Meiner Betaleserin scientific ida wieder ein grosses Dankeschön fürs Korrigieren. Meinen Reviewern vielen Dank für eure motivierenden Worte :-) Viel Spass und liebe Grüsse Sally
s s s s s s
„Um Himmelswillen, Mr. Potter, hören Sie auf, an Ihren Fingernägeln rum zu kauen!" sagte Snape ungeduldig, als die beiden Kinder für die Aktion 'Flaschenpost' vorbereitet wurden.
Die Männer zauberten den Kindern einen Schutz an, der niemanden näher als einen Meter an sie heran lassen würde. Für den Fall der Fälle. Vor Flüchen schützte der Zauber nur geringfügig, aber die Erwachsenen würden ja da sein.
„Ja, Sir," sagte Harry und nahm sofort die Hand runter. „Ich bin so nervös!"
Snape hob eine Augenbraue, als er auf den Jungen hinunter sah. "Sie sind nervös?" fragte Snape betont überrascht und sah, wie Harry zu ihm hinauf blinzelte, da ihn die Sonne blendete.
„Sie springen an einem dreiköpfigen Hund vorbei in ein Loch hinunter, ohne zu wissen, was Sie dort erwartet und kämpfen sich durch verschiedene Hindernisse und sind nervös wegen dem hier? Sie sind ja gut beschützt! Im Gegensatz zu dem Abenteuer, vor ein paar Wochen!" Snape sah Harry eindringlich an, der wusste, dass Snape seinen Unmut darüber ausdrückte.
Harry zuckte nur mit den Schultern und sah etwas verlegen zu dem Professor auf.
„So," sagte Remus, als er den Schutzzauber nochmals geprüft hatte. „Nun müssen wir uns noch unsichtbar machen und dann kanns los gehen."
So gut wie der Tarnumhang, war der Desillusionierungszauber nicht, da er nur eine begrenzte Zeit hielt, aber doch ziemlich effektiv.
Die drei erwachsenen Zauberer zauberten sich unsichtbar und Harry und Laura staunten.
„Dad?" fragte sie etwas unsicher, da sie nicht wusste, wo genau er war. Das war ein seltsames Gefühl.
„Ich hab Angst, wenn ich dich nicht sehe," sagte sie etwas unsicher.
„Nimm dich zusammen, Laura, ich bin ja gleich hinter dir."
Sie schaute sich um, und streckte ihre Hände aus, um nach ihm zu greifen.
„Du hast einen Zauber an dir, der dich nicht näher als einen Meter zu jemandem ran lässt, das solltest du wissen!" Snape klang etwas streng. Laura biss sich auf die Unterlippe.
„Können wir jetzt gehen?" fragte sie. Sie wollte sie Sache nicht länger aufschieben. Gleichzeitig war sie aber auch sehr gespannt, was geschehen würde. Sie hatte sich so auf diese Aktion gefreut, und nun war ihr das Ganze doch etwas unheimlich, auch wenn die Erwachsenen dabei waren. Aber ihr Dad hatte recht. Sie hatten in Hogwarts schon viel krassere Abenteuer erlebt, da würden sie das ohne Problem meistern.
„Albus, haben Sie den Ring?" fragte Remus. Dumbledore bejahte. Er hatte einen Ring so verzaubert, dass er, durch eine Drehung des Rings am Finger, einige Leute aus dem Orden alarmieren würde, die dann sofort her apparieren könnten. Der Ring diente auch als Ortung, fürs Apparieren. Nur für den Notfall, natürlich. Aber Albus bezweifelte, dass das nötig war.
„Dann geht, Kinder."
Harry war froh, dass es ihm wieder so gut ging. Gestern noch hatte er sich Sorgen gemacht, dass er die Sache hier vermasseln könnte, wenn er sich so krank fühlte.
Was würde sie erwarten?
SSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS
Die Kinder spielten ihre Rolle wirklich gut. Mit dem Plan in der Hand marschierten sie dem Bach entlang, durch den Schutzzauber hindurch, der für diese Aktion extra angepasst worden war, sodass die Kinder nun hindurch gehen konnten. Sie folgten dem Bach, bis sie in die Nähe des Kreuzes kamen, welches auf der Karte eingezeichnet war.
