Und endlich *zwinker* geht das Abenteuer unseres kleinen Armageddon weiter.

Und ja ich habe Kapitel 14 als Filler benutzt und ich bin Stolz drauf *frech grins*.

Und freut euch auf Kapitel 16, es ist schon fertig, aber ich muss es noch meinem Beta Tester vorlegen...hatte eine Gänsehaut als ich's geschrieben habe.

Also viel Spaß und schreibt doch bitte weiter fleißig Reviews ;-)

'Fetthari' greift an

Midori Island – Midori Town

(Marco)

"ACE! Verflucht jetzt warte doch!" ich schleife den Küchenjungen hinter mir die Straße herunter während der Vollpfosten vor mir hinter einer Ecke verschwindet. Seit dem wir vor zwei Stunden angekommen sind rennt der Holzkopf wie ein Eichhörnchen auf Droge durch die Gegend.

"Kommandant Marco... ich... kann nicht mehr!" schnauft Chichi hinter mir.

"Jetzt stell dich nicht so an Junge!" und ziehe ihn weiter. Hinter der nächsten Ecke steht Ace und starrt verdutzt auf eine Backsteinmauer.

"Hey Vollpfosten! Ich hab dir doch gesagt es bringt nix einfach los zu rennen!" Immer noch keuchend kommt Chichi hinter mir zum stehen. Ace will gerade wieder losrennen als ich ihm eine verpasse und ihn an den Schultern packend durchschüttle.

"Jetzt komm mal wieder zu dir! Du hilfst der kleinen kein Stück wenn wir die nächsten Stunden hier ohne Plan durch die Gegend eiern!" Obwohl ich dieses Ungeheuer nicht sonderlich leiden kann mache ich mir trotzdem sorgen. Sie hatt schon für ne Menge Lacher gesorgt und ich lasse niemanden einfach so krepieren.

Vaters letzte Worte an uns war, das er die Moby Dick drehen und Midori anpeilen würde. Im Hafen wartet er einen Tag doch länger können sie wegen der Leute nicht bleiben. Die sind Piraten gegenüber sowieso schon total misstrauisch. Und zu allen Überfluss war der Doc unabkömmlich. Die flaute hat viele vollkommen durchdrehen lassen und es kam zu teils heftigen Schlägereien unter der Mannschaft. Deswegen hatte ich auch keine Wahl außer Chichi mitzunehmen. Als ich den Jungen besser kennen gelernt hatte, hat er mir seine Geschichte erzählt. Er war tatsächlich Schiffsarzt, doch weil er panische Angst vor fremden Menschen hatte konnte er außer seiner Familie niemandem helfen. So landete er durch einige Umstände als Küchenjunge auf der Moby Dick.

Ich hoffe der Bursche kann uns wirklich helfen. Ich lasse Ace los und krame nach Ava's Vivre Card die mittlerweile nur noch so groß ist wie meine Handfläche. Der Papierfetzen bewegt sich auf die Mauer vor uns zu. Schön die Richtung wissen wir, aber das bringt uns kein Stück weiter, den keiner von uns kann durch Wände gehen und ich hatte beschlossen meine Phönix Gestalt nicht zu benutzen da wir sonst zu viel Aufmerksamkeit erregen würden. Da Ace sich etwas beruhigt hat, entscheide ich auf die große Hauptstraße zurück zu gehen und jemandem nach dem Weg zur Bibliothek zu fragen. Denn das ist der einzige Anhaltspunkt den wir haben. Es bringt nichts wenn wir einfach in die Richtung rennen in die die die Vivre Card zeigt und Vater sagte dass das ihr Ziel auf dieser Insel war.

„Wenn ihr zur Bibliothek wollt Jungs folgt einfach der Straße. Sie führt euch an die Stadtmauer. Dort nehmt ihr den linken Weg der euch direkt zur Bibliothek führt" antwortet mir der alte Mann den ich auf der Straße angehalten habe. Wir sind in einem viertel mit ärmlichen Häusern. Ein kleiner Park soll die Leute davon abhalten weiter über ihre Situation nachzudenken. Ich bedanke mich und wende mich an Ace und Chichi der mittlerweile wieder normal atmen kann.

