Vielen Dank, scientific ida, die mich mit ihrem guten Rat unterstützt und so lieb ist ,die Geschichte betazulesen.

s s s s s s s

Zu Lauras eigenem Erstaunen hatte sie die Nacht sehr gut geschlafen, obwohl sie ein wenig Heimweh gehabt hatte. Sie hatte in Ginnys Zimmer schlafen dürfen und die beiden Mädchen hatten es noch ziemlich lustig gehabt.

Die Zwillinge hatten sich auch noch in ihr Schlafzimmer schleichen wollen, um an dem Gelächter teilzuhaben, aber Mrs. Weasley hatte sie gleich zurück gepfiffen und in ihr eigenes Zimmer geschickt.

Gut ausgeschlafen streckte sich Laura auf dem Bett aus. Die Sonne schien schon hell zum Fenster hinein, was bedeuten musste, dass sie lange geschlafen hatte. Ginny bewegte sich noch nicht. Laura wollte gerade aus dem Pyjama schlüpfen, da klopfte es kurz an die Tür und Rons Kopf erschien.

„He Kleine, aus den Federn!" grinste Fred frech zur Tür hinein.

„Hier ein guten Morgen-Grüßchen," sagte George und hielt ihr eine Schachtel kleiner weißer Bonbons hin.

Laura kannte die Zwillinge zu gut und stemmte ihre Hände in die Hüften. „Ihr glaubt wohl nicht allen Ernstes, dass ich darauf rein falle, oder?" fragte sie lässig.

„Bloß nicht!" sagte Ron. „Von denen bekommst du ganz schwarze Zähne und die bleiben dann für mindestens einen Tag schwarz."

„Och Ronnilein," sagte Fred und stellte sich vor Laura hin. Er hielt ihr die Schachtel entgegen. "Natürlich wollten wir unsere Kleine nicht für einen ganzen Tag entstellen! Schließlich müssen wir sie ja auch ansehen, nicht? Ich will ihr natürlich die Schachtel schenken."

Ron lächelte und nickte ironisch. „Natürlich!"

Laura schnappte sich die Schachtel und Fred, der seinen Blick gerade auf dem kleinen Bruder hatte, hatte keine Gelegenheit gehabt, sie rechtzeitig weg zu ziehen.

„He, das war ein Witz, gib sie her," rief er und rannte Laura nach, die nun die Treppe runter flüchtete.

„Ihr habt draußen genügend Platz zum Rennen," schimpfte Mrs. Weasley und Laura und ihr Verfolger gaben die Jagd auf.

Laura steckte sich die Schachtel in die Hosentasche und Fred gab ihr bloß einen amüsierten Blick. Immerhin bestand die Chance, dass Laura ihrem Vater davon anbot, was er sich ziemlich lustig vorstellte und er nahm sich vor, sie nach den Ferien zu fragen.

Nach dem Frühstück spielten die Kinder im Garten. Lauras Blick fiel plötzlich auf den Schuppen, wo sie gestern das Autogeräsch gehört hatte.

„Kann ich das fliegende Auto mal sehen?" fragte sie mit leuchtenden Augen. Ron nickte. Da die Zwillinge dazu verdonnert worden waren, ihr Zimmer aufzuräumen, hatten sie nun einen Moment Ruhe von den Jungs.

Ron öffnete die etwas schäbige Tür und da stand der alte Ford Agila.

S s s s s s s s s s s s s s s s

Snape hatte diese Nacht erst spät Schlaf gefunden. Immer wieder dachte er an Laura und fragte sich, ob sie wohl Heimweh hatte. Und immer wieder ging ihm das kurze Gespräch mit seinem Vater durch den Kopf. Sein Vater war nie nach Spinner's End zurück gekehrt, nachdem er seine Mutter und ihn verlassen hatte. Wahrscheinlich wäre es ihm zu unangenehm gewesen. Wahrscheinlich wollte er die Erinnerungen von seiner Zeit in dem Häuschen nicht aufleben lassen.

Severus ging selbst sehr selten in das Haus, in dem er seine Kindheit verbracht hatte. So wenig wie möglich hielt er sich in Spinner's End auf, nicht nur wegen der Erinnerungen an seine Familie. Auch die positiven Erinnerungen an seine schöne Kinderzeit mit Lily waren zu schmerzhaft. Zu viele Gefühle wirbelte es immer auf, wenn er nach den Rechten sehen ging, in dem kleinen Haus.

Er wollte sich auch nicht in der Vergangenheit und den häufig unangenehmen Erlebnissen wälzen. Er sah nach vorne. Seit er Laura hatte, war alles in seiner Zukunft viel lebendiger. Er setzte ganz andere Erwartungen an sein Leben und er würde wirklich leben und an dem Leben seines Kindes teilhaben.

Hatte sein Vater Platz in seiner Zukunft?

Er dachte an Lauras Worte, als sie ihm gesagt hatte, dass auch er schon mal eine Chance bekommen habe.

Wo wäre er wohl jetzt, wenn er damals diese Chance nicht bekommen hätte? Wäre er dann fähig, Laura ein Vater zu sein? Hätte er sie überhaupt je kennen gelernt?

