Dieses Kapi wurde von scientific ida betagelesen, wofür ich sehr dankbar bin. DANKE vielmals liebe Ida :-)
Auch für die Reviews bin ich dankbar und hoffe auch für dieses Kapitel auf einen kleinen Kommentar von euch. Würde mich jedenfalls sehr freuen ;-D
Viel Spass, Gruss Sally
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Laura saß im Garten auf dem Boden und beobachtete die großen Ameisen, denen sie seit drei Tagen immer wieder bei ihrem geschäftigen Treiben zugesehen hatte. Sie hatte sie mit kleinen Krümel gefüttert und zugesehen, wie diese von den kleinen Krabbeltierchen unter die Erde befördert wurden.
Jimmy bekam sie kaum noch zu Gesicht, da diese ständig im Wald unterwegs war. Scheinbar gefiel es dem kleinen Streifenhörnchen hier.
Der Boden war etwas feucht, da es in der Nacht geregnet hatte. Laura legte sich auf den Bauch, um die Ameisen besser beobachten zu können. Diese Tiere waren recht interessant.
Ein rot-schwarzer Käfer schleppte einen anderen ab, der rückwärts gehen musste, da die Beiden mit den Hinterteilen aneinander hingen.
Diese Käfer hatte sie bei ihrem Bach auch immer gesehen. Was das genau sollte, mit diesem Rückwärtsabschleppen, wusste Laura auch nicht. Falls das die Paarung sein sollte, fragte sich Laura, wieso die das so kompliziert machten. Musste doch mühsam sein, immer Rückwärts gehen zu müssen.
„Was tust du da, Laura?" fragte Snape, der es nicht so gerne sah, dass das Kind flach am Boden rum lag. Natürlich war es seiner Tochter egal, ob sie schmutzig wurde oder nicht.
Laura sagte etwas vor sich hin, was Snape nicht verstand.
„Laura komm bitte rein, du hast noch Hausaufgaben zu erledigen." Er wusste, dass Laura nächste Woche, wenn der Potter-Bengel und Remus da waren bestimmt nicht sehr gerne die Aufgaben erledigen würde. Und was erledigt war, war erledigt.
Laura rührte sich nicht von der Stelle und tat, als habe sie nichts gehört.
„Zwei Minuten, Laura, dann sitzt du an deinen Hausaufgaben," er drehte sich um und ging hinein.
Laura schnaubte verärgert und stand auf. Sie klopfte sich den Schmutz ein wenig von den Kleidern und den nackten Knien. Immer musste ihr Vater sie zwingen, die blöden Hausaufgaben zu erledigen. Es war ja wohl noch genügend Zeit. Aber sie hatte keine Chance, das wusste sie. Snape war so was von unnachgiebig! Sie würde wohl eine Stunde an dem Aufsatz sitzen müssen.
Sie fühlte sich so wohl hier in den Ferien. Jedenfalls, wenn sie nicht gerade zum Hausaufgaben machen genötigt wurde.
Sie spielte die meiste Zeit am Bach und im Garten und abends durfte sie oft Snape beim Brauen helfen. Er ließ sie nun schon viel mehr helfen und verlangte auch schon mehr von ihr. Das gefiel ihr aber, und es war immer eine Herausforderung für sie. Sie bemühte sich nach Kräften, was wiederum Snape gefiel. Sie war auch immer stolz, wenn es ihr dann gelang einen guten Trank zu brauen. Auch wenn sie noch die Hilfe ihres Vaters brauchte, da es meistens schwierige Tränke waren.
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Snape war zufrieden mit dem Aufsatz, zu Lauras Glück. Gestern hatte sie unter Protest eine Zusammenfassung nochmals schreiben müssen, da sie sich nicht konzentriert hatte und nichts Brauchbares geschrieben hatte.
„Darf ich nun raus?" fragte Laura etwas ungeduldig. Snape sah sie warnend an und sie blinzelte und biss sich auf die Unterlippe.
„Wir essen gleich eine Kleinigkeit, danach darfst du raus gehen. Und achte auf deinen Ton, Laura." Sie wusste, dass es nicht ratsam war, nun zu betteln und sie ging in die Küche um Milly zu helfen.
Die Hauselfe hatte sich in den letzten Tagen auch häufig im Garten aufgehalten, da sie das schöne Wetter auch so liebte. Gartenarbeit machte ihr auch viel Spass , vor allem, wenn Laura ihr half, oder wenn sie zuschauen konnte, wie Laura mit Ameisen und anderen Tierchen spielte.
Laura war nicht besonders hungrig, auch wenn es heute nicht besonders heiß war. Nach dem Essen setzte sie sich an den Bach.
Sie dachte an den Winter, als sie hier gewesen war. Ob die Kinder vom Dorf in den Ferien sind? fragte sie sich.
Sie dachte daran, was der große Junge, Nathan, ihr erzählt hatte. Von der Hexe. Immer wieder hatte sie darüber nachgedacht.
