Kate hatte sich gerade zurück gezogen, als die Tür ruckartig zugeschlagen wurde. Sie stellte sich zu Ryan und Castle und atmete aufgeregt. Die Uniformierten stürmten regelrecht zu ihnen und versperrten den Ausgang. Kate drängelte sich durch und warte auf Ryan und Castle. Sie sah die Wut in Ryan's Gesicht und fühlte mit ihm mit. Javier war mehr, als ein Partner für sie, er war auch ein guter Freund. Der wie sie zugeben musste sie verdammt gut kannte. Er hatte ihr nachdem Castle gegangen war immer Mut zugesprochen und ihr in dieser Zeit geholfen und jetzt schaffte sie es nicht ihn daraus zu holen. Wütend trat sie gegen die Wohnungstür und erntete verwirrte Blicke der Uniformierten. Sie wusste wenn Javier etwas passieren würde könnte sie es sich nie verzeihen.
Ein lauter Knall zog ihre Aufmerksamkeit zurück zu der Wohnung. Die Uniformierten drängten aus dem schmalen Gang und positionierten sich im Treppenhaus. Kate, Ryan und Castle stellten sich auf die Treppen und beobachten wie die Tür plötzlich aus den Angeln gerissen wurde. Der Officer, welcher noch im Gang war wurde durch die Tür getroffen. Aiden Lakefield rannte über die Tür und ballerte mit Javiers Schrotgewehr herum. Die Uniformierten legten sich alle ruckartig auf den Boden und hofften verschont zu werden. Dadurch Kate, Ryan und Castle auf der Treppe nach oben standen, übersah Aiden sie und rannte die Treppen nach unten. Beckett war die erste die ihre Fassung wieder gefunden hatte, sie stürmte hinter Lakefield her. „ Stopp, Lakefield!" Als er ihre Stimme vernahm drehte Aiden sich herum und schoss auf Kate, welche sich daraufhin schnell duckte. Aiden rannte weiter, als er schließlich im Erdgeschoss ankam überlegte er welchen Ausgang er nehmen sollte. Er lief zügig zum Hinterausgang und wollte gerade die Tür aufziehen, als er Schritte hinter sich hörte. Kate ließ Aiden keine Gelegenheit auf sie zu zielen, als sie ihn im Visier hatte drückte sie ab. Es war ein Volltreffer, mitten in die Brust, doch Aiden stand weiterhin aufrecht und grinste sie an. Verwirrt über seine Geste, ließ sie von ihm ab, darauf hatte Aiden gewartet, er zielte auf sie und drückte ab. Beckett hatte keine Chance wegzuspringen, viel zu sehr war sie verwundert, warum sackte dieser Mann nicht in sich zusammen, als sie ihn traf. Wie in Zeitlupe sah sie wie Aiden das Schrotgewehr auf sie richtete, als sie den Knall vernahm spürte Kate einen schweren Körper auf sich. Sie blickte zu ihrem Retter und war fassungslos, niemand anderes als Esposito hatte sie gerettet. „ Wie?"
„ Nicht, jetzt. Wir müssen diesen Kerl aufhalten!" Javier stand von ihr auf und reichte ihr seine Hand. Leicht zog er sie nach oben, erst jetzt kamen auch Ryan und Castle zu ihnen. Ohne weitere Worte rannten die Vier aus dem Haus und suchten Lakefield.
Er war verschwunden, dass wussten alle sofort als sie aus dem Haus traten, doch Javier rannte plötzlich über die Straße und lief geradewegs in eine Gasse hinein. Ryan versuchte ihn einzuholen, als beide verschwunden waren blickte Kate sich in der Gegend um. Sie hörte wie mehrere Männer auf die Straße vor dem Haus traten und aufgeregt suchten. Doch sie fanden alle niemanden, auch Ryan und Esposito kamen enttäuscht zurück und lehnten sich an ihr Auto. Erst jetzt sah Kate Javiers Verletzungen. „ Sollen wir dich ins Krankenhaus bringen?"
