Zwischen zwei Wolken

Disclaimer: Alle Personen und Orte des Harry Potter – Universums gehören J.K. Rowling. Ich verfolge keine kommerziellen Absichten mit dieser Fanfiction.

Zusammenfassung: Nach zwei Jahren, trennen sich Ron und Hermine. Doch als Ron einen Unfall hat, verkompliziert sich alles. Dass Hermine bei George Unterschlupf findet, macht es auch nicht einfacher.

Kapitel 04: Dämon, gib mich frei

Ein Dämon hinter allen Gedanken versperrt mir den Weg zu mir selbst zu kommen
Den alten Wegen verhaftet dich mich immer nur im Kreise führen
So bleibt mir nichts als der Glaube daran
Dass mein Kopf meinem Herzen auch folgen kann
Für die Kunst oder die Liebe Liebe oder Kunst die Kunst zu lieben

Als George nach hause kam, empfing ihn ein ungewohnter Duft. Es roch nach Hähnchen. Im ersten Moment glaubte er, seine Mutter wäre heimlich in seine Wohnung eingebrochen, doch als er in die Küche kam, fand er nicht Molly, sondern Hermine, die tatsächlich am Herd stand.

„Du kochst?", fragte er verblüfft.

Hermine zuckte kurz zusammen, drehte sich aber nicht um.

„Nur wenn ich mich ablenken will", entgegnete sie und beugte sich über einen Topf.

George war feinfühlig genug, nicht zu fragen, wovon sie sich ablenken musste. Er ging zu ihr, um zu sehen, was sie gekocht hatte und bereute es gleich darauf. Als er sich über ihre Schulter beugte, stieg ihm nicht mehr nur der Geruch des Essens in die Nase, sondern auch Hermines Duft. Er musste sich zusammenreißen, um nicht seine Nase in ihren Haaren zu vergraben.

„Ich hoffe du hast Hunger", sagte Hermine und riss George aus seinen Gedanken.

„Und was für einen", gestand er.

Ooo

Satt und zufrieden saßen Goerge und Hermine am kleinen Küchentisch. Sie hatten nicht viel geredet, aber es war in Ordnung gewesen. Jetzt allerdings breitete sich eine merkwürdige Stille aus, die George nicht ertragen konnte.

„Und was machen wir jetzt?", fragte er, wie ein kleines Kind.

Hermine blickte ihn entgeistert an. „Was sollten wir denn machen?"

„Keine Ahnung, es ist Samstagabend, wo willst du hin?"

Hermine lächelte. Es war ihr völlig entgangen, dass es Samstag war. Mit Ron war sie viel zu selten ausgegangen, um irgendeine Ahnung von der Partyszene zu haben.

„Ich möchte tanzen gehen", sagte sie schließlich. George lächelte.

„Na dann mach dich hübsch, ich will mit dir angeben."

Ooo

Hermine war kein Partygirl, sie war nur ein paa Mal in einer Muggeldisco gewesen. Kurz nach dem Krieg, als sie eine Zeit bei ihren Eltern verbracht und darüber nachgedacht hatte, ein „normales" Leben zu führen. Sie hatte ein paar alte Kindheitsfreundinnen wiedergetroffen und war mit ihnen ausgegangen. Aber sobald sie sich für Ron entschieden hatte, hatte sie diesen Teil von sich hinter sich gelassen.

Und jetzt stand sie hier mitten auf der Tanzfläche eines kleinen Muggelclubs und ließ sich einfach von der Musik treiben. Ihr Kopf war leer, alle Gedanken wurden vom lauten Bass übertönt, den Rest erledigten die Mojitos, die George und sie tranken.

Der stand am Rand der Tanzfläche und beobachtete sie. Sie trug ein süßes kleines Sommerkleid, das gleichzeitig unschuldig und sexy wirkte und war nur leicht geschminkt. Sie tanzte nicht besonders lasziv und doch konnte George seine Augen nicht von ihr lassen.

Hermine erhaschte seinen Blick und hatte das Gefühl rot zu werden. Wie lange war es her, dass sie einen solchen Blick auf sich gespürt hatte?

Sie bewegte sich langsam, irgendwie immernoch tanzend auf ihn zu und lächelte ihn an. George konnte nicht anders und lächelte zurück. Hermine fühlte sich in diesem Moment tatsächlich glücklich.

„Möchtest du noch etwas trinken?", fragte George, dem nichts besseres einfiel.

Hermine schüttelte den Kopf.

„Nein, ich denke ich hatte genug. Wie spät ist es überhaupt?"

„Früh", entgegnete George und beide lachten.

„Wir sollten nach hause gehen", entschied Hermine schließlich.

George nickte, aber er fürchtete sich auch wieder mit ihr allein zu sein. Wer sollte ihn denn dann davon abhalten, einfach über sie herzufallen?

Hermine bemerkte seinen abwesenden Blick und seine verspannte Körperhaltung, beschloss aber abzuwarten.

Sie apparierten zurück in Georges Wohnung, in der es still und dunkel war. Einen Moment starrten sie sich in der Dunkelheit an. Hermine konnte Georges Augen erkennen, die auf ihr ruhten. Aber siek konnte nicht in sie hinein sehen.

„Lumos", flüsterte George und seine Stimme klang heiser. Die Lichter in der Wohnung gingen an und jetzt konnte Hermine ihn richtig sehen. Der Blick mit dem er sie bedachte beunruhigte sie ein wenig. In dem kleinen Club, mit all den Menschen drumherum hatte sie es nicht gestört, dass er sie so angeguckt hatte, aber hier...

