8. Zwei Welten, ein Leben

Kaum war der Transporter leer drehte sie sich mit ernstem Blick zu ihm um. „Wir müssen reden Commander."
„Worüber?"
„Meine Arbeit."
Er runzelte die Stirn. „Sie wissen Sie haben mein Vertrauen, ändern Sie was Sie für richtig halten und..."

„Darum geht es aber nicht," sagte sie ruhig und sah ihn ernst an. Riker betrachtete sie jetzt mit unverhohlener Skepsis und sie ahnte woran er dachte, daran, wie sie letztes mal verschwunden war.
„Nicht?" Fragte er wachsam. Er blieb im Gang stehen und schaute sie an, sie begegnete seinem Blick. „Ich bin schwanger Sir. Ich weiß es seit gestern." Gab sie ihm die Antwort, die er wollte und wartete. Er schloss die Augen und nickte dann. „Unerwartet, aber... uns fällt schon was ein, oder wollen Sie wieder gehen?"
Sie schüttelte den Kopf. Er nickte und reichte ihr die Hand. „Nun dann, herzlichen Glückwunsch?"
„Danke."
„Und der Vater?"
„Ist besorgt?" Fragte sie und grinste ihm zu. Riker runzelte die Stirn. „Aber er ist Vulkanier, wie kann er da..."
Sie grinste. „Oh, wenn sie die Vulkanier gut genug kennen, dann merken sie so was."
Er schüttelte den Kopf und sie bog nach rechts ab. Warum nur konnte seine Crew nicht mal für einen Monat vollständig und auch vollständig im Einsatz sein, was zum Teufel machte er nur falsch?

***~*~***

7 Monate später

Sie schloss die Augen und schüttelte den Kopf, wütend funkelte sie ihrem alten Freund entgegen,als der es wagte ihr ein weiteres mal den über aus nutzlosen Ratschlag zu geben tief zu atmen. Das brachte doch so was von gar nichts. „Klappe!" Zischte sie. Dann schloss sie die Augen erneut, konzentrierte sich auf ihre Atmung und entspannte sich, sie zwang sich mit aller Konzentration dazu. Meditieren, Schmerzen verdrängen.
Die nächste Wehe kam und sie schrie leise auf, pustete die Luft dabei raus und drückte. Ihre Hände umklammerten den Rand der Liege. Erleichtert lehnte sie sich nach dieser Wehe zurück. „Meditation," keuchte sie müde und deutete auf das Wasser, welches ihr eine der Schwestern reichte.

Sie nickte dankbar, ließ den Becher aber schon nach einem Schluck wieder fallen, als die nächste Wehe kam. Sie keuchte und rang anschließend nach Atem.
Zehn Stunden!
Zehn verdammte Stunden lag sie nun schon hier. Sie hatte es satt, es tat unendlich weh, sie glaubte zu zerplatzen und er war nicht da. Warum musste ihr aber auch gerade auf dem Weg von der Brücke in ihr Quartier schwindelig werden und sie so stürzen das Minuten später die Wehen kamen.
Sie schüttelte den Kopf, noch eine Wehe, schon wieder...

Zwei Wehen später glaubte sie jeden Moment ohnmächtig zu werden, ihr war übel vor Anstrengung, sie war todmüde und es ging nicht voran. Zwar behauptete Karl vehement das Gegenteil, doch sie konnte einfach nicht mehr.
Sie ließ sich zurück fallen. Tränen in den Augen und schüttelte den Kopf, schloss die Augen. „Ich...ich kann nicht mehr...Karl ich...hol sie! Ich...ich kann nicht me..."
„Du kannst. Vertraust du mir?"
Sie sah auf und über ihr leuchteten die dunklen Augen von Tavok auf sie hinab. Sie nickte matt. Er legte seine Hand auf ihre Schulter und drückte sanft. „Eine Decke auf den Boden," bat er und sie sah auf, schaute ihn verwirrt an. Boden?