„ Was?" verwirrt blickte er zu Kate und verstand nicht, sie nickte zu seinem Gesicht. Javier fasste kurz an seine Schläfe und zuckte zusammen, er blickte desorganisiert auf seine blutige Hand. Beckett sah seine Verwunderung und flüsterte zu Ryan: „ Schaff ihn bitte ins Krankenhaus. Wir treffen uns im Revier." Er nickte ihr zu und nahm Javiers Arm, leicht zog er ihn mit zur Beifahrertür. Ohne Widerrede setzte Esposito sich ins Auto, Ryan winkte Kate und Richard kurz zu und fuhr los. Erschöpft setzte auch Kate sich ins Auto und beobachte Richard beim einsteigen. „ Das war verdammt knapp."
„ Ja, fast hatten wir ihn!" presste Kate zwischen ihren Zähnen heraus.
„ Das meine ich nicht, Kate. Verdammt warum bist du einfach ohne Verstärkung losgerannt!"
„ Was! Du willst mir erklären wie ich meinen Job zu machen habe!" wütend über seine Worte trat sie auf das Gaspedal und raste über die Interstate. „ Ich wollte damit nicht sagen, dass du deinen Job falsch machst. Aber du hättest sterben können." Seine Stimme wurde immer leise, verwirrt blickte Kate zu ihm und sah in seinen Augen Angst. „ Jetzt verstehst du endlich, warum ich nicht will dass du mitkommst."
„ Es tut mir leid, Kate. Ich wollte nicht."
„ Ist ok, Rick. Ich habe verstanden." Castle hatte nicht mitbekommen das sie schon angekommen waren, erst als Kate die Tür auf machte begriff er das sie standen. Schnell folgte er ihr und hatte das Bedürfnis seinen Arm um ihren Körper zu legen, doch als er ihr angestrengtes Gesicht sah, wusste er dass es ein Fehler gewesen wäre.
Als Beckett und Castle aus dem Fahrstuhl traten, schauten beide verblüfft zu Ryan. „ Ich sagte doch du sollst ihn ins Krankenhaus bringen. Und meiner Meinung nach ist das nicht hier."
Sie schaute in das ramponierte Gesicht von Javier und setzte sich auf ihren Stuhl. „ Na ja, ich wollte lieber von einer schönen Frau verarztet werden." Er versuchte zu lächeln, was durch die Prellungen lächerlich aus sah. Kate beobachtete wie ihre Freundin Doktor Parish Esposito verarztete. „ Beckett was werden wir jetzt machen?" fragte Ryan, welcher an seinem Tisch lehnte. „ Schick eine Meldung heraus, ich will diesen Kerl endlich festnehmen." Ryan beugte sich zu seinen Telefon und klingelte durch.
„Was haltet ihr davon, wenn wir jetzt alle nach Hause gehen?" fragte Lanie und erntet zustimmendes Nicken. Langsam stand Javier auf und ging mit den Männern zum Fahrstuhl, Kate wollte Castle gerade folgen, als Lanie sie aufhielt.
„ Hast du mir vergessen was zu erzählen?" fragte Lanie und zog ihre Augenbraue nach oben. Kate schaute ertappt zu ihr und lächelte. „ Du willst wissen was zwischen mir und Rick ist."
„ Rick, also so weit ist es schon." Kate wollte schon weiter laufen, als Lanie nach ihr fasste. „ Habt ihr etwa mit einander geschlafen?" fragte sie verblüfft und blickte in Kates Augen. Lanie brauchte keine Antwort sie sah es in ihren Augen und grinste über beide Ohren. „ Erzähl, Details."
„ Vergiss es, Lanie."
„ War es so schlecht?"
„ Was?"
„Ich meine den Sex mit …"
„ Ich weiß was du meinst. Verdammt ich kann es nicht erzählen, es war einfach" Lanie sah wie Kate in ihren Gedanken abtauchte. „ wunderschön."
„ Ah, na dann ist ja alles gut. Wir wollen doch die Jungs nicht warten lassen." Sie zog Kate mit sich und sah wie sie leicht errötete.
Die Männern warteten draußen, als Kate und Lanie endlich zu ihnen traten verabschiedeten sich alle. Ryan fuhr Lanie und Javier nach Hause. Kate und Castle standen allein auf dem Fußweg und warteten auf ein Taxi. Nach nicht einmal fünf Minuten konnten sie endlich nach Hause fahren. „ Wo solls hingehen?" fragte der Fahrer gelangweilt. Erst jetzt wurde Castle bewusst das er nicht wusste wo Kate hin wollte und ob er mit eingeplant war.
