New York City,
Manhattan, Lower East Side
Vladeck Park
Detective Kate Beckett erreichte den Tatort und stieg aus ihrem Auto. Ein Officer begrüßte sie und hielt ihr das Absperrband nach oben. Kate duckte sich und lief an ihm vorbei. „ Morgen." mehr brachte sie um diese Zeit nicht heraus. Ihre Schicht sollte eigentlich erst gegen neun Uhr beginnen, doch wieder einmal wurde sie unsanft von ihrem Handy geweckt.
Nach nicht einmal einer Stunde traf sie am Tatort ein, auch Ryan und Esposito gesellten sich zu ihr. Beide standen als Duo Brillant bei Gerichtsmedizinerin Lanie Parish. „ Morgen, Lanie was haben wir den heute wieder gefunden?" fragte Kate. Dr. Parish wollte ihr antworten, doch eine laute Stimme zog ihre Aufmerksamkeit von Kate. „ Beckett! Sagen Sie bitte dem netten Officer das ich zu Ihnen gehöre." schrie Richard Castle durch den Park. Ein genervter Seufzer entwich Kates Kehle: „Smith lassen Sie ihn durch." triumphierend grinste Castle den Officer an und ging schnell zu den Detectives.
Er blickte zu Kate und nickte ihr liebevoll zu, sie drehte sich wieder zu Lanie. Castle wurde aus dieser Frau einfach nicht schlau, vor einem Monat hatte er es geschafft ihre zarten Lippen berühren zu können, doch nun entzog sie sich ihm noch mehr. Vielleicht müsste er dem Tod wieder verdammt nahe sein, damit sie endlich aus ihrer Haut kam, doch dieses Risiko wollte er nicht noch einmal eingehen. Seine Schulter schmerzte nicht mehr, doch eine Narbe sollte ihn für immer an diese Nacht erinnern.
Lanie, Ryan und Esposito beobachteten heimlich die beiden und schüttelten ihre Köpfe. „ Was hast du herausgefunden?" fragte Kate und starrte auf die Leiche.
„ Es handelt sich zweifelsfrei um eine Frau. Sie wurde durch einen Genickschuss getötet und ist nach ihrer Lebertemperatur zu urteilen seit circa 10 Stunden tot. Ich werde Sie so schnell wie möglich obduzieren und dir weiteres sagen." Lanie winkte ihre Assistenten zu sich, welche die Leiche in den Leichenwagen schafften. Dr. Parish verabschiedete sich von den Anderen und stieg in den Wagen.
Javier Esposito blickte auf seinen Notizblock: „ Die Leiche wurde heute Morgen von einem Spaziergänger, oder eher von seinem Hund, gefunden. Sie hatte keinen Ausweis bei sich."
„ Haben Sie den Park durchsucht? Oder die CSU?" Esposito nickte verhalten und blickte zu Ryan, welcher ihm zustimmend zunickte. „ Und es wurden keine Beweise gefunden?" fragte Castle misstrauisch. „ Die CSU hat Fußabdrücke sichergestellt, sowie ein kleines, schwarzes Stück Plastik."
Kate lief suchend von den Männern weg, der Boden wurde durch eine schwere Person eingedrückt. Wer auch immer die Leiche hierher geschleppt hatte, war kräftig. Castle folgte ihr unauffällig und beobachtete ihren geschmeidigen Gang. Wie eine Löwin schlich sie über den Tatort und suchte die Beweise.
Wer auch immer sich diesen Tatort ausgesucht hatte, war nicht dumm. Der Vladeck Park war kein beliebtes Touristenziel, doch gab es auch hier Jogger und Spaziergänger, welche sich auskannten und auf Veränderungen achteten.
Kate hoffte das Lanie etwas über das Opfer heraus fand, sie drehte sich zu ihren Detectives. „ Jungs, ihr fragt in der Gegend nach, ob es vielleicht Vermisste gibt oder Zeugen."
„ Ausflug." sagte Javier und begleitete Ryan, gemeinsam liefen sie zur Straße und suchten nach Passanten.
Kate und Castle liefen stattdessen zum Auto zurück.
Die Fahrt verlief ruhig, doch Kate vernahm die unausgesprochenen Fragen von Castle. „ Fragen Sie schon."
