Kapitel 7:Ausflug zum Markplatz und Ärger im Anflug

Marik ging wieder grinsend zu seinen beiden gelangweilten Freunden. "Wisst ihr, was ich gefunden habe? "fragte er breit grinsend. "Yugi schaute von der Baumkrone runter zu ihm. "Was denn?" Marik grinste noch breiter. "Ein Schlupfloch!"

Joey hob eine Augenbraue. "Schlupfloch?" Marik nickte. "Ja, ein Schlupfloch. Wenn wir morgen früh gleich losgehen, können wir auf den Markt gehen und uns mal richtig umschauen." Yugi grinste ihn an. "Klingt super! Ich hab nix vor."

Joey grinste nun auch. "Klingt wie früher, wo wir dich immer heimlich rausgeholt haben, zum spielen." Alle drei kicherten los.

Später am Nachmittag kam Atemu zu den dreien und sah Yugi auf dem Baum und schaute von unten hoch zu Yugi.

"Mein kleines Licht, komm da runter, bevor du dir weh tust." Yugi grummelte leise vor sich hin. Atemu hat angefangen ihn kleines Licht zu nennen und andere nannten ihn Pharaos Licht, was ihn nach einer Weile ziemlich nervte.

"Aber Atemu...mir passiert schon nix hier oben..." winselte er leise, Atemu seufzte und Joey und Marik kicherten wieder. "Kleiner Prinz, komm runter, bevor der arme Pharao den Baum kleiner macht, um dich runter zu kriegen!" sagte Marik grinsend und sah amüsiert hoch zu Yugi, der ihn daraufhin mit dicken Backen ansah.

"Oh mann, Yugi! Das macht dich niedlich." lachte nun Joey.

Nachdem sie es geschafft hatten, Yugi vom Baum runter zu holen, saß dieser auf den weichen Gras, direkt neben ihn Atemu, der ihn sanft durchs Haar fuhr.

Marik und Joey jagten in der Zeit Kiba durch die Gegend. "Dieser Hund...macht ziemlich große Haufen..." meinte Atemu etwas genervt und Yugi kicherte. "Ja schon, aber er ist sehr loyal, wenns um die Wurst geht. Diese Hunde sind was besonderes und sind sehr selten."

Atemu nickte. "Haben diese Hunde bestimmte Namen, ich meine die Rasse?" Yugi nickte. "Ja, sie nennen sich Hikari Hoshi Inuki, das heißt Sternenlicht Hund. Sie werden aus Sternenstaub geboren, das passiert alle 10 Jahre. Dann sind es meistens nur ein bis zwei Hunde, die daraus entstehen und die suchen sich dann ihren Partner aus.

Mann hat auch 'ne mentale Verbindung zu ihnen, gedanklich...man kann Gefühle mit ihnen teilen, sie wissen, wenn man schmerzen spürt und so...Naja, ich hatte wie gesagt ja auch einen...ich konnte fühlen wie man ihn quälte und..und wie er dann langsam starb..."

Yugi brach ihn Tränen aus, Atemu nahm ihn in die Arme und streichelte seinen Rücken. "Shhhh, ist ja gut...shhhh es ist garnichts, nur eine böse Erinnerung. Alles ist gut.." Er sprach sanft mit ihm, bis Yugi sich beruhigt hatte, seinen Kopf auf Atemus Schulter gelegt hatte und die Streicheleinheiten genoss.

"Ist es nun besser?" fragte er leise und Yugi nickte. "Ja...tut mir leid, dass ich...dass ich so schwach auf dich wirke..." Doch bevor er weiter sprechen konnte, unterbrach ihn Atemu. "Du bist nicht schwach, Yugi. Sag sowas doch nicht. Du hast viel durchgemacht, sehr viel und du bist jetzt dabei es zu verabeiten und das dauert.

Du hattest auch, so wie ich das verstanden habe, eine enge Verbindung mit deinem Hund gehabt, kleines Licht. Du bist sehr stark, weißt du?" Yugi schüttelte den Kopf. "Doch, bist du. Das bist du. Dass du jetzt noch lebst, zeigt, dass du sehr stark bist."

Damit küsste Atemu Yugi auf die Nase, dann auf die Wange und dann sanft auf die Lippen. Yugi fing an zu kichern und kuschelte sich enger an Atemu, der ihn wieder sanft den Rücken streichelte. Marik und Joey brachten Kiba wieder zu den Pferdenboxen, ließen den armen Hund sich ausruhen und gingen dann zurück zu ihrem gemeinsamen Gemach. Sie gingen baden und setzten sich dann aufs Bett.