Sie waren nur wenige Minuten gegangen, bis sie an der Stelle ankamen, wo das Kreuz eingezeichnet war. Gerade bei einer kleinen Kurve des Baches warteten sie. Als nichts geschah, nahmen sie die Schaufel, die sie eigentlich nur zur Show mitgebracht hatten und begannen zu graben. Die Erwachsenen hatten ihnen gesagt, dass sie befürchteten, dass jemand sie weglocken wolle und das ziemlich sicher kein Schatz versteckte war, was diese ziemlich enttäuschte. Aber sie hatten natürlich die Hoffnung nicht aufgegeben.
Harry schüttete die erste Schaufel Erde zu Seite, die so hart war , dass Harry es kaum geschafft hatte, die Schaufel im Boden zu versenken. Er grub das Werkzeug wieder in den Boden, als sie plötzlich ein 'Plop' vernahmen und sie gespannt aufsahen.
Im ersten Moment dachte Laura an Milly, aber es stand ein anderer Hauself vor ihnen.
„Tobby??!!" fragte Laura erstaunt. Dobby sah das Kind entschuldigend und sehr verlegen an. Sie sah, wie unwohl dem kleinen Kerl bei der Sache war.
„Es tut Dobby Leid, dass hier kein Schatz ist," piepte der Elf verlegen. „Wirklich sehr Leid. Aber Dobby muss unbedingt mit Harry Potter sprechen!"
Harry sah den Hauselfen neugierig an. "Mit mir? Wieso ?"
Dobby wand sich und hatte offenbar Mühe, das heraus zu bringen, was er loswerden wollte. Er rieb seine Hände gegeneinander und sah so schuldbewusst aus, dass er den Kindern richtig Leid tat.
„Dobby muss Harry Potter warnen. Harry Potter darf nicht mehr in die Hogwartsschule zurück kehren. Nicht dieses Jahr. Ist zu gefährlich! Auch für Laura."
Dabei sah er schnell zu dem Mädchen hinüber, welches sich zu dem Elfen hinunter gekniet hatte und ihn mit großen Augen ansah.
„Wieso?" wollte sie nun wissen.
„Dobby kann nicht mehr verraten, aber Kinder müssen der Schule fern bleiben. Sie müssen es Dobby versprechen. Bitte! Harry Potter Sir darf nichts passieren." Dobby sah gequält zu den Kindern. Er hob einen großen Stein auf und begann ihn sich an den Kopf zu schlagen.
Laura und Harry sahen ihn ungläubig an und Laura wollte ihn sofort daran hindern, aber Harry warnte sie im letzen Moment. Der Schutzzauber hätte sie bestimmt verraten und Laura biss sich auf die Unterlippe.
"Dobby darf das nicht verraten, wenn Meister das erfährt..."
"Hör auf, Dobby," rief Laura verzweifelt.
Der Hauselfe sah zu den Kindern auf. "Harry Potter muss es versprechen!" befahl er und man merkte, dass er es nicht gewohnt war, Befehle zu erteilen.
„Das geht nicht, Dobby!" sagte Harry, der über diese Forderung empört war. Wieso sollte er nicht nach Hogwarts zurück kehren? Es war ja das letzte Jahr auch gefährlich gewesen.
„Wir müssen doch in die Schule, Dobby," mischte sich nun Laura ein. „Und es sind ja viele Lehrer da, um uns zu beschützen."
Dobby schüttelte heftig den Kopf. „Nein, nein, zu gefährlich! Schlimme Dinge werden geschehen! Dobby weiß das!"
„Du hast dir die Sache mit der Flaschenpost also ausgedacht, um uns zu warnen?" fragte Harry.
Dobby nickte und seine riesigen Augen sahen die Kinder treuherzig an. Die Kinder wussten, dass es Dobby nicht möglich gewesen war, durch den Schutzzauber an sie zu gelangen. Das das alles, wie die Erwachsenen gesagt hatten, ein Trick gewesen war, um die Kinder vom Haus wegzulocken.
