Und endlich erfahrt ihr auch wie Ava eigentlich in der One Piece Welt gelandet ist. Ich musste ein paar mal überlegen wie ich Ihre Geschichte beginnen lasse und DIESE Variante hat mir am besten gefallen.
Also viel Spaß beim Lesen ;-)
Wie alles begann...
Irgendwo in der realen Welt
Ich packe die restlichen Sachen in den Koffer und mache die letzten Häkchen auf meiner Liste.
"So ich denke ich hab alles!" erkläre ich meinem Schlafzimmer stolz. Ich hatte schon vor vier Tagen angefangen aber erst heute lohnt es sich auch alles restliche einzupacken. Ich gehe in die Küche schnappe mir meine letzte Dose Cola und setze mich auf den Küchentisch. Ich gehe in Gedanken nochmal meinen Plan für morgen durch. Aufstehen, fertig machen, Papa holt dich ab und wir fahren zum Bahnhof. Ich sollte morgen Nachmittag dann im Hotel ankommen. Dann habe ich noch zwei Tage bevor das Schiff ausläuft. Bei dem Gedanken freue ich mich wie eine Schneekönigin. Ich kann immer noch nicht fassen das ich das wirklich durchziehe. Auch wenn mein Leben nicht so gelaufen ist wie ich es mir erträumt hab wird das der Start in ein Hammer neues Leben. Ich gehe nochmal die gefühlten 300 Notizzettel durch die ich auf dem Küchentisch liegen habe. Einige sind für meine ältere Schwester in der ich ihr sage was sie aus meiner Wohnung haben kann und was eingelagert werden soll solange ich weg bin. Notizen für meinen Papa was noch erledigt werden muss bevor die Schlüssel abgegeben werden. Im Wohnzimmer stapeln sich die gepackten Kartons und ich überlege noch kurz ob ich irgendwas anderes mitnehmen soll als es an der Tür klingelt. Nanu? Wer ist das denn? Zu meiner Überraschung und meinem entsetzen stehen meine drei besten Freundinnen in der Tür, die Arme voll mit Tüten.
"Was macht IHR denn hier?" und falle ihnen lachend um den Hals.
"Naja wir dachten vor deinem Großen Abgang kommen wir nochmal vorbei um uns zu verabschieden!"
Sie hatten am Tag zuvor schon eine Abschiedsparty geschmissen aber ich freue mich dennoch riesig das sie jetzt gekommen sind.
"Sag mal Ava..." mittlerweile sitzen wir Pizza spachtelnd und Wein trinkend auf meinem Karton Haufen, da bis auf mein Bett alle Möbel schon zerlegt in der Ecke stehen.
"...wie lange schipperst du jetzt auf dem Meer rum?" ich muss selbst kurz überlegen.
"Mhm, also wenn wir ablegen ist erstmal ne Eingewöhnungszeit von ner Woche bevor die erste Kreuzfahrt anfängt. Damit wir wissen wo wir auf dem Kahn hinmüssen, wo alles ist und so. Naja und dann...werd ich 2 Jahre unterwegs sein." ich grinse bei dem Gedanken und kann es mittlerweile kaum erwarten.
"Wow 2 Jahre ?! Das ist schon ganz schön heftig!" lachend, essend und trinkend sitzen wir zusammen. Bevor die Mädels nach Hause und ich ins Bett gehe fließen noch ein paar Tränen und ich muss versprechen aus jedem 'Kaff' in dem ich anlege eine Karte zu schicken. Leider können die drei morgen bei meiner Abreise nicht dabei sein.
Ich habe gefühlt erst zwei Stunden geschlafen als mein Vater mit Kaffee und belegten Brötchen in der Tür steht. Oh Kaffeeee! Ohne den überlebe ich keinen Tag. Ich ziehe mich an und mach mich fertig bevor ich die letzten Sachen aus dem Bad einpacke und zu meinem Dad in die Küche gehe. Ich erkläre ihm nochmal kurz meinen Notizzettelberg.