"Atemu und Yugi sehen gut zusammen aus, oder?" Joey sah dabei Marik an, der irgendwie auf diese Sache etwas böse guckte. "Mag sein..." Joey schreckte hoch. "Was hast du denn? Stimmt was nicht?" Marik schüttelte den Kopf.

"Ne..alles klaro..." Sie ließen ihr aAendessen ins Zimmer kommen und gingen rechtzeitig zu Bett. Atemu und Yugi saßen in ihrem Gemach und aßen gerade. "Iss, Yugi. Du musst ein paar Pfunde zulegen. Du bist noch viel zu mager." meinte Atemu und sah Yugi besorgt an.

"Ja, ich versuchs ja, Atemu, aber es passt kaum noch was rein. Ich bin satt." Atemu nahm einen Apfel und reichte diesen Yugi. "Nur noch den und ich lass dich ihn Ruhe." Yugi nickte und aß den Apfel. Atemu lächelte zufrieden.

Sie wurden durch einen wunderschönen Singsang gestört der von einem Vogel, der vom Balkon hereinflog und sich vorsichtig auf dem Bettpfosten niederließ und beide erwartungsvoll ansah. Auch Yugi sah den Vogel neugierig an.

Er hatte ein wunderschönes regenbogenfarbenen Schweif und bunte Federn. Der Vogel öffnete seinen Schnabel und sprach: "Junger Lichtprinz des Waldes und Pharao Atemu, ich habe eine Nachricht von dem Waldgott Totoro."

Beide nickten und der Vogel sprach mit seiner Engelsstimme weiter. "Seid gewarnt! Der Schatten der Dartz übernommen hatte gewinnt langsam die Oberhand und legt das ganze Land in Schatten! Er sorgt dafür, dass dein Bruder in seinem Hass langsam ertrinkt und euch Pharao Atemu an alles, was geschehen ist, Euch die Schuld gebt und droht mit ein Krieg.

Seid gewarnt, das Elbenvolk ist nicht schwach, es ist listig und schlau! Sie sind überall und nirgends! Prinz, seid achtsam und haltet euch ihn der Nähe des Pharaos auf!

Pharao seid gewarnt und achtet auf jede noch so kleine Veränderung. Die Sache ist Ernst, sehr Ernst."

Damit breitete er wieder die Flügel aus und mit einem schrillen Schrei flog er davon, wieder Richtung Heimat. Atemu zog Yugi an sich ran und vergrub sein Gesicht ihn dessen Nacken. "Keine Angst, mein kleines Licht, ich werde auf dich aufpassen."

Yugi erwiderte die Geste und umarmte den stolzen Mann. "Ja, wir werden aufpassen. Es wird nix passieren, solange du auf mich aufpasst." Atemu lächelte ihn in den Nacken rein und stand dann auf. "Wir sollten zu Bett gehen. Morgen hab ich viel zu tun und ich werde diese Sache mit meinen Priestern bereden. Dann entscheiden was wir machen."

Yugi nickte, zog sich schnell im Bad sein Nachtanzug an und kroch ins Bett. Atemu wartete, bis Yugi eingeschlafen war, zog diesen dann an sich und schlief selber ein.

Am Morgen war Atemu im Thronsaal und beredete die Sache mit den Priestern und Yugi war wieder mit Joey und Marik im Garten. Marik hatte ein paar Mäntel im Schlepptau und Joey einen dicken Geldbeutel. Er hatte ihn im Gang gefunden.

"Wer's findet, darf's behalten!" Beide Violettäugigen schüttelten ihre Köpfe. Sie zogen sich die Mäntel über und gingen in den Spalt der Mauer rein, die Marik gefunden hatte. Sie passten alle gerade mal so durch. Joey musste sich ein bisschen durchquetschen.

"Du sollest weniger fressen, Köter... du wirst sonst zu fett!" Joey zeigte Marik die Faust. "Ich bin nicht fett, du eingebildeter Idiot!" sagte er und stolzierte dann davon. Yugi schüttelte nur grinsend den Kopf. /"Die beiden werden sich nie ändern..."/

Marik nahm Yugis Hand und zog ihn mit sich. "Ich nehm dich an die Hand, das du mir ja nicht verloren gehst!" Yugi grinste nur und ließ sich von Marik mitziehen, während Joey jeden Stand anschaute und immer wieder was zu essen kaufte. Marik und Yugi konnten nur die Köpfe darüber

schütteln. "Wenns hier Kannibalen geben würde, wäre er ein Festmahl!" Yugi nickte zustimmend.