Ob sie wohl mal einen Blick auf diese vermeindliche Hexe werfen sollte? Sei musste sich ja nicht zeigen? Sie wollte nur wissen, ob das wirklich eine richtige Hexe war.
Laura lächelte. Die Idee gefiel ihr immer besser, je länger sie darüber nachdachte. Sie streckte ihre nackten Füße ins kühle Nass und bewegte ihre Zehen.
Aber was, wenn ihr Dad das heraus fand? Er wäre bestimmt nicht begeistert davon. Aber, wenn es ja nun, wie ihr Vater gesagte hatte, doch keine Hexe war, konnte ja nichts passieren. Sie würde die Frau versteckt beobachten und würde dann schnell merken, ob es eine Hexe war oder nicht.
Sie musste sich aber beeilen, ihr Vater war gerade daran einen Bericht zu schreiben und würde noch einige Zeit beschäftigt sein. Er würde sie nicht so schnell vermissen, da sie ja manchmal auch den ganzen Nachmittag am Bach spielte und badete, ohne dass er nach ihr sah.
Auf der anderen Seite, im Tal, hatten die Kinder gesagt. Hmm.... das würde ja wohl schon zu finden sein.
Laura sah nochmals zum Haus, schlüpfte in ihre Schuhe und lief dann los.
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Bald schwitze sie so, dass ihr der Schweiß nur so runter lief. Zum Glück schien die Sonne nur durch eine Wolkendecke, sonst wäre sie bei lebendigem Leibe gebraten worden. Und zum Glück trug sie nur eine kurze Jeanshose und ein Träger-Shirt.
Laura fragte sich inzwischen, ob sie wirklich richtig war hier, die Häuser vom Dorf hatte sie hinter sich gelassen und sie bezweifelte, dass hier hinten noch jemand wohnte. Aber wo hätte es sonst sein können. Die Kinder hatten in diese Richtung gezeigt, und hier war doch ein kleines Tal, das in den Wald hinein führte.
Als das Mädchen eben umkehrten wollte, sah sie ein Haus, das halb zwischen dem Bäumen stand und aussah, wie ein altes, etwas heruntergekommenes Bauernhaus. Konnte es hier sein? Das sah ja nicht so hexenhäuschenmäßig aus.
Als sie näher kam, wusste sie, dass sie hier richtig war. Überall an den alten Holzwänden waren Masken von Hexen aufgehängt.
Zwei Fahrradfahrer kamen ihr entgegen, mit engen Hosen und T-Shirts und grüßten Laura mit einem Kopfnicken.
Laura ging nicht geradeaus, in Richtung des alten Hofes, sondern ging den kleinen Weg links hinauf, wo die Radfahrer hergekommen waren. Ein Schild war am Straßenrand Richtung 'Hexenhaus' angebracht, wo drauf stand 'PRIVAT AREAL'.
Laura ging ein Stück den Weg entlang und dann quer durch den Wald Richtung Hexenbauernhof.
Das fand sie ziemlich aufregend. Sie versuchte so leise wie möglich zu gehen und erschrak, als ein Eichhörnchen an ihr vorbei sauste und auf einen Baum kletterte.
Nun war sie an einer Stelle, wo sie das Haus genau im Blickfeld hatte. Sie wartete, versteckt hinter einem Baum .
Doch leider geschah rein gar nichts. Keine Hexe kam raus, noch passierte sonst irgend etwas Spannendes. Sie hatte sich das ganz anders vorgestellt. Laura kratzte an der Rinde der Eiche rum.
Weitere fünf Minuten wartete sie, nun sitzend auf einem Baumstrunk, ohne dass etwas, auch nur irgend etwas geschah. Die Hexe zeigte sich nicht einmal einen kurzen Augenblick. Laura wurde langsam ärgerlich über diese unmögliche Hexe, die sie hier so einfach warten ließ. Oder war sie womöglich gar nicht zu Hause?
Laura überlegte was sie tun sollte. Sie konnte und wollte nicht mehr lange warten, sonst würde sie nach Hause gehen müssen, wenn sie nicht wollte, dass ihr Vater sie suchte. Hoffentlich war er beschäftigt genug und hatte nicht bemerkt, dass sie sich davon gemacht hatte. Ein seltsames Gefühl kratzte sachte in ihrer Magengegend. Sie hätte nicht einfach so davon gehen dürfen.
Nun war sie aber schon an und nun musste sie die Hexe irgendwie aus dem Haus bekommen, aber wie?
Sie konnte wohl schlecht an der Tür klopfen gehen und fragen, ob sie wohl eine Hexe sei.
Sie konnte ja klopfen und fragen, ob sie ihr etwas Mehl ausleihen könnte oder Zucker. Das hatten ihre Nachbarn auch immer gemacht.
Und dabei würde sie dann schon sehen, ob es sich um eine echte Hexe handelte.
