Die Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.
Die Originalstory ist von aLbii.
Überraschungsbesuch! Bellas POV.
Seid dem wir uns entschlossen hatte zum Camping zu gehen, lief Alice, mit Rosalie auf den Fersen, von hier nach da. Und ich fragte mich, ob ich wohl wandern musste? Ich hoffte nicht.
Ich stellte mir eher so etwas vor wie, die ganze Familie auf einer karierten Decke, mit einem Korb in der Mitte. Ich war noch nie Campen, ich musste mich also mit dem begnügen, was ich aus dem Fernsehen kannte.
Es war schon Abend geworden. Esme hatte darauf bestanden, mir mein Abendessen zu machen. Ich wehrte mich nicht dagegen.
Edward hielt meine Hand und zusammen mit Emmett und Jasper sahen wir Fern. Ich sah gelangweilt auf den Bildschirm.
„Charlie kommt!" Meine Atmung stockte für einen Moment als ich das hörte. Was wollte mein Vater hier?
„Was will er?" Fragte Jasper.
„Das soll er besser selber erzählen." Ich sah Edward verwirrt an, er lächelte beruhigend zurück.
Wenige Minuten später, stand der Streifenwagen vor dem Haus und Charlie kam auf die Tür zu.
Esme, immer noch mit Schürze,machte ihm die Tür auf. Charlie lächelte sie an und warf dann einen skeptischen Blick auf ihr seltsames Kleidungsstück.
„Hallo Charlie, wie geht es dir? Was führt dich zu uns?" Fragte Esme.
„Hallo Esme! Tut mit Leid das ich so spät noch störe, aber mir sind so einige Beschwerden eingegangen. Ich würde gerne kurz mit deinen Kinder sprechen, wenn es möglich ist."
„Selbstverständlich Charlie." Esme brachte Charlie ins Wohnzimmer.
„Alice,Rosalie! Könnt ihr bitte mal runter kommen?" Rief Esme. Die Schwestern kamen in menschlicher Geschwindigkeit die Treppe herunter und setzten sich zu uns aufs Sofa. Jetzt sah ich erst was in roten und schwarzen Buchstaben auf Emmett Schürze stand.
Ich bin kein Vampir,auch wenn ich so aussehe...Darf ich dich beißen? Stand da.
Ich grinste als ich das gelesen hatte. Esme sah das und grinste zurück. „Hallo Kleine! Wie geht es dir?" Begrüßte mich Charlie. Aber er kam nicht zu mir, ich merkte sofort wenn er im Dienst war und wenn nicht. Als alle versammelt waren, sah Charlie einmal in die Runde. Esme wechselte einige schnelle Worte mit Carlisle,die ich nicht verstand.
„Es freut mich dich zu sehen Charlie." Sagte Carlisle. „Was hast du mit unseren Kindern zu besprechen?"
„Heute Nachmittag haben mich einige Leute angerufen, um die jungen Cullen wegen Erregung öffentlichen Ärgernis zu melden. Ich will wissen, was da los war."
Wir sahen uns alle gegenseitig an, aber ich konnte merken,das Charlies Augen nur auf mich gerichtete waren. Ich sah einen nach dem anderen an, um zu sehen wer als erstes sprechen würde.
„Was hat man dir den erzählt Charlie?" Fragte Alice.
„Ich habe mitbekommen, das ihr so eine Art Spektakel auf dem Marktplatz aufgezogen habt,ohne Genehmigung. Und das sich einer von euch fürchterlich lächerlich gemacht hat." Ich senkte meinen Kopf, damit Charlie mein Grinsen nicht sehen konnte.
„Also ich glaube damit weißt du alles." Kam es wieder von Alice. Es war das Beste sie sprechen zu lassen. Charlie mochte sie einfach zu sehr und mit ihr hatten wir die besten Chancen, das Charlie die Sache vergessen würde. Obwohl das mit Sicherheit nur für die Cullens galt. Ich würde bei Zeiten noch etwas zu hören bekommen.
„Ich werde nicht fragen, was ihr da getrieben habt, ich will es, ehrlich gesagt, gar nicht hören. Ich bin nur gekommen um euch zu sagen, das so etwas nicht mehr vorkommen darf. Das von Heute Nachmittag ist ja noch mal glimpflich abgelaufen. Und da mir keiner von euch bis Heute „offiziell" Ärger bereitet hat, belasse ich es dabei." Warum musste Charlie immer so betonen, das er Edward nicht mochte? Das „offiziell" war bestimmt auf ihn gemünzt.
„Vielen Dank Charlie. Es tut uns sehr Leid was passiert ist." Sagte Carlisle.
