Besten Dank scientific ida , die immer so lieb ist, all die Kapitel zu korrigieren. Find ich super!!! Super find ich auch, dass sich einige Leser Zeit nehmen mir ein Review zu schreiben, damit ich weiss, was sie denken und wie ihnen die Kapis gefallen. Vielen vielen DANK :-D Gruss Sally
So, nun gehts weiter, viel Spass!
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Professor McGonagall rief Laura direkt nach dem Frühstück in ihr Büro und entschuldigte sich bei dem Mädchen. Es tat der Lehrerin ehrlich Leid, dass sie Laura unschuldig verdächtigt hatte. Sie nahm auch Lauras Entschuldigung für ihr schlechtes Benehmen an. Die Hauspunkte wurden wieder dazu gegeben, nachdem sie ja für den Streich abgezogen worden waren.
Danach ging Laura in den Unterricht. Während Professor Binns langweiligem Gebrabbel über irgendwelche Begebenheiten vor mehreren hundert Jahren, was heute sowieso niemanden mehr interessierte (außer Hermine), grübelte sie an ihrer Idee mit dem Liebestrank rum.
Sie hatte von Fred und George gehört, dass es in einem Scherzartikelladen in Hogsmeade einen Liebestrank gab. Der war aber sehr schwach, da es ja nur ein Scherzartikel war.
Laura brauchte aber einen richtig guten Trank.
Als die Schule endlich aus war und Hermine vorschlug, die Hausaufgaben zusammen zu erledigen und noch ein wenig zu üben, machte sich Laura in die Kerker davon. Sie sagte den Freunden, sie müsse noch Jimmy füttern. Das stimmte natürlich nicht, weil das Tier sich selbst mit Nahrung versorgte im Wald. Es kam meistens erst abends zurück in Snapes Privaträume. Ihr Dad hatte es irgendwie fertig gebracht, dass das Tierchen direkt durch die alten Lüftungsschächte nach draußen gelangen konnte. Eine kleine Luke, die nur Jimmy hinein und hinaus ließ, war in einer Ecke der Küche, wo es jederzeit rein und raus konnte. Und Jimmy war auch sehr clever und hatte es sofort kapiert.
Laura rannte die Korridore entlang bis in die Kerker.
In Snapes Büro sah sie sich um. Ihr Vater hatte heute länger Unterricht als sie. Sie stöberte bei seinen Büchern, die in großen Regalen an der Wand standen. Eine Ewigkeit musste sie suchen, um ein passendes Buch zu finden. Ihre Nerven waren sehr angespannt, denn sie wollte nicht von Snape erwischt werden. Sie hatte bei diesen Büchern nichts verloren, das wusste sie genau. Schnell steckte sie es sich unter den Pulli und wollte in ihr Zimmer verschwinden.
„Also zu unserer Zeit hättest du dafür ziemlichen Ärger bekommen, kleines Fräulein," sagte Seraphino Cunninghatch plötzlich aus seinem Portrait, welches den Durchgang in die Privaträume von Snape verdeckte.
Laura war ziemlich zusammengefahren, als sie plötzlich eine Stimme gehört hatte, atmete jetzt aber erleichtert auf. Sie lächelte den älteren Mann im Portrait verlegen an und ging dann an ihm vorbei in die Räume, wo sie mit ihrem Vater lebte.
Schnell ging sie in ihr Zimmer und durchblätterte hastig das Buch. Sie biss sich auf die Lippen, als sie an die Drohung ihres Vaters dachte, nachdem sie das verbotene Werwolfbuch gelesen hatte. Dies hier war zwar nicht dasselbe, sie wusste aber, dass sie alle Bücher nur nehmen durfte, wenn ihr Vater es ihr erlaubt hatte. Dieses Buch war definitiv kein Schulbuch. Es war ein Buch über spezielle Zaubertränke und wenn sie es so durchblätterte, war sie sich nicht so sicher, wie begeistert ihr Vater darüber wäre, wenn er wüsste, was sie hier tat.
'Sie würde noch Jahre später an ihren schmerzenden Hintern denken' hatte er gesagt. Mit einem unguten Gefühl im Magen biss sie sich auf die Lippe und ihr war plötzlich ziemlich warm.
Das Engelchen in Lauras Kopf verlangte klar von ihr, dass sie dieses Buch augenblicklich zurückbringen sollte. Das Teufelchen trat aber entschieden vor den Engel und säuselte Laura etwas von Rache und Zurückzahlen ins Ohr.
