Nur ganz kurz bevor ich die Spannung versaue ;-) Das Kapitel ist kürzer geworden als geplant. Dafür entschuldige ich mich. Aber seid sicher das ich das bei den anderen Kapiteln nachholen werde und jetzt...Vorhang auf!

Bring mich nach Hause

Midori Island – vor der Bibliothek

(Ace)

Das glaub ich nicht! Ist sie? Ich renne Marco hinterher der weiter vom einstürzenden Turm weg fliegt und in sicherer Entfernung auf der Wiese landet. Chichi und der Junge laufen ihm ein Stück entgegen und sind bereits bei ihr als ich schlitternd zum stehen komme. Ich sehe auf das kleine Fischchen: ihre Klamotten sind rot vor Blut und ein Streifen des Shirts hat sie sich um das Bein gebunden aus dem weiter frisches Blut tropft und das Gras darunter färbt.

"Ist sie...?" ich schlucke und sehe Marco an der mit dem Kopf schüttelt.

"Nein sie lebt... doch noch gerade so. Ich weiß nicht was die kleine gemacht hat aber sie hat jede Menge Blut verloren!" Ich erwache aus meiner Starre als der kleine an Ihrer Schulter rüttelt.

"Äwa wach auf! Äwa!" Doch Chichi greift nach seinem Arm. Der Küchenjunge hat bis hierhin ganz Arbeit geleistet. Er hat die Hände des kleinen verbunden und die Wunde an seinem Kopf mit ein paar Stichen genäht. Doch jetzt schaut er ernst erst den Jungen an und dann auf Ava.

"Wir dürfen sie nicht bewegen!" Er greift nach seiner Ledertasche und beginnt Verbände und Fläschchen heraus zu holen.

"Was heißt hier nicht bewegen? Guck sie dir doch mal an sie muss sofort in ein Krankenhaus!" schreie ich ihn an und will gerade den leblosen Körper vom der Wiese heben, als er sich mir mit ausgebreiteten Armen in den Weg stellt.

"GEH MIR SOFORT AUS DEM WEG PFUSCHER!" schreie ich wieder doch er bewegt sich kein Stück.

"IHR HÖRT MIR JETZT MAL ZU!" Wow?! Der kleine Küchenjunge schreit mit hochrotem Kopf und guckt uns streng an.

"Ich... ICH BIN DER AZRT HIER VERSTANDEN UND JETZT WIRD GEMACHT WAS ICH SAGE!" der kleine hat wirklich Mumm in den Knochen. Mit einem Blick auf Ava fährt er fort.

"Sie hat mehr Glück gehabt als Verstand. Seht ihr das Bein? Jemand hat ihre Schlagader getroffen und sie hat viel Blut verloren. Irgendwie hat sie es geschafft sich das Bein ab zubinden und das hat ihr für den Moment das Leben gerettet... doch wenn wir sie jetzt zu viel bewegen reißt die Wunde wieder auf und dann wird sie ganz sicher verbluten!" Chichi lässt die Arme sinken und ballt die Hände zu Fäusten.

"Also schön, was können wir dann jetzt tun Doc?" meldet sich Marco und Chichi läuft rot an als er das Wort Doc hört.

„Ich... ich werde versuchen die Wunde zu nähen. Seht ihr das Gebäude da hinten? Dort gibt es Tische die werde ich zum operieren brauchen, also holt sie hierher und Wasser und saubere Tücher brauch ich auch!"

Ordnet der Doc an und Marco und ich laufen los, als der Junge sich meldet.

„Was kann ich machen Mister Doktor?" und sieht Chichi mit großen Augen an.

„Kannst du in das Haus laufen und die Leute nach Wasser und Tüchern fragen?" aufgeregt nickt der Junge und flitzt an uns vorbei über die Wiese.

Nach 1 Stunde blickt Chichi auf.

„So, fertig! Jetzt braucht sie viel Ruhe wir sollten die Nacht hier bleiben und sie morgen in die Stadt bringen!" erklärt der Doc und wischt sich mit dem Ärmel übers Gesicht. Nachdem wir festgestellt hatten das das Gebäude verlassen ist haben wir uns alles gekrallt was irgendwie nützlich aussah und haben einen provisorischen Platz einrichten können damit Chichi das Fischchen wieder zusammen flicken kann. Während er die Wunde an ihrem Bein wieder zusammen genäht hat bin ich ihr nicht von der Seite gewichen. Marco hat versucht den kleinen zum gehen zu bewegen, der denkt aber immer noch nicht daran und stampft mit dem Fuß auf während er Marco anschreit.