~Palast~

Atemu saß unruhig auf dem Thron, er hatte den Priestern berichtet, was der Regenbogenvogel für eine Warnung mitgebracht hatte und alle waren sichtlich besorgt.

"Pharao, es ist dann besser, wenn Ihr den kleinen Prinzen überall mitnemmt. Auch in den Thronsaal. Wir wollen diesen Schatten nicht die Chance geben, sich den Prinzen zu greifen oder Euch zu schaden." Atemu nickte.

"Ja, das sollte ich tun und ich fange gleich damit an." Er stand auf und begab sich zu den Gärten hin, wo Yugi und seine beiden Freunde immer waren.

~Wieder bei Yugi & Co~

Marik, Joey und Yugi kamen zu dem Sklavenhandelviertel an, was natürlich keiner von ihnen wusste. Sie wunderten sich nur, warum einige in einem Käfig waren oder gar Halsbänder hatten, wie Kiba aber mit einer festen Kette oder Seil festgehalten wurde.

"Warum die wohl angekettet sind?" murmelte der kleine Prinz unsicher gegen Mariks Arm. Ihm war nicht gut zumute, mit dem ganzen Sklavenverkäufern. Dann erhaschte sein Auge was und er zog an Mariks Ärmel.

"Schau mal da, Marik...Der Junge mit den weißen Haaren..." Marik schaute in die Richtung hin und sah den blassen Jungen an. "Was ist mit dem, Yugi?" "Er tut mir leid...können wir ihn nicht mitnehmen?" Marik dachte kurz nach, er wusste nicht, wie er dem Pharao nachher erklären sollte, dass sie ein Mitbringsel hatten und woher er kam.

Schließlich können sie nicht zaubern, so dachte er jedenfalls, sie können, aber sie dürfen es nicht preisgeben. "Yugi, bei deiner Großherzigkeit, wir können ihn nicht mitnehmen..." Yugi drehte sich nun ganz zu Marik um und sah ihn mit seinen großen, unschuldigen, violetten Augen an.

"Bitte, bitte...bitte Marik. Siehst du nicht, wie er leidet da drinnen? Bitte..." Mariks rechtes Auge zuckte. Diese Augen, so groß und glänzend. Es hatte schon was magisches diesem Blick. Wie ein geschlagener Welpe oder ein Engel, der auf ihn sanft nieder sah.

Der Puppy-Eye-Doom, wie sie es immer alle nett nennen und er kam nicht drumherum und nickte. "Gut...wir werden sehen was wir tun können..." Sie gingen auf den Käfig und auf den weißhaarigen Jungen zu, der dort drinnen saß und beide mit großen Augen ansah.

"Ähm, Mister...was ist der kleine Junge da. Ich meine, man sperrt doch keine Menschen ein wie Tiere..." Der Sklavenhändler drehte sich zu Marik um und setzte ein gehässiges Lächeln auf. "Dieser Junge ist ein Sklave, junger Herr, Sklaven sind nicht mehr Wert als Tiere, wenn nicht, sogar niedriger und wenn ihr ihn nicht kaufen wollt, dann verschwindet!"

Bei den ganzen Sätzen, kam ihnen der Geruch von Alkohol entgegen, was nicht gerade angenehm war. "Wir würden ihn gerne kaufen..." piepste Yugis Stimme leise und der Mann bekam gierige Augen. "Gut, aber ich muss sagen der Kleine ist hübsch und wird als Liebesklave verkauft und da er ja so hübsch ist, ist er auch teuer, sagen wir so 20 Goldmünzen."

Der Mann leckte sich gierig die Lippen und Marik sah zu Joey rüber. "Joey, gib dem Kerl mal 20 Goldmünzen.." Joey nickte und schmiss den Kerl die Münzen entgegen und der Mann öffnete den Käfig, sodass der Junge raus konnte und seinem neuen Meister folgen konnte.

Er beachtete Yugi und die anderen nicht mehr, da er zu sehr beschäftig war, die Münzen aufzuheben. Yugi nahm den Neuling an der Hand. "Komm, wir gehen weiter." Der Junge nickte. Er hatte schneeweißes Haar und große, unschuldige, schokoladenbraune Augen, seine Haut war ungewöhnlich weiß und sein Körper wie die eines Mädchen. Bloß, das er ein Junge war.