Vielleicht wollte auch sein Vater nach vorne sehen. Vielleicht hatte auch er eine Chance verdient.

Das leere Haus kam ihm seltsam ruhig vor, als er im Bett lag und dem Wind horchte, der um die Fenster strich. Hier hatte er sich immer wohl gefühlt. Schon als Kind.

Er versuchte sich an seine frühe Kindheit zurück zu erinnern, als sein Vater noch nicht alkoholkrank gewesen war. Er hatte kaum Erinnerungen daran. Schwach erinnerte er sich, wie er auf den Schultern seines Vaters saß und sich an dessen Haaren festhielt.

Eine einzige positive Erinnerung hatte er an Tobias. Als er etwa acht Jahre alt war, hatte ihm sein Vater ein Model einer Dampflokomotive geschenkt und ihm erklärt, wie diese Maschinen funktionieren.

Kurz danach hatte die Trinkerei begonnen. Wieso, wusste er auch nicht genau und es hatte ihn bis zum heutigen Tag auch nicht wirklich interessiert. Es gab auch keine Entschuldigung dafür.

Vielleicht aber eine Erklärung.

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„Wir haben knapp eine Stunde," meinte Ron leise.

Laura sah etwas unsicher aus. „Bist du ganz sicher, dass du das im Griff hast Ron? Was, wenn wir abstürzen?"

„Nee, wir haben schon ein paarmal ein Probefährtchen gemacht." Ron versuchte überzeugend zu klingen. „Komm schon, nur schnell um den Wald rum. Ich flieg auch nicht zu hoch."

Laura biss sich auf die Lippen. Die Sache war ihr nicht geheuer. Wie hoch musste man fliegen, um bei einem Absturz tot zu sein?

Und der Probeflug mit dem Oldtimerbesen kam ihr wieder in den Sinn. Ihr Vater war damals nicht gerade begeistert gewesen, um es milde auszudrücken. Ron schien ihre Gedanken gelesen zu haben, denn er sagte: "Dein Dad ist ja nicht hier!"

„Ich weiß nicht!" zögerte das Mädchen. Natürlich war sie neugierig darauf und wann hatte man schon die Chance in einem fliegenden Auto zu sitzen?

„Nein, dein Daddy ist nicht hier, um dich an den Ohren zu ziehen!" meinte plötzlich die freche Stimme von Fred hinter ihnen.

„Außerdem habt ihr den besten Piloten, den es gibt," bluffte der Junge. „Und den besten Co-Piloten," fügte George hinzu.

„Wir müssen uns aber beeilen, wenn Mum nichts mitkriegen soll," sagte Fred und hielt Laura die hintere Tür auf.

„Nein!" wehrte sich Ron. „Nun will ich mal hinters Steuer! Immer wollt ihr fahren!"

George streichelte ihm mit sanftem Lächeln provozierend über die Wange. „Oh Ronnilein, du bist doch noch zu klein, um mit dem Brum Brum Flugauto zu fliegen!"

Rons Gesichtfarbe ähnelte einer reifen Tomate als er den Bruder anfauchte: "Na gut, dann sag ich es eben Mum!"

Fred grinste überlegen. „Hat Ronnilein etwa vergessen, dass die lieben Brüder von der Sache mit dem Honigwein wissen?"

Ron funkelte den Bruder ärgerlich an und stieg dann ohne weiteres Wort hinten in den Ford ein. Seine Hände waren zu Fäusten geballt, aber er sagte nichts.

Fred und George blinzelten sich vergnügt zu und stiegen vorne in das Auto.

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„Achtung ein Baum!" schrie Ron.

„Nur keine Panik, Brüderchen, schon gesehen," sagte Fred, der nun eine starke Kurve fuhr, oder eher flog.

Laura klammerte sich an dem Vordersitz fest und bereute es zu tiefst, überhaupt eingestiegen zu sein. Die Tatsache, dass das Auto durchsichtig war, wie alles was sich darin befand machte das Ganze noch schlimmer. Denn so sahen die Kinder direkt hinunter, ohne das Polster zu sehen, auf dem sie saßen. Ein ziemlich eigenartiges Gefühl.

„Ich muss aufs Klo," sagte Ron wenige Minuten später etwas verzweifelt.

„Los lande, Fred, sonst macht sich Klein-Ronnie noch ins Hemd," hörte Laura Georges Stimme von irgendwo vorne an ihr.

Laura war ziemlich froh, dass Fred gelandet war. Ron stieg sofort aus dem Auto aus, wodurch er wieder sichtbar wurde. Er verschwand im nahen Wald, und als er wieder auftauchte, sagte Fred:

„Das Taxi startet in exakt drei Sekunden, nimm die Beine in die Hand, Ron," rief einer der Zwillinge. Ron hätte die Brüder am liebsten geohrfeigt oder ihnen einen Fluch angehext, aber er entschied sich, sich nicht zu beeilen. Die dummen Kerle sollten ruhig warten.

Das taten sie aber leider nicht. Ron hörte den Motor starten und in die Höhe steigen. Er starrte dorthin, wo das Auto in etwas sein musste und rief entsetzt: „He, ihr Dummköpfe, wartet!"