„Das ist lieb von dir, aber wir müssen einfach wieder hin. Du musst dir keine Sorgen machen, wirklich," versicherte ihm Harry und versuchte seine Enttäuschung über den Schatzkartenbetrug zu verbergen.
Eine Träne rann aus den Tennisball großen Augen des kleinen, dünnen Wesens, bei diesen Worten des Jungen.
Aber Dobby wurde immer verzweifelter, wegen der Sturheit der Kinder. Wieso wollten sie nicht hören?
Der Hauselfe wollte Harry am Arm fassen, um seiner Bitte mehr Ausdruck zu geben, aber prallte nun an dem Schutzzauber, der den Jungen umgab, ab.
Sofort merkte der Elfe, das hier etwas am Laufen war, sah sich kurz erschrocken um und verschwand sofort mit einem 'Plop'.
Laura war der zu tiefst erschrockene und ängstliche Blick des Hauselfen nicht entgangen und er ging ihr tief unter die Haut.
SSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS
„Das habt ihr sehr gut gemacht, großes Kompliment!" Remus lächelte auf die Kinder hinunter, die nun stolz strahlten.
„Ja, in der Tat!" pflichtete der Schulleiter ihm zu. Harry grinste und Laura sah etwas verlegen zu Boden, dann zu ihrem Dad, wie um auch noch seine Meinung zu hören.
Snape räusperte sich und sah die erwartungsvollen Augen, aller Anwesenden auf sich. „Ehm... ja... ihr wart sehr überzeugend," brachte er knapp heraus. Er hasste es, wenn er vor den Blicken aller möglichen Leute Lob austeilen musste. Auch wenn es gerechtfertigt war. Mit solchen Dingen tat er sich noch ziemlich schwer, aber als die Kinder ihn glücklich anstrahlten, wurde ihm einmal mehr bewusst, wie sehr die Kinder Anerkennung suchten.
„Der arme Dobby," hörten sie Laura murmeln, als sie mit Harry davon ging.
„Was geht hier ab," fragte Severus den Schulleiter etwas beunruhigt. „Der Elf weiß etwas, da bin ich mir sicher."
Albus nickte. „Er hat bestimmt die Anweisung, es nicht zu verraten. Da die Magie verhindert, dass er den direkten Befehl seines Meisters missachtet, kann er es auch gar nicht sagen."
Remus war irgendwie erleichtert, dass es nur Dobby gewesen war. Aber trotzdem war er beunruhigt über die Warnung.
„Wir werden die Augen offen halten müssen," sagte Albus ernst.
Das haben wir letztes Jahr auch getan, und es hat nicht viel gebracht, dachte Severus und seine Augen zogen sich kurz zusammen. Er würde wohl keine ruhige Minute haben, bis er wusste, was für eine Gefahr sich in Hogwarts befinden sollte.
„Und was kann ich tun?" fragte Remus etwas gereizt. Es war für ihn nervtötend, zu wissen, dass sich vielleicht irgend eine Gefahr in Hogwarts befand und er konnte nicht mal dort sein, um sein K.... um Harry zu beschützen.
„Remus, glauben Sie mir, wir haben viele kompetente Hexen und Zauberer in Hogwarts, die die Kinder beschützen können," sagte Albus.
„Wie zum Beispiel dieser Lackaffe Lockhard?" fragte nun Snape, auch dieser mit ziemlich gereizter, etwas höhnischer Stimme.
Dumbledores Augen sahen ihn belustigt an. „Zum Beispiel," sagte er und klang amüsiert, was Severus' Ärger noch anstachelte.
Er hatte es letztes Jahr erlebt, wie gut die Kinder geschützt gewesen waren. Keiner der Lehrer war scheinbar fähig gewesen, diese Erstklässler vor den Gefahren, denen sie ausgeliefert gewesen waren, zu schützen.
„Ich habe die Sicherheitszauber verstärkt, in den Ferien. So leicht findet nichts mehr den Weg ins Schloss, das nicht ins Schloss gehört." Dumbledore sah die Männer ernst an.
„Die Kinder haben zum Glück alles unbeschadet überstanden, nicht wahr?"
Severus stieß den Atem aus. Schliesslich waren die Kinder in großer Gefahr gewesen und hätten ohne weiteres sterben können.
