3. Herkunft
Gedankenverschmelzung: Spocks Erinnerung
„Kirk?"
„Sonja, Sonja wo ist Nala, wo ist sie?"
„Versteck...ver...Bett...nächste Quar-tie..."
„Halte durch Sonja."
- Neah hatte das Gefühl, als stünde sie genau daneben im rauchenden Korridor. Sie konnte durch Spocks Erinnerungen den Rauch schmecken und fühlen, das ihm die Personen etwas bedeuteten. Es verwirrte sie, wie sehr Spock zu fühlen schien. Doch sie kam nicht dazu darüber nachzudenken, die eben unterbrochene Erinnerung ging genau dort weiter...-
Der Mann den die Frau Kirk nannte läuft weiter, betritt einen Raum und findet ein halb zerstörtes Bett er zieht es vor, öffnet eine Verschalung an der Wand und holt ein kleines Bündel heraus. Im Flur wartet ein anderer Mann auf ihn, er gibt ihm das Bündel, kniet sich vor die Frau. „Sonja, Sonja nicht einschlafen, ich hab sie...ich..."
„Schütz sie...bitte...ver...ver...prechen."
Er greift ihre Hand. „Ich verspreche es. Aber du bleibst wach, wir bringen dich..."
Sie schüttelt den Kopf, ihre Augen fallen zu und ihre Hand fällt schlaff herab...Der Mann weint und starrt verzweifelt auf die Tote.
Zwei Männer, einer von ihnen mit einem Tricorder, der andere ist der, welcher das Kind fand, stehen sich an einem anderen Ort gegenüber. Hinter ihnen schläft ein kleines Kind auf einer Liege.
„Jim, was hast du mit dem Kind vor?"
„Ich weiß es nicht...was wenn sie noch nicht aufgegeben haben, wenn sie wissen, das wir die Kleine... ihr Vater starb weil diese Bastarde herausfanden, das er mein Sohn war. Sie wollten Sara und Nala aus dem gleichen Grund, aber wie...wo bitte wäre sie denn sicher? Ich meine...wirklich sicher Pille?"
„Halte mich für bescheuert aber ich wüsste da schon etwas...allerdings...für ein menschliches Kind..."
„Woran denkst du?"
„Vulkan."
„Vulkan? Pille sie ist ein Mensch."
„Ja, aber dort sucht garantiert keiner und wir kennen da ganz zufällig einen einflussreichen Vulkanier nicht wahr?"
„Nein. Pille das kann ich nicht...ich meine...sie ist ein Mensch denk doch mal welche Probleme Spock dort als Kind schon hatte."
„Gerade deshalb wird er ihr dabei helfen können. Jim, willst du sie in Sicherheit wissen? Oder willst du sie bei dir haben, weil du schon nicht für deinen Sohn da sein konntest? Du kannst sie jederzeit zurückholen. Denk darüber nach."
Schweigen.
Wieder woanders, diesen Ort kannte sie: Vulkan. Die Perspektive war anders, sie sah alles von viel weiter unten und plötzlich verstand sie, ihre Hand hielt die von Kirk. Spock kam zu ihrem Schiff, er legte etwas über sie es war dunkel. Jemand hob sie hoch...
Ihr Zimmer, jenes Kinderzimmer, das einst besessen hatte. Die Tür flog auf und weinend kam sie herein gestürzt. Jemand drehte sich zu ihr um nahm sie in den Arm.
Sie sah auf, es war Sameda, sie drückte sie sanft und die Tür schloss sich, sie schauten beide auf. Spock kam langsam auf sie zu, setzte sich zu ihnen und Sameda verschwand. Er nahm ihre Hände. „Gefühle sind keine Schande, du bist keine Schande, du bist kein Vulkanier und Menschen haben Gefühle, sie machen dich aus, sie unterscheiden dich von den anderen. Aber es ist kein Makel, sie sind Teil von dir, verleugne sie nicht."
Sie sah ihn an. „Aber sie sind gemein zu mir."
„Hör nicht hin, zeige ihnen was weg hören ist, wenn du Ordnung halten sollst kannst du das hervorragend. Zeig ihnen wie du weg hörst, wie du stark sein kannst und bessere Noten bekommst, als sie."
Sie erinnerte sich daran und ihre eigenen Erinnerungen mischten sich mit denen von Spock.