Sie wusste allerdings nicht wirklich, ob sie sich trauen sollte. War auch ein bisschen seltsam, jemand hier draußen nach Mehl zu fragen. Was, wenn es so eine Hexe war wie in den Märchen?
Aber Nathan hatte gesagt, sie sehe nicht aus wie so eine. Pha, die wollte sich doch bestimmt nur wichtig machen. Wohl kaum würde eine richtige Hexe so Hexenkram aufhängen. Wenn sie eine richtige Hexe wäre, müsste sie doch das auch geheim halten!
Laura brauchte noch einige Minuten, bis sie sich entschieden hatte, es zu wagen. Sie wollte nicht vergebens hier her gelaufen sein. Es würde sie ziemlich ärgern, wieder nach Hause zu gehen, ohne die Frau auch nur gesehen zu haben.
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Sie ging langsam und etwas unsicher das kleine Bord hinunter und zum Häuschen. Drei Hühner pickten auf dem Gras etwas auf, sonst war alles ganz ruhig. Laura war froh, dass nicht plötzlich ein großer Hund auftauchte und bellte, wie das auf Bauernhöfen manchmal vorkam.
Die Frau schien wirklich ein großer Hexen-Fan zu sein. Überall hingen Hexen-Fratzen und Besen und Hexenfiguren. Laura sah sich staunend um. Aber es sah gar nicht unheimlich aus. Etwas herunter gekommen und vernachlässigt vielleicht, aber nicht unheimlich.
Sie trat vor die hölzerne Tür. Sollte sie wirklich klopfen? Sie zögerte, überwand sich dann aber und klopfte etwas zaghaft.
Sie hörte nichts und war beinahe froh darüber. Dann hatte sie es wenigstens versucht und würde sich auf dem Nachhauseweg nicht ärgern über sich selbst.
Als sie sich umdrehte, wurde die Tür plötzlich aufgerissen.
Eine rundliche Frau stand dort, mit einem noch runderen Gesicht und roten Wangen. Etwas struppiges gelocktes Haar in undefinierbarer Farbe umgab das Gesicht, das unfreundlich und genervt auf Laura hinunter sah.
Bei dem unfreundlichen Blick, der die Frau ihr gab, wurde es Laura etwas mulmig und der Mut wollte sie verlassen.
„Was willst du ?" fragte die Frau mit etwas rauher Stimme und Laura wurde rot im Gesicht. Die Frage nach dem Mehl, kam ihr plötzlich so dämlich und einfältig vor. Aber es fiel ihr so auf die Schnelle auch nichts Schlaueres ein.
„Ehm.. guten Tag..... ehm …. ich wollte fragen, ob Sie mir ein bisschen Mehl ausleihen könnten?" Laura sah unsicher zu der Frau auf, die nun ziemlich zornig schien. So eine unangenehme Person, dachte Laura.
Gut für die Leute im Dorf, dass sie hier draußen wohnte.
Zu Lauras erstaunen antwortete die Frau: "Wenns denn sein muss!" Sie drehte sich rasch um und reklamierte vor sich hin, dass man nicht mal hier seine Ruhe habe und dass es einfach unmöglich wäre, dass es Leute gab, die alles erbetteln mussten. Dass sie sogar ihre Kinder ausschickten, um die Leute zu belästigen und so weiter. Kurz darauf erschien sie wieder und hatte ein Kilo Mehl in der Hand. Sie sah nun noch unfreundlicher aus.
Sie drückte es Laura unsanft in die Hand. "So, und nun mach, dass du fort kommst, du kleine Göre und komm nicht wieder!" Sie lehnte sich etwas zu Laura hinunter und sagte höhnisch: "Sonst verwandle ich dich in ein Huhn, wie diese dort hinten. Die sind auch hierher gekommen um mich zu ärgern, nun müssen sie für mich Eier legen, bis sie in der Suppe enden." Sie zeigte auf die pickenden Hühner. Laura merkte, dass sie ihr Angst einjagen wollte, aber sie hatte die Frau durchschaut. Das war ganz gewiss keine Hexe.
„Das können Sie gar nicht," sagte Laura und der Frau schien der selbstsichere Ton von Laura nicht zu gefallen, ja geradezu zu irritieren.
„Weißt du nicht, dass ich eine Hexe bin?" Die Frau gab sich große Mühe, wie eine gefährliche Hexe zu klingen. Das das Kind keine Angst vor ihr hatte und stinkfrech nach Mehl bettelte, fand sie die Höhe, aber dass sie nun auch noch so vorlaut wurde, war das Maß aller Frechheit.
„Sie sind keine Hexe," antwortete Laura kühl.
„So? Und wieso weißt du das so genau, du kleines freches Ding?" Die Wangen der Frau waren jetzt noch röter geworden. Laura spürte, wie es in der Person vor ihr kochte.