„Mit Glück, mit purem Glück, Albus," zischte er bissig.
Remus bemerkte, dass Severus sich sehr empörte über den Schulleiter und auch er selbst wäre um einiges beruhigter, wenn sie wissen würden, um was für eine Gefahr es sich bei Dobbys Warnung handelte. Er versuchte, die Stimmung etwas zu entspannen.
„Nun gut, Albus. Wir wissen ja jetzt, dass sich irgend etwas tut in Hogwarts. Deshalb vertraue ich darauf, dass Sie alles dafür tun werden, die Kinder zu schützen!!??"
Dumbledore sah über den Rand seiner Brille zu Remus.
„Ich werde mein Möglichstes dafür tun, die Sicherheit meiner Schüler zu gewährleisten," versicherte der ältere Mann. Severus als auch Remus hofften im Stillen, dass das genug war.
Sie setzten sich im Wohnzimmer auf das Sofa und Snape bot, aus reinem Anstand, allen etwas zu trinken an. Innerlich war er ziemlich angespannt, und wie er sah, Remus auch.
Laura kam ins Wohnzimmer gerannt, dicht gefolgt von Harry, der sie beinahe erwischte.
„Dad, rette mich!" lachte Laura, begegnete aber sofort einem ziemlich rügenden Blick ihres Vaters.
„Laura, Harry, hier drin wird nicht gerannt! Das hab ich glaube ich schon ein, zwei Mal gesagt!" schimpfte er. Harry wurde sofort rot und Laura schmollte.
„Ich hoffe, dass das jetzt klar ist?" Er fixierte die Kinder, die diesen Blick kannten und wussten, dass er es ziemlich ernst meinte.
„Ja, Sir," antworteten sie, beinahe synchron. Snape nickte, nachdem er sie noch einen weiteren Moment scharf fixiert hatte.
Remus war ziemlich erstaunt, dass Severus Harry beim Vornamen nannte. Er sah zu Albus, der ein erfreutes Glitzern in den Augen hatte, aber sonst so tat, als wäre es ihm nicht aufgefallen.
Snape sah den Kindern hinterher, die nun brav hinaus marschierten.
Dann wandte er sich an den Schulleiter, der aufgestanden war, um sich zu verabschieden.
„Ich danke Ihnen, für die Hilfe, Albus," sagte Snape und gab Dumbledore die Hand.
s s s s s s s s s s s s s s s s s s s s s s s
Harry und Laura unterhielten sich im Garten über das Erlebte. Sie lagen auf dem Bauch und wollten die roten Käfer, die Feuerwanzen hießen, wie Remus ihnen erklärt hatte, dazu bringen, sich wieder rückwärts abzuschleppen.
Aber die Freude daran schien ihnen endgültig vergangen zu sein, und sie ließen sich nicht dazu überreden. So sehr die Kinder es auch versuchten, es ihnen schmackhaft zu machen, sie krabbelten einfach, wo hin es ihnen gerade gefiel, ohne sich gegenseitig zu beachten.
„War schon ein bisschen unheimlich, nicht wahr?" fragte Laura, der wirklich nicht so wohl gewesen war, bei dem Abenteuer. „Dobby tut mir so Leid. Es muss die Hölle sein, bei diesen Malfoys."
Harry nickte. „Ja, die behandeln ihn bestimmt schlecht. Schade, dass nicht wirklich ein Schatz dort gewesen ist," sagte er etwas enttäuscht. "Ich frage mich nur, wovor er uns warnen wollte."
„Morgen gehen wir übrigens in die Winkelgasse, wegen deiner Brille und so. Mein Dad braucht auch noch Tränkezutaten." Laura nahm einen der roten Käfer auf die Hand und setzte sich auf.
„Ja, Remus hat es mir gesagt," antwortete Harry.
Sie sahen zu, wie sich der Käfer auf Lauras Hand einen Weg suchte, ihr zu entkommen. "Weißt du, dass ihr alle sture Esel seid?" fragte Laura den Käfer tadeln und gab ihm einen gespielt verärgerten Blick. „Wenigstens einmal hättet ihr das ja noch machen können, oder? Ist das zu viel verlangt?" schimpfte sie theatralisch und Harry lachte.