„Okay wie es aussieht sind wir einigermaßen auf dem Weg. Kommt weiter!" Nach 10 Minuten auf der Straße die sich von Pflastersteinen in ein einfaches Kiesbett wandelt erreichen wir besagte Stadtmauer und halten an. Der Torbogen ist von Efeu und Moss bedeckt, hier kommt wohl keiner sehr häufig durch.

„ACE!" wieder muss ich den Flammenwerfer davon abhalten Hals über Kopf vorweg zu rennen.

„Du nimmst jetzt Chichi und ich werde vorfliegen!" Ace will mich unterbrechen doch ich halte ihm die Vivre Card unter die Nase die nun den linken Weg, der in einen nicht allzu dichten Wald führt, als Ziel angepeilt hat. Der rechte Weg führt einen Hügel hinab und scheint in der Ferne am Meer entlang zu laufen.

„Siehst du das? Wenn wir Glück haben ist sie noch da und wenn ich fliege bin ich schneller. Ich kann aber nicht euch beide tragen. Also wirst du mit dem Burschen hinterher kommen verstanden?" Ace nickt und ich klopfe ihm auf die Schulter.

„Keine Sorge die kleine ist zäh!" lächle ich ihm zu. In meiner Phönix Form fliege ich über das Wäldchen und während ich den Weißen runden Turm vor mir schon sehen kann, der mitten auf einer großen Wiese steht, höre ich jemanden schreien. Ich kneife die Augen zusammen und sehe einen kleinen Jungen der schreiend aus dem Turm heraus auf dem Feldweg läuft. Ich lande und laufe ihm entgegen. Der kleine Zwerg mit den blonden Haaren weint und schreit irgendetwas doch ich kann kein einziges Wort verstehen. Als er mich sieht weint und schreit er noch mehr und läuft auf mich zu.

„Mister, Mister die Brock agneten haben... haben... und dann..." der Junge kriegt kein vernünftiges Wort raus und was ist ein 'Brock'?

„Beruhig dich kleiner, ganz ruhig ich versteh kein Wort! Jetzt hol erstmal Luft und dann erzählst du mir was los ist!" der kleine schluckt und holt tatsächlich erst mal Luft bevor er mich anschreit.

„DIE WOLLEN ÄWA ABMURKSEN!" und der Junge heult noch stärker als vorher. Ungläubig starre ich den kleinen an. Wer will hier wenn abmurksen und was ist ein 'Äwa'? Moment mal... ich packe den Jungen an den Armen und erst jetzt seh ich das an seinen Handgelenken die Haut abgeschürft ist und bluten.

„Kleiner meinst du Ava? HÖR MIR ZU! Hat jemand Ava da drin gefangen?" der kleine nickt und zwischen weiteren Tränen erzählt er mir was passiert ist.

„Die haben mich gefangen und dann Äwa... und dann... und dann war ich tapfer und hab mich versteckt und wahr ehrlich ganz leise... und dann hat Äwa ganz laut gerufen und dann bin ich ganz schnell gelaufen... und sie hat gesagt ich soll sagen.. ich..." der kleine kriegt kaum Luft.

„Was hat sie gesagt kleiner?" schüttel ich ihn.

„Sie hat gesagt ich soll zu den großen Laufen und dann sagen... da sind Baroque Agenten im Turm!" schreit der kleine wieder. Baroque Agenten? Das gibt's doch nicht verfluchte Scheiße! Kein Wunder das die kleine in Schwierigkeiten steckt. Als mir klar wird das das Ungeheuer dem kleinen irgendwie die Flucht ermöglicht hat staune ich nicht schlecht. In der kleinen steckt mehr als ich erwartet hätte! Während der Junge weiter heult überlege ich was ich jetzt tun soll. Da ich im Moment sowieso nicht mehr aus ihm heraus bekomme gehe ich mal davon aus das mehr als ein Baroque Agent da drin wartet. Doch das werd ich auf eigene Faust heraus finden müssen. Ace ist in seinem Wahnsinn zu nichts zu gebrauchen.

„Marco!" höre ich eine Stimme und Ace kommt mit dem völlig atemlosen Chichi aus dem Wäldchen gerannt. Erst jetzt fällt mir auf das ein kleines Gebäude links von den beiden, auf einer grünen Wiese steht.

„Ace kümmert euch um den Jungen!" rufe ich ihm zu und hocke mich hin, so dass ich jetzt mit dem kleinen auf Augenhöhe bin.