Richard blickte verblüfft zu ihr und schmunzelte. „ Wie geht es Ihnen?" fragte Castle.
„ Mir geht es gut. Schmerzt Ihre Schulter noch?"
„ Manchmal, meistens nur wenn ich mich einsam fühle." Ein freches Grinsen stahl sich auf sein Gesicht. Kate überging seine plumpen Flirtversuche und konzentrierte sich wieder auf die Straße.
Ein Klingeln zerriss die drückende Stille, Kate angelte sich ihr Handy aus der Jackentasche und drückte auf die Annahmetaste. „ Beckett."
Castle beobachtet wie sie leicht nickte. „ Ok. Suchen Sie in den benachbarten Häusern weiter. Bis später." Kate legte auf und steckte das Handy wieder weg. Neugierig blickte er sie an und wartete auf Details, doch sie sagte nichts. „ Muss ich Ihnen alles aus der Nase ziehen?"
Kate blickte genervt: „ Das war Ryan. Sie haben bis jetzt noch niemanden gefunden." Castle hielt es nicht mehr aus, er wollte endlich über den Kuss sprechen.
„ Kate, ich kann es nicht vergessen." Sie beachtete ihn nicht und fuhr geradeaus schauend weiter. Warum musste Beckett immer alles verkomplizieren. Während des Kusses spürte Castle ihre Gefühle ihm gegenüber, ihr Verlangen, raubte ihm den Atem. Die wohltuende Wärme in seinen Körper, erlosch jedem Tag ein wenig mehr. Ihr kalte Art ihm gegenüber schmerzte in seiner Brust, doch was sollte er machen, sie brauchte einfach Zeit.
Um endlich ihre Sturheit zu brechen, wollte Richard sie zum Essen einladen, doch wann und wo war ihm noch nicht in den Sinn gekommen. Wie sollte er es auch anstellen, Kate würde kurzum Nein sagen. Alexis und Martha munterten ihn jeden Tag auf, sprachen ihm Mut zu, doch hatte er den Zeitpunkt noch immer nicht gefunden.
Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er Beckett angestarrt hatte. Ihr wunderschönes Gesicht wurde durch die aufgehende Sonne umrahmt und ließen es engelshaft wirken. Castle war dieser Frau verfallen, doch störte es ihn nicht, denn sie war die Richtige.
Als sie endlich das Polizeirevier erreichten, parkte Kate ein und beide stiegen aus.
Ryan und Esposito liefen immer noch die Straße entlang und suchten nach Passanten, doch niemand wollte zu nah bei Polizisten sein. Sie entschieden sich das Haus gegenüber zu besuchen. Kevin seufzte leise als er das riesige Gebäude vor sich sah. Warum musste er und Javier immer die Drecksarbeit machen – er wusste es nicht, doch nun standen beide wieder vor der gleichen Aufgabe.
Ryan drückte die Haustür auf und stellte verblüfft fest das sie offen war. Die beiden Detectives liefen die erste Etage hoch und teilten sich auf.
Ryan übernahm die rechte Seite und Javier die linke. Auf der ersten Etage waren acht Wohnung, Ryan hatte zwei wo niemand öffnete. An der dritten Tür rief eine ältere Dame, dass sie gleich komme. Einen kleinen Spaltbreit wurde die Tür geöffnet. Kevin schaute in zwei riesige Augen, welche durch die Aschenbecher ähnlichen Brillengläser vergrößert wurden. „ Was wollen Sie?" fragte die ältere Frau misstrauisch. „ Ich bin Detective Kevin Ryan vom NYPD. Ich muss Ihnen ein paar Fragen stellen." dabei zeigte er seine Polizeimarke nach oben und lächelte sie freundlich an. „ Wurde etwa eingebrochen?"
„ Was? Nein Miss, haben Sie heute in den frühen Stunden etwas Verdächtiges Gesehen oder Gehört?"
Die älter Frau schüttelte verwirrt ihren Kopf: „ Nein, warum?" Kevin bemerkte plötzlich ihr Hörgerät, welches aus ihrem Ohr hing. Er wusste dass die Frau nichts gehört hatte, deswegen verabschiedete er sich schnell wieder und ging zur nächsten Tür, auch diese wurde nicht geöffnet. Frustriert lief er zu Javier, welcher immer noch eine Befragung durchführte.