Laura nahm schnell eine Rolle Pergament und eine Feder und sah sich das Kapitel Liebestränke genau an.
Liebestränke für Romantiker, Liebestränke für eifersüchtige, feurige Liebhaber, Liebestränke um alte Liebe wieder aufflammen zu lassen... und so weiter und so fort. Es gab einige Liebestränke.
Eines der Rezepte schrieb sich Laura dann schlussendlich ab. Sie schwitzte vor lauter schlechtem Gewissen und war froh, als sie das verbotene Buch zuschlagen konnte.
Die Pergamentrollen versteckte sie unter ihrem Kissen. Das Buch steckte sie sich wieder unter den Pulli. Bestimmt würde ihr Vater bald kommen.
Schnell ging sie ins Büro und steckte das Buch dorthin zurück, wo sie es rausgenommen hatte. Sie atmete erleichtert aus.
Cunninghatch sah sie mit gehobener Augenbraue an und erinnerte sie dabei ziemlich an ihren Vater. Sie biss sich auf die Lippen, als er sie strafend ansah. Sie hoffte, dass der Mann im Portrait sie nicht an Snape verraten würde.
„Ich musste nur schnell etwas nachschlagen," sagte sie leise, aber sie sah, dass der Gemälde-Mann ihr nicht glaubte. Er sagte aber nichts.
Als sie wieder in ihrem Zimmer war, hörte sie Ihren Vater die Privaträume betreten. Ihre Wangen wurden heiß und sie war froh, dass sie es noch rechtzeitig geschafft hatte.
Ein paar Sekunden später steckte er den Kopf in ihr Zimmer. „Hast du deine Hausaufgaben erledigt?" fragte er und sah skeptisch auf ihren Schreibtisch, wo allerlei Krimskrams herum lag.
„Nein, noch nicht alles, Sir," sagte sie schnell und kramte in ihrer Schultasche.
„Räum erst deinen Schreibtisch auf, Laura, so kannst du nicht ordentlich arbeiten."
Sie stöhnte und rümpfte die Nase, begegnete dann aber dem tadelnden Blick ihres Vaters, der einen Schritt in ihr Zimmer hinein gemacht hatte, und begann sofort die Farbstifte und Pergamente weg zu räumen.
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„Bitte, Hermine, niemand wird je erfahren, dass du deine Finger im Spiel hattest. Alleine ist es mir zu riskant." Laura sah die Freundin bittend an. Emma wollte sie nicht fragen, diese hatte sie schon zu oft in Schwierigkeiten gebracht und sie war sich nicht sicher, wie oft die Freundin das noch mitmachen würde.
„Dann lässt du es besser!" sagte Hermine schnell, bezweifelte aber, dass Laura sich so einfach von ihrem Plan würde abbringen lassen.
„Nee, ich versuch's halt alleine, diesen schwierigen Trank zu brauen, das wird bestimmt spannend," blieb das Mädchen stur.
Hermine sah Laura streng an. „Es ist eine heikle Sache, Laura. Ich bin sicher, dass du in Schwierigkeiten kommst mit deinem Vater, wenn das raus kommt. Lauras Wangen wurden rot.
Laura zuckte die Schultern. „Es ist ja mein Hintern, der in Schwierigkeiten gerät," murmelte sie. „Dieser dumme Typ hat einen Denkzettel verdient. Und es wird bestimmt spaßig." Nun grinste das Mädchen und ihre Augen glänzten spitzbübisch.
Hermine hatte schon nicht schlecht Lust, zu versuchen diesen Trank zu brauen. Das war ein spezieller Trank, der ziemlich anspruchsvoll war und eine große Herausforderung bedeutete. Das reizte das Mädchen. Sie durften sich nur nicht erwischen lassen.
„Du solltest die Jungs fragen, ob sie Wache stehen," sagte Hermine und Laura umarmte sie freudig.
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„Die Fläschchen verkorken, beschriften und abgeben. Dann seid Ihr entlassen. Mr Ludwig sie bleiben noch."
Snape sah zu seinen Siebtklässlern, die geschäftig am Fläschen Abfüllen und Verkorken waren. Steve sah zu Snape hinauf, der seinen Blick kurz erwiderte und dann seine Feder nahm und etwas aufschrieb.
Als die Schüler aus dem Raum gegangen waren, trat Steve etwas zögerlich vor den Schreibtisch seines Hauslehrers.