„425 Broome Street, Soho." antwortete Kate für ihn. Er blickte glücklich zu ihr und legte seinen Arm um ihre Schulter, Kate lehnte sich an ihn und schloss die Augen.
New York City
Manhattan, Soho
425 Broome Street
Als das Taxi vor Castles Wohnung hielt, streichelte Richard Kate leicht über die Wange um sie zu wecken. Als sie ihre Augen verschlafen öffnete ließ er von ihr ab und bezahlte den Taxifahrer. Kate stieg aus, gefolgt von Richard, schnell nahm er ihre Hand und zog sie zur Tür.
Als er die Wohnungstür aufschloss, legte er seinen Finger auf die Lippen um Kate zu sagen dass sie ruhig sein soll. Leise schlichen sie zur Treppe und gingen die paar Stufen nach oben, dort angekommen zeigte Castle ihr sein Schlafzimmer. Kate ging voraus und schaute durch das riesige Zimmer, Castle schloss hinter ihr die Tür und bemerkte nicht das Kate stehen geblieben war, leicht lief er gegen sie. Um seine Unachtsamkeit zu vertuschen schlang er seine Arme um ihre Hüfte und legte sein Kinn auf ihre Schulter. Er sog ihren Duft auf und schloss genüsslich seine Augen. „ Warum hast du so ein großes Zimmer?"
„ Ich hab die Raumaufteilungen nicht gemacht Kate." antwortete er ihr amüsiert und küsste ihren Hals. Er spürte das Kate sich zu ihm drehte, sie hatte ihre Arme um seinen Nacken geschlungen und küsste ihn. Richard knöpfte langsam jeden Knopf ihrer Bluse auf, auch Kate tat dies bei ihm. Triumphierend lächelte sie in den Kuss hinein als sie schneller war als Castle. Sie streifte sein Hemd von ihm und ertastete seine Brust. Auch Castle hatte es geschafft ihre Bluse loszuwerden, er musste kurz lächeln, als ihm bewusst wurde das er sich mit Absicht Zeit ließ, sonst ging das alles viel schneller beim ihm, doch bei Kate – mit Kate war alles anders. Er legte seine Hände an ihre Hüfte und wanderte von dort zu ihrem BH-Verschluss. Elegant öffnete er diesen und streifte ihn von Kate, er konnte sich an dieser Frau nicht satt sehen. Leicht drängte er sie zum Bett, ohne von ihr abzulassen.
Die Tür wurde laut aufgestoßen und Alexis rannte in das Schlafzimmer. „ Morgen Dad." rief sie vergnügt und setzte sich auf sein Bett. Erschrocken drehte Richard sich zu ihr und richtete sich auf. „ Wo warst du letzte Nacht. Ich hab dich mehrmals versucht anzurufen, doch dein Handy ist aus."
„ Sorry Sweetie, ich war mit Ka…" erst jetzt fiel ihm ein das sie neben ihm lag, schnell tastete er mit seiner Hand auf das Bett doch es war leer. „ Kate ist unten, deswegen bin ich hier. Wir wollen frühstücken." Castle versuchte aufzustehen, als Alexis sich von ihm wegdrehte und verschmitzt fragte: „ Und seit wann?"
Richard lief schnell ins Bad und putzte sich seine Zähne. Alexis wartete währenddessen auf seinem Bett und grinste. Als Richard aus dem Bad trat hatte er ein Handtuch um die Hüfte geschlungen und lief zu seinen Kleiderschrank. „ Dad."