„Hör zu kleiner wir sind Freunde von Ava okay? Siehst du denn da hinten? Das ist ein Doktor und der andere ist auch ein Freund ja? Die beiden kümmern sich um dich und..." der kleine schüttelt heftig mit dem Kopf und ich sehe getrocknetes Blut an seinem Hinterkopf. Der kleine musste wohl ganz schön was mitmachen.

„Nein! Mir geht's super! Du musst Äwa helfen Mister!" Nanu? Erstaunt sehe ich den kleinen an der mich mit rot verheultem festem Blick ansieht und die Lippen zusammen presst um mir wohl zu zeigen das ihm nichts fehlt. Ich muss lachen.

„Keine Sorge Junge! Ich hole jetzt 'Äwa' und du bleibst bei meinen Freunden verstanden?" und der kleine reißt die Augen auf und nickt. Ace und Chichi sind nur noch ein paar Schritte entfernt und ich grinse dem kleinen nochmal zu bevor ich losrenne. Bevor ich in der Bibliothek, durch das fünf Meter hohe Holztor, verschwinde schaue ich mich nochmal um und sehe das Ace und Chichi bei dem kleinen sitzen und versuchen ihn zu beruhigen, denn er hat wieder angefangen zu heulen wie ein Schloßhund.

Es ist keiner da! Die Bibliothek ist vollkommen leer! Hohe Regale voll gestopft mit Büchern die sich über den gesamten Turm über mehrere Ebenen verteilen sind durch eine eiserne Wendeltreppe miteinander verbunden. Ich hole die Vivre Card aus meiner Tasche die sich jetzt nach rechts bewegt. Der Richtung gefolgt sehe ich eine Wendeltreppe aus Stein die nach unten führt, zwischen mehreren Regalen. Also muss sie irgendwo unter dem Turm sein! Ich nehme gleich zwei Stufen auf einmal bei meinem Weg nach unten als ich erschrocken stehen bleibe und einem dünnen Mann mit einer Hornbrille und fettigen Haaren gegenüber stehe. Das Licht ist gedämpft und ich höre ein stetiges Tropfendes Geräusch.

„Wer bist du Schmalzlocke denn? Wo ist Ava?" schnauze ich den Heini an der lässig ein langes Schwert auf seiner Schulter trägt. Ist das... Blut an der Klinge?

„Wenn du mir gleich sagst wo sie ist verspreche ich dir wird dein Tod schnell und schmerzlos... naja fast!" und lasse blaue Flammen an mein Arm aufflackern.

„Na schau einer an, ein Teufelskräfte Nutzer!" und der Schmierlappen grinst und hält seine Klinge mit geradem Arm in Höhe meines Gesichts.

„Wie es scheint hat sich das kleine Drecksmiststück schon Freunde in dieser Welt gemacht. Du kommst zu spät Freundchen die kleine hat durch einen tragischen Unfall leider den Löffel abgegeben!" grinst der Heini mich an. Was? Das kann nicht sein! Die Vivre Card ist zwar kleiner geworden, doch solange auch nur noch ein Stück da ist... heißt es das dessen Besitzer noch lebt!

„Verkauf mich nicht für blöd ARSCHLOCH und sag mir sofort wo sie ist!" Dabei lasse ich einen blauen Feuerball dicht an seinem Gesicht vorbei, in die hinter ihm liegende Wand, schießen. Kleine Steine rieseln auf den Kerl und in der Wand hinter ihm, prangt ein Loch wie von der Größe einer Kanonenkugel.

„Das war nur ein Warnschuss! Also überleg dir gut welche Lüge du mir jetzt auftischst" und das Grinsen im Gesicht des Schmierlappen verschwindet. Statt einer Antwort greift er nun mit beiden Händen sein Schwert und murmelt irgendetwas als auf einmal vier von seiner Sorte vor mir stehen. Wie geht denn das bitte?

„Na nicht schlecht kleiner was? Glaubst du du bist der einzige mit solchen Kräften?" schallt es jetzt von allen vier Kerlen wie ein Echo. Ich kann nicht mehr sagen welcher der echte ist.