Fred und George lachten frech. „Du darfst nach Hause laufen, das ist gesund. In ein, zwei Stunden solltest du es geschafft haben!"

„Ich steig aus, Bye!" sagte Laura nun von Hinten, der die Lust aufs Autofliegen vergangen war und die Ron nicht alleine zurück lassen wollte. Sie hatte nicht lange Zeit, zu überlegen und sprang aus dem Auto, das etwa zwei Meter in der Luft war. Sie war froh, dass sie überhaupt den Griff zum Öffnen der durchsichtigen Tür gefunden hatte.

Sie lag nun neben Ron im Gras. „Hast du dir weh getan?" fragte der Freund, der erschrocken war, als plötzlich eine Laura neben ihm gelandet war.

„He, Kleine, spinnst du?" rief eine Stimme von oben.

„Sie ist in Ordnung!" sagte eine andere.

„Wir können die Kleine doch nicht einfach hier lassen," sagte die erste Stimme.

Laura und Ron hörten nicht genau, was dann noch gesprochen wurde, aber ein paar Sekunden später entfernte sich das Motorengeräusch. „Verdammte Idioten!" rief Ron ihnen hinterher.

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„Also mir ist es lieber zu Fuß," sagte Laura ehrlich. Sie würde nie wieder in so was mitfahren.

„Es ist zum Glück nicht all zu weit." sagte Ron. „Aber denen zahl ich es heim!" sagte er entschlossen. „Ich weiß noch nicht wie, aber das bekommen sie zurück!"

Sie gingen etwas fünf Minuten schweigend weiter. Bis Laura ihren Freund breit anlächelte. „Wie wärs mit einer netten neuen Haarfarbe?" fragte sie verschmitzt.

„Was?" fragte Ron, der nicht wusste wovon Laura sprach. „Was ist mit meiner Haarfarbe nicht gut?"

Laura verdrehte dramatisch die Augen. „Nicht deine, du Depp, ich meine die Haarfarbe der Zwillinge. Findest du rot nicht etwas langweilig? Etwas Peppigeres wäre doch bestimmt hübsch. Etwas Farbiges würde ihren Charakter besser unterstreichen und dann würde es vielleicht auch mit dem Küssen klappen." Laura zwinkerte ihrem Freund zu und musste dann lachen über dessen verdutztes Gesicht.

„Wie meinst du das? Wir sollen ihnen eine neue Haarfarbe verpassen?" fragte Ron stirnrunzelnd und putzte sich den Schweiß von der Stirn.

„Genau," antwortete Laura knapp. Auch ihr war ziemlich heiß und sie hätte sehr gerne etwas zu trinken bei sich gehabt.

„Wir dürfen doch nicht zaubern, in den Ferien. Meine Mum nimmt das sehr genau. Außerdem wüsste ich nicht mal wie."

„Hab ich was von Zaubern gesagt? Nee nee, ich habe da von meiner Cousine superkrasse Haartönungen bekommen. Die könnten hier sinnvoll zum Einsatz kommen, was meinst du?" Sie wusste, dass die Tönungen noch in ihrer Tasche sein mussten, die sie ja bei ihren Verwandten dabei gehabt hatte.

Ron brauchte eine Sekunde, um zu kapieren, was eine Haartönung war, dann grinste er.

„Super Idee," sagte er zufrieden. "Sie haben dir ja auch schon mal eine neue Frisur verpasst, weißt du noch?"

Laura dachte an den Zwischenfall, als sie den Zwillingen als Versuchskaninchen gedient hatte und sie ihr die Haare ein gutes Stück abgefackelt hatten.

„Klar," sagte sie und lächelte. Schwitzend gingen die Kinder weiter. Die Sonne war ziemlich stark.

„Hoffentlich schimpft deine Mum nicht, wenn wir so lange weg bleiben," meinte Laura etwas besorgt, als sie fast eine Stunde später den Fuchsbau von weitem sahen.

„Ich kann nicht mal petzen, da wir sonst selber Ärger bekommen. Diese verdammten Idioten!"

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Mrs. Weasley war ganz aus dem Häuschen, als die Kinder im Garten des Fuchsbaus ankamen.

„Ronald Weasley! Wo um Himmels Willen wart ihr?" fragte sie streng. Ron schluckte leer und Laura kaute auf ihrer Unterlippe rum.

„Komm, Laura, ihr habt bestimmt Durst," wandte sie sich freundlicher an das Mädchen.

„Und du überlegst dir besser eine gute Erklärung, junger Mann," fauchte sie Ron an.

Laura fand das ziemlich ungerecht, denn auch sie war ja über zwei Stunden verschwunden gewesen.

„Ich wollte Laura nur ein wenig die Umgebung zeigen, Mum. Da haben wir uns eben verlaufen."

Molly fasste ihren jüngsten Sohn am Ohr, worauf dieser das Gesicht verzog. „Eine gute Erklärung habe ich gesagt, Ron, keine Lüge. Du wohnst schon dein ganzes Leben hier, erzähl mir nicht, dass du dich verlaufen hast."