"Du hast dir ja sogar Notizzettel für die Notizzettel gemacht" lacht er und hält drei zusammen geklebte Zettel hoch. Auf dem einen steht: Fernseher für Schwesterchen, darauf klebt ein zweiter wo steht, nicht vergessen die Fernbedienung, darauf klebt wieder einer, Schwesterchen vorwarnen das ich ihr den Hintern aufreiße wenn sie das Ding kaputt macht. Ich muss auch lachen denn er hat recht und so hat rund jeder zweite Zettel, einen oder mehr oben auf kleben.
"Also gut wir müssen dann los!" melde ich mich und mein Herz macht einen Hüpfer. Endlich! Endlich gehts los ich bin so aufgeregt!
Am Bahnhof stehe ich mit Papa allein am Gleis. Ich hatte mich am Tag vorher schon von meiner Mutter, meiner Schwester und meinen drei kleinen Brüdern verabschiedet. Ich wollte nicht mit einer ganzen Horde von Menschen hier auftauchen. Außerdem wären meine Eltern sich nur gegenseitig an die Gurgel gegangen.
"Wie viele Koffer hast du eigentlich?" ächzt mein Dad hinter mir, im Schlepptau zwei Rollis und eine Reisetasche. Eventuell, könnte ich es, vielleicht, möglicherweise ein wenig übertrieben habe. Denn auch ich ziehe ein Großen Rolli hinter mir her nebst meiner Hand- und Laptoptasche die mir über der Schulter baumeln. Der Zug fährt ein. Noch 10 Minuten. Wir bringen mein 'Leben' zum Gepäckwagen und übergeben die Koffer mit den Unterlagen einem ziemlich erstaunten Schaffner.
"Na junge Dame sie wandern wohl aus wie?" lächelt er mir zu
"So in etwa, ich mache eine Weltreise wenn man so will!" lächle ich zurück. Nur einen der kleinen Koffer behalte ich für die nächsten zwei Tage bei mir. Wir gehen zu meinem Abteil und Papa drückt mich ein letztes mal an sich.
"Pass gut auf dich Maus hörst du? Und melde dich sobald du im Hotel ankommst Und bevor du aufs Schiff gehst und wenn du drauf bist" ich muss anfangen zu lachen. Typisch Papa! Ihm wär am liebsten ich würde mein Handy den ganzen Tag wie ein Babyphone bei mir tragen. Aber so war es nicht immer. Noch vor einem Jahr haben wir kaum ein Wort miteinander gewechselt doch nun hatte sich wirklich ALLES geändert. Von meinem Platz im Zug winke ich ihm zu bis ich ihn nicht mehr sehen kann und strecke mich im Sitz. JETZT gehts endlich los. Ich stecke mir die Kopfhörer in die Ohren und lasse mein Lieblingsopening von One Piece laufen. Zwei Stunden später wache ich auf und schaue aus dem Fenster. Wir haben am nächsten Bahnhof gehalten. 'Zeit sich die Beine zu vertreten!' beschließe ich und mache mich zum Bordrestaurant auf. Der Zug ist relativ leer und die Kellnerin hinter der Theke schaut mich müde und gelangweilt an. Während ich mich setze und an meinem nächsten Kaffee schlürfe setzt der Zug sich wieder in Bewegung meinem Ziel entgegen. Nach dem dritten Kaffee meldet sich meine Blase. Oh Mann! ich hasse diese Toiletten im Zug und ziehe seufzend die Tür des 'Ort des Grauens' auf. Ein widerlicher Gestank schlägt mir entgegen. Würg, na komm schon ganz schnell. Als ich die Tür hinter mir schließe geht ein Ruck durch den Zug.