Er hob sie hoch, sie schlang die Arme ganz automatisch um ihn. Einen Augenblick später saß sie vor ihm auf dem Boden und er umfasste fest ihre Arme. „Schließ die Augen. Beruhige deinen Atem und entspanne dich." Flüsterte er ihr mit leiser, ruhiger Stimme zu. Er ließ ihre Arme los und begann ihren Rücken zu massieren. Sie merkte wie sie sich entspannte und kaum das die nächste Wehe begann schob er sie in eine halb liegende Position, seine Hände kreisten weiter an ihren Seiten Richtung Rücken. Bei der nächsten Wehe erklärte Karl erneut müsse sie feste pressen, aber sie konnte nicht mehr.

Tavok legte die Arme um sie und drückte ähnlich wie vorher Karl dagegen. Sie spannte sich an und presste und presste weiter. Und von neuem bei der nächsten Wehe...und der nächsten...weiter und weiter...

….sie spürte wie es endlich da war, der Druck ließ auf Schlag nach und das Baby begann zu schreien. Erschöpft lehnte sie sich bei ihm an und öffnete erst wieder die Augen als sie schon wieder auf der Liege lag und Karl ihr das kleine Leben in den Arm legte.
Sie lächelte und küsste die verschrumpelte Stirn.
„Glückwunsch Botschafter, ein gesunder kleiner Junge."
„Wie soll er heißen," fragte die Schwester, aber Karl winkte ihr und nahm die Schwester mit sich, und ließ sie beide alleine.

Sie schaute zu ihm, während er sich auf die Bettkante bei ihnen setzte: „Wie nennen wir ihn?"
Er wechselte mit ihr einen Blick und sie beide sahen anschließend auf den kleinen Jungen, in ihren Armen. Er zuckte die Achseln. „Wie möchtest du ihn lieber nennen? Ich meine menschlicher oder..."
„Nein," sie schüttelte den Kopf. „Sieh ihn dir an, er ist Vulkanier, der Name soll es auch sein."
Sie schaute zurück auf das kleine Baby und strich ihm liebevoll über das auffällig helle Haar.
„Saarek?"
„Sicher?"
„Warum nicht?"

Karl trat zurück und aktivierte einen schwachen Schild damit keine Geräusche seine junge Freundin weckten. „Notieren Sie Saarek Kirk, Vulkanier- Mensch. Vater Tavok und Mutter Nera T'Pau Kirk, er ist geboren um..."

„Ein Junge also?"
Er wandte sich zu seinem Vorgesetzten um und nickte. „Ja Sir."
„Wie nennen sie ihn?"
„Saarek."
Will nickte. „Nach seinem Urgroßvater? Gute Wahl. Ruhige Nacht, Doc, ich komme morgen wieder."

Karl wandte den Kopf und wollte den Gruß erwidern, doch der andere war schon weg. Er zuckte die Achseln und legte sich auf eine der Liegen. Es war bereits 3 Uhr nachts. Er seufzte und gab dem Computer den Befehl beim öffnen der Tür das MHN zu öffnen, dann schlief er auch schon.

„Wirst du ihn nach Vulkan schicken?"
Sie schüttelte den Kopf. „Erst mal nicht. Aber...später sicher. Doch zu Beginn... ich will ihn bei mir haben. Aber er ist das Kind zweier Welten und er soll beide kennenlernen."
Tavok nickte und küsste sie, legte eine Hand über seinen kleinen Sohn. „Wir könnten auch einfach nach Sausalito umziehen, dort...hätten wir beides. Beide Welten, beide Spezies und Kulturen. Denk drüber nach," sagte er und küsste sie erneut, als sie nickte. „Saarek. Ja, das ist gut. Meine T'Pau."
Sie schloss die Augen. „Wirst du noch hier sein?"
„Ich bin da wenn du aufwachst."
Sie nickte und schloss erschöpft die Augen. Erschöpft, aber glücklich. Tavok aber nahm den Stuhl näher setzte sich mit seinem Sohn auf dem Arm hinein und wachte über den Schlaf der beiden.

Ende