„Weil ich eine Hexe bin. Und eine Hexe würde nie solche lächerlichen Hexenfiguren aufhängen." Sie zeigte mit der Hand zu den Hexenfratzen. "Außerdem spüre ich überhaupt keine Magie bei dir. Dein Haus sieht auch nicht aus, wie das einer Hexe."
Laura war bewusst, dass sie der Frau verraten hatte, dass sie eine Hexe war, aber sie hatte nicht anders gekonnt. Sie spürte, wie die Frau sich nun noch mehr über sie ärgerte , wenn es überhaupt eine Steigerungsform gab. Laura war gerade aufgefallen, dass sie diese fremde Frau einfach gedutzt hatte.
„So so, du bist also eine Hexe!" zischte sie Laura an. „Na klar, dass ich das nicht gleich bemerkt habe. Du siehst sehr nach einer Hexe aus," höhnte die Frau, der das Kind nun langsam richtig auf den Geist ging.
Wenigstens die Kinder hatten sie bis jetzt gefürchtet und blieben ihrem Haus fern.
„Eine richtige Hexe sieht eben so aus wie ich," sagte Laura lässig.
Nun hätte die Frau sie am liebsten erwürgt, ersäuft oder im Ofen gar gekocht. Ihre stechenden Augen verengten sich gefährlich.
„Na, dann zauber doch mal was," sagte die Frau herausfordernd und sah Laura mit verschränkten Armen an.
Laura biss sich auf die Unterlippe. „Ich darf außerhalb meiner Schule nicht zaubern," sagte Laura und wusste selbst, wie dumm das klingen musste. Sie war froh, dass sie den Zauberstab nicht dabei hatte, denn sie wusste nicht, ob sie sich in dem Moment hätte zurückhalten können, etwas zu zaubern. Nur um das dumme Gesicht der Frau sehen zu können.
„Ach so," lächelte die Frau zuckersüß. „Wie schade!"
„Dann zaubern Sie doch mal etwas!" sagte Laura genau so herausfordernd wie die Frau vorhin und etwas verärgert.
Die Frau lächelte sie falsch an. „An Freitagen darf ich leider nicht zaubern, so ein Pech!" scherzte sie höhnisch. Dann veränderte sich ihr Gesicht wieder und sie stützte ihre Hände in die runden Hüften. Genau so stellte sich Laura eine Trolldame vor. Rund, plump und mit einem stechenden, frechen Blick.
„Mach, dass du fort kommst, du freches Gör und lass dich nie wieder hier blicken, klar?"
Laura sah sie wütend an. „Oder Sie könnten mal eine Runde fliegen," sagte Laura frech und zeigte auf einen Besen.
„Aber das geht ja nicht, da Sie gar keine Hexe sind, sondern nur bluffen. Und diese Besen sind auch keine Hexenbesen." Laura tönte ziemlich wichtig. Wenn die Frau wüsste, dass Laura wirklich mit Besen durch die Lüfte sauste......
Die Frau wurde, wenn möglich noch etwas röter im Gesicht. Sie schlüpfte in die Schuhe, welche beim Eingang standen und kam auf Laura zu.
„Du stehst auf Privatbesitz." Laura war einen Schritt zurück gewichen. Die Frau zeigte zum Weg, der ins Dorf führte.
„Geh, oder ich brauche den Besen um dich zu verhauen," die Frau spie die Worte so , dass Laura dachte sie explodiere im nächsten Moment und sie mit der Hand ihr Gesicht von den Speicheltropfen der ärgerlichen Frau schützen musste. Wenn sie verärgert war, hatte sie eine ziemlich feuchte Aussprache.
„Ich gehe ja, Sie müssen mich ja nicht gleich vollspucken, ich habe heute schon geduscht," sagte Laura frech und rümpfte die Nase.
Schnell griff die Frau zu Laura und fasste sie am Ohr. Laura schrie auf, da sie das Ohr in ihrem Griff herum drehte. Erstaunlich, wie schnell die Frau sich bewegen konnte, wenns sein musste.
„So, du Lümmel und jetzt sagst du mir, wo du wohnst. Ich werde dich begleiten und mich bei deinen Eltern beschweren."
Laura gefiel diese Drohung eher weniger. Sie konnte sich gut vorstellen, wie wenig erfreut Snape über einen solchen Besuch wäre.
Er hatte ihr klar gesagt, dass sie die Hexe nicht aufsuchen würden. Lauras Wangen wurden ziemlich rot und sie konnte eine Träne nicht verhindern, da die Frau ihr Ohr so malträtierte.
„Meine Eltern sind nicht zu Hause, ahhh" schrie Laura, doch die Frau nahm ihr die Lüge nicht ab.
„Los! Wo wohnst du?"
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Obwohl in unangenehmer Begleitung kam Laura der Weg nach Hause viel kürzer vor.
Die Frau hatte Laura gedroht, bei jedem Haus klingeln zu gehen, wenn sie ihr nicht sage, wo sie wohnte. Das wäre Laura natürlich zu peinlich gewesen, auch wenn sie die Leute nicht kannte.