Snape beförderte einen Stuhl genau hinter den Jungen und deutete ihm, sich hinzusetzen.
Erst sagte er nichts und Steve wurde etwas mulmig. „Sie sind das siebte Jahr bei mir im Unterricht und genau so lange bin ich ihr Hauslehrer, Mr. Ludwig. Ich denke, Sie sollten mich deshalb ziemlich gut kennen."
Da Snape ihn fragend ansah, antwortete Steve mit einem „Ja, Sir."
Snape nickte kurz und fuhr fort: "Ich denke, Sie wissen sehr genau, dass ich weder Betrug noch Erpressung toleriere, Mr. Ludwig."
„Hab ich nicht, Sir," begehrte der Junge sofort auf.
„Und schon gar keine Lügen," fügte Snape hinzu und sah Steve streng an, und dieser senkte nun kurz den Blick, bevor Snape weiter redete.
„Sie haben meine Tochter erpresst und wollten von ihr, dass sie eine Prüfung manipulieren sollte. Da sie dies nicht getan hat, haben Sie sich mit dieser Turban-Sache an ihr gerächt."
Snape sah den Jungen an, dem nun unbehaglich wurde. Er überlegte fieberhaft, was er darauf erwidern konnte. Wieso musste dieser Snape einen auch so Röntgen?
„Tut mir Leid, Sir. Ich dachte, ich habe den Test total in den Sand gesetzt. Aber ihre Tochter war auch verd.... ich meine , ziemlich frech, Sir. Die brauchte mal eine Abreibung!"
Hitze schoss nun in Steves Kopf, als er an die kleine freche Kröte dachte. Die hatte ihn gar nicht richtig ernst genommen.
Snape stand auf. „Um die 'Abreibungen' meiner Tochter kümmere ich mich persönlich, Mr. Ludwig. Ich bezweifle allerdings, dass Laura Sie in irgendeiner Weise belästigt hat, bevor Sie sie erpresst haben, liege ich da richtig, Mr. Ludwig?"
Steve senkte wieder den Blick. „Hören Sie gut zu. Dies hier ist eine Warnung. Und nur, weil Sie sich sonst in dieser Schule angemessen verhalten haben, erhalten Sie eine Warnung und nicht eine Meldung an den Schulleiter, Mr. Ludwig.
Falls Sie diese Warnung nicht ernst nehmen, werden nicht nur die Schulleitung, sondern auch ihre Eltern informiert. Ich hoffe, das ist Ihnen klar. Und von meiner Tochter halten Sie sich in Zukunft fern."
Steve sah mit roten Wangen zu Snape auf und antwortete: „Ja, Sir." Er biss seine Zähne zusammen.
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Die ganze nächste Woche war Laura damit beschäftigt, die Zutaten zu 'sammeln'. Einge Zutaten waren nicht einfach zu beschaffen. Im Zaubertrankunterricht, konnte sie das eine oder andere heimlich einstecken, wenn sie am Schrank ihre Tränkezutaten holen mussten.
Von dem dreilappigen Kicherling, den die Kinder ja schon kannten, musste auch etwas hinein. Getrockneter war besser, aber frischer ging auch. Sie hatte überall nachgesehen, im Schrank des Schulzimmers. Zu Snapes Privatlager hatte sie keinen Zugriff und das hätte sie auch nicht gewagt, dort etwas zu holen. Sie suchte daher mit Hermine und den Jungs, die von dem Plan begeistert waren, draußen nach den Pilzen. Leider erfolglos. Sie fragten Hagrid danach, aber dieser gab ihnen nur einen strengen Blick und schüttelte vehement den Kopf.
Laura war ein bisschen verzweifelt, da sie die restlichen Zutaten hatte und mit dem Trank beginnen wollte.
Hermine hatte sogar einen geeigneten Raum dafür gefunden. Ganz oben in einem verlassenen Turmzimmer war der ideale Ort um den Trank zu brauen. Es hatte sogar eine Feuerstelle.
Laura las an diesem Abend das Rezept nochmals sorgfältig durch. Sie durfte keinen Fehler machen und es durfte absolut nichts schief gehen bei dem Trank. Erstens könnte sie nicht unbemerkt nochmals die Zutaten entwenden, und zweitens könnte es schlimme Folgen haben, wenn sie einen Fehler beim Brauen machte. Ihr Vater hatte ihr das eingebläut. Beim Brauen konnten sich gefährliche Gase entwickeln oder gar explodieren. Falsch gebraut könnte der Trank auch für diejenigen gefährlich werden, die ihn einnehmen. Schon deswegen wollte sie Hermine beim Brauen dabei haben. Sie war auch gut in diesem Fach.
