3. …..Zukunft
Der Knopf leuchtete auf und ich atmete erleichtert auf, die Anzeige verriet mir das der Fahrstuhl gleich da war. Hinter mir, rief Jo nach mir. Ein entschuldigender Blick reichte und sie sah resigniert in meine Richtung.
PLING.
Ich wandte mich wider ab und wollte in den geöffneten Fahrstuhl, prompt stieß ich gegen wen und etwas fiel zu Boden. Seufzend bückte ich mich danach. Vor mir ging ein junger Teenager in die Knie. Ich lächelte und wollte ihr schon, ihr Buch zurückgeben. Die Kleine folgte mir in eine aufrechte Position und sah hoffend auf das Buch in meiner Hand. Mein Blick aber galt ihr. Das... war sie?! Meine Tochter!
Mir wurde klar, dass ich sie mir trotz unserer Daten größer vorgestellt hatte. Langsam verließ die Luft meine Lungen und ich begann wieder zu atmen. Jetzt sah sie auf, Nathalie erkannte ich in ihr kaum, aber dafür etwas anderes und es traf mich wie ein Blitz: meine Augen! Sie wich zurück, ich folgte ihr schon halb, ganz automatisch, als der Ermittler in mir mich warnte und ich sie ruhig ansah. „Hi, Janina."
„Und... wer sind Sie jetzt schon wieder?" Schnappte sie.
Ich unterdrückte den ersten Impuls zu antworten und streckte ihr meine Hand entgegen. Wir haben keine Ahnung was sie von ihrem Vater weiß. Rief ich mir ins Gedächtnis. „Ich bin CSI- Supervisor Mac Taylor."
„Mac...Taylor..." sie wiederholte es kaum hörbar und starrte mich an, mit einer Mischung aus Angst und Freude. Sie begann zu weinen, schüttelte ungläubig den Kopf. Ich schluckte und atmete aus. „Komm her," war alles was ich sagte und streckte ihr wieder eine Hand entgegen. Sie ignorierte meine Hand, war aber plötzlich da und schlang die Arme fest um mich. Ich war überrascht und legte meine Arme einfach um ihren bebenden Körper, strich ihr durch das Haar. Ich beugte mich vor und küsste sie auf den Kopf. „Schon gut. Schon gut, alles ist gut."
*Jo Danville*
Ich wollte ihm eben nachsetzen, als er in den Fahrstuhl wollte und mit jemandem zusammen stieß, während er sich bückte, hatte ich einen guten Blick auf sein Hindernis und blieb wo ich war. Da kam stand doch tatsächlich unsere kleine Ausreißerin. Ich lächelte, als Danny und Lindsay aus verschiedenen Richtungen kamen, sie erreichte mich zuerst und sah nochmal in ihre Blätter. „Also...ähm... ein Teil der Sachen stammt nicht von Elena und Kaya, ich konnte auch sonst keinen Treffer landen, aber...das sollten Sie sich ansehen..."
„Was?" fragte ich, noch immer die Augen auf Mac und dem Mädchen, gerade standen beide wieder auf. Es schien als begriff er jetzt auch.
„Ich habe eine Verwandtschaft, mit..."
„Kneif mich mal einer!" ertönte links von mir Dannys Stimme, er sah ebenfalls zum Fahrstuhl, die Polizisten entfernten sich eben.
„Wow... wer ist das?" Fragte Sid der gerade vorbei kam.
„Sagt mal spinne ich? Das ist doch die Kleine vermisste oder?" Warf Sheldon ein, als er hinter Lindsay auftauchte. Ich nickte. „Leute, echt mal, seht ihr das denn nicht?" Beschwerte sich Danny, „Die sieht aus, wie..."
„...er," beendete Lindsay den Satz ihres Mannes und nickte. Sie reichte mir die Unterlagen, es war ein DNA- Abgleich. Ich nickte. „Er... ist ihr Vater."
„Quatsch, du verarschst mich!" Rief Sheldon, ich schüttelte den Kopf und ging zurück ins Büro. Doch ich hörte noch, wie Lindsay etwas davon sagte das DNA nicht lüge und Sid erklärte, eine Ähnlichkeit sei unbestreitbar da.