Wo bin ich?Verfluchte Scheiße was ist passiert? Ich sehe mich um und sehe die Toilette nicht mehr unter sondern vor mir. Was zum? Schlagartig wird mir klar, das der Zug einen Unfall hatte. Mein Kopf blutet und ich spüre meine Beine nicht die irgendwo eingeklemmt zwischen Decke, Wand, Boden hängen. Der Raum hat sich wegen des Aufpralls verformt und ich weiß nicht mehr wo oben oder unten ist. Das ist einfach nicht wahr. Ich bekomme Panik und versuche zu schreien. Doch mehr als ein Hustenanfall kommt dabei nicht raus. Neben der Tür sehe ich Feuer. Das wars! Das wars ich bin tot! Ich komme hier nicht lebend raus! Denke ich mir und mein Blickt schweift durch das was von dem Raum übrig geblieben ist und bleibe am Spiegel hängen auf dem ich durch den Aufprall gelandet bin. In dem Scherbenhaufen sehe ich mein Gesicht bleich, das Blut von meiner Stirn tropfend und meine Beine seltsam verdreht, als mich etwas blendet. Ein Teil des zerbrochenen Spiegels steckt... IN meinem Arm. Wieder will ich losschreien doch der Rauch und das Feuer nehmen mir die Luft zum Atmen. Verdammte Scheiße jetzt hol mich doch jemand hier raus! IRGENDJEMAND! Die Scherbe in meinem Arm antwortet.
„Spiegel! Es sind Spiegel!" ich traue meinen Augen nicht als in dem Stück das Gesicht eines alten Mannes mit langem weißen Bart auftaucht. Ich ersticke! Die Scherbe fängt plötzlich an sich wie Quecksilber zu bewegen und ich falle! Ich falle und alles um mich herum ist schwarz. Das war's dann? So endet einfach alles?
Ich wache auf und mein Kopf dröhnt. Bitte sag mir das mich irgendjemand im letzten Moment gerettet hat. Ich öffne die Augen und sehe einen knallblauen Himmel über bin ich? Was ist mit meinen Beinen? Die sich wie auf Befehl meines Gehirns bewegen. Erschrocken setze ich mich auf und knalle mit dem Kopf irgendwo an.
„AH VERDAMMTE SCHEIßE!" ich halt mir den Kopf immer noch ungläubig auf meine Beine starrend. Da ist...nix! Keine Verletzungen, nix komisch gedreht. Wie kann das sein? Ich schaue mich um.
„Ich krieg die Tür nicht zu!" ich liege unter einem kleinen Holzverschlag der sich als Hühnerstall herausstellt. 'Bäh ich hab voll in die Scheiße gefasst!' und wische mir die Hand an der Hose ab. Vor mir glitzert ein blauer Ozean und keine 500 Meter entfernt sehe ich ein Segelschiff ruhig auf dem Wasser schaukeln. Ich stehe auf und mir wird kurz schwindelig. Wo bin ich hier zum Teufel? Oder die bessere Frage Wie zum verfickten Scheißdreck bin ich hier gelandet? Hinter mir stehen ein paar Häuser. Entschlossen herauszufinden wo zum Teufel ich gerade bin,warum ich nicht halb tot bin und wie zum Scheißdreck ich hier gelandet bin setze ich mich in Bewegung. Hinter den Häusern liegt eine kleine Hafenstadt! Während ich weiter laufe, werde ich mir mit meinem Hirn einige das ich tot sein muss und sich das hier als meine persönliche Hölle herausstellt. Ich muss tot sein, denn auch die Leute hier schauen mich an als ob ich nicht mehr alle Latten am Zaun habe. An einem kleinen Brunnen wasche ich mir das Gesicht und die Arme und setze mich. Was mache ich bloß? Was ist hier los? Ava an Gehirn sag was! Doch das hält sich wieder einmal raus und ich schrecke zusammen als ein Mann in kurzer Hose und Hemd vor mir auf den Boden fliegt.
„Lass dich ja nicht mehr in meiner Bar blicken du Arsch!" und von dem Geschrei geweckt sehe ich wie ein untersetzter Glatzkopf mit Schürze mit der Faust droht. Scheinbar wurde der 'Flieger' von ihm aus der Bar geschmissen. Moment was? Eine Bar? Das ist es! Da find ich zumindest raus wo ich bin und vielleicht kann mir irgendjemand, irgendwie helfen. Irgendwie?Du bist ja mal wieder unglaublich amüsant Gehirn! Wir lagen vor ner halben Stunde noch halb sterbend im Zug und hüpfen jetzt durch die Gegend als ob nie was gewesen wäre. War ja nur nen Vorschlag! Meldet sich mein Gehirn und da ich selber auch keine viel bessere Idee habe, zucke ich mit den Schultern und betrete die Bar. Der Schuppen stinkt wie totes Tier und ich reiße mich zusammen niemandem vor die Füße zu kotzen. Das ist auch vielmehr ne Rumpelkammer als ne Bar. Tische und Stühle stehen kreuz und quer in der Gegend rum. Hab ich da grade ne Ratte gesehen? Und auch die Leute in dem Schuppen sehen der Tierwelt zum verwechseln ähnlich. Ich schleiche mich an besoffenen Schweinen und schreienden Ochsen vorbei zur Theke. Die 'Theke' besteht lediglich aus ein paar Fässern auf die jemand, der wirklich keine blasse Ahnung von Geometrie hatte, einige Holzbretter genagelt hat.