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Severus sah sich die Hausaufgaben von Laura durch. Er hatte sie in letzter Zeit nicht sehr viel gesehen. Er hatte viel um die Ohren gehabt. Er hatte einige wichtige Nachforschungen gemacht, die Tom Riddle betrafen. Es hatte ihn viel Einsatz und Zeit gekostet dieser Spur zu folgen und er war froh, dass es diesmal nicht um sonst gewesen war. Er hatte einige kleine Details heraus gefunden über die Zeit, nachdem Riddle die Schule verlassen hatte.
Außerdem hielt er ein Auge auf Quirrell, der sich in letzter Zeit noch nervöser und auffälliger verhielt und sich sichtlich unwohler fühlte. Er war blass und dünn. Das war Snape verdächtig und auch Dumbledore hatte ihm geraten, ein Auge auf den Mann zu haben. Auch das hatte Zeit in Anspruch genommen. Zeit, die ihm mit Laura fehlte.
Dass er weniger Zeit für sein Kind gehabt hatte, war ihm nicht recht und er vermisste das Mädchen.
Umso mehr genoss er dann die seltenen Abende, wenn sie bei ihm schlief, oder ihn besuchte, wie jetzt.
Er spürte, dass Laura seine Nähe sehr suchte. Vielleicht kam sie sich ein bisschen abgeschoben vor.
Als er nun ihre Hausaufgaben in Pflanzenkunde durchsah, bemerkte er, wie Laura ihn ansah.
Er sah von dem Heft auf und fragte sie: „Was ist, Laura, wieso siehst du mich so an?" Laura biss sich auf die Unterlippe und setzte sich dann einfach auf seine Schoss. Sie legte ihren Kopf an seine Brust und er legte das Heft auf den Tisch. Er sah fragend und etwas überrumpelt zu ihr hinunter.
„Ich hab dich gar nicht viel gesehen in letzter Zeit, Dad," sagte sie leise.
Er sagte nichts, sondern strich ihr durchs Haar und legte den andern Arm um sie. Einige Minuten saßen sie schweigend da.
„Ich werde bald wieder mehr Zeit haben für dich, Laura. Außerdem sind in ein paar Wochen die Sommerferien." Er sah Laura an, die nun auch ihren Blick hob und ihn anlächelte.
Ja, er freute sich auf die Sommerferien. Er freute sich jedes Jahr auf eine Auszeit von den kleinen Biestern, die ihm das Leben schwer machten, aber diesmal war es anders. Vor einem Jahr hatte er noch nicht mal im entferntesten geahnt, dass er ein Kind hatte. Und nie hätte er es für möglich gehalten, dass er ein Kind lieben könnte von ganzem Herzen. Das war einfach zu unvorstellbar gewesen.
Er freute sich auf die Sommerferien, trotz der Tatsache, dass Remus mit dem Potter-Bengel eine Woche bei Laura und ihm verbringen würden.
Er würde dann Zeit haben mit Laura zu brauen und ins Gewächshaus zu gehen. Sie würde am Fluss baden und sein Haus mit Leben füllen. Laura, Milly und er. In Ruhe und Frieden. Na ja, so friedlich es mit seinem Wildfang eben sein konnte.
„Dad? Darf ich in den Ferien dann mal meine Verwandten besuchen?" Snape sah verwundert zu dem Mädchen hinunter. Ach ja, der Brief! Ein ungutes Gefühl beschlich Snape, aber er nickte.
„Ja, Laura," sagte er knapp und Laura sah zu ihm auf.
„Ich mach die restlichen Hausaufgaben im Turm, Dad," sagte Laura und stand auf. „Ist das da in Ordnung so?" fragte sie und zeigte auf das Heft auf dem Tisch. Snape nickte zufrieden. „Ja, das ist gut. Du hast dich in Pflanzenkunde verbessert."
Lauras Herz machte einen Hüpfer bei dem Kompliment. Sie strahlte Snape an und gab ihm einen Kuss. „Gute Nacht, Dad," sagte sie und Snape reichte ihr das Heft.
„Laura?!" sagte Snape, als sie sich schon umgedreht hatte und die Schultasche über die Schulter gehängt hatte. Sie drehte sich um und sah ihn neugierig an.
