4. Das Erbe
Die Zeit der Trauer war vorüber und so war es eigentlich an der Zeit für sie zurück zu kehren. Aber der Rat wartete auch auf die Entscheidung von Spocks Kindern, wer die Nachfolge antrat, denn in dem Punkt wollte der Rat ihrem verstorbenen Mitglied nicht widersprechen. Hatten sie doch schon vor einiger Zeit versucht eines seiner Kinder zu gewinnen. Nera trat hinaus in die kühle Morgenluft und schloss die Augen. „Nera du weißt er hat es euch beiden übertragen. Du könntest auch erst eine Weile zurück zur Flotte."
„T'lau," flüsterte sie und die andere trat neben sie. „Er hätte sicher Verständnis. Er hat dich geliebt."
Sie nickte. „Ich weiß. Eigentlich...habe ich auch schon entschieden."
„Eigentlich?" T'Lau sah hinauf in den klaren rötlichen Himmel. „Wo ist dein Aber junge Schwester?"
„Was mache ich mit dem Wissen über mich?"
„Das hat er dir also anvertraut? Dir und Tar'el? Das Wissen woher du kamst?"
„Ja."
„Zweifelst du, ob du dem Namen der Eltern gerecht wirst? Oder wovor hast du Furcht?"
„Nein, das nicht. Ich...all die Jahre lebte ich als Nera T'Pau, keiner sollte mich finden können, was, wenn...wenn dort draußen jemand nur darauf wartet, das ich auftauche?"
„Darf ich wissen wer deine Eltern waren, ehe ich dir antworte?"
Nera dachte kurz nach, nickte dann und setzte sich hin, dann winkte sie die wenig ältere zu sich herunter. „Aber ich werde es nur dir allein sagen."
T'lau verstand, sie legte ihre rechte Hand an ihre Schläfe und begann mit der Verschmelzung.
*~*~*
„Weißt du was? Es fehlen nur meine Ohren und die Augenbrauen, und jeder kauft dir ab, du bist eine von uns."
Nera betrachtete sich zweifelnd. „Ich weiß nicht. Immerhin bin ich ein Mensch, wenngleich seine Tochter, sollte ich das wirklich tragen?"
„Ja. dem Rat gegenüber und dabei bleibe ich könntest du auch beruhigt verraten wer du bist. Aber diese Entscheidung ist die deine. Doch wenn du dich nicht eilst, steht unser Bruder alleine da."
„Nein, das wird er nicht."
Entschlossen trat sie vom Spiegel weg, nickte T'Lau noch mal zu und lief hinaus.
*~*~*
„Nun Tavok, wen habt ihr bestimmt? Werdet Ihr selbst zu uns kommen?"
„Nein, ich bin Botschafter hier in der Heimat und bleibe es."
„Also gut und wer dann?"
Tavok öffnete die Tür und ließ seinen Neffen herein, dem niemand anders folgte als seine menschliche Schwester. Aufruhr kam auf unter den anderen, doch Katek gebot ihm direkt Einhalt.
„Was denkt Ihr euch, wollt ihr uns bloßstellen? Bringt das Mädchen hinaus und..."
„Nein," Erwiderte er ruhig und fest.
„Es war der Wunsch meines Vaters und ihr habt diesem entsprochen, ihr gabt ihm Euer Wort." Ruhig und entschlossen trat Nera neben ihn und blickte die alten Vulkanier an.
„Ja unser Wort, doch du bist keines seiner Kinder, lediglich sein legitimiertes Mündel."
„Ihr gabt ihm euer Wort und mehr noch: ihr nahmt Nera T'Pau auf, gabt ihr einem vulkanischen Namen und liest sie an unsere Schulen. Sie ist Teil von uns wie er es war, akzeptiert sie, oder ich wähle sie zu meiner Gesandten, sie bleibt Teil unseres Hauses und seiner Arbeit, wie es legitimiert und versprochen war."
„Das ist..." begann einer der Vulkanier.
„Sein Recht," erklärte Katek und nickte. „Und sie haben Recht wir gaben unser Wort und so sehr wie unser Bruder Spock dieses Mädchen liebte und an der Art wie er sie aufzog hätten wir es wissen müssen. Sehen wir es als Chance. So geht mit unserem Segen nehmt den Ratsplatz eures Vaters auf der Erde ein."
Sie nickten und gingen langsam hinaus, ließen den Rat und ihren Bruder, seinen Onkel allein. Draußen vor der Tür blickte sie ihren Neffen an. Sie konnte es nicht fassen.