„Aber Äwa brauch mich! Jetzt pass ich nämlich auf se auf!" und Marco gibt es endgültig auf. Die Sonne geht unter und mit einem schnicken meines Fingers lasse ich die Holzscheite aufleuchten die wir gesammelt haben und setze mich. Der kleine Junge schaut mich mit großen Augen an während er wie ein Wachhund neben Ava' s Körper sitzt. Wir haben sie auf den Boden so nah wie es geht ans Feuer gelegt damit sie nicht auskühlt. Das Feuer knistert und zischt und es wird langsam wärmer.

„Boah wie hastn das gemacht?" schaut er mich aus großen Augen an und ich muss lachen.

„Ich bin ein Feuerzauberer" erkläre ich ihm grinsend.

„Sag mal wie heißt du eigentlich? Und woher kennst du unser...Ava?" frage ich den Jungen.

„Ich heiß Jimmy! Und Äwa..." und er fängt an zu erzählen wie Ava und er sich in der Stadt im Park, kennen gelernt haben und wie die Baroque Agenten sie festgenommen haben und Ava denn Fluchtplan ausgeheckt und sich auf den Agenten gestürzt hat. Nicht schlecht Fischchen! Du hast dem kleinen das Leben gerettet!

(Ava)

Ich sehe einen blauen Himmel und weiße Wölkchen ziehen vorbei. Bin ich tot? Der Geruch von verbranntem Holz steigt mir in die Nase und sagt mir das ich wohl irgendwie aus der Scheiße raus gekommen bin. Denn es wäre mir komplett neu das es im Himmel Feuer gibt. Ich will mich gerade aufsetzen als ein bekanntes Gesicht über mir auftaucht.

„Chichi?" flüster ich. Mein Mund und Hals sind staubtrocken. Der junge mit dem kurzen dunkelbraunen Strubelhaaren sieht mich mit rotem Kopf an.

„Nicht bewegen!" murmelt er und verschwindet aus meinem Blickfeld. Warum zum Teufel ist Chichi hier?

Er kommt mit einem Becher Wasser wieder und hilft mir beim trinken. Die Hälfte davon läuft zwar an meinem Mund vorbei aber ich bin ihm trotzdem dankbar.

„Was machst du..." will ich ihn gerade fragen als ich ein fröhlich quietschendes Stimmchen neben mir höre.

„Äwa!"ich drehe meinen Kopf und sehe Jimmy über eine Wiese auf mich zu laufen auf der ich wohl liege. Mit tränen in den Augen kommt er neben mir zum stehen, fällt auf die Knie und mir um den Hals. Oh scheiße tut das weh!

„Jimmy?Jimmy! Gehts dir gut?" Ich fange an zu weinen und lachen gleichzeitig. Ich kanns nicht glauben dem Zwerg geht's gut! Er schaut mich mit großen Augen und nickt. Chichi hilft mir mich etwas aufzusetzen und ich könnte vor Schmerzen schreien. Er lehnt mich mit dem Rücken gegen einen Baum und schiebt eine Decke hinter meinen Rücken. Ich traue meinen Augen nicht! Neben Jimmy und Chichi stehen jetzt lächelnd Marco und... Ace?! Ich kann nicht mehr und fange wieder an zu heulen.

„Leute!" ich weiß nicht was ich sagen soll und wie ich her gekommen bin und wie... ach ist doch Scheiß egal ich lebe und Jimmy geht's gut. Ace setzt sich neben mich ins Gras und ich könnte schwören etwas in seinen Augen glitzern zu sehen. Auch Marco setzt sich und meldet sich als erster zu Wort.

„Du Katastrophe wirst uns wohl nie in Ruhe lassen was?" grinst er und hält ein Stück Papier vor meine Nase.

„Ist das?" starre ich auf das Papierchen was einmal größer gewesen sein muss.

„Ganz recht! Vista's teil der Vivre Card. Als wir festgestellt haben das sich das Ding auflöst, hat Vater beschlossen das man dich einfach nicht alleine lassen kann" Marco zwinkert mir zu. Das glaub ich nicht... das pack ich einfach nicht! Was für ein Scheiß Glück hab ich denn gehabt bitte?