Laura entließ den Käfer dann wieder und er marschierte davon.
„War übrigens total nett von deinem Dad, gestern. Ich hab mich heute Morgen so gut gefühlt. Als wäre nichts gewesen." Harry lächelte Laura an. Er hatte sich richtig gefreut, dass Snape so fürsorglich gewesen war. Der Professor hatte ihn auch ganz anders angesehen. Eigentlich war er sowieso ganz anders und viel freundlicher in letzter Zeit. Und er hatte ihn tatsächlich Harry genannt.
Laura lächelte.
„He, weißt du was? Mein Dad hat Jimmy gefunden. Na ja, wohl eher gefangen. Sie wollte sich wohl wieder eine Leckerei aus seinem Labor holen, da hat er sie erwischt. Und das tollste ist, sie hat Babys... ehm ich meine Junge."
Harry freute sich, dass das Tier wieder aufgetaucht war. Er wusste, wie gerne Laura das Streifenhörnchen hatte.
„Super! Hedwig ist auch schon seit zwei Tagen nicht mehr zurück gekommen. Wo die wohl steckt?"
Laura sah ihn etwas erschrocken an. „Was? Ohje, hoffentlich kommt sie bald wieder!"
Harry zuckte die Schultern. „Das ist nicht schlimm. Sie bleibt hin und wieder länger weg. Ich glaube, sie genießt nun ihre Freiheit, nachdem ich sie letzte Woche immer im Käfig halten musste."
S s s s s s s s s s s s s s s s s s s s s
„Wollen wir uns um 12 Uhr im tropfenden Kessel treffen?" fragte Remus. Severus, der wegen seiner Tocher ein etwas ärgerliches Gesicht machte, nickte kurz.
Denn kaum waren sie in der Winkelgasse angekommen, musste Laura auch schon super dringend aufs Klo.
Severus nahm sie bei der Hand und zog sie Richtung Tropfender Kessel, der am nächsten war, um auf die Toilette zu gehen.
Das war einfach wiedermal typisch Kinder! Dachte Snape und spürte, wie Laura ihre Hand aus seiner zu befreien versuchte.
„Dad, ich kann selber gehen," sagte sie leise aber eindringlich. Es war ihr peinlich, wie ein Kleinkind hinterher gezogen zu werden.
„Wieso hättest du das nicht zu Hause erledigen können?" fragte er ebenfalls leise aber auch etwas ungeduldig.
„Da musste ich noch nicht und ich habe heute eben viel getrunken," sagte Laura etwas trotzig, was Snape dazu brachte, ihr einen tadelnden Blick zu geben.
Sie betraten das Restaurant und Laura verschwand sofort in der Toilette. Snape trat an die Bar, wo ein Mann mittleren Alters Gläser abtrocknete, allerdings nicht von Hand, sondern mit einem Wink seines Zauberstabes. Danach flogen die Gläser wieder an ihren Platz im Schrank.
„Was wünschen Sie, Mr. Snape?" fragte er nicht gerade ausgesprochen freundlich, eher gelangweilt.
„Einen starken Kaffee, schwarz," sagte Snape und der Mann hinter der Bar nickte kurz. Snapes Blick wanderte etwas umher. Es hatte kaum Besucher hier, um diese Zeit. Als sein Blick aber bei dem Fenster vorbei glitt, musste er nochmals genauer hinsehen.
Der Mann, der Snape den Kaffee hin schob, bemerkte seinen Blick, denn Snape konnte nicht glauben, wen er dort draußen auf den Straßen von London sah.
„Der lungert in letzter Zeit immer da draußen rum. Sucht wahrscheinlich den Eingang. Zu dumm, dass Muggel den nicht sehen können." Der Mann kicherte schadenfreudig und kratzte seinen Dreitagebart. „Hat wohl ne Schraube locker, der Arme. Was der bloß will?"
Snape sah ihn finster an und der Mann verzog sich. Snape nahm seine Kaffeetasse in die Hand und sah wieder zum Fenster.