„ Gestern." brachte er leise heraus, als er sich sein Kaschmirpullover anzog. Gemeinsam gingen sie die Treppen herunter, als Castle die Stimme seiner Mutter hörte war seine gute Stimmung ein kleinwenig betrübt. „ Mutter, willst du heute nicht mit Chad frühstücken?" Martha blickte belustigt zu ihm und empfing ihn mit einer Umarmung. Als Richard Kate entdeckte beugte er sich zu ihr und küsste sie zärtlich, danach setzte er sich gegenüber von ihr und blickte auf seinen Teller. „ Wer hat den das Frühstück gemacht?" fragte er in die Runde. „ Ich." sagte Alexis und goss ihm Kaffee ein. „ So und ihr Zwei habt ihr den Kerl schon geschnappt?" fragte Martha beiläufig und blickte zwischen beiden hin und her. „ Nein, noch nicht. Wir haben Ihn verloren und…" Ein Klingeln unterbrach Kate. Alexis stand verwundert auf und ging zur Tür, als sie sie öffnete blickte sie zu drei Männern. Zwei von ihnen erkannte sie, es waren die Detektives Esposito und Ryan, doch der Andere war ihr Unbekannt. „ Morgen, Alexis. Ist dein Vater da?" fragte Ryan und versuchte in die Wohnung zu blickten. „ Ja, wir frühstücken gerade." Sie zeigte hinein und die drei Männer liefen an ihr vorbei. Castle schaute verwundert zu den Männern, Martha hörte kurz wie Kate sich verschluckte. Sie blickte zu ihr und sah das überraschte Gesicht. Erst jetzt erblickte auch Martha den Anderen Mann, er stand ein wenig Abseits und fühlte sich ihrer Meinung nach unwohl. Esposito stellte sich gemütlich neben den Tisch und grinste Kate an, dabei griff er zu einem Baconstück und aß es schnell. „ Wir haben eine Spur. Seid ihr bereit?" Kate hatte erst jetzt ihren Blick von dem dritten Mann gelöst und nickte Javier zu. Galant stand sie auf und wollte ihren Teller wegräumen, doch Alexis hielt sie auf. „ Ich und Oma machen das." Beckett wollte sich gerade wieder zu ihren Detektives umdrehen, als Castle sie von Hinten erfasste und leise in ihr Ohr flüsterte: „ Geht es dir gut?"
„ Ich habe dir nie gesagt warum ich mit Tom Schluss gemacht habe."
„ Ist es den wichtig?" Kate drehte sich zu ihm und blickte direkt in seine blauen, treuen Augen. „ Wegen dir."
„ Was? Können wir das später bereden oder sagst du das jetzt weil er gerade in meiner Wohnung steht?"
„ Wenn ich ihn sehe fühle ich mich schuldig und." Richard legte seinen Finger auf ihre Lippen und stoppte sie. „ Es lässt sich nicht ändern. Jetzt kümmern wir uns erst einmal um Lakefield und heute Abend reden wir darüber, einverstanden?" Ihre Antwort war ein inniger Kuss. Als sich beide zu den Anderen begaben, hatte Demming sich weg gedreht und erkundschaftete mit seinem Blick die Wohnung. Gemeinsam verließen sie die Wohnung und fuhren zum Revier.
Police Station
Twelfth Precinct Homicide Squad,
Madison Street, Manhattan
New York
Demming heftete eine Stadtkarte an die Tafel und umkreiste die Lagerhalle in der das angebliche Steuerberatungsbüro lag, danach zeichnete er das abgebrannte Haus nach und erklärte den Detektives und Castle das es sich um die Wohnung von Aiden Lakefield handelte. „ Wir haben durch Informationen eine zweite Lagerhalle gefunden, genau hier." Er zeigte auf eine Halle in der Bronx. „ Bist du dir da sicher, das Lakefield auch dort ist?" fragte Kate und sah seinen erfreuten Ausdruck, es war das erste Mal seit sie sich wieder gesehen hatten, dass Kate ihn ansprach. „ Wir haben das Haus observiert und einen Mann gesehen, welcher sich hineinschlich. Wir sind uns nicht hundertprozentig sicher, aber es ist besser als nichts."
„ Wie viele Männer hast du?"
„ Vier stehen vorn und fünf hinten. Zwei würden das Haus mit stürmen."
Kates Augenbrauen zogen sich zusammen, als sie darüber nach dachte. Insgesamt währen es sechs Polizisten und Castle gegen Einen. Beckett richtete sich zu Javier. „ Geht es dir besser?"
„ Ich bin bereit und freue mich darauf diesen Bastard eins auszuwischen." besorgt blickte Kate auf seine Wunden.