Die Frau war interessiert, den Vampir-Mann kennen zu lernen, von dem sie gehört hatte und der in dem großen alten Haus wohnte, das Laura beschrieben hatte.
Es war nicht mehr weit, bis zu Lauras Zuhause. Die Frau hatte den ganzen Weg Lauras Ohr nie los gelassen. Nun, in der Nähe des Hauses quetschte sie Lauras Ohr noch fester. Laura roch, dass die Frau schwitzte. Scheinbar nahm sie es mit der Körperpflege nicht so genau.
Sie fühlte sich, als habe sie ein Elefantenohr, so sehr hatte die 'Hexe' es misshandelt. Laura biss die Zähne zusammen.
Plötzlich ließ die Frau Lauras Ohr schnell los. Sie hatte auf einmal einen elektrischen Schlag erhalten von Lauras Ohr ausgehend. Die Frau sah erstaunt auf das Mädchen hinunter. Wie hatte sie das wohl gemacht?
Sie packte sie aber schnell wieder, diesmal an den Haaren. Laura hätte sich losreißen und davon rennen können, aber die Frau würde sich trotzdem bei ihrem Vater beschweren.
Plötzlich kam ihr die Idee, die Hexe zu suchen, nicht mehr so lustig vor. Und noch weniger lustig fand sie es, als ihnen plötzlich ihr Vater entgegen schritt. Er trug keinen Umhang, war aber trotzdem schwarz gekleidet. Er sah nicht im geringsten erfreut aus. Lauras Herz sank ein Stockwerk tiefer. Sie rieb sich die verschwitzten Hände unauffällig an ihrer kurzen Jeans ab. Das Mehl trug sie immer noch unter einem Arm.
Snape blieb direkt vor der Frau stehen und Laura sah zu Boden. Sie konnte den strafenden Blick ihres Vaters nicht ertragen.
„Ist das ihr Kind, Sir," fragte die Frau unfreundlich, obwohl sie von Snape irgendwie beeindruckt schien.
„Allerdings," antwortete Snape kühl. Er begutachtete Laura streng, und fragte sich, warum sie wohl Mehl mit sich herum trug.
„Sie hat unbefugt mein Grundstück betreten und hat mich des Gröberen belästigt und beleidigt. Sie hat behauptet, eine Hexe zu sein und hat mich um Mehl angebettelt. Ich finde das eine absolute Frechheit und falls Sie nicht in der Lage sind, Ihr Gör selber zu hüten, dann sollten Sie sich vielleicht ein Kindermädchen zu tun. Vielleicht wäre diese im Stande, ihr einige Manieren beizubringen.
Ich möchte Ihre Tochter nie mehr bei mir sehen, sonst rufe ich die Polizei!"
Die Frau hatte gesprochen ohne kaum einmal Luft zu holen. Snape sah sie mit kühlem, gleichgültigem Gesichtsausdruck an.
Er griff nach Lauras Handgelenk und zog sie zu sich. Wortlos nahm er ihr das Mehl, ab.
Dann nahm er seinen Zauberstab hervor und die Frau sperrte die Augen auf. Sie wusste nicht, was das war, aber der Mann schien ihr unheimlich mit seinen ausdruckslosen, schwarzen Augen und dem selbstsicheren, ernsten Blick. Was hatte er bloß vor?
Snape sagte einen komplizierten Spruch und murmelte dann leise etwas, während er den Zauberstab auf den Kopf der Frau gerichtet hielt. Die Augen der Frau nahmen augenblicklich einen verträumten Blick an.
Als Snape fertig war, reichte er der Frau den Sack Mehl. Die Frau bedankte sich freundlich dafür, drehte sich um und ging davon.
Laura schielte durch ihre Haare zu Snape hinauf und schluckte schwer. Er fasste sie an der Hand und ging schnellen Schrittes zum Haus. Er zog Laura mit sich, die ein wenig rennen musste, um Schritt zu halten. Das verhieß nichts Gutes, dachte Laura und in ihren Augen prickelten schon Tränen.
Ihr Herz klopfte laut und ihr Ohr brannte und glühte. Sie vermutete, dass es in Kürze nicht mehr das einzige sein würde, das glühte.
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„Erkläre," sagte Snape kurz und knapp, als er im Esszimmer auf einem Stuhl saß. Laura hatte sich nicht setzten wollen und stand mit gesenktem Kopf vor ihrem Vater.
Snape wusste nicht, was wieder in das Kind gefahren war, dass sie einfach ausgebüxt war, um sich diese falsche Hexe anzusehen. Er hatte ihr deutlich gesagt, dass sie diese Frau nicht aufsuchen würden. Und dass sie sich nicht einfach aus dem Staub machen durfte, ohne etwas zu sagen, sollte sie ja wohl auch wissen.
