hilfe anzunehmen."
Snape hatte Mühe, sich bei diesen Worten nicht die Zunge abzubeißen. Er mochte diese Muggel nicht.
„Die Idee ist gut, Severus, sehr gut. Und ich werde dafür sorgen, dass sie entsprechende Post erhält. Es gibt verschiedene, gute Muggelinstitutionen, die ihr helfen können."
Dumbledores Augen glitzerten bei diesen Worten ein wenig und er lächelte Snape an.
Es war ungewohnt für ihn, dass Severus sich für jemanden einsetzte, vor allem für jemanden, den er nicht mochte.
Er wusste aber, dass er es für Laura tat. Und doch wusste Dumbledore auch, dass das schon viel war für einen gewissen Severus Snape.
„Ich nehme an, Sie haben einen konkreten Plan, um die Tabletten auszutauschen. Das sollte ja kein Problem sein, nicht wahr, Severus?"
Severus stand vom Stuhl auf und antwortete: „Nein, das ist allerdings kein Problem und von dem Trank habe ich noch genug in Reserve."
Snape sah zu dem älteren Zauberer hinunter, dem er ziemlich viel zu verdanken hatte und der ihm auch mit dem Sorgerecht für Laura wieder geholfen hatte, indem er seine Beziehungen hatte spielen lassen. Die Angelegenheit war schnell und unkompliziert über die Bühne gegangen.
Es hatte keine Probleme gegeben. Severus und Laura hatten sich nur einen Tropfen Blut abnehmen lassen müssen.
Das Resultat war augenblicklich klar gewesen. Ein blauer Schimmer war über den beiden Bluttropfen geschwebt als diese sich vermischt hatten und der Mann vom Zauberei-Ministerium seinen Zauberspruch aufgesagt hatte.
„Dann haben wir alles geklärt, nicht wahr, Severus?" fragte Dumbledore, der auf dem Stuhl sitzen blieb und eine Feder zur Hand nahm.
Snape nickte. "Vielen Dank für Ihre Hilfe, Albus," sagte er, verabschiedete sich und verließ das Büro des Schulleiters.
Dumbledore lächelte zur Tür hin, die sich einen Moment vorher hinter dem Tränkemeister geschlossen hatte. Severus Snape machte wirklich ein paar Schritte vorwärts. In der Tat.
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Immer noch Schulden?
Die Zwillinge waren alles andere als begeistert, als sie von Lauras Scheitern erfuhren.
Laura hatte sich schon gedacht, dass es die Jungen nicht einfach so auf sich beruhen lassen würden, aber sie hatte ihnen klipp und klar gesagt, dass sie die Marpleessenz Nr.5 definitiv nicht besorgen würde und auch nicht konnte, selbst wenn sie den Kopfstand mit Pirouette machen würden.
Sie musste sich dann aber als Versuchskaninchen für eine neue Erfindung der Beiden zur Verfügung stellen.
Sie hatte zwar so ihre Bedenken, aber sie wollte nun endlich diese „Schulden" los werden. Außerdem würden die Zwillinge sie ja wohl kaum umbringen.
„Komm schon, Kleine, das ist nicht so wild. Ron ist auch immer unser Versuchskarnickel und lebt ja auch noch, oder?"
Er verschwieg dem Mädchen natürlich, dass Ron nach seinem letzten Einsatz zwei Stunden erbrochen hatte und danach sogar nicht mal mehr die vielen Süssigkeiten essen mochte, die seine Brüder ihm für seine 'Mitarbeit' versprochen hatten.
Fred steuerte Laura zu einem leeren Klassenzimmer.
Es war relativ spät am Abend und in einer halben Stunde mussten sie im Gryffindorturm sein.
Gerade noch genug Zeit also für das kleine „Experiment".
Die sonst so lauten Jungs waren nun für einmal ziemlich leise, da sie keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollten, zumal kaum noch Schüler in den Gängen waren.
Leise öffneten sie die Tür zu dem Klassenzimmer, in dem seit Jahren nicht mehr unterrichtet worden war.
Die drei Kinder stutzten, als sie jemanden reden hörten.