Ron hatte wohl doch nicht übertrieben, dass seine Mutter ziemlich streng war, dachte Laura, der bei dem ernsten, wütenden Gesicht der Frau auch mulmig im Magen wurde.

„Geh in dein Zimmer und räum deinen Schreibtisch auf. Und wenn du wieder runter kommst, will ich die Wahrheit hören, klar?" Ron nickte und verschwand. Laura kam sich ziemlich dumm vor, als sie ihr Glas leerte. Sie war nicht ausgeschimpft worden, obwohl sie dasselbe Verbrechen begangen hatte.

„Laura, du kannst zu Ginny ins Zimmer gehen. Ich rufe dann, wenns Mittagessen gibt."

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Molly Weasley hatte sich ziemlich schnell wieder beruhigt und beim Mittagessen war sie wieder freundlich. Sie hatte Rons Ausrede geschluckt, dass er Laura die Höhle im Wald hatte zeigen wollen, wo er früher immer gespielt hatte. Sie hatte ein wenig geschimpft, dass sie sich nicht mehr vom Haus entfernen durften, ohne Bescheid zu sagen und Ron hatte es brav versprochen.

Laura hoffte im Stillen, dass Mrs. Weasley den Zwischenfall nicht ihrem Vater erzählen würde, denn der hatte seine Ansicht über 'davonlaufen' ziemlich klar gemacht.

Am Nachmittag spielten die drei jüngeren Kinder ein paar Zauberspiele und bereiteten den Streich vor, den sie den Zwillingen spielen wollten. Sie füllten die Haartönung in eine Shampooflasche, die sie dann in der Dusche platzieren würden, wenn Fred oder Georg duschen gingen. Laura wurde etwas ärgerlich, weil ihr ein Tropfen der Haartönung auf die neue kurze Hose tropfte. Das würde bestimmt nie mehr aus gehen.

Sie freuten sich schon, auf die Gesichter der Jungen.

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Das war Severus noch nie passiert, dass er zu viel Zeit hatte. Er war schon im Gewächshaus gewesen, hatte einen Zaubertrank gebraut. Er war nun dabei, in einem Heft zu lesen, aber seltsamerweise interessierte ihn das Geschriebene nicht wirklich. Sein Kollege Edward hatte das Treffen, welches für Heute und Morgen geplant war verschoben.

Snape sah auf die altmodische Wanduhr und rieb sich dann mit der Hand übers Gesicht.

Molly wusste ja, dass Laura heim kommen konnte, wenn sie Heimweh hatte. Er war ja da.

Natürlich genoss er es auch mal ohne Kind. Er könnte jemanden besuchen. Aber was, wenn Laura genau dann nach Hause kommen wollte?

Ach was, sie war ja bald zwölf. Sie würde genug Ablenkung haben bei den Weasleys. Er könnte in die Winkelgasse gehen und endlich das Buch holen, das Laura in der Buchhandlung so gefallen hatte. Sie hatte ja bald Geburtstag. Nur noch ein paar Wochen. Außerdem wollte er ihr noch eine Handgelenkhalterung für ihren Zauberstab kaufen, damit sie ihn nicht immer in der Hosentasche trug.

Snape stand auf und ging auf den Sitzplatz hinaus. Ja, er würde nachher in die Winkelgasse gehen, wo er auch gleich noch bei Veleno vorbeischauen konnte. Dann ging die Zeit auch rum.

Er sollte es wirklich besser genießen, wenn er schon mal Ruhe hatte von dem Mädchen und ihren Unarten, dachte er etwas sauer.

Der Garten war still und nur ein paar Insekten summten. Snape sah zu Boden, wo große Ameisen rum krochen. Plötzlich sah er ein kleines Tierchen Richtung Haus huschen.

„Jimmy!" sagte Snape. Das erste Mal freute er sich, das Tier zu sehen. Es kam auf ihn zu und blieb zwei Meter vor ihm stehen. Es sah ihn mit seinen Knopfaugen fragend an.

„Du hast Pech, Laura ist nicht da." Das Tier sah ihn interessiert an. „Komm!" sagte Snape und Jimmy huschte mit ihm ins Haus.

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„Komm, gib mir das Shampoo, ich brings ins Badezimmer, geht ihr ins Wohnzimmer, damit es nicht auffällt," sagte Ron und kicherte, als Laura ihm die manipulierte Flasche reichte.

„Ich dusche zuerst," hörten sie Fred rufen. „Du warst schon gestern zuerst dran," antwortete sein Zwillingsbruder.

Laura und Ginny sahen sich an und hielten sich lachend die Hände vor den Mund, als sie die Treppe hinunter huschten.

Im Wohnzimmer setzten sie sich mit Unschuldsmienen aufs Sofa. Sie mussten sich ziemlich Mühe geben, nicht zu lachen.

„Wollen wir Zauberschach spielen?" fragte Ron beiläufig, als er auch ins Wohnzimmer kam. Molly gab gerade mehreren Stricknadeln einen Strickauftrag und wechselte bei einer gerade die Wolle.

„Ja, ich bin mit Ginny zusammen," sagte Laura. Molly lächelte und freute sich, dass die Kinder so gut miteinander auskamen und dass Ginny nun auch mal mit einem Mädchen zusammen sein konnte.

