Kapitel
2: In Querreihen gequetscht quatschen bei der
Quetschmich-Weltmeisterschaft
Kaum waren sie gelandet,
da strebten schon alle auseinander.
Dummwietür verschwand
genauso wie Amboss Cedille und dessen Sohn Goldie.
Heini
schaute sich um.
Sie waren irgendwo, irgendwo,... Heini hatte
keine Ahnung, wo sie waren, aber das war sicher auch nicht so wichtig
für sein neues Buch wie das, was hier geschehen würde.
Doch
zuerst einmal wollte Amateur Wiesel, dass sie in ihr Zelt gingen,
dass er reserviert hatte.
So schlenderten Heini, Ronny, Gudmiene,
Whiskey, Schorsch und Friedrich hinter Amateur her, bis sie einen
gigantischen Zeltplatz erreichten.
Ordentlich aufgereiht standen
dort Zelte, nach einem Schachbrettmuster.
Alle sahen genau gleich
aus, hatten die gleiche Größe (4x5 Meter, Höhe mittig
2 Meter) und die gleiche schmutzigbeige Farbe (Elfenbeinmeliert).
Das
einzige was sie unterschied, war ein winziger Zahlencode über
dem Eingang.
„Wir suchen das Zelt: X46D34278H746!" verkündete
Herr Wiesel und marschierte planlos durch die Reihen.
Zuerst
folgte ihn der Tross Schüler, doch nach zwei Stunden hatten sie
keine Lust mehr und blieben einfach irgendwo stehen.
Nach einer
weiteren Stunde setzten sie sich auf den Boden und
warteten.
Nirgends war jemand zu sehen – bis auf ganz wenige andere Zauberer, die ebenfalls ihre Zelte suchten.
Während die Schüler spekulierten, ob hier überhaupt jemand sein Zelt finden würde oder welches Schema hinter dem Code stecken könnte – nein halt, über letzteres spekulierte einzig Gudmiene – nun, jedenfalls suchte Herr Wiesel derweil weiter die richtige Nummer.
Kurz bevor es dämmerte, hörten die
Schüler seinen Jubelruf und sahen ihn einige Reihen weiter wie
wild winken.
Die Schüler rappelten sich auf und gingen in der
einsetzenden Abenddämmerung zu Herr Wiesel, der einen
Zelteingang aufhielt, über dem winzig die Kennung X46D34278H746
stand, damit sie eintreten konnten.
Kaum war Heini im Zelt
hielt er die Luft an.
Nicht, weil es so atemberaubend war, wie
toll das Zelt von innen wirkte, sondern, weil es so eng war, dass
Herr Wiesel kaum noch hinter ihm hineinpasste.
„Kann man das nicht irgendwie verzaubern? Damit es größer ist?" fragte er unsicher nach. „Wie sollen wir dem hier schlafen?" meinte er enttäuscht.
„Wozu den?" meinte Herr Wiesel und
quetschte sich vorbei.
„Wir werden doch eh kaum hier sein. Das
Spiel fängt bald an und dann feiern wir noch ein wenig im
Stadion und dann..." er brach ab.
„Was und dann?" fragten alle Schüler gleichzeitig.
„Das werdet ihr sehen, wenn wir bei der Szene sind." schloss Herr Wiesel das Thema und trieb die Kinder an ihre Sachen abzustellen und mit ihm zum Spielfeld zu gehen.
„Dad?" fragte Ronny vorsichtig nach. „Die Plätze im Stadion, die wir reserviert haben... die haben doch hoffentlich nicht so eine komplizierte Nummer, wie das Zelt, oder?"
„Aber nicht doch." beruhigte ihn Her Wiesel und alle Schüler atmeten erleichtert auf. „Es ist genau die gleiche: X46D34278H746." fügte er hinzu.
Gudmienes
Pupillen schienen in ihren Augen Kreise zu drehen.
Nach einem
Gruppenseufzer folgten die Kinder Herr Wiesel raus und über den
Platz.
Gudmiene versuchte noch Orientierungspunkte auszumachen, um
das Zelt später wiederzufinden.
Außerhalb der
Zeltreihen war nur ‚normales' Gelände zu sehen.
Sie
gingen zu der Stelle, wo mitten im Gelände eine kleine Ruine
stand. Neben ein paar zerfallenen Mauern war dort ein Gemälde an
einer Wand zu sehen. Es stellte einen Zug, wie die
Hochwärts-Regionalbahn dar.
Am Bahnsteig stand ein
Kondukteur und hielt seine Stempelzange in Richtung er
Bildbetrachter.
Herr Wiesel zückte einen Papierschnipsel (die Eintrittskarte) und schob sie in den Entwerter. Das Bild flimmerte und verwandelte sich in eine Art Spiegel und den man schemenhaft Bewegungen sehen konnte.
„Dann mal los. Folgt mir!" sagte er und ging durch den Spiegel durch, in dem er verschwand.
Die Schüler zögerten einen Moment und folgten ihm, wie geheißen.
Nach und nach verschwanden auch sie und sahen, als sie auf der anderen Seite Standen, ein riesiges Stadion, in dem es nur so vor Menschen wimmelte.
„WOW!" meinten alle einhellig und überlegten, wie sie dort ihre Plätze finden sollten.
Gerade als Herr Wiesel loslaufen wollte, hatte
Gudmiene eine Idee.
„Wartet einen Moment hier" sagte sie und
stieg die nächstliegenste Treppe hoch.