„Wenn du möchtest, kannst du heute auch hier schlafen." Lauras Herz machte einen kleinen Hüpfer, denn noch nie hatte ihr Vater sie gebeten, hier zu bleiben.
Klar hatte sie immer gespürt, dass er sie gerne hier bei sich hatte, aber noch nie hatte er sie gefragt, ob sie nicht lieber bleiben würde.
Sie grinste ihn an und ging zu ihm um ihn zu umarmen. „Wir müssen aber McGonagall Bescheid sagen," sagte sie, als sie ihn aus Umarmung los ließ, immer noch mit einem Lachen auf dem Gesicht.
„Ich schreibe Professor McGonagall nachher eine Nachricht," sagte Snape.
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'Gryffindor noch ein Tor, Gryffindor noch ein Tor!' rief die Menge und war begeistert über das tolle Spiel.
Laura stand mit den Freunden zu forderst und fieberte mit. Sie sah, wie Remus neben Snape saß und das Spiel auch gespannt verfolgte. Er schien ziemlich glücklich zu sein. Snape schien ziemlich angespannt und schien das Spiel nicht wirklich zu verfolgen.
Harry kam wie ein Pfeil im Sturzflug angesaust und Laura hatte für einen Moment schon Angst, sein Besen sei wieder außer Kontrolle, als er im letzten Moment den Besen in die Horizontale brachte und den Schnatz in der Hand hielt. Er lachte glücklich über das ganze Gesicht. Er war so froh, dass er sich vor Remus nicht blamiert hatte. Nein, er hatte sogar gewonnen! Er war so stolz und flog glücklich auf den Platz hinunter.
Laura sah, wie Ron mit einer blutigen Nase unter den Sitzbänken hervorkroch und Malfoy sein Auge hielt und jammerte.
Ron jubelte Harry zu und Laura sah ihn verwundert an. Sie war so auf das Spiel konzentriert gewesen, dass sie nicht mitbekommen hatte, dass Ron und Malfoy sich in die Haare geraten waren. Schade, dachte sie, das hätte sie auch gerne gesehen.
Sie sah zu Snape und Lupin hinüber. Seltsamerweise schien Snape erleichtert zu sein, nachdem was Laura von seinem Gesicht lesen konnte. Sie hatte gelernt, die kleinsten Zeichen im Gesicht ihres Vaters zu lesen. Jemand anderes hätte nur das ausdruckslose Gesicht von Zaubertranklehrer Snape gesehen.
Lupin stand auf und eilte die Treppen hinunter. Er wollte wohl Harry gratulieren. Und genau das wollte Laura nun auch tun. Sie war so froh, dass sie erstens gewonnen hatten und zweitens Harry so gut gespielt hatte.
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„Harry, wo warst du ?" fragten Laura, Ron und Hermine, als Harry nach dem Umziehen nicht im Gryffindorturm erschienen war. Sie hatten eine kleine Fete organisiert und Milly und ein paar andere Hauselfen hatten Essen und Trinken gebracht.
Harry lächelte und zog die Freunde mit sich. Er wollte ihnen unbedingt etwas erzählen, aber er wurde von den anderen herzlich empfangen und musste zuerst etwas essen und trinken, bevor er sich davonschleichen konnte.
Schnell verdrückten sich die Freunde in eine Ecke des Gemeinschaftsraumes, wo sie ungestört waren.
„Hier," sagte er und grinste über beide Ohren. Er hielt Laura etwas kleines, weißes hin. Laura nahm es in die Hand und erkannte nun, was es war. Sie umarmte Harry stürmisch. „Hey, genial, ein Kicherling, woher hast du den?"
Bevor Harry antworten konnte, wurden sie von Fred und George unterbrochen. „He, ihr Turteltäubchen, schmusen könnt ihr später, jetzt wird gefeiert!"
Sie zogen Harry mit sich. „Ihr seid ja bloß eifersüchtig," spöttelte Ron und Fred schickte ihm einen Handkuss zu.
Eine weitere halbe Stunde mussten sie sich gedulden, bevor Harry sich wieder losreißen konnte.
„Kommt," sagte er leise, "hier ist es mir zu voll!"
Die Kinder verließen den Gemeinschaftsraum durchs Portraitloch und gingen den Korridor entlang.
„Was ist eigentlich die Zeit?" fragte Laura. "Nicht, dass wir zu spät noch hier draußen sind." Ron verdrehte die Augen. „Ach Laura, nur keine Angst, es ist noch lange nicht Zeit in die Heia zu gehen." Laura streckte ihm die Zunge raus.