Laura glitt unter Freds Arm hindurch, streckte den Kopf ins Zimmer und war ziemlich erstaunt, was, oder besser wen sie dort sah.
Sie erkannte den Turban von Quirrell. Dieser stand mit dem Rücken zu den Kindern und sah zum Fenster hinaus, auch wenn es dort nicht mehr allzu viel zu sehen gab, da es schon dunkel war.
Was die Kinder am meisten erstaunte, war, dass er scheinbar sein Stottern vergessen hatte und dass er sich mit sich selbst unterhielt. Zumal niemand anderes im Zimmer war.
Was machte der Lehrer da? Machte er Sprechübungen?
Doch danach tönte es nicht gerade. Eher nach einer ziemlich angespannten Auseinandersetzung!
Erschrocken drehte sich der Lehrer mit einem Ruck um, als er die drei Kinder, die sich im Fenster spiegelten, entdeckte.
„A...Ach ihr..ss..seid es blos!" stotterte er und kam auf die Kinder zu. Er glitt an ihnen vorbei aus dem Zimmer.
„Sch..Schönen Abend..n..noch." Er blinzelte nervös und entfernte sich rasch.
Die Kinder sahen sich verwundert an und Laura zuckte mit den Schultern. War schon ein komischer Kauz, dieser Quirell. Sie mochte den Kerl nicht besonders.
„Komm schon, wir haben nicht ewig Zeit," drängte George und schob Laura ins Zimmer.
„Ja, schon gut, aber ich warne euch Jungs, ich will nicht in die Luft fliegen!"
Laura funkelte die Zwillinge an, welche sich daraufhin einen vielsagenden Blick zuwarfen.
„Nee nee, das ist schon eine ziemlich ausgeklügelte Sache, wir sind uns nur noch nicht ganz einig über die Dosierung."
George nahm einen Stuhl unter einem Schultisch hervor und stellte ihn mitten ins Schulzimmer. Dann führte er Laura zu dem Stuhl und drückte sie runter, sodass sie sich hinsetzen musste.
Laura saß auf dem Stuhl und schaute etwas skeptisch. Sie schwang nervös ihre Beine hin und her.
Fred kramte in seiner Tasche, die er mitgebracht hatte und holte einen Hotdog hervor. Er grinste.
„Sag jetzt nicht, dass ich dieses Ding essen muss, George," sagte Laura und rümpfte die Nase.
„Genau das, Schätzchen, und ich bin übrigens Fred." Fred hielt ihr das Hotdog entgegen.
„Und was genau passiert, wenn ich hier rein beiße?" Laura nahm das Hotdog in die Hand und musterte es. Sie verzog das Gesicht ein wenig.
„Das siehst du ja dann, oder? Beiß jetzt endlich rein." George wurde etwas ungeduldig und hatte ganz rote Wangen.
„Ich will erst wissen, was passiert, wenn ich das esse, kapiert. Muss ich kotz..."
Fred hielt seine Hand vor Lauras Gesicht, um sie am Weitersprechen zu hindern. „Tss tss, also was sind denn das für unzivilisierte Ausdrücke?" sagte Fred gespielt empört.
„Ok, es wird 'Bum' machen und das Hotdog wird sich in eine weiße Taube verwandeln..... bestenfalls," fügte er noch leise hinzu. Er lächelte unschuldig.
„Nun mach schon, wir haben nicht mehr viel Zeit. Wenn wir zu spät noch hier draußen erwischt werden, dürfen wir vielleicht morgen nicht zum Halloween-Fest, das wäre eine Katastrophe." George konnte seine Ungeduld kaum verbergen.
Das fand Laura allerdings auch. Sie freute sich schon sehr auf das Fest.
„Und wieso testet ihr denn das Zeug nicht selbst?" fragte Laura, die nicht wirklich große Lust hatte, in dieses Knall-Hotdog zu beißen.
„Haben wir natürlich getan. Aber erstens brauchen wir nun ein weibliches Versuchsobjekt, da es kleine Abweichungen geben kann. Und zweitens müssen wir beide genau hinsehen, wann was passiert, kapito?"
Als Antwort verzog Laura nur kurz das Gesicht. Etwas fadenscheinige Erklärung, fand sie, aber sie war danach ihre Schulden los und fertig!