Nach exakt 22 Minuten
und 37 Sekunden war sie wieder da und erklärte, dass sie auf die
linke Seite rüber müssten, den dritten Turm hoch, in die
fünfletzte Reihe von oben.
Alle sahen sie staunend an und folgten wieder Herr Wiesel, der den beschriebenen Weg entlang ging.
Tatsächlich fanden sie an der beschriebenen Stelle ihre Plätze vor, was Ronny ein „Genial" entlockte und Heini veranlasste, Gudmiene zu sich heranzuziehen und zu fragen, wie sie das gemacht habe.
Gudmiene sah ihn überheblich an und erklärte, dass sein ihr Geheimnis.
In Wahrheit wusste
sie, dass das Spiel in fünf Minuten anfangen würde – und
sicher alle schon lange im Stadion gewesen wären – außer
ihnen selber.
So hatte sie lediglich im gesamten Zuschauerraum
nach einer Lücke von sieben Plätzen Ausschau
gehalten.
Allerdings stellte sich die Lücke als doch sehr eng, für sieben Personen dar, was bei Heini Erinnerungen an das Zelt weckte.
Gerade als er Herr Wiesel fragen wollte, warum sie so eng eingequetscht standen, ging die Veranstaltung los.
In
einer großen Loge erhob sich ein Mann und trat an den
balkonartigen Rand.
Da eine riesige Leinwand alle übertrug
erkannte Heini in ihm Minister Matsch.
Der Minister hielt eine
langweilige Rede, die nie zu enden schien.
Gerade als die Schüler
es geschafft hatten, eng eingeklemmt eine gute Position zu finden, in
der sie gut im Stehen schlafen konnten, verkündete der Minister,
dass die Quetschmich-Weltmeisterschaft nun beginnen würde.
Nun
versuchte jeder wieder eine Position einzunehmen, in der er (oder
sie) das Spielfeld gut sehen konnte oder wenigstens die
Leinwand.
Dafür brauchten sie so lange, dass sie den Einzug
des neuseeländischen Teams verpassten und ebenfalls den des
italienischen Teams, bis auf dessen letzten Spieler, den Versucher
des Teams Vitus Curvo.
Heini bekam aber immerhin jetzt schon mit, dass das Endspiel der Weltmeisterschaft zwischen Neuseeland und Italien stattfand.
Ronny, Schorsch und Friedrich, die natürlich bestens informiert waren, bombardierten Heini geradezu mit Informationen.
Die Spieler des italienischen Teams waren
alle recht klein, hatten dunkle Haare und folgen auf ihren Besen
einige Runden durch das Stadion.
Der kleinste von ihnen war der
schon erwähnte Versucher Vitus Curvo, der nun auch von
Stadionsprecher wieder erwähnt würde, woraufhin Gudmiene
Heini zuflüsterte, dass er sicher irgendwas mit diesem Buch zu
tun haben müsse, den die anderen Spielernamen, waren kaum zu
verstehen.
Die Wieseljungs erklärten Heini, dass Vitus Curvo(!) DER weltbeste Versucher wäre, den es gäbe.
Aber natürlich waren alle eher für das neuseeländische Team, weil sie ja schließlich Engländer waren und dies eine der Kolonien war.
Das neuseeländische Team war ein komischer zusammengewürfelter Haufen, der nicht so einheitlich aussah, wie die Italiener.
Heini verstand kaum einen Namen, bis auf den des Teamführers, ein gewisser Pie Jay. Ein kleiner gedrungener Kerl, mir einem Bart, der zu den Verjägern gehörte. Die anderen beiden Verjäger sahen ihm noch relativ ähnlich, hatten aber keinen Bart und waren noch ein wenig kleiner.
„Hobbits."
meinte Hermine.
Doch Herr Wiesel mischte sich ein und meinte
„Unsinn! Wir sind hier doch nicht in Mittelerde, sondern in einem
realen Buch!"
Die restlichen Schüler stimmten ihm zu und Gudmiene verkreuzte beleidigt die Arme, was den anderen wieder ein wenig Platz nahm.
Währenddessen folgen gerade Rest
der Neuseeländer an ihnen vorbei:
Die Vertreiber, ein blonder
Schönling und ein bärtiger Zwerg die immer ein Spiel daraus
machten, wer die meisten Gegner mit dem Platscher abschoss. Der
Hüter, ein großer weißhaariger, weißbärtiger
Kerl, in weißem Umhang, der auf einem weißen Stock
anstatt eines Besens flog.
Heini meinte, er habe den Kerl schon mal gesehen, woraufhin Gudmiene nicht mehr so beleidigt antwortete, dessen Bild mal in einem Internetforum gesehen zu haben. Sie behauptete sogar er wäre Dumbledores Bruder, woraufhin sie wieder nur Spott erntete und noch beleidigter war, als zuvor.
Und schließlich kam noch die Versucherin daher, eine wunderschöne Frau mit langen dunklen Haaren, die von einem eigenartigen Licht umgeben war.
Heini sah zu Gudmiene und überlegte, ob er den Verdacht äußern sollte, dass sie vielleicht doch vorhin ein wenig Recht gehabt hätte.
Doch bevor sie ihn bemerkte, ertönte ein langgezogener Pfiff und das Spiel begann.
Kurze Erklärung:
In einem meiner Foren-RPGs hat Aberforth Dumbledore ein Avatar, das nach einem Gandalfbild gemalt war.