Und sie hatte der Frau sogar auf die Nase gebunden, dass sie eine Hexe sei. Was hatte sie ihr wohl sonst noch gesagt? Zum Glück hatte er ihren Zauberstab zu sich genommen, sonst hätte Laura bestimmt noch frisch fröhlich ein paar Zauberkunststücke vorgeführt.
Laura redete mit leiser Stimme und gesenktem Kopf. „Ich wollte mir die Frau nur mal ansehen, Dad, ehrlich. Du hast ja gesagt, dass das bestimmt keine Hexe ist. Ich wollte es einfach wissen. Und... ich habe das Haus lange beobachtet, aber die ist einfach nie raus gekommen. Da ist mir die Idee mit dem Mehl gekommen. Ich dachte, da kann ja nichts schief gehen, das ist ja normal, dass man jemandem etwas ausleiht."
Sie schielte nun kurz zu Snape hinauf, um zu sehen wie schlimm böse er war. Sie senkte den Blick aber sofort wieder, denn es sah nicht gut aus.
„Erstens, läuft man nicht weg, ohne Bescheid zu sagen. Zweitens, habe ich gesagt, du sollst die Frau nicht besuchen. Drittens, sprichst du nicht mit fremden Leuten, mit Muggeln, über Magie."
Snape machte eine Pause und fuhr sich mit der Hand übers Gesicht. Milly betrat den Raum, mit besorgtem Gesicht, denn auch sie hatte Laura gesucht. Sie sah sofort, was los war und verzog sich schnell wieder in die Küche.
Wie gerne Laura ihr gefolgt wäre.
Sie hasste es, Rede und Antwort zu stehen, vor allem wenn sie etwas ausgefressen hatte.
Ihr Magen fühlte sich an, als hätte er sich verknotet. Es war beinahe noch schlimmer, wenn ihr Vater nichts sagte und sie nur so streng ansah.
„Wir haben uns um dich gesorgt Laura. Als ich dich plötzlich nirgends mehr gesehen habe, wusste ich nicht, ob du ertrunken bist oder was los war. Hast du dir auch nur einen Moment überlegt, dass man dich vermissen könnte?" Snape vermutete, dass es doch ein längerer Lernprozess für Laura war, dass sie nicht mehr tun und lassen konnte, was sie wollte.
„Aber, du vermisst mich ja sonst auch nie, wenn ich draußen am Bach bin. Da könnte ich ja auch absaufen und du würdest es erst Stunden später merken."
Snape sah Laura streng an. "Ich denke nicht, dass du dich auf so sicherem Boden befindest im Moment, dass du es dir erlauben könntest, solche Wörter zu benutzen. Außerdem schaue ich immer wieder aus dem Fenster, um zu sehen, wo du bist, und was du tust, wenn du draußen bist.
„Oh," sagte Laura, die das natürlich nie bemerkt hatte. Sie hatte gedacht, Snape arbeite, wenn sie draußen war und kontrolliere nicht, wo sie war.
„Oh, in der Tat. Remus hatte mit dir schon diese Unterhaltung, wie ich ja erfahren habe. Die Unterhaltung schien aber nicht ernst genug gewesen zu sein, wenn du dasselbe kurze Zeit später wieder tust."
Kurze Zeit? Für Laura war das schon eine Ewigkeit her. Aber ja, Remus hatte ihr damals ziemlich ins Gewissen geredet, musste Laura zugeben.
„Das ist aber nicht dasselbe," sagte Laura leise. „Nicht so ganz," fügte sie etwas unsicher hinzu.
„So? Und was bitte ist denn der Unterschied?" fragte Snape forschend. Laura biss sich auf die Lippen und musste sich eine schlaue Antwort zusammen fügen. Aber zum Glück redete ihr Vater dann weiter, als sie nicht antwortete.
„Du gehst einfach zu jemand Fremden und klopfst mit einer fadenscheinigen Erklärung an die Tür. Was wäre gewesen, wenn dir diese Person etwas angetan hätte?"
Laura griff sich unwillkürlich an ihr schmerzendes Ohr.
„Etwas Schlimmeres, als dir die Ohren lang zu ziehen, meine ich. Du kanntest diese Frau nicht und sie hatte ja einen zweifelhaften Ruf."
Snape ließ die Worte etwas sinken. Er wusste, dass er selbst auch einen etwas zweifelhaften Ruf hatte, aber was konnte man schon anderes erwarten.
„Dann erzählst du dieser… Person von unserer Zaubererwelt, die wir strikte geheim halten müssen!"
Laura schluckte leer. Sie hatte ihm nicht erzählt, dass sie ihrer Cousine davon erzählt hatte und hoffte, dass das nie raus kommen würde.
„Die hat behauptet, sie sei eine Hexe und verwandle mich in ein Huhn. Ich hab ihr nur gesagt, dass sie keine Hexe sei. Ich habe das gespürt und es war klar, dass sie gelogen hatte. Sie hat es mir sowieso nicht geglaubt." Während dem Reden war Lauras Stimme etwas lauter geworden, da sie sich nochmals über diese schreckliche Person aufregte.