„ Ich denke wir werden dieses Mal schwerere Geschütze ausfahren. Esposito besorgt dir ein paar Blendgranaten und eine neues Schrotgewehr, sowie eine Schutzweste. Ryan du nimmst deine Zweitwaffe mit und vergess nicht sie zu laden." Schnell liefen beide los und besorgten sich die Sachen. Kate kramte in ihrer Schublade herum und fand ihre Zweitwaffe, verwundert blickte Castle zu ihr. „ Wem gehörte die Waffe von gestern?"
„ Esposito." Sie entnahm das Magazin und überprüfte die Kugeln. Mit einem Klick raste das Magazin wieder ein und Kate zog den Schlitten zurück, damit eine Kugel in den Lauf gelang, bevor sie die Waffe Castle gab sicherte sie sie noch. „ Die ist schick. Warum ist das nur deine Zweitwaffe?"
„ Weil das NYPD mit Sig Sauer ausgerüstet wird und nicht mit Walther. Sei vorsichtig, am besten versuchst du aus der Schusslinie zu bleiben."
„ Keine Sorge." Kate sah das schockierte Gesicht von Tom und lief an ihm vorbei. Ihre Detectives kamen schnell zurück und hielten ihr triumphierend die gesuchten Gegenstände entgegen. „ Also los. Machen wir Lakefield Feuer unter dem Hinter."
Zu Favoriten hinzufügen
X
Verdächtiges Lagerhaus
Bronx, New York
Nach einer fünfzehnminütigen Fahrt, erreichten sie das Lagerhaus. Beckett stieg aus ihrem Auto und sah das Licht in der Lagerhalle. Sie und Castle schnallten sich die Schutzwesten um und entsicherten ihre Waffen. Beide liefen zu Ryan und Esposito auch Demming gesellte sich dazu. „ Seid ihr bereit?" fragte Kate und wartete auf eine Antwort. Die Männer nickten zu ihr und liefen los. „ Officer Sheppard, sind ihre Männer bereit?" fragte Tom den Uniformierten. „ Ja, es kann los gehen. Ich begleite sie und meine Männer sichern die Ausgänge." Er funkte seine Männer an und lief geradewegs zum Eingang. Tom Demming folgte ihm schnell und stellte sich neben die Tür. Javier trat die Tür ein und versteckte sich auf der anderen Seite, geschwind setzte Ryan nach und rannte in das Lagerhaus hinein.
Große Holzkisten stapelten sich bis zur Decke, Ryan suchte Deckung dahinter und winkte Esposito zu sich. Er trat zu Kevin und hockte sich neben ihn, er durchblickte schnell die Lage und warte auf die Anderen, als Beckett, Demming, Castle und Sheppard eintraten zeigte Javier das sie sich aufteilen mussten.
Esposito, Ryan und Sheppard gingen nach links und Beckett, Castle und Demming nach rechts. Sie liefen durch entstandenen Gang, Kate schlich leise an den Kisten entlang und spähte um die Ecke, mit einem Handzeichen signalisierte sie Tom dass die Luft rein war. Er lief leise an ihr vorbei und sicherte den Gang, plötzlich blieb er stehen und spähte in einen weiteren Gang. Kate und Richard folgten ihm. „ Wenn die Kisten alle so gestellt sind, treffen wir Esposito wieder." Tom lehnte sich kurz um die Kiste und blickte in den Gang, als er sich wieder zurückziehen wollte. Durchbrach ein Knall die Stille, Tom sackte neben Kate zusammen und kroch hinter die schützende Kiste. Kate sah wie Tom sich den rechten Oberarm hielt und das Blut heraus quoll. Castle hockte sich neben Demming und riss den Ärmel von Toms Hemd ab, schnell verband er die Wunde, erst jetzt sah er in sein schmerzverzerrtes Gesicht. „ Fuck!" brachte er zwischen seinen Zähnen heraus und lehnte seinen Kopf gen Kisten. Er spürte eine Hand auf seinem Gesicht und öffnete überrascht seine Augen wieder. Tom sah in das mitfühlende Gesicht von Kate. „ Du musst wachbleiben, Tom. Kannst du laufen?" Er zeigte ihr sein Lächeln und versuchte sich aufzurichten. Richard reichte ihm die Hand und zog ihn vorsichtig nach oben. „ Rick, begleite Tom nach draußen." bevor er protestieren konnte legte sie ihre Hand auf seine Lippen und schüttelte den Kopf. „ Nicht, ich will nichts hören. Du gehst jetzt!" Kate drehte ihn energisch um und beobachte wie er und Demming zurückliefen. Richard hatte ein schlechtes Gefühl dabei und drehte sich noch ein Mal zurück, er sah dass sie ihm nachschaute.