Er hob sie hoch und er zeigte den Anflug eines Lächelns und sie wusste das er das nur ihr zeigte. Das war etwas das nur ihr gehörte, nur ihr. Sie nickte. „Weg hören kann ich und ich bin gut."
„Ich weiß mein Engel."
„Warum bin ich dein Engel?"
„So nannte dich deine Mutter und jetzt...wasch das Gesicht und geh wieder spielen."
„Ja!"
Sie sprang von seinen Knien und rannte los.
Du warst so ein braves Kind, klug und viel zu vernünftig, aber ich...ich habe dich nicht zu unvernünftigen Dingen bekommen, du wolltest nicht anders sein. Damals...nicht. Ich habe sich geliebt, wie ich meine Söhne geliebt habe, nur dass ich es dir mehr gezeigt habe. Vergiss niemals Mensch sein...ist deine Stärke, nicht...
„...nicht meine Schwäche, ich weiß," beendete sie seinen Satz und umfasste seine Hände. Sie spürte wie die mentale Verbindung brach. Sie sah ihn an, seine Hände sanken kraftlos auf die Unterlage auf der er lag, seine Augen waren jetzt geschlossen. Sie hielt seine Hände weiterhin. „An das letzte...ich erinnere mich daran, so haben wir oft gesessen," sagte sie ganz leise und fragte sich stumm, ob er vielleicht eingeschlafen war.
Er öffnete die Augen und begegnete ihrem Blick. Sie nickte ernst. „Die Frau, sie war meine Mutter?"
Er nickte müde und schloss wieder die Augen. „Sonja Olivia Thorn. Ja."
„Kirk, das war der, der auf deinem Regal steht."
Der Vulkanier nickte wieder.
„Er ist...war...mein Großvater.?"
Er nickte. „Er...liebte dich...er...verfluchte jeden Tag...den er dich nicht sah."
Sie nickte, beugte sich über ihn und küsste seine Stirn. Dann half sie ihm sich wieder richtig hinzulegen, wobei ihr Tar'le half. Ruhig setzte sie sich wieder auf sein Bett und und nahm seine Hand. Sie wusste diese Geste war menschlich, das aber war ihr gleich. Er hatte ihr in ihrer Kindheit so oft ein Lächeln gezeigt, er der sonst nie Gefühle zeigte. Sie betrachtete seine große Hand, die Haut war jetzt faltig und sie bedauerte es, ihn die letzten Jahre nur so wenig gesehen zu haben. Eine einzelne Träne bahnte sich ihren Weg über ihre Wange.
Er öffnete die Augen. Tar'el sah es und stieß das Mädchen an. Sie schaute wieder auf.
„Tar'el sei mein Zeuge, Nera soll als erste vor das Podest treten, sie und du danach."
„Ich? Nein, das kann ich..."
„Es ist mein Wunsch."
„Sie werden es nicht zulassen, ich bin Mensch, ich..."
„Sie haben dich...als meine Tochter angenommen...es ist...dein Recht...mein Wunsch...der Rat...er weiß...das ihr zwei...ihr werdet...die Nachfolger. Tar'ek,... Tavok, ...T'lau...haben an-dere Aufgaben."
Sie starrte ihn aus offenem Mund an. „Ich...ich bin 17, wer sollte schon auf mich..."
„Sie werden auf uns hören Nera. Sie werden."
Sie schaute neben sich zu ihrem Neffen, der ein wenig älter war wie sie und nickte stumm. Spock schloss schon wieder die Augen. „Werdet...ihr...bleiben?"
„Ja," stieß sie schluchzend hervor.
„Ich erweise dir die Ehre," antwortete Tar'el und erinnerte sie damit an die rituellen Worte. Sie schluckte. „Und ich erweise dir die Ehre." Sie kniete sich zu Tar'el vors Bett legte die Hände aneinander und schloss in stummer Meditation die Augen. Doch sie konnte sich nicht konzentrieren und öffnete die Augen.
Sie begann zu schluchtzen und Tar'el nahm sie in die Arme begann das erste Klagelied und von draußen kamen Spocks Kinder und Frau, die wartenden Räte herein. Sie aber wollte nicht aufstehen, sie fürchtete sich davor das ihre Beine sie nicht tragen wollten. Stark sein hatte er sie gelehrt nie aufzugeben, aber im Moment konnte sie es einfach nicht.