Ooo

George konnte sich nicht rühren, er musste sie einfach anstarren. Er glaubte, wenn er auch nur zwinkern würde, wäre sie weg. Er bemerkte, dass sich ihr Ausdruck ein wenig änderte. Hatte sie Angst vor ihm?

„George?", durchbrach ihre zitternde Stimme die Stille. Und als wäre es das Natürlichste auf der Welt, umfasste George ihren Kopf mit beiden Händen und küsste sie.

Er merkte, dass sie vor Schreck ganz steif geworden war, doch er ließ nicht von ihr ab. Und dann plötzlich, spürte er ihre Hände in seinem Nacken, spürte wie sich ihre Lippen öffneten.

Ooo

Hermine kam als erste wieder zu Sinnen. Sie löste sich und schob George von sich weg.

„Warte", sagte sie. „Wir dürfen das nicht tun."

George schien wie aus einem Traum erwacht zu sein und wandte den Blick ab. Es schien ihm peinlich zu sein.

„Du hast Recht. Es tut mir leid", brachte er kleinlaut hervor.

„Du musst dich nicht entschuldigen, es ist auch meine Schuld", entgegnete Hermine.

George raufte sich die Haare.

„Nein, nein es ist meine Schuld, ich hätte diese Gefühle nicht zulassen dürfen, bitte Entschuldige Hermine. Es wird nicht wieder vorkommen."

Er drehte sich um und verschwand in Richtung Bad.

„George, warte!", rief ihm Hermine hinterher. Er blieb stehen, drehte sich aber nicht zu ihr um.

„Ich fühle doch genauso, ich weiß nicht warum, aber ich fühle mich auch zu dir hingezogen. Es ist nur..."

„Ich bin Rons Bruder", beendete er ihren Satz.

„Ja", flüsterte sie kleinlaut.

„Wir sollten schafen gehen."

Ooo

Hermine lag allein im Bett, sie konnte nicht schlafen. Sie hatte es wirklich versucht. Hatte Schäfchen gezählt, hatte versucht sich an schwierige Zaubertrankformeln zu erinnern, aber sie lag immernoch wach. Der Gedanke an Georges Lippen auf ihren ließ sie nicht schlafen. Es hatte sich so richtig angefühlt, so einfach. Hatte sie tatsächlich tiefe Gefühle für George? Sie verneinte diese Frage im Geiste. Nein, sie würde nicht behaupten, dass sie wirklich in ihn verliebt wäre, aber es fühlte sich gut an, ihn zu berühren, seine Nähe zu spüren. Es jagte ein Kribbeln durch ihren Körper, dass sie so nicht kannte. Hermine seufzte frustriert und setzte sich auf. Das hatte doch alles keinen Sinn. Sie konnte sich selbst nicht belügen, ihr Körper machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Was sollte es, sie war eine freie Frau und kein Kind mehr. Mit diesem Gedanken stand sie auf und ging wildentschlossen ins Wohnzimmer.

Ooo

George schrak hoch, als er plötzlich ein Last auf sich spürte und etwas, das seine Haut kitzelte.

Hermine hockte auf ihm und hatte sich über ihn gebäugt. Sie küsste grade seinen Hals.

„Hermine", entfuhr es ihm erschrocken.

„Schhhh", machte diese.

„Hermine, wir sollten nicht..."

Weiter kam er nicht, weil sie einfach küsste. Er spürte ihre bestimmende Art in diesem Kuss und wusste, dass er keine Chance hatte. Als sie seine Lippen freigab versuchte er es erneut.

„Wir sollten..."

„Wir sollten aufhören an andere zu denken und anfangen uns um uns selbst zu kümmern", unterbacht ihn Hermine und zog sich ihr dünnes Top über den Kopf.

Er starrte sie an, ließ schließlich seinen Blick von ihrem Gesicht über ihren Hals zu ihren Brüsten gleiten.

„Du sollst mich nicht heiraten, George Weasley, aber bitte schlaf mit mir."

Das ließ George aus seiner Trance erwachen. Er richtete sich auf, griff mit einer Hand in ihre Locken und küsste sie stürmich, während die andere Hand ihren Körper erkundetete.

Er spürte, wie sie an seinem T-Shirt zerrte und tastete nach seinem Zaubertstab auf dem Tisch. Als er ihn gefunden hatte, zauberte er kurzerhand ihre restlichen Kleider weg. Merlin, wie er es liebte ein Zauberer zu sein.

Jetzt konnte er jeden Zentimeter von Hermines Haut spüren. Er zog sie noch näher an sich, spürte ihre Brust an seine gepresst und ließ ein leises Keuchen seiner Kehle entrinnen. Erst da hörte er Hermines leise Seufzer. Sie hockte immer noch auf seinen Oberschenkeln. Langsam fuhr er mit den Händen an ihren Seiten hinunter, während er mit seinem Mund ihre Brüste neckte. Mit erstaunlicher Kraft hob er schließlich ihre Hüfte an und platzierte sie über seiner.

Er blickte sie noch einmal fragend an, obwohl er wusste, dass es kein zurück gab.

„Mach schon", forderte Hermine und beugte ihren Kopf ein wenig, um ihn erneut zu küssen.

George wartete nicht länger, konnte nicht länger warten. Er ließ sie auf sich gleiten und wusste, dass er verloren war.