Als Castle um die Ecke gelaufen war, spähte Kate um die Kiste und tastete sich vorsichtig nach vorn. Als sie die Hälfte des Weges zurück gelegt hatte gingen die Lichter aus. Verunsichert hockte Kate sich hin und wartete darauf dass ihre Augen sich an die Dunkelheit gewöhnten. Sie sah eine Gestalt vorbei huschen und lehnte sich schnell an die Kisten, vorsichtig stand sie auf und schlich weiter.
Esposito sicherte den Gang, gefolgt von Ryan und Sheppard, als sie gerade in einen Gang, welcher nur aus Kisten bestand einbiegen wollten, hörten sie den Schuss. Erschrocken versteckten sie sich wieder hinter den Kisten, als Javier keinen weiteren Schuss vernahm spähte er um die Ecke und lief den Gang entlang. Er spürte das Ryan direkt hinter ihm war und beruhigte sich. Das Labyrinth erschwerte die Suche, doch bat es ihnen immer Schutz, als Javier an der nächsten Ecke ankam ließ er Sheppard den Vortritt, plötzlich ging das Licht aus. Javier lehnte sich an die Kisten und hockte sich hin, Ryan tat es ihm gleich. Officer Sheppard reagierte nicht auf die gleiche Weise, sondern schlich schnell weiter, durch die Dunkelheit sah er die kleine Einbuchtung nicht. Als er vorbei war sprang Lakefield aus der Nische und schlitzte Sheppards Kehle auf. Ein leises Röcheln vernahm er, als er den Officer los ließ, geschwind rannte er durch den Gang und versteckte sich in einer weiteren Nische. Dort hockte er sich hin und versuchte seine Atmung Unterkontrolle zubekommen.
Als Javiers Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, kroch er zur Ecke und spähte herum. Er war sich nicht sicher, ob er eine Gestalt auf dem Boden sah, doch eins war sicher Sheppard war nicht mehr hier. Javier hockte sich wieder hin und schlich auf den Gang, Ryan folgte ihm und richte seine Waffe geradeaus. Als sie schließlich bei der Gestalt ankamen, erkannte Javier Sheppard sofort, als er sein Puls checken wollte griff er auf das noch warme Blut. Er drehte sich zu Ryan um, doch dieser war verschwunden, plötzlich sah er eine Bewegung neben sich und erstarrte.
Ryan hatte die Nische zwischen den Kisten entdeckt und kroch hinein, er wusste jetzt wie Lakefield Sheppard überwältigen konnte. Er sah neben sich Esposito und berührte ihn leicht am Arm um ihm das Versteck zu zeigen.
Er spürte dass Javier erschrak, deshalb lehnte er sich ein wenig zu ihm und flüsterte leise. „ Ich bin es." Esposito entspannte sich und schlich weiter, als er merkte das Ryan ihm wieder folgte.
Richard versuchte Demming zu stützen, als sie durch die Gänge liefen, plötzlich ging das Licht aus und Tom zog Castle schnell nach unten. Er spürte wie Tom seine Waffe in die linke Hand nahm und sich abrupt umdrehte. Castle versuchte etwas zu sehen, doch die plötzliche Dunkelheit erschwerte es ihm. Sein Herz pochte und das ständige Wummern in seinem Ohr machte Richard wahnsinnig. Neben ihm bewegte Tom sich und versuchte aufzustehen, Castle reagierte sofort und half ihm hoch. „ Wir müssen hier raus. Sofort!" Richard lief daraufhin weiter und hoffte ins brünstig das Kate nichts geschah.
Als beide aus der Lagerhalle traten richteten sich mehre Pistolen auf sie. Die Uniformierten erkannten Castle und Demming schnell rannte ein junger Officer zu ihnen und half Tom. Am Auto angekommen, rief er einen Krankenwagen.