Die Kinder stellten die Spielfiguren auf und blinzelten sich verschwörerisch zu, als sie das Wasser in der Dusche laufen hörten.

Um so größer war ihre Verwunderung, als sie die Zwillinge ins Wohnzimmer kommen sahen.

Laura sah sie mit großen Augen an und Ron fragte verdutzt: "Seid ihr nicht am Duschen?"

Fred schüttelte den Kopf. „Unser Vertrauensschüler hat sich wiedermal vorgedrängt. Er habe das Vorrecht, zuerst in die Dusche zu steigen. Er ist ja etwas Besseres," sagte der Junge und sah etwas herausfordernd zu seiner Mutter.

Nun gaben sich die drei jungen Kinder vielsagende Blicke und Ron wurde ziemlich blass.

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„Mutter!" hörten sie Percy von der Treppe her rufen. Molly war von dem ungewöhnlich lauten Rufen ihres Sohnes sofort alarmiert und schritt schnell in den Gang hinaus.

„Mutter, nun sieh dir das an!" Percy kam mit hochrotem Kopf und Haaren, die ungefähr die Farbe von Karton hatten, die Treppe hinunter.

Nun fehlten ihm nur noch schwarze Zähne, dachte Laura und hätte dem Jungen gerne ein Bonbon der Zwillinge angeboten. Allerdings kannte der grosse Junge wahrscheinlich alle Kreationen der Brüder und würde nicht darauf hinein fallen.

„Nun haben sie es zu weit getrieben, Mutter!" sagte der Junge höchst verärgert. Er sah aus, wie um Jahre gealtert, mit der neuen Haarfarbe. Es hätte eigentlich Blau sein sollen, was Lauras schwarzem Haar einen schönen Schimmer hätte geben sollen, mit den feuerroten Locken, hatte es scheinbar eine etwas undefinierbare Farbe gegeben.

„Sexy!" meinte George trocken und machte ein anerkennendes Gesicht. „Wirklich trendy!" gab auch Fred seinen Senf dazu und pfiff durch die Zähne.

Laura, Ron und Ginny mussten sich das Lachen verkneifen, als sie den ernsten Jungen sahen, der vor Wut außer sich war.

„Diesmal müssen sie ordentlich bestraft werden. Diese Zwillinge treiben es entschieden zu weit," sagte Percy außer sich.

Molly sah die Zwillinge forschend an.

„Wir waren es nicht, Mum," verteidigten sich die Zwillinge wie aus einem Mund.

Ron war über die Wende des Streiches gar nicht mehr so unzufrieden. Wenn nun die Zwillinge anstelle von ihnen bestraft würden, wäre die Rache auch gelungen.

„Wieso glaub ich euch das nicht?" fragte Molly zweifelnd. Die Jungs hatten den Bogen diese Woche schon einige Male überspannt gehabt, waren bis jetzt aber mit Verwarnungen davon gekommen.

„Natürlich waren sie es, Mutter. Sie waren sauer, weil ich zuerst geduscht habe. Ich denke, eine Tracht Prügel wäre angebracht." Percy sah seine Mutter herausfordernd an, die sich davon aber nicht beeindrucken lies.

Percy hatte die Nase gestrichen voll. Die Brüder kannten weder Disziplin noch Grenzen, fand der große Junge.

„Aber diesmal waren wir es wirklich nicht," sagte Fred und George nickte.

„Geht in euer Zimmer!" sagte Molly streng. „Wir werden das nachher mit eurem Vater besprechen. Und wenn ihr doch dahinter steckt, dann zieht euch lieber warm an, meine Herren."

Die Zwillinge hatten keine andere Wahl, als sich in ihr Zimmer zu verziehen. Percy hatte einen ziemlich zufriedenen Gesichtsausdruck. Endlich wurde hier mal etwas unternommen, obwohl er schon jetzt wusste, dass seine Eltern wieder viel zu milde sein würden mit den Jungen.

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Nachdem Percy das Haar zig mal gewaschen hatte, kehrte so langsam seine normale Haarfarbe zurück, wenn auch mit einer etwas rauchigen Note.

Ron, Ginny und Laura unterhielten sich angeregt. „Ich will aber nicht, dass sie meinetwegen Ärger bekommen," meinte Laura, der das Ganze nicht recht war.

„Ja," meinte nun auch Ginny. „Die Haare färben ist ja lustig, aber auch sie haben es nicht verdient, unschuldig bestraft zu werden."

Ron stöhnte. Sie hatten es doch so sehr verdient, dachte er. Wieso sahen das die Mädchen nicht ein? Die mit ihrem Gerechtigkeitssinn!

„Denen schadet das nicht. Was meint ihr, wie viel mal sie mich in Schwierigkeiten gebracht haben und wie viele tausend Male sie mich geärgert haben. Außerdem werden meine Eltern ihnen sowieso nur eine kleine Strafe geben, es war ja nur ein Scherz und da sind meine Eltern nicht so streng." Ron wusste, dass die Zwillinge sich im Moment auf ziemlich dünnem Eis befanden, da sie sich diese Woche schon einiges geleistet hatten, aber das erwähnte er natürlich nicht. Ihm sollte es recht sein, wenn die Zwillinge einen Denkzettel bekamen.