„Los, erzähl schon," wandte Laura sich an Harry.
„Nach dem Spiel hab ich noch einen kleinen Spaziergang gemacht, mit Remus. Er war sehr stolz auf mich, hat er gesagt." Harrys Augen funkelten glücklich. „Als er dann gegangen war, hatte ich keine Lust zum Raufkommen und ich hab mir den Besen geschnappt und bin noch eine kleine Runde geflogen. Ich habe dann Quirrell in den Wald eilen gesehen und er hat wieder so komisch geredet, mit sich selbst. Er hat überhaupt nicht gestottert und ich bin ihm im Schutz der Bäume gefolgt. Ich musste natürlich einen sicheren Abstand halten und deshalb hab ich auch nicht alles verstanden, was er gesagt hat. Dann war da plötzlich Snape und hat ihm gedroht, glaube ich. Er hat was von vorsichtig sein gesagt und er habe ein Auge auf ihn und so'n Zeug. Auch vom Stein der Weisen haben sie geredet. Ich habe immer nur Wortfetzen gehört, aber es hat nicht gerade wie ein freundschaftliches Treffen getönt. Quirrell hat fürchterlich gestottert und dann ist Snape davon gerauscht. Also der kann schon ganz schön unheimlich sein, Laura," wandte er sich an die Freundin und es schüttelte ihn leicht.
Als ob ich was dafür könnte, dachte Laura, sagte aber nichts.
Emma nickte. "Ja, also ich möchte auch nicht seinen Unmut auf mich ziehen. Aber was war da los? Scheinbar traut Snape ihm auch nicht."
Hermine nickte. Ja, etwas stimmte mit dem stotternden Lehrer ganz und gar nicht. „Und sag mal, woher hast du den Pilz?" wollte sie nun von Harry wissen.
„Als ich dann mit einem Umweg zum Schloss zurück flog, damit mich keiner der beiden sieht, habe ich etwas Weißes am Boden gesehen. Ich bin nicht sehr hoch geflogen und da war der Kicherling. Es ist vielleicht nicht das hübscheste Exemplar, aber besser als nichts." Harry sah Laura stolz an und sie lächelte ihm zu. Sie öffnete ihre Hand, wo der dreilappige Kicherling drin lag und sagte: „So, nun kanns losgehen." Sie lächelte Hermine an.
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„Also, Laura, wir müssen uns jetzt voll konzentrieren. Hast du die Stacheln?" Hermine sah Laura ernst und erwartungsvoll an. Laura nickte. Sie hatte sich entschieden, einen Liebestrank zu brauen mit dem Namen 'Frühlingsgefühle für feurige Liebhaber'. Sie wusste nicht, wieso ihr dieser so gut gefallen hatte, aber es war bestimmt ein starker. Ein anderer Trank hatte ihr noch gefallen, der 'Liebe macht blind' hieß, aber den musste man in Vollmondnächten brauen, und das ging natürlich nicht.
Die Basis des Trankes würde etwa anderthalb bis zwei Stunden dauern und ganz am Schluss musste zehn Gramm Kicherling und eine Stachel der humilus echinea, deren Stacheln Laura so gerne ausriss, rein. Ein paarmal umrühren und der Trank würde einsatzbereit sein. Natürlich musste vor der 'Einnahme' noch ein Haar oder sonst etwas Körpereigenes der Auserwählten hinein gegeben werden.
Der Trank war kompliziert und Laura war froh, dass Hermine ihr assistierte. Die Mädchen hatten sogar das Frühstück ausgelassen, um möglichst schnell beginnen zu können. Laura wusste, dass ihr Vater Sonntags im Kerker frühstückte und sie deshalb nicht vermissen würde.
Es brauchte absolute Präzision und Laura war klar, dass sie es niemals geschafft hätte, den Trank zu brauen, wenn sie nicht so vielmals dabei gewesen wäre, wenn ihr Vater solche Tränke braute. Auch ohne Hermine hätte sie es nicht geschafft.
So schnell waren zwei Stunden noch nie um gewesen für sie. Die Basis des Trankes war klar violett gewesen. Als sie nun den Stachel hinein warfen, nahm er ein Purpurrot an und nach der Beigabe des Pilzes wurde er milchig lila. Genau so, wie es sein musste, laut Rezept. Die Mädchen waren richtig stolz auf sich. Sie hatten nichts explodieren lassen und scheinbar war alles so, wie es sein sollte.