„Ich habe einen Gedächtnisveränderungszauber anwenden müssen, damit sie sich an all das nicht mehr erinnern kann." Er fasste Laura an den Oberarmen. „Aber ich will das nie wieder tun müssen, verstanden?"
Laura nickte. „Dad. Ich habe Nathalie auch etwas erzählt," piepte sie kleinlaut. Sie konnte es nicht für sich behalten, sie musste reinen Tisch machen. Und viel schlimmer konnte es ja jetzt nicht mehr werden.
Snape seufzte. „Darum werde ich mich später kümmern. Im Moment bist es du, um die wir uns zu kümmern haben. Ich weiß nicht, wieviel Mal ich dich noch bestrafen musst, bis du es lernst, verantwortungsvoller zu handeln, aber du wirst es früher oder später lernen, Laura. Bis jetzt sind du und auch deine Freunde mit blauen Augen davon gekommen, aber einmal könnte das letzte mal sein. Ich will dich nicht verlieren, Laura."
Er sah sie intensiv an. Er liebte dieses Kind und sie gab seinem Leben einen Sinn. Laura wälzte ein warmes Gefühl durch den Bauch.
Snape lehnte sich ein wenig zurück und atmete tief ein. Er schloss die Augen für einen Augenblick.
Laura nahm seine Hand, und ihre Augen füllten sich mit Tränen. Sie war gerührt, dass er das gesagt hatte und sie schwor sich, ihn nicht mehr so zu belasten.
„Es tut mir Leid, Dad. Ich werde sowas nie nie wieder tun, ganz sicher." Snape öffnete seine Augen, als Laura das sagte. Er hob eine Augenbraue.
„Versprich nicht solche Sachen, Laura. Aber du wirst das nächste mal besser überlegen, wie du handelst. Du wirst dich nie wieder von diesem Grundstück entfernen, ohne mir Bescheid zu sagen."
Laura nickte eifrig."Ja, Sir, ich meine nein," beteuerte sie.
„Du bekommst diese und nächste Woche keine Süßigkeiten und ich denke, ein paar Ordentliche auf den Hintern hast du dir auch verdient."
Dieser Meinung war Laura allerdings gar nicht und sie griff schnell nach hinten und sah ihn mit großen Augen an.
Leider ließ sich Snape davon nicht beeindrucken. Er drehte sie zur Seite und gab ihr, wie er angedroht hatte, ein paar Ordentliche hinten drauf.
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Laura schluchzte und rieb sich mit einer Hand die Tränen weg, während Snape sie an der anderen die Treppe hinauf in ihr Zimmer führte. Dort legte sie sich gleich aufs Bett und vergrub den Kopf im Kissen.
Severus dachte, dass einige Zeit in ihrem Zimmer ihr Gelegenheit geben würde, über das, was sie besprochen hatten, nach zu denken. Er würde sich nicht rühren lassen, von ihren Tränen. Sie hatte es verdient und sie würde lernen müssen, dass Fehlverhalten Konsequenzen hatte. Und ein paar Klapse auf den Hintern waren noch ziemlich milde Konsequenzen, wenn man bedachte, was dem Kind schon alles hätte passieren können.
Je eher sie das lernte, desto besser. Jetzt konnte man noch etwas erreichen. Und es war besser, wenn sie es so lernte, als wenn wirklicher Schaden entstehen musste, bis sie anfing ihren Kopf einzuschalten.
Snape unterdrückte den Wunsch, das schluchzende Kind in die Arme zu schließen, vehement. Das musste bis später warten. Er würde sich dann vergewissern, ob sie alles begriffen hatte. Aber Laura war schließlich nicht auf den Kopf gefallen. Sie war ja eine Snape!
Als Snape das Zimmer verlassen hatte, schniefte Laura und suchte in ihrem Nachttisch ein Taschentuch. Sie schnäuzte sich die Nase und ging zum Abfall, um es hinein zu werfen. Nein, so hatte sie es nicht geplant! Meistens kam alles ein bisschen anders raus, als sie es geplant hatte.
Natürlich hätte sie fragen müssen, bevor sie sich einfach davon gemacht hatte, aber was hätte sie ihrem Vater sagen sollen?
Ihr war auch gar nicht bewusst gewesen, dass ihr Vater sie immer mehr oder weniger im Auge hatte. Irgendwie gab ihr das ein beruhigendes, geborgenes Gefühl, andererseits nervte es sie, so unter Kontrolle zu sein. Sie war doch kein Kleinkind. Allerdings musste sie zugeben, dass es nicht ganz unberechtigt war, nachdem was sie heute geleistet hatte.