„ Sie haben also einen Mann gesehen, welcher mit einen Müllsack in den Park gelaufen ist. Und danach?" fragte Javier den jungen Mann.
Kevin blickte sich diesen prüfend an. Er hatte eine zerrissene Jeans an, seine Brust wurde durch ein schmutziges weißes Hemd bedeckt. Sein drei Tage Bart hatte auch schon bessere Tage gesehen, sowie seine Friseur. Kevin machte einen Schritt auf ihn zu und roch einen süßlichen, leicht sauren Geruch und wusste dass der Junge kiffte. Seine Glaubwürdigkeit wurde damit zerstört. „ Danach hab ich nicht mehr aus dem Fenster geschaut."
Esposito nickte verhalten und verabschiedete sich.
„Und wie lief es bei dir?" fragte er Ryan. „ Hab leider nichts erfahren."
„ Yo, Kumpel, wenigstens müssen wir nicht weiter nach oben." Ryan schaute ihn verwirrt an: „ Warum?"
„ Eine Tür vor meinem Goldjungen, sagte mir eine nette, junge Frau dass niemand im Moment oben wohnen kann, wegen Ungeziefer."
„ Na dann, ab zum Revier."
Police Station
Twelfth Precinct Homicide Squad,
Madison Street, Manhattan
New York
Beckett und Castle gingen zur Gerichtsmedizin, dort stand Lanie Parish und untersuchte die Leiche. „ Du kommst genau richtig."
„ Wunderschöne Worte von einer wunderschönen Frau." sagte Castle frech und grinste zu Lanie, diese blickte ihn amüsiert an. Nur Kate verdrehte ihre Augen und seufzte: „ Was hast du herausgefunden?"
„ Also es handelt sich um eine Osteuropäerin, zumindest hat sie sich dort eine Zahnfüllung machen lassen. Und das hier habe ich gefunden." Sie zog das Leichentuch ein wenig nach unten. Die Leiche hatte diverse Prellungen, aber das war es nicht was Lanie ihnen zeigen wollte. Am rechten Unterarm stach ein schwarzes Tattoo hervor. Kate beugte sich leicht über die Leiche und versuchte von allen Seiten, das geschriebene entziffern zu können. „ Was steht da Lanie?"
„ Hättest du dein Auslandsjahr nicht in Russland verbracht, würdest du die Sprache vielleicht kennen." Kate runzelte ihre Stirn und blickte genervt zu Lanie, diese musste daraufhin schmunzeln. „ Ok ich hatte auch nur Glück. Einer von meinen neuen Assistenten hat mir das übersetzt. Es ist polnisch, er hat es mir aufgeschrieben." Lanie überreichte Kate ein Blatt, Castle rückte näher an sie und blickte auf das Stück Papier. Wszystko ma swoje granice. daneben stand die Übersetzung Alles hat seine Grenzen.
„ Aber das interessanteste ist, dass sie nicht durch den Genickschuss getötet wurde." Lanie zeigte auf den Hals, dann öffnete sie den Mund. „ Das Os hyoideum ist…" „ Das was?" fragte Castle verwirrt. „ Das Zungenbein. Es ist gebrochen, was daraus schließt das Sie erdrosselt wurde."
Jetzt schaute Kate amüsiert zu Castle: „ Also sollte der Schuss die wirkliche Tat vertuschen, aber warum?"
„ Ich habe eine Blutprobe an die Toxic geschickt. In ihrem Blut fanden sich Spuren von einem Sedativum sowie von einem Analgetikum. Die genaue Analyse hat Acetylsalicylsäure und Diazepam hervorgebracht. Es gibt auch Anzeichen einer Vergewaltigung."
Kate zog unbewusst ihre Augenbraue nach oben, als sie eine Vermutung hatte. „ Das klingt nach illegalem Mädchenhandel." Lanie nickte zustimmend und bedeckte die Leiche nun vollständig. „ Hast du schon Ergebnisse von der Ballistik?"
„ Nein, leider noch nicht. Die CSU hat gerade eine Bandenschießerei, es kann also noch dauern."
Kate bedankte sich und ging, verwirrt folgte Castle ihr in den Fahrstuhl.
„ Wie kommen Sie darauf?"
„ Mädchenhandel?" Castle nickte zustimmend.