Laura nickte. „Ja schon, aber das ist einfach nicht fair. Vielleicht hätten die beiden wirklich mal eine Abreibung verdient, aber nicht unschuldig."

Mrs. Wealsey, die der Raum betrat, um nach ihren Strickereien zu schauen, die zufrieden vor sich hin strickten, hatte den letzten Teil der Unterhaltung mitbekommen, sagte aber nichts.

Ginny stand auf und trat entschlossen zu ihrer Mutter. „Mum, es waren nicht die Zwillinge. Ich wars," sagte sie entschieden, aber sie sah, dass ihre Mutter ihr das nicht abnahm.

„Nein, ich wars," meldete sich nun Laura mit schuldbewusstem Blick. Mrs. Weasley sah die Kinder etwas belustigt an, versuchte aber, ein Lächeln zu verstecken.

„Wir waren es alle," gab nun Ron zerknirscht zu. „Wir wollten eigentlich die Zwillinge färben. Wir hatten noch eine Rechnung offen."

Molly Weasley sah ihren jüngsten Sohn streng aber auch etwas stolz an.

„Schön, dass ihr es zugebt," sagte sie zufrieden.

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„Eine tüchtige Strafe würde auch ihnen nicht schaden," hörten die Kinder Percy zu seinen Eltern sagen. „Schon damit sie nicht genau so ungezogen werden wie die Zwillinge. Rein präventiv." Percy tönte reichlich hochgestochen.

Die Kinder saßen in ihren Pyjamas oben auf der Treppe, und hörten heimlich zu, was unten gesprochen wurde. Bei Percys Worten sahen sie sich vielsagend an und Laura verzog etwas den Mund. Ron bekam ziemlich rote Ohren.

„Percy Schatz, es war doch nur ein Scherz, und jetzt bist du ja wieder so gutaussehend wie vorher," sagte Molly.

Arthur räusperte sich und meinte ernst: „Percy, du bist nun einer der Älteren in unserer Familie, aber um die Kindererziehung kümmern wir uns, klar?"

Sie hörten Percy empört schnauben. Er hatte einfach genug von diesem LariFari Betrieb. Und dass sein Vater ihn so zurechtwies, fand er total unpassend. Die Zwillinge machten was sie wollten und das schon seit... immer!

„Ron beginnt schon, über die Stränge zu schlagen und die Zwillinge sind außer Rand und Band, das sollte endlich unterbunden werden. Sie machen übrigens auch manchmal Ausflüge mit deinem Auto, Vater." Percy hatte das nicht petzen wollen, aber nun war seine Geduld am Ende.

„Was?" quietschte Molly. Arthur sah gespannt zu dem Sohn. „Wirklich?"

Molly sah ihn böse an, da es viel zu begeistert getönt hatte. „Wirklich?" fragte er nun nochmals, diesmal einiges ärgerlicher.

„Ja," sagte Percy besserwisserisch, „und so viel ich weiß, hatten sie heute sogar noch Ron und Laura dabei."

Nun wurde Molly wirklich böse. Sehr böse. Es war schlimm genug, dass sich ihre Kinder in Gefahr brachten, dass sie aber auch noch fremde Kinder in Gefahr brachten, ging entschieden zu weit.

„Die kriegen was zu hören," meinte Molly streng und die drei Kinder auf der Treppe schlichen mit bleichen Gesichtern schnell in ihre Zimmer zurück. Sie legten sich ins Bett und stellten sich schlafend.

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Molly und Arthur Weasley hatten sich von den scheinbar schlafenden Kindern nicht täuschen lassen und hatten alle hinunter zitiert. Natürlich hatten sie gewusst, dass die Kinder nicht schon um 21 Uhr brav in ihren Betten schliefen.

Nun saßen sie alle mit gesenkten Köpfen im Wohnzimmer und ließen ein Donnerwetter über sich ergehen.

Nur Ginny wurde in ihr Bett entlassen, wo auch die anderen Kinder jetzt ganz gerne gewesen wären.

Die anderen Kinder wurden dazu verdonnert, eine Woche lang um 21 Uhr im Bett sein zu müssen und wurden in ihre Zimmer geschickt, wo sie dann noch einen 'Besuch' von ihren Eltern bekommen würden. Sie waren wirklich zu weit gegangen und das wurde auch hier im Fuchsbau nicht toleriert. Sie würden eine saftige Strafe aufgebrummt bekommen.

Laura ging etwas ängstlich in ihr Zimmer. Bei ihrem Vater wusste sie, was sie in etwa erwarten konnte, wenn sie etwas angestellt hatte, aber das hier war etwas anderes. Schlecht war, dass der Fuchsbau so ringhörig war. Die beiden Mädchen sahen sich an, als sie Mrs. Weasley laut mit Ron schimpfen hörten.

Danach waren scheinbar die Zwillinge dran und bekamen ein noch grösseres 'Donnerwetter' zu hören. Laura umklammerte ihr Kopfkissen, als sie im Schneidersitz auf ihrem Bett wartete.