Diese Frau hatte doch einen Schaden! dachte Laura wütend. Aber sie hätte sich nicht von ihr provozieren lassen sollen. Dann wäre sie nach Hause gelaufen und ihr Vater hätte vielleicht mit ihr geschimpft, dass sie ohne Rücksprache den Garten verlassen hatte. Aber nur wegen dieser dummen möchte-gern-Hexe hatte sie nun einen surrenden Hintern und über eine Woche keine Süßigkeiten, was absolut schrecklich war. Das hieß, dass sie nächste Woche, wenn Harry hier war, zusehen durfte, wie die anderen Süßigkeiten und vielleicht sogar Eis schlürfen würden. Zum guten Glück hatte sie noch ein Lager mit Schokofröschen. Manchmal waren alte Angewohnheiten eben doch ganz nützlich.
Bei ihren Verwandten hatte sie immer alles verstecken müssen, wenn sie mal etwas für sich selber gehabt hatte. Sie hatte einmal den Fehler gemacht ein paar Gummibärchen auf ihrem Nachttisch stehen zu lassen und kurze Zeit später waren sie in den Mägen der Cousins verschwunden gewesen.
Sie fasste nach hinten und rieb sich den Po, während sie zum Fenstersims ging. Sie setzte sich und da erschien Jimmy am Fenster.
Dieses unglaubliche Tierchen schaffte es beinahe überall hinauf zu klettern.
Hagrid hatte ihr erklärt, dass Jimmy eine besondere Streifenhörnchen-Art war, die es so nur im Verbotenen Wald gab. Es war ein Raubtier und jagte kleine Tierchen und Insekten. Deshalb war es nicht nötig, es zu füttern, was für Laura praktisch war.
Laura öffnete das Fenster und lies Jimmy hinein. Es kletterte direkt auf Lauras angewinkeltes Bein und von da aus auf ihre Schulter. Sie streichelte es.
„Hast du im Wald Freunde gefunden, kleine Maus?" fragte sie das Tier. Es schnupperte an ihrer Nase.
„Beiß mich blos nicht wieder in die Nase, du freches Ding!" schimpfte sie nicht all zu streng. Sie hob es von ihrer Schulter und stellte es auf ihr Bein, wo sie ihm übers Fell strich. Es hatte ein richtig schönes, glänzendes Fell bekommen und es schien wirklich genug Futter zu finden im Wald, denn einen ausgehungerten Eindruck machte es nicht gerade auf Laura. Eher im Gegenteil. Gut so!
Wann durfte sie wohl wieder hinunter zu Snape. Sie wollte ihm nochmals sagen, dass es ihr leid tat. Es war einfach langweilig in ihrem Zimmer, jedenfalls wenn man als Strafe hier bleiben musste.
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Snape bat Milly um einen starken Kaffee. Milly sah ihn etwas besorgt an. Snape wusste, dass die Elfe weniger um ihn besorgt war, als viel mehr um ihre liebe junge Laura. Snape verdrehte leicht die Augen.
„Sie lebt noch, Milly," sagte er, als diese ihn mit riesigen Auge ansah. „Sie lebt," seufte er zu sich selbst. Aber sie ist noch mein Tod, fügte er in Gedanken hinzu.
Milly traute sich nicht, mehr zu fragen. „Sie bekommt diese und nächste Woche nichts Süßes, Milly. Bitte behalte sie auch im Auge." Milly nickte eifrig.
Ob sie das Mädchen wohl trösten musste? Sie stellte sich vor, wie das Kind alleine und verlassen in ihrem Zimmer saß mit verweinten Augen. Sie konnte diesen Gedanken kaum ertragen, aber Snape würde nicht glücklich sein, wenn sie sich einmischte. Und Laura musste natürlich lernen, nicht immer so gefährliche Dinge zu tun. Da war Milly genau Snapes Meinung.
„Dad," kam es plötzlich zögerlich vom oberen Stock. „Darf ich wieder kommen?"
Wie zahm das Mädchen sein kann, dachte Snape und musste lächeln. "Ja, du darfst runter kommen," sagte er und nahm einen Schluck Kaffee.
Laura kam die Treppe hinunter und trat neben ihren Vater, der immer noch am Tisch saß, wo er seinen Kaffee getrunken hatte. Er las im Tagespropheten und aß einen Apfel. Sie musterte ihn, um zu sehen, ob er noch böse war.
„Darf ich auch einen Biss?" fragte Laura und deutete auf seinen Apfel. Snape sah sie an und dann seinen Apfel. Nun aß sie ihm also wieder aus der Hand, dachte er. Laura sah immer noch den Apfel an.
„Du kannst auch einen haben, wenn du möchtest," sagte er. Laura setzte sich auf seinen Schoss und er sah erstaunt auf sie hinunter. Sie benahm sich, als wäre nichts vorgefallen.
„Ich möchte nur einen Biss," sagte sie und zog den Apfel, den er in der Hand hielt, näher zu ihrem Mund.
„Na gut," seufte er leise, während sie schon abbiss. Snape schüttelte leicht den Kopf. Dieses Kind würde ihm noch die Haare vom Kopf fressen, dachte er mit erhobener Augenbraue. Laura lächelte ihn kauend an.
TBC...