Yugi zog ihn hinter sich her. "Wie heißt du?" fragte er freundlich, nachdem sie aus dem Sklavenviertel raus waren. "Mein Name ist Ryou, mein Herr." Yugi gefiel es nicht, Herr genannt zu werden und machte Ryou darauf aufmerksam.

"Nicht Herr, mein Name ist Yugi, das neben mir ist Marik und der verfressene Typ vor uns ist Joey." plapperte der junge Prinz fröhlich. Ryou lächelte leicht und hielt Yugis Hand etwas fester, Marik lächelte sie von der Seite an.

~Palast~

Atemu kam wütend aus den Garten raus und schrie die Soldaten an, sie sollen den Palast auseinander nehmen und nach Yugi und seine Freunde suchen. Er fragte sich, warum er sein kleines Licht nich finden konnte. /Kleines Licht...Ja er ist ein Licht, der im Dunkeln leuchtet...Aber wo ist er?/

Atemu war panisch und schnauzte jeden an der ihm in die Quere kam. "SUCHT IHN! FINDET IHN! BRING IHN WIEDER ZU MIR!" Sklaven und Soldaten liefen wie aufgescheuchte Hühner herum und suchten den kleinen Prinzen und seine Freunde im ganzen Palast.

"Es werden Köpfe rollen, wenn ihr ihn nicht findet!" schrie er noch den aufgescheuchten Sklaven und Soldaten zu. Selbst die Priester halfen nun ebenfalls, die kleine Gruppe zu finden, wenn sie wüssten wo sie waren...

Seto hatte so eine Ahnung und machte ein Pferd fertig und ritt aus den Palast.

~Wieder bei Yugi & Co.~

Ryou hatte sich schnell an seine neuen Herren gewöhnt und klammert im Moment an Yugi wie an eine Lebensleine. /Ich hoffe, ich kann bei meinem neuen Herren bleiben. Er ist wirklich sehr nett, wie seine Freunde/

Keiner von ihnen wusste, dass sie von smaragdgrünen Augen beobachtet werden und dieser siegessicher grinste. "Junger Prinz, hab ich Euch endlich gefunden...König Dartz wird davon begeistert sein!" Schnell schlich er weg, um neue Anweisungen zu kriegen von seinem König.

Ein lautes krachen, fluchen und ein schreiender Joey. "Was hat der Köter nun angestellt..." meckerte Marik in sich rein und ging auf den blonden Jungen und den wütenden Mann zu, der Joey am Kragen hielt und vom Boden hochhielt.

Yugi und Ryou kamen langsam dazu und bekamen mit, was los war. "KANNST DU TROTTEL NICHT BESSER AUFPASSEN? NUN SIEH DIR DAS AN! MEINE GANZEN VASEN UND TÖPFE SIND NUN SCHERBEN!" Joey schrie ihn zurück an, und zwar mit dem gleichen Feuer.

"WAS BIST DU AUCH SO IM WEG! DAS HÄTTE JEDEN PASSIEREN KÖNNEN, DU ASS!" Marik versuchte Joey von dem Mann zu befreien, dass dieser ihn wieder auf dem Boden absetzte, aber es half alles nichts. Der Mann war einfach zu wütend und fing nun sogar an, Marik anzuschreien.

Yugi konnte sich das nicht mehr mit ansehen und wollte sich einmischen. "Mein Herr, bei aller Ehre, mein Freund ist ein Tollpatsch und es war bestimmt nicht seine Absicht. Joey, gib den Mann dein Gold als Schadensersatz, das du die Sachen zerbrochen hast."

Joey riss seinen Mund auf, sah Yugi ensetzt an und wollte was sagen, aber Marik klaschte ihm mit der Hand am den Hinterkopf und Joey gab dem Mann grummelnd den Goldsack und alle vier machten sich auf den Weg weiter zu gehen, als vor ihnen Seto auftauchte.

"Da seid ihr ja!" Alle drei wurden blass. "Uh, oh" kam es aus drei Mündern. "Ihr drei seid in großen Schwirigkeiten! Los kommt, Prinz Yugi. Kommt her!" Seto nahm Yugi auf sein Pferd und deutete den anderen drei, ihm zu folgen.

Marik nahm Ryous Hand und zog ihn so mit sich her. Sie machten sich so langsam auf den Weg zurück zum Palast, zu einem sehr aufgebrachten Pharao, der ihn eine ordentliche Predigt halten wird. Yugi zitterte schon ein wenig vor Angst, wie Joey und Marik.