„ Unsere Leiche kommt aus Osteuropa und ist vollgepumpt mit Schmerz- und Betäubungsmitteln. Das soll die Mädchen abhängig machen, als nächstes bekommen sie Drogen, dass hemmt die Schmerzen."
„ Bei einer Vergewaltigung?" geschockt blickte er sie an. „ Zum Teil ja, aber es soll auch die Schläge der Zuhälter oder Kunden lindern."
Die Fahrstuhltür ging auf und beide betraten das Polizeibüro. „ Wie wollen Sie das Mädchen identifizieren?"
„ Das ist das Problem, Castle. Sie wurde hierher geschmuggelt, hat deshalb keine Greencard oder sonst etwas. Aber das Tattoo kann uns vielleicht weiterhelfen."
Kate ging nicht wie Richard vermutete zu ihrem Tisch, sondern direkt in den Pausenraum. Dort machte sie sich und Castle einen Kaffee. Mit der heißen Tasse lief sie gemütlich zu ihrem Mordfallbrett, dort schrieb sie den Tatort auf, sowie „ Jane Doe" für die unbekannte Leiche. Ein kleiner Vermerk über den angeblichen Mädchenhandel zierte die rechte Seite der Tafel.
„Beckett, haben Sie schon etwas herausgefunden?" fragte Capt. Montgomery, während er zu ihr lief. „ Mutmaßlich handelt es sich um eine Polin, aber sicher sind wir uns nicht. Ein Tattoo auf ihrem Unterarm ließ uns darauf stoßen."
„ Ich werde die polnische Botschaft anrufen und nachfragen." Roy Montgomery nickte schnell und ging in sein Büro, dort tippte er hastig auf sein Telefon herum.
„ Und was machen wir jetzt?" Kate blickte zu Castle und zuckte die Schultern. „ Warten, niemand wird das Mädchen hier vermissen, deshalb müssen wir jetzt Kontakt zu der OSZE aufnehmen." Beckett setzte sich auf ihren Stuhl und suchte nach einer Adresse, sie fand schließlich eine Telefonnummer. Sie tippte die Nummer ein und hörte das Freizeichen.
„ Zentrale der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa und Amerika. Wie kann ich Ihnen helfen?"
„ Ich bin Kate Beckett von New Yorker Police Department. Wir haben heute Morgen eine Leiche von einer jungen Frau gefunden. Wir nehmen an das es sich um eine junge Polin handelt, welche illegal in die USA geschmuggelt wurde."
„ Können Sie mir ein Foto der Leiche schicken, ich muss das weiterleiten."
„ Natürlich, wenn Sie etwas heraus finden melden Sie sich bitte bei mir." sagte Kate und verabschiedete sich. Sie wusste dass es ein langer Tag werden würde.
„ Yo, Beckett schon was in Erfahrung gebracht?" fragte Esposito, als er und Ryan das Büro betraten. „ Nichts und bei euch Jungs?"
„ Nada, außer ein Kiffer. Er hat angeblich einen Mann mit einer großen Mülltüte gesehen. Aber er wusste leider nicht welchen Tag wir heute haben."
Kate verstand und nickte frustriert, warum konnten nicht einmal brauchbare Zeugen gefunden werden. Ryan legte die Fallakte auf Kates Tisch und zog ein Bild der Leiche heraus, dieses hing er an das Mordfallbrett unter den Namen „ Jane Doe", sowie die Kopien der Laborergebnisse.
„ Beckett haben wir schon etwas von der CSU gehört?" fragte Ryan und gesellte sich wieder zu seinen Partner. „ Nein, noch nicht."
Castle blickte auf seine Uhr und stellte fest das es schon halb zehn war, sein Magen knurrte leise vor sich hin. „ Ich hab eine Idee, weil wir eh warten müssen, können wir doch Frühstücken gehen." sagte Richard in die Runde.
„ Lädst du uns ein, Castle?" fragte Ryan lachend. „ Ähm, warum nicht." Die Detectives schauten ihn skeptisch an und warteten auf einen dämlichen Spruch, doch nichts geschah. Stattdessen zog sich Castle an und wartete hungrig auf die anderen.