„ Ich habe von einer Paramecia Frucht gegessen die es mir erlaubt meinen Körper zu kopieren. Jede meiner Kopien hat meine eigenen Stärken doch ist es vollkommen egal ob du eine von Ihnen triffst, du wirst mir keinen Schaden zufügen" ich ignoriere das Arschloch und erwische den linken der vier mit einem Feuerstrahl. Ha hab ich... was ist das denn? Die Kopie flackert kurz und steht danach wieder in voller Größe grinsen vor mir. Ich verstehe... diese Dinger sind wie eine Fata Morgana. Sie existieren nicht wirklich aber können, wenn ich den Heini richtig verstanden habe, trotzdem angreifen. Nagut jetzt weiß ich zumindest das der nicht der echte ist. Doch zu früh gefreut! Die vier laufen auf mich zu und gleichzeitig durcheinander. Scheiße! Ich kann nicht mehr sagen welchen ich gerade getroffen habe. Ich weiche dem ersten Schwerthieb aus und hole mit meinem verwandelten Arm aus. Verdammt wieder der falsche! Ich merke eine Kante unter meinem Fuß und sehe über die Schulter und erst jetzt realisiere ich das hinter mir in der Mitte der steinernen Wendeltreppe ein schwarzer Abgrund klafft. Verdammt so komme ich nicht weiter! Fluche ich in mich hinein während ich blaue Flammen auf die Angreifer los lasse und den Hieben der Schmierlappen ausweiche. Okay jetzt reichts! Einer der Kerle ist nah genug an mich hernan gekommen und schlägt nach meiner rechten Schulter die er nur knapp verfehlt. Ich verwandle meine Arme und lasse eine drei Meter hoche Feuerwand auf die Angreifer los die einen Teil der Treppe weg und ein noch größeres Loch in die dahinter liegende Wand sprengt. Drei der Kopien sind verschwunden und der echte Schmierlappen klammert sich an einem Teil der übrig geblieben Treppe fest.

„So und jetzt wirst du mir verraten wo die kleine ist!" ich packe den Schmierlappen am Kragen und lasse an meinem Arm die Flammen höher schlagen. Mit meinem Arm halte ich ihn über den schwarzen Abgrund. Doch noch bevor er etwas sagen kann zerspringt, ein großer Teil der Decke und auf dem Weg nach unten wird der Kerl von einem großen Steinblock gestreift, mir aus der Hand und mit in die Tiefe gerissen. Ungläubig schaue ich nach oben und sehe durch ein mittlerweile Riesen Loch den Turm über mir zusammen brechen. Scheiße! Durch die Explosion muss ich eine tragende Wand erwischt haben. Wenn ich nicht in den nächsten Minuten hier raus komme war's das. Scheiße! Ava! Die kleine muss irgendwo da unten sein. Ich fackle nicht lange, nehme die Phönix Gestalt an und segle in der Mitte der Treppe in das schwarze Loch. Bücher fliegen an mir vorbei und fangen an zu brennen als sie meine Flügel berühren. Auf dem Boden angekommen brennen sie weiter und in dem flackernden Feuerschein sehe ich... Ava! Ich verwandle mich zurück und renne, ein paar Stufen hinauf, zu dem leblosen Körper. Sie liegt auf dem ersten Absatz der Treppe in einer Blutpfütze. Scheiße! Um ihr linkes Bein ist ein Stoffetzen gebunden und doch tropft aus der Innenseit des Oberschenkels frisches Blut. An Ihrer rechten Schläfe und ihrem Kinn klebt getrocknetes Blut und ihre Hände sind aufgerissen wie die des kleinen Jungen.

„Ava! Ava wach auf!" ich rüttel sie an den Schultern, doch die kleine hat zu viel Blut verloren um noch bei Bewusstsein zu sein. Ich lege meine Finger an ihren Hals und spüre einen schwachen, jedoch erkennbaren Puls. Zumindest lebt sie noch! Steinbrocken fliegen mir um die Ohren und ich überlege nicht lange.

„Tut mir leid kleine aber Ausruhen ist jetzt echt nicht!" sage ich und packe sie mit meinen Krallen. Weiteren Steinbrocken ausweichend fliege ich uns raus aus dem Turm. Die Sonne blendet und als ich meine Orientierung zurück habe sehe Chichi und den kleinen Jungen die sich in Sicherheit bringen. Sie bleiben dem kleinen Gebäude schräg gegenüber an einem Baum auf der Wiese stehen. Nur Ace steht noch immer auf dem Feldweg auf dem ich den Jungen zurück gelassen habe und starrt mit großen Augen den leblosen Körper an den ich in meinen Krallen halte.