„Jetzt brauch ich ne Dusche," sagte Laura, und wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Nachher geh ich zu meinem Vater. Milly hat mir die Haare besorgt die ich brauche," sagte sie und lächelte.
Hermine sah Laura ernst an. „Mit dem Rest deines Planes hab ich aber nichts zu tun, klar?" sagte sie und Laura nickte.
„Danke, Hermine, ohne dich hätt ich's nicht geschafft."
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Laura hatte ein bisschen ein mulmiges Gefühl, als sie zu Snape in den Kerker ging. Sie hatte die Kleider gewechselt, damit ihr Vater mit seiner scharfen Nase nichts roch. Sie wurde rot, als sie daran dachte, wie er reagieren würde, wenn er das spitzkriegte. Der Streich an Steve war noch die eine Sache, aber das Brauen.....
Ja, sie würde wohl ihren schmerzenden Hintern auch noch Jahre später spüren, da war sie sicher. Sie blieb vor der Bürotür stehen. Sie atmete tief durch. Er durfte es nicht rauskriegen. Sonst wäre sie fällig. Sie biss sich auf die Lippen und ging ins Büro. Vor dem Portrait zögerte sie wieder.
„Haben wir was ausgefressen, Fräulein?" fragte Cunninghatch aus seinem Bild und sah Laura streng an. Sie schüttelte schnell den Kopf und legte die Hand auf den Arm des Bild-Mannes und er schwang zur Seite.
Da Sonntag war, hatte Snape es sich auf dem Sofa bequem gemacht mit einem Buch und einer Tasse Tee, der mittlerweile wieder kalt geworden war. Das Buch war spannend und er hatte es schon lange lesen wollen. Er hatte sich ein großes Kissen hinter den Rücken geklemmt und lehnte sich dagegen. Die Beine hatte er bequem auf dem Sofa.
Er blickte hoch, als er die Tür aufgehen hörte. Laura kam auf ihn zu und blieb vor ihm stehen. Er sah sie an und sie lächelte.
„Hab ich auch noch Platz?" fragte sie und quetschte sich schon hinter ihren Vater, der ein bisschen zur Seite rutschte und tadelnd sagte: „Guten Morgen, Laura. Ja, es hat noch sehr viel Platz, mach's dir nur bequem."
Laura lächelte ihn entschuldigend an und zog ein kleines Kissen unter sich hervor um besser Platz zu haben in dem schmalen Spalt zwischen der Rückenlehne und Snape, in den sie sich gepflanzt hatte. Sie lehnte sich gegen ihren Vater, der einen Arm um sie legte, damit es ihm auch einigermaßen bequem war.
Es schien einfach selbstverständlich zu sein für diese kleine Hexe, dass man sich bei ihm breit machen konnte.
Wahrscheinlich dachte sie, er habe nur gerade auf sie gewartet!
Allerdings hatte er schon gehofft, dass Laura noch zu ihm kommen würde, wenn er ehrlich war. Er klopfte Laura sanft auf den Rücken.
Sie legte einen Arm um Snapes Bauch und fragte: „Was meinst du, Dad, wie es wohl gewesen wäre, wenn meine Mum nicht gestorben wäre? Hättest du mich dann auch lieb gehabt? Würdest du mich dann auch hier haben wollen, oder würdest du nichts mit mir zu tun haben wollen?" Sie überlegte kurz und redete dann weiter. „Und… und wenn meine Mum dir nicht gesagt hätte, dass ich dein Kind bin, hätten wir das dann wohl gar nie gewusst? Vielleicht wäre ich in deine Klasse gekommen, ohne zu wissen, dass du mein Dad bist?" Laura sah nun zu ihm hoch. Sie konnte sich das alles gar nicht vorstellen. Das war ja ein schrecklicher Gedanke ihren Dad nicht zu haben. Oder dass er sie nicht wollte, war noch schlimmer, sich vorzustellen.
„Das werden wir niemals wissen, Laura. Es ist ganz gut, so wie es ist, denkst du nicht auch?" Er drückte sie ein bisschen an sich. Ja, ein Leben ohne Laura, konnte er sich nicht mehr vorstellen. Und egal wie anstrengend es manchmal war, ihr Vater zu sein, würde er es niemals mehr missen wollen. Ob er es gemerkte hätte, dass sie seine Tochter war, wenn er es nicht gewusst hätte?