„Du brauchst keine Angst zu haben, Laura. Die Jungs arten eben manchmal etwas aus." Ginny kniete sich dicht neben Laura und strich ihr über den Rücken. Laura war sehr froh, dass Ginny bei ihr war und sie mochte das liebe Mädchen sehr.

Endlich ging die Tür auf und Mrs. Weasley kam ins Zimmer.

„Ich werde diesen Vorfall mit deinem Vater besprechen, Laura. Er soll entscheiden ob und wie du bestraft werden solltest. Ich weiß, dass es nicht deine Idee gewesen ist, mit dem Auto zu fliegen, aber du hättest wirklich nicht mitgehen sollen." Molly sprach freundlich und sie schien gefasst.

„Es tut mir Leid, Mrs. Weasley, wirklich," versicherte Laura nervös.

Molly nickte. „Ich weiß, Schätzchen, versprich mir nur, nicht mehr solchen Unsinn zu machen und dich in solche Gefahr zu bringen, ja? Was hätte ich wohl deinem Vater sagen sollen, wenn etwas passiert wäre?"

Laura senkte den Blick, bei diesem Gedanken. „Tut mir Leid Ma'am, und ich werde sowas nie wieder tun, ehrlich," sagte sie beschämt.

„Dann ist gut, leg dich jetzt hin. Schlaft gut, ihr Beiden."

Laura war erleichtert, als Molly aus dem Zimmer gegangen war. Das wäre ihr sehr peinlich gewesen, wenn sie von Mrs. Weasley so ausgeschimpft worden wäre, wie ihre Freunde eben. Und hoffentlich holte ihr Dad das dann nicht noch nach, zu Hause.

Die Mädchen legten sich zusammen auf Lauras Matratze und unterhielten sich noch eine Weile, bis Ginny müde wurde und in ihr eigenes Bett kroch.

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Severus aß zu Abend. Allein. Er war am Nachmittag tatsächlich in die Winkelgasse appariert und hatte zum Glück das Buch gefunden, welches Laura so interessiert hatte.

Mr. Veleno hatte er nicht besucht. Er hatte irgendwie Stalldrang gehabt. Es hatte ihn nach Hause gezogen.

Er würde noch ein wenig brauen, dann würde er auch mitbekommen, wenn Laura nach Hause kommen wollte. Nur im Fall.

Severus aß nur eine Kleinigkeit, dann räumte er alles weg und setzte sich ins Wohnzimmer. Als er zum wiederholten Mal zum Kamin sah, realisierte er, dass er wartete. Aber wieso? Worauf? Auf Laura? Sie würde noch mindestens zwei Tage weg bleiben. Er brauchte nicht zu warten.

Doch als sie das letzte Mal fort gewesen war, hatte sie ja das Heimweh geplagt. Snape atmete hörbar aus und nahm ein Magazin zur Hand. Laura war alt genug, sie würde es wohl doch aushalten ein paar Nächte bei einem Freund zu verbringen.

Während Snape etwas lustlos das Magazin durchblätterte, versuchte Laura bei den Weasley Schlaf zu finden.

Sie wäre so gerne bei ihrem Vater zu Hause gewesen, in ihrem Bett. Ja, sie hatte Heimweh, aber sie traute sich nicht etwas zu sagen. Sie hatte Rons Eltern genug geärgert heute, nun konnte sie nicht noch mit Heimweh kommen.

Nachdem sie weitere Stunden wach auf der Matratze gelegen hatte, ohne auch nur ein bisschen schlafen zu können, kamen ihr allmählich die Tränen. Sie hätte Milly rufen können, aber irgendwie wollte sie nicht. Sie wusste nicht, ob das den Weasleys recht gewesen wäre.

Sie hielt den Stein ihrer Kette fest umklammert, denn das gab ihr irgendwie Trost. Sie wollte die warmen Hände ihres Vaters spüren, der ihr über den Kopf fuhr und sie wollte den herben, ganz speziellen Geruch riechen, den nur ihr Dad hatte.

Sie dachte ganz fest an ihn, und irgendwann war sie im Land der Träume.

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„Laura! Wach endlich auf!" Laura stöhnte, als Ginny sie wachrüttelte. Es war schon nach 10 Uhr.

Es war ein sehr warmer Tag, ohne auch nur ein Wölkchen am Himmel und die Kinder spritzen sich gegenseitig mit dem Schlauch ab. Das war ein Spaß. Die Zwillinge waren den Mädels recht dankbar, dass sie Molly die Wahrheit gesagt hatten, wegen der Haartönung. Percy war, wie immer mit Hausaufgaben beschäftigt und sah auch, bis auf einen etwas graulichen Haarton, wieder normal aus.

Der Tag verging nicht sehr schnell für Laura, da sie immer wieder an ihren Dad denken musste. Nochmals so eine Nacht wollte sie wirklich nicht erleben. Ein ungutes Gefühl überkam sie, sie traute sich aber nicht, Mrs. Weasley zu sagen, dass sie lieber nach Hause gehen wollte. Wahrscheinlich würden sie alle denken, Laura habe es hier nicht gefallen. Und sie wollte ja auch kein Baby sein.