Nach nicht einmal zehn Minuten raste der Wagen auf die Einfahrt und ein Sanitäter sprang heraus, als Richard sah das Demming in guten Händen war, schlich er sich wieder in die Halle. Er wusste das Kate wütend werden würde, doch das interessierte jetzt nicht. Er konnte sie nicht allein dort drinnen lassen, solange er nicht wusste wo Esposito und Ryan der Zeit waren.
Als er in die Dunkelheit trat, rannte er leise den Gang entlang, doch nach der zweiten Abbiegung war er sich nicht mehr sicher, ob sie ihr wirklich langgelaufen waren. Vielleicht hatte er den Eingang verpasst und lief jetzt im Kreis – er wusste es nicht. Castle tastete sich an den Kisten entlang und kniff die Augen zusammen um mehr erkennen zu können. Ihm fiel wieder ein das er Kates Waffe bei sich hatte, schnell holte er sie hervor und richtete sie vor sich, langsam schlich er weiter an den Kisten entlang, als eine Einbuchtung kam richtete Castle die Waffe hinein und versuchte etwas zu erkennen. Erleichtert stellte er fest, dass es nur eine kleine Nische war.
Er lauschte in die Dunkelheit und hörte leise Schritte vor sich oder waren sie hinter ihm, erstarrt stand Richard an den Kisten und hielt die Luft an. Die Schritte wurden lauter zu mindestens dachte er das, geängstigt schaute er von einer Seite zur anderen und hoffte das die Person an ihm vorbei lief. Castle spürte jemanden direkt neben sich und wollte gerade seine Waffe auf ihn richten, als eine Hand sich auf seinen Mund legte und seine rechte Hand schmerzvoll herumgedreht wurde. Die Waffe fiel aus seiner Hand und Castle ging in die Knie. Er spürte den warmen Atem der Person auf seinem Gesicht und etwas Vertrautes schlich sich zu ihm. Er roch Kirschen, Castle versuchte zusprechen, doch die Hand auf seinen Mund bewegte sich nicht weg. Um Kates Aufmerksamkeit zubekommen – solange sie es auch wirklich war schoss es durch seinen Kopf. Küsste er die Handfläche auf seinem Mund, er spürte dass sie zurück gerissen wurde. „ Rick?" flüsterte sie neben seinem Ohr. „ Ja." Stürmisch wurde er umarmt und spürte ihre Lippen auf seinen, plötzlich unterbrach sie den Kuss und boxte ihn in die Seite. „ Autsch, warum hast du das getan?"
„ Weil ich dir gesagt habe das du draußen bleiben sollst!" Er grinste das wusste sie auch wenn sie es nicht sehen konnte. Langsam richtete Kate sich wieder auf und half Richard nach oben. „ Moment die Waffe." Er bückte sich wieder und suchte auf dem Boden, dabei berührte er ihre Beine und fand schließlich die Pistole. Schweigend gingen beide weiter, Castle war Kate so nah, das er sie bei Gefahr zurückziehen konnte. „ Hast du die Anderen gefunden?" fragte Richard leise in ihr Ohr, er spürte wie sie ihren Kopf schüttelte und zog sich ein Stückchen zurück.
Castle spürte das Kate angehalten hatte, er tastete die Kisten entlang und merkte dass er direkt neben einer weiteren Nische stand. Schritte ertönten leise, schnell zog Richard Kate mit in die Nische, welche gerade mal eine Person barg, deshalb musste Kate ihre Waffe nach unten richten. Castle spürte wie Beckett ihren Atem anhielt, ihr Rücken klebte direkt an seiner Brust und er konnte nicht an ihr vorbei schauen, ihre Haare kitzelten seine Nase. Ihm wurde bewusst dass er sie an der Hüfte festhielt und sie weiter an sich drückte. Die Schritte wurden lauter, Kate versuchte die Richtung ausfindig zu machen, doch das leise atmen von Castle erschwerte es ihr.
Sie war sich sicher dass die Person direkt vor ihnen stand, sie berührte mit ihrer freien Hand Castles Hände und nahm sie sanft von ihrer Hüfte. Sie spürte dass er hinter ihr stumm protestierte, doch ließ sie sich davon nicht abbringen. Als seine Hände losließen, sprang sie nach vor, direkt in die Arme des Unbekannten.