„Entschuldigen Sie bitte?" wende ich mich an den Glatzkopf der mich erstaunt ansieht.
„Was willstn Mädchen?" Meine Fresse geht's auch freundlicher?
„Entschuldigen sie aber können sie mir sagen wie diese Stadt hier heißt?" ungläubig blickt er mich aus seinen Schweinchen Augen an.
„Wasn mit dir? Letzte Nacht zuviel gesoffen oder was? Bist in Midtown auf Sorora Island kleine!" Alter wenn du dich nicht zusammen reißt setzts gleich eine.
„Ah okay, danke!" ich hab echt keinen Bock mehr auf den Schuppen.
„Sagen sie hätten sie vielleicht was zu essen da? Ich bin schon ne Weile unterwegs und..." tatsächlich gibt mein Magen ziemlich lautstark Geräusche von sich.
„Das ist ne Bar Mädchen und kein Schnöselschuppen klar soweit!? Wenn de was zu beißen willst gehst aufn Marktplatz klar?!" keift der Glatzenheini mich an. Ich verkneife mir den Spruch der mir auf der Zunge liegt und seh zu das ich ganz schnell aus dem Laden verschwinde. Midtown? Sorora Island? Wo zum Henker soll das denn liegen? Warte mal hat der Island gesagt? Also Insel? Wie kann ich bitte auf ner Insel sein? Ich zermartere mir mein Gehirn während ich die Bar verlasse und stoße prompt mit jemandem zusammen.
„Verzeihung entschuldigen sie, ich hab nicht aufgepasst wo..." doch weiter komm ich nicht als ich dem angerempelten ansehe. Das steht ein Kerl in MARINE Uniform! Der blaue Vogel lacht mir entgegen. Na ihr kriegt mal ne 1 mit Sternchen für die Kostüme denke ich mir und will das auch prompt hinaus Posaunen als der angerempelte sich umdreht.
„Aber liebes das macht doch gar nichts! Von so einem heißen Teilchen wie dir würde ich mich jederzeit anrempeln lassen!" Der Kerl haut mir mit seinen letzten Worten auf den Arsch. Der Idiot sagt was? Was zum arschgesichtigen Pavian?
„WAS GLAUBST DU WAS DU DA TUST ARSCHLOCH?" brülle ich ihn an und obwohl er eine Kopf größer ist trifft meine Faust seine Schläfe und er kippt zur Seite.
„Für wen hälst du Schmallippe dich eigentlich mich anzutatschen du..." schreie ich weiter als ein Kerl mit ähnlichem Kostümchen angelaufen kommt.
„Vizekapitän!" Vize was? Oh Scheiße das Arschgesicht hat Freunde.
„Wie kannst du es wagen einen Vizekapitän der Marine anzugreifen Fräulein?" schnauzt der Kollege und hilft 'Tatscher' auf die Beine.
„Schnappt sie euch!" schreit das Arschloch plötzlich. OH SCHEIßE! Denke ich mir und fang an im Zickzack vor der Meute die jetzt hinter mir her ist wegzurennen. Kondition, wo bist du wenn man dich mal braucht?! Ich schaue über die Schulter und sehe 10 Männer im Kostüm die hinter mir her sind. Oh verfluchter Scheißdreck! Als ich gerade meinen Kopf wieder nach vorne drehe damit ich nicht gegen die nächste Wand klatsche, trifft mich etwas am Kopf und ich werde ohnmächtig.