Das ungute Gefühl aber wurde immer stärker und nagte an ihren Eingeweiden, wie ein riesiger Bandwurm, der immer hungriger wurde.

„Was ist los mit dir, Laura?" fragte Ginny, die merkte, dass Laura etwas matt und traurig wirkte.

Laura nahm sich zusammen und lächelte. „Nichts, alles gut."

Sie spielten eine Runde Zauberschach und als es Abend wurde, hatte Laura schon richtig Bauchweh. Sie bekam kaum etwas runter beim Abendessen.

Als es im Fuchsbau ruhig wurde, lag Laura angespannt auf ihrer Decke .

Etwa eine Stunde später öffnete sich die Tür und Molly Weasley trat leise ein. Sie ging zum Bett von Ginny, gab ihrer schlafenden Tochter einen Kuss und deckte sie besser zu. Dann sah sie auf Laura hinunter und war erstaunt, als das Mädchen sie mit dunklen Augen ansah.

„Schläfst du noch nicht, Liebes?" fragte sie überrascht. Laura schüttelte leicht den Kopf.

„Ich hab Bauchschmerzen, Mrs. Weasley," flüsterte Laura, um Ginny nicht zu wecken.

Mrs. Weasley legte ihre Hand an Lauras Stirn. „Komm mit, Laura, wir schauen mal," sagte sie und reichte dem Mädchen die Hand.

Laura nahm sie und stand auf. Molly führte sie ins Wohnzimmer hinunter, wo sie Laura aufs Sofa setzte.

Sofort machte Molly einen Diagnosezauber, welcher aber gar nichts ergab. Das Mädchen war kerngesund.

Laura blinzelte erwartungsvoll zu der Frau hinauf. "Kann es sein, dass du Heimweh hast, Laura?" fragte Molly wissend und lächelte.

Laura schüttelte schnell den Kopf. Die Zwillinge würden sie bestimmt hänseln, wenn sie Heimweh hatte.

Molly nickte und setzte sich zu Laura. „Vielleicht könnte dir dein Vater helfen mit dem Bauchweh? Und wenn es dir morgen besser geht, darfst du auch wieder herkommen."

Sie lächelte Laura ermunternd zu. Laura sah Rons Mutter erleichtert an. „Ja... wenn das geht," sagte sie etwas scheu.

Molly stand auf und schritt zum Floh. Sie streckte ihren Kopf in den Kamin, als sich die Flammen grün gefärbt hatten.

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Severus legte seine Feder zur Seite. Er brachte nichts wirklich Sinnvolles zu Papier. Er lehnte sich im Stuhl zurück und streckte sich, als er ein Geräusch im Kamin hörte.

„Severus, darf ich Sie kurz stören?" hörte er Mollys Stimme.

Er stand schnell auf und schritt zum Kamin, wo er die rothaarige Frau, oder zumindest deren Kopf sah.

„Natürlich, Molly, was gibt's," sagte er ruhig. Er wirkte völlig gelassen.

Molly lächelte. „Darf ich kurz zu Ihnen durchkommen?"

Laura sah, wie die Frau in den Kamin schritt und verschwand. Laura drehte den Kopf, als sie ein Geräusch hörte. Es kam von der seltsamen Uhr, die im Wohnzimmer stand. Der Uhrenzeiger, der Mr. Weasleys Kopf drauf hatte, war auf 'Zuhause' gesprungen und in dem Moment öffnete sich die Haustür. Mr. Weasley trat ein und sah überrascht auf das Kind, das mit angezogenen Beinen auf dem Sofa saß.

„Laura, bist du noch nicht im Bett?" fragte er erstaunt und zog seine Schuhe aus.

Laura war froh, dass in diesem Augenblick Mrs. Weasley wieder aus dem Kamin kam.

„Oh, Arthur, du bist schon da?" sagte sie erfreut. Wieder kam ein Flackern aus dem Kamin und Severus Snape trat daraus hervor.

„Dad!" sagte Laura erleichtert und sprang vom Sofa auf, direkt Snape um den Hals. Das heißt, sie schaffte es nicht, so hoch hinauf zu springen und sie hing halb an dem großen Mann. Wieso wusste Severus nicht, aber obwohl er ein saures Gesicht machte und seine Augen kurz aufblitzten, schloss er die Arme um Laura, die es nun fertig brachte ihre Arme um Snapes Hals zu schlingen und ihn umklammerte wie ein Klammeraffe.

Snape nervten die gerührten Blicke von Molly und Arthur unsäglich. Das war mehr, als er im Moment ertragen konnte und nachdem er Laura kurz an sich gedrückt hatte, ließ er sie mit etwas rügendem Blick runter. Er verzichtete darauf, etwas Grobes zu sagen, stattdessen bedankte er sich bei den beiden Zauberern und versprach sich am nächsten Morgen bei ihnen zu melden. Dann trat er, mit Laura am Handgelenk in den Floh und verschwand.

TBC...

Das war mein Teil, nun seid ihr dran, ihr wisst schon wie, oder? ;-D Liebe Grüsse Sally