„Aber wie? Die Baroque Agenten!" und Marco deutet mit dem Kopf hinter sich, ich folge mit den Augen dem Feldweg auf dem ich hergekommen bin, und wo gestern noch der Bibliotheksturm aufragte ist nur noch ein Riesentrümmerberg in der Landschaft.

„Marco dachte wohl da drin gefällts dir nicht besonders" meldet sich Ace jetzt. Marco?

„Du? Du hast mich... also ich meine..." ich packs nicht! Der Typ der mich wohl am aller wenigsten leiden kann hat mir meinen Arsch gerettet.

„Na bevor mir Vater die Hölle heiß gemacht hätte!" Mir laufen wieder die Tränen und forme mit dem Mund die Worte 'Ich danke dir!' ohne einen Ton raus zu bekommen an Marco gewandt der mir mit dem Kopf zu nickt und lächelt.

„Und der Mister Doktor hat dich wieder heil gemacht" ruft Jimmy aufgeregt und zeigt auf... Chichi? Der einige Meter entfernt, an einem Tisch, eine große Ledertasche mit hochrotem Kopf packt.

„Tja ich hab dir ja gesagt das die Whitebeard Piraten immer ein Ass im Ärmel haben" und Ace erklärt mir was es mit dem schüchternen Küchenjungen auf sich hat. Chichi? Das ist ja krass! Und jetzt sehe ich erst das meine Hose aufgeschnitten, mit getrocknetem Blut über einem weißen, sauberen Verband hängt.

„Sie muss sich ausruhen!" ruft Chichi seine Tasche zum dritten mal ein und auspackend ohne mich anzusehen.

„Äwa?!" Jimmy schaut verlegen auf den Boden, die Hände zu Fäusten geballt bevor er mir halb schreiend erklärt.

„Ich.. ICH WILL KEIN PIRAT MEHR WERDEN!" und sieht mir mit festem Blick in die Augen.

„So? Warum denn nicht Jimmy?" Auch die anderen scheinen von dieser Aussage überrascht und mustern den kleinen blond haarigen Jungen.

„Weil... weil... ich werde ein Soldat! Und dann... dann werde ich der stärkste von allen... und dann verhaue ich alle blöden Brockagenten und steck sie ins Gefängnis!" Ich kann nicht mehr und muss anfangen zu lachen. Was mir höllische Schmerzen bereitet!

„Komm her Fischchen, leg dich wieder hin!" und Ace schiebt seinen Arm unter meinen Nacken und legt mich sachte auf den Boden. Mein Herz klopft bis zum Hals als ich seine warme Hand an meinem Hals spüre und sein Geruch steigt mir in die Nase.

„Äwa!" Jimmy schaut mich mit ängstlichen Augen über mir an.

„Alles gut Jimmy! Das ist eine tolle Idee!" lächle ich den Jungen mit den blonden Haaren an und begeistert grinst er über sein ganzes kleines Gesicht. Ich bin so müde! Ich rieche das Gras und spüre die warme Erde unter meinem Rücken,ein leichter Wind streicht über mein Gesicht.

„Ace!" kann ich nur noch flüstern. Ich merke wie ich langsam abdrifte, doch er hört mich und beugt sich zu mir runter. Sein Gesicht ist nur noch ein paar Zentimeter von meinem entfernt und ich sehe seine Sommersprossige, von der Sonne gebräunte Haut und seine schwarzen Haare hängen ihm wild über den Kopf.

„Was ist los Fischchen? Du solltest dich aus..." doch ich lasse ihn den Satz nicht zu ende bringen.

„Warum hast du mir nicht Lebwohl gesagt?" ich weiß nicht warum ich ihn das jetzt frage. Er lächelt und sieht mir in die Augen.

„Wenn ich dir Lebwohl gesagt hätte wärst du wirklich weg gewesen!"wieder klopft mein Herz bis zum Hals als ich nach seinem Arm greife und ihm fest entschlossen in die Augen schaue.

„Ace?... Bring mich nach Hause!" er lächelt und nickt, 'Er weiß was ich gemeint habe, ganz sicher weiß er es...' ist mein letzter Gedanke bevor ich erschöpft einschlafe.