„Ich denke, Mum wäre froh, dass wir uns haben," meinte Laura und kuschelte sich an Snape.
„Dad?" fragte Laura, der plötzlich ein Gedanke gekommen war. Snape sah sie abwartend an. Die vielen Fragen, die das Kind immer stellte.
„Meinst du, ich meine, könnte es sein, dass du noch mehr Kinder hast, außer mir, von denen du auch nichts weißt. Vielleicht habe ich ja noch Halbschwestern oder Halbbrüder?" Laura sah ihn erwartungsvoll an.
Gott behüte! Dachte Snape.
Er stellte nun seine Füße auf den Boden und setzte sich auf, als er sagte: „Nein, Laura, das hoffe ich doch nicht!" Was dachte das Mädchen nur von ihm, dachte Snape und fuhr sich mit dem Daumen und Zeigefinger über seinen Nasenrücken.
Laura gab die Fragerei noch nicht auf. „Und wenn du nun mal heiratest und noch mehr Kinder hast, was wird dann aus mir?"
Snape seufzte und antwortete nach einem kleinen Moment: „Ich bezweifle sehr, dass das jemals der Fall sein wird, Laura. Und falls dieses Ding der Unmöglichkeit Realität werden sollte, dann würde das nichts ändern zwischen uns." Er sah sie nachdenklich an.
Lauras Magen knurrte plötzlich und Snape sah zu ihr hinunter. „Hast du noch nichts gegessen?" fragte er erstaunt. Laura wurde ein wenig rot im Gesicht. „Ehm... nein, ich habe heute lange geschlafen."
Snape hatte den Eindruck, dass Laura nicht die Wahrheit sagte, konnte sich aber nicht vorstellen, warum sie das tun sollte. Er war aber nicht unglücklich über den Themawechel.
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„Wie willst du den Trank verabreichen?" fragte Harry, als die Kinder gegen Abend den Trank in ein Fläschchen abfüllten.
„'Du Steve, probier mal, selbst gebraut, nur für dich'," witzelte Ron. Laura verzog das Gesicht. „Der wäre sicher sehr angetan von dem Vorschlag, Ron," lachte sie.
„Vielleicht mit dem Umhang?" sagte Laura. „Da könnte ich mich zu ihm an den Tisch schleichen und es unbemerkt in seinen Kürbissaft schütten." Laura hatte zuerst geplant, verschiedenen Mädchen den Trank zu geben, nicht denen, die Steve sich wünschen würde natürlich, damit alle plötzlich heiß verliebt wären und ihn bestürmen und belagern würden, wohin er auch ginge.
Noch ein lustiger Gedanke war ihr gekommen.
Sie könnte mehrere Haare von verschiedenen Mädchen in den Trank tun. Sie hatte es sich lustig vorgestellt, wenn Steve liebeskrank von einer zur anderen gegangen wäre. Allerdings hatte ihr Vater ihr eingeschärft, das solche Experimente sehr gefährlich waren. Außerdem hätten sich wohl einige der Mädchen gefreut, denn Steve sah wirklich nicht schlecht aus.
Aber da sie den Mädchen damit auch schaden würde, hatte sie diese Idee schnell über Bord geworfen.
Nein, es sollte niemand anderes wirklich betroffen sein, als Steve.
„Das könnte klappen," meinte Harry nachdenklich.
„Also, heute Abend steigt die Party," meinte Laura. Sie war ein bisschen besorgt, ob alles so funktionieren würde, wie sie es sich ausgedacht hatte, aber sie musste in sich hinein lachen, wenn sie sich vorstellte, was heute in der großen Halle passieren würde.
Milly hatte ihr die Haare besorgt und in einem kleinen Glasbehälter unter ihr Kissen gelegt. Laura hatte ihr natürlich nicht gesagt, wofür genau sie die Haare brauchte, nur, dass sie sich an dem bösen Jungen, wie Milly ihn genannt hatte, rächen wollte. Sie hatte ihren ganzen Charme gebraucht um die Hauselfe zu überreden.
„Komm schon, sag doch, in wen Steve sich hoffnungslos verlieben soll?" bettelte Ron zum hundertsten mal. „In Snape vielleicht?" schlug er zwinkernd vor.
Nun musste Harry und sogar Emma lachen. Hermine blickte empört und Laura gab ihm einen herausfordernden Blick. Sie tippte mit ihrem Zeigefinger an ihre Stirn.
TBC...