X
*Mac*
Als sie sich beruhigt hatte schob ich sie ein wenig zurück, nahm meine Hand und hob ihren Kopf, um sie anzusehen. „Na, geht's wieder?"
Sie nickte, löste sich von mir und blickte mich jetzt sehr unschlüssig und unsicher an. Ihre Lippe zitterte. „Warum?" Die Anklage war nicht zu überhören und ich spürte einen tiefen Stich in meinem inneren. „Warum... warst du nie da? Warum..."
Sie kam näher, sie weinte schon wieder, ihre kurze wiedergefundene Fassung war vorüber. Sie wandte sich mit jedem Moment mehr in Wut um. Plötzlich schlug sie mit den Fäusten auf mich ein. Wut und Verzweiflung sprangen einem aus ihren Augen entgegen. Sie fragte nochmal, nur dieses eine Wort, Warum. Ihre Schläge erstarben, ich nahm ihre Hände und als sie sich fallen lassen wollte, zog ich sie wieder an mich. Ich spürte das meine eigenen Augen feucht wurden und zog sie fester zu mir. „Ich wusste es nicht. Ich...ich wünschte ich hätte..."
Sie hob de Kopf, ich nickte und strich ihr das Haar aus dem Gesicht. „Ich... wäre da gewesen. es...tut mir Leid."
„Ich...ich will nicht zurück," flüsterte sie jetzt ruhiger. Ich strich über ihren Haaransatz und nickte. „Musst du nicht." Sie schaute mich aus diesen blau- grauen Augen an, die gleichen, die ich aus dem Spiegel kannte. Ihre Lippen waren zusammen gepresst. „Wo...wo dann? Wo schickst du mich hin?"
„Soll ich dich denn wegschicken?" Fragte ich vorsichtig, sie zuckte die Achseln, wich meinem Blick aus. Dennoch bemühte ich mich zu einem weiteren Lächeln:„Willst du...mit zu mir?"
Ihre Augen leuchteten ganz kurz auf, ehe sie mich wachsam ansah. Ich seufzte und strich ihr durchs Haar, Nathalies Locken! Mein Haar, nur wenige Nuancen heller. Und sie hat Angst. Ich nahm ihre Hand in meine und sah sie fest an. „Du musst nicht fortgehen, versprochen."
„Du...kennst mich nicht." sagte sie leise und bedrückt erklärte sie mir noch: „Ich...bin nicht einfach."
„Du bist meine Tochter. Ein Kind, ein Kind muss nicht einfach sein, das...es ist nicht deine Aufgabe leicht und...unkompliziert zu sein." Ich grinste sie ruhig an. „Was ist? Kommst du mit nach Hause?"
Sie entzog mir die Hand, starrte mich entgeistert und enttäuscht an. Rasch ging ich zu ihr, schüttelte den Kopf. „Janina, meine Wohnung, okay? Mein zu Hause, wir müssen nicht hier bleiben."
Zögernd kam sie zurück, nickte und blickte sich dennoch argwöhnisch um.
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Während der kurzen Taxifahrt, beobachtete ich sie und musste mir eingestehen, das bei dem, was ich von ihr wusste und ich bis jetzt sah, ich den Eindruck bekam, dass sie das Problem vieler Intelligenter Kinder teilte. Schule mochte ihr leicht fallen, sie war immerhin schon mit der High School fast fertig, aber im Zwischenmenschlichen und dem emotionalen Erleben war sie definitiv auf dem Stand eines viel jüngeren Kindes. Vermutlich war sie nie viel mit Kindern zusammen gewesen. Ich berührten ihren Arm, was sie zusammenfahren ließ, erschrocken blickt sie mich an, bis sich unsere Blicke trafen und sie sich entspannte. Ich öffnete die Tür und sah ihr ruhig entgegen. „Komm, wir sind da."
Hi! Ich hoffe doch euch hat dieses Kapi gefallen und seit nun gespannt aufs nächste?
Ich indessen wünsche mir, dass ihr mir mitteilt, wie ihr diese Story bisher findet. Es gibt schon
mehrere Favo- Einträge, wäre schön, wenn ihr teilweise etwas schreiben würdet.
Vielen, vielen, lieben Dank!
Eure Dani