Sie kniff ihre Augen zu und biss zögerlich in das Brot.
Es passierte nichts.
Laura öffnete die Augen und stieß den Atem aus, den sie angehalten hatte.
„Los, nochmal, beiß kräftiger zu," trieb George sie.
Laura biss nochmals hinein.
Und es machte tatsächlich „BUM", allerdings verdammt laut.
Das Hotdog lag zerfetzt am Boden. Es rauchte und Laura musste husten. Sie wedelte mit der Hand vor ihrem Gesicht rum. Ein paar weiße Federn flogen umher. Von der dazugehörenden Taube war allerdings nichts zu sehen.
Es stank nach verbranntem Haar.
„Interessante Frisur, Kleine", bemerkte Fred trocken und deutete auf Lauras Haar.
Laura griff sich an die Haare. Links waren ihre Locken gute 15cm kürzer als auf der rechten Seite.
Laura sah die Zwillinge erschrocken an. Sie sah, dass sich diese ein Lachen verkneifen mussten.
Zuerst empörte sich das Mädchen, dass die Zwillinge das auch noch lustig fanden, aber als sie sah, wie Fred und George sich abmühten nicht zu lachen, konnte sie auch nicht mehr ernst bleiben.
Die Kinder prusteten vor Lachen und Laura musste sich den Bauch halten.
Als sie sich wieder einigermaßen beruhigt hatten, räumten die Jungs noch die Federn und Krümel zusammen, schickten Laura aber schon mal in den Turm zurück.
Sie hatten schließlich ihre eigenen 'Abkürzungen' und würden nicht später als Laura im Gemeinschaftsraum sein.
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Laura rannte Richtung Gryffindorturm.
Als sie einen langen Korridor entlang rannte und um eine Ecke bog, sah sie wie Snape Professor Quirell gegen eine Wand drückte und auf ihn einredete.
Laura blieb stehen.
Sie konnte nicht hören, was ihr Vater sagte, aber nach einer Kaffeekränzchen-Unterhaltung tönte es nicht.
Als Snape sie bemerkte, ließ er sofort von dem anderen Lehrer ab und dieser suchte schnell das Weite.
„Was machst du so spät noch in den Gängen, Laura?" fragte Snape etwas unfreundlich und musterte Laura nun genauer.
„Was ist mit deinen Haaren passiert?" fragte er und kam ein paar Schritte auf Laura zu.
„Die ..ehm.. die sind mir abhanden gekommen," antwortete Laura und musste sich auf die Lippen beißen, um nicht wieder los zu lachen.
Snape zog die Augenbrauen hoch und sah sie vielsagend an.
„Das scheint dich ziemlich zu amüsieren," stellte er fest und Laura biss sich immer noch auf die Lippen, wurde ein bisschen rot, aber nickte.
Snape besah sich seine Tochter immer noch und fragte sich, was sie wohl wieder angestellt hatte. Seine Augenbrauen zogen sich leicht zusammen.
„Na gut, geh jetzt sofort in deinen Gemeinschaftsraum. Und lass dir morgen von Madam Pomfrey die andere Seite auch noch abschneiden, so siehst du ja aus, als hätte dich eine Maus angenagt."
Laura musste nun doch lachen. Sie hielt sich aber die Hand vor den Mund, um ihren Vater nicht zu sehr zu verärgern, denn der schien das nicht so lustig zu finden.
„Ja, Sir," sagte sie und Snape fasste sie an den Schultern, drehte sie um und schickte sie mit einem leichten Schupser Richtung Gryffindorturm.
„Sofort ins Bett jetzt," sagte er. „Gute Nacht".
Laura ging ein paar Schritte, drehte sich nochmals um und sah wie ihr Vater mit wehendem Umhang davon ging.
Schnell schnitt sie noch eine Grimasse.
„Das habe ich gesehen," sagte Snape ohne sich umzudrehen. Laura stand dort und sah ihm verdattert, aber auch ein bisschen beeindruckt nach.
TBC.....
Eure Meinung ist gefragt.....
Fürs Beta-lesen wieder ein grosses Dankeschön an scientific ida. Ich schätze das sehr.
Gruss an alle Sally