Das kleine Café war keine zwei Straßen vom Revier entfernt. Richard rannte förmlich dorthin, als sie es betraten sah er dass es keine Tische für vier Personen gab. Ryan ließ sich davon nicht abbringen, er zog zwei Stühle an den Tisch und sah in Castles Gesicht. Auch Esposito sah die Veränderung und wartete bis Kate am Tresen stand, weit entfernt von ihnen. „ Was Castle, wollten Sie allein mit Beckett sein?" dabei stupste er ihn in die Rippen. „ Eigentlich schon." verblüfft über seine Aufrichtigkeit und die damit verbundene Ernsthaftigkeit standen Esposito und Ryan sprachlos vor ihm. „ Seit wann stehst du zu deinen Gefühlen, Castle?" fragte Ryan leise, als er sah wie Kate mit einem Tablett zurückkam. „ Seit ich weiß das Sie die Richtige ist." Javier und Kevin ließen sich regelrecht auf die Stühle fallen. Kate stellte das Tablett auf den Tisch und blickte in die Runde. Ihre Kollegen saßen mit offenen Mündern da, nur Castle grinste, als er sie bemerkte richtete er seinen Blick zu ihr und empfing sie mit einem warmen Lächeln. Diese kleine Geste hinterließ in ihr ein angenehmes Gefühl. In solchen Momenten hasste sie sich selbst, warum konnte sie nicht aus ihrer Haut kommen und sich ihren Gefühlen ihm gegenüber hingeben? Sie hatte Angst wieder verletzt zu werden, so wie damals bei Will Sorensen. Und sie wusste genau das Castle ein Playboy war, warum sollte er sich jetzt geändert haben. Sie erinnerte sich immer wieder an ihre erste Begegnung, damals dachte sie als der Fall vorbei war ihn nie wieder zusehen. Er fragte sie ob sie Essen gehen wollten, ihre damalige Antwort war „ warum, damit ich eine ihrer Eroberungen werde?" Genau das war das Problem, sie kannte ihn jetzt fast zwei Jahre und hatte immer noch Angst davor nur eine Eroberung zu sein.
Vor einem Monat hätte sie sich ihm fast hingegeben, doch ein letzter verzweifelter Funke in ihrem Verstand verhinderte dies. Doch musste sie zugeben, dass sie es nicht mehr lange schaffen würde stur zu bleiben.
Warum musste er auch so verdammt gut aussehen, aber das war nicht der einzige Grund warum sie sich zu ihm hingezogen fühlte.
Er war immer bei ihr und half ihr egal in welcher Lage. Sie wollte damals den Mörder ihrer Mutter nicht finden. Zu groß war der Schmerz, doch Castle ermutigte sie dazu. Und als sie ihn endlich fand hätte er fast Richard getötet, doch sie war schneller und erschoss den Mörder ihrer Mutter. Auch in dieser schweren Zeit war er immer für sie da und riskierte sein Leben nur für sie. Trotz alledem konnte sie sich nicht öffnen und ihm ihre Liebe zeigen.
Kate setzte sich auf den freien Stuhl zwischen Castle und Ryan, und stellte jedem eine Tasse Kaffee hin. „ Gibt es hier keine Bedienung?" fragte Ryan stirnrunzelnd. „ Doch, aber den Kaffe kann man sich selber nehmen, das ist schneller." erklärte Kate ihm. Wie aufs Stichwort trat eine ältere, untersetzte Frau zu ihnen: „ Haben Sie schon gewählt?"
Castle war der erste und bestellte sich Rührei mit viel Speck und Toaste. Javier und Kevin bestellten Pfannkuchen mit Ahornsirup, nur Kate beließ es bei einem Brötchen mit Marmelade. Die Bedienung kam nach nicht einmal fünf Minuten wieder und servierte alles. Kate musste schmunzeln als sie die Männer essen sah. Alle drei schlingen förmlich, ohne zu kauen, ihr Essen herunter.
Während des Essens klingelte Kates Handy, sie blickte auf das Display, dort stand: Captain Montgomery schnell nahm sie ab und vernahm seine Stimme. „ Beckett, die OSZE hat für Sie angerufen. Ein polnischer Botschafter ist auch auf den Weg zum Revier. Er will die Leiche sehen."
„ Wir werden gleich da sein." Als sie aufgelegt hatte sah sie in die fragenden Gesichter von Castle, Ryan und Esposito. „ So Jungs, dass Essen ist vorbei. Wir müssen zurück."