„Möchtest du mit uns essen? Wir haben jede Menge übrig." Bot Esme an. „Es währe schön, wenn du uns am Tisch Gesellschaft leisten würdest."
Edward, Jasper, Alice und Rosalie verzogen angeekelt das Gesicht. Sie stellten sich wohl gerade das Menschen-Essen vor.
„Das ist sehr nett von dir Esme, aber mein Kollege wartet." Die Erleichterung stand den Cullen Geschwistern ins Gesicht geschrieben.
„Wann immer du möchtest." Charlie nickte Esme zu und kam zu mir,der offizielle Teil war anscheinend abgeschlossen.
„Hallo Bells! Alles klar?" Ich stand vom Sofa auf und umarmte ihn.
„Alles wunderbar und bei dir Papa?"
„Auch alles klar!" Wir schwiegen nach diesem erschöpfendem Gespräch einen unangenehmen Moment lang. Dann sagte Charlie wieder etwas. „Morgen ist Sonntag."
„Eh...ja." Ich musste grinsen.
„Ich meine...Montag können wir wieder nach Hause. Morgen ist dein letzter Tag hier."
„Aja." Sagte ich. Ich wollte nicht das das hier aufhörte. Charlie blieb noch ein paar Minuten bei uns und verabschiedete sich dann mit einer Umarmung bei mir.
In den letzten Tagen hatte ich alle vergessen, die Schule, Jakob. Was Jakob wohl machte? Auch an meine menschlichen Freunde und meinen Vater hatte ich nicht gedacht. Ich wollte nicht in den Alltag zurück. In den letzten Tagen hatte ich in einer Art parallelen Welt gelebt. Es lebte sich so gut hier.
Obwohl es auch einen kleinen Teil in mir gab, der wieder zur Normalität zurück wollte. Ich war mir nicht sicher, ob alle Wochen hier so ab liefen. Aber das war mit Abstand die verrückteste Woche meines Lebens.
Als ich mir diese, meine, Familie jetzt so ansah, wirkten sie eigentlich gar nicht so verrückt. Alice hatte ihren Kopf auf Jaspers Schoss gelegt und der streichelte ihr einige ihrer dunklen Haare aus dem Gesicht. Emmett hatte Rosalie im Arm und diese malte mit ihrem Finger unsichtbare Figuren auf seine Brust. Carlisle hatte den Arm um Esmes Taille gelegt und die Beiden sahen sich nur an. Wenn man dieses Stillleben so sah, wirkten sie ganz normal.
Edward sah mich an, wie er mich immer ansah, wenn er versuchte meine Gedanken zu lesen. Er presste seine Lippen zusammen, bis sie nur noch ein schmaler Strich waren. Dann gab er auf und fragte mich.
„Sag mir Bella. Was geht dir gerade durch deinen hübschen Kopf?"
„Ich hab irgendwie an alles gedacht."
Er lächelte mich so warm an, das ich merkte wie meine Knie weich wurden. Edward legte einen Arm um meine Taille und trug mich in sein Zimmer.
Edward legte mich aufs Bett und ich schloss meine Augen. Ein kalter Finger streichelte meine Stirn, meine Wangen, meine Lippen, mein Kinn, meinen Hals...
„Warst du schon mal Campen?" Fragte ich. „Mit Alice,meine ich."
„Gut nuanciert. Ja, das war ich schon mal." Antwortete er und sein Finger wanderte immer noch über meine Haut. „Warum fragst du?"
„Ich wollte nur wissen was mich erwartet."
Wir schwiegen und ich genoss eine Zärtlichkeiten.
„Wie wars?" Fragte ich um die Konversation wieder aufzunehmen.
„Es war...speziell." Er zögerte bei dem letzten Wort ein wenig.
„Du willst sagen seltsam. Wenn man etwas als speziell bezeichnet, will man sagen das es seltsam ist. Sehr seltsam." Sagte ich.
„Da hast du recht." Ich machte die Augen auf. „Du wirst es ja Morgen selber erleben, keine Sorge. Aber erwarte nicht die typische karierte Decke und den Korb in der Mitte." Das hatte ich ja auch nicht erwartet. „Komm, Esme hat dein Essen fertig. Gott sei Dank ist Charlie nicht geblieben, ich hätte es nicht ertragen diesen Mist zu essen."
„Hey! Ich sag ja auch nichts gegen deine warmen und blutenden Pumas!" Edward schüttelte lachend den Kopf und brachte mich zu meinem Essen.
Ich fragte mich immer noch,wie „speziell" unser Ausflug Morgen werden würde.