„Dad? Das da draußen ist doch Großvater, oder?" Laura war, ohne dass er es bemerkt hatte, wieder neben ihm aufgetaucht und zeigte nun zum Fenster. Sie hatte gehört, was der Mann hinter der Bar gesagt hatte und sie wunderte sich, warum Snapes Vater den Eingang zur Winkelgasse finden wollte. Wollte er so an Snape und Laura ran kommen?
„Ja," sagte Snape langsam. „Weiß der Teufel, was er hier will," murmelte er zu sich selbst.
„Dad, willst du nicht mit ihm sprechen? Bitte!"
Snape sah auf Laura hinunter und sein Blick war immer noch finster. „Nein!" sagte er bestimmt, trank den Kaffee mit einem Zug aus und legte dann eine Münze auf die Bar.
„Komm, Laura!" sagte er streng und ging in den Hinterhof, der zur Winkelgasse führte.
Laura trottete unentschlossen hinter her. Ihr Großvater tat ihr Leid. Sie wollte, dass ihr Dad mit ihm redete. Der war so oberstur!
Oder sonst musste sie eben selber mit ihm reden. Sie sah nochmals zurück und sah den Mann, der ihr Großvater war, vor dem Fenster entlang schlendern.
Sie biss sich auf die Lippen. Es musste ihr etwas Kluges einfallen. Snape durfte sie auf keinen Fall dabei erwischen, sonst würde er sie lynchen oder ihr bei lebendigem Leib den Kopf abbeißen.
Als sie wieder in der Winkelgasse waren, schritt Snape zügig die Straße hinauf. Laura musste sich ziemlich beeilen, um mit ihm Schritt halten zu können.
„Wo gehen wir hin, Dad?" fragte sie neugierig und so unschuldig sie konnte. Ihr Vater schien nicht gerade gesprächig zu sein und auch nicht in einer blendenden Stimmung, aber sie wollte wissen, ob es für sie eine Gelegenheit gab, mit dem Mann vor dem Tropfenden Kessel zu reden.
„Zu Mr. Veleno," sagte er knapp. Laura blieb sofort stehen. Snape schritt einfach weiter und Laura rannte ihm dann wieder hinterher.
„Dad, bei dem ist es so langweilig! Darf ich bitte schon zu Harry?"
Snape schnaubte durch die Nase und blieb dann stehen. Laura sah ihn fragend an. Sie wusste, dass Snapes Geduld im Moment eher dünn und empfindlich war.
Severus, dem die Sache mit seinem Vater mehr zu denken gab, als ihm lieb war, konnte im Moment ganz gut auf eine jammernde Laura, der bei Veleno langweilig war, verzichten.
„Also gut. In einer halben Stunde kommst du zu Mr. Veleno, klar? Remus hat auch noch anderes zu erledigen und ein Kind reicht ihm bestimmt. Der Optiker ist ganz die Straße rauf, rechts. Du gehst aber in keine andere Gasse und auch sonst in keinen anderen Laden, klar?"
Laura nickte erfreut. Sie machte sich sofort auf, in die Richtung, in die Snape gezeigt hatte. Sie drehte sich plötzlich um, um zu sehen, ob ihr Vater schon verschwunden war und sie die Richtung ändern konnte. Er stand aber immer noch auf der Straße und beobachtete sie, wie sie in die beschriebene Richtung ging.
Sie winkte ihrem Vater unschuldig zu, der kaum merklich nickte und davon ging. Ein paar Schritte ging sie noch in dieselbe Richtung, bis sie es wagte, sich nochmals umzudrehen. Sie hoffte, dass ihr Dad nun verschwunden war, da es sonst ein bisschen auffällig gewesen wäre, dass sie sich immer umdrehte.
Aber die Luft war rein. Sie rannte schnell wieder dort hin, woher sie gekommen war. Vor der Mauer, die zum Tropfenden Kessel führte blieb sie stehen. Ihr Herz klopfte wie wild. Sollte sie es wirklich wagen?
Und wie öffnete man die Mauer bloß? Aber sie musste nicht lange überlegen, denn die Mauer öffnete sich von selbst und zwei ältere Hexen betraten die Winkelgasse. Trotz schlechtem Gewissen glitt Laura schnell durch das Loch und verschwand im Restaurant.